Unkomplizierte beste Antennenlösung für einen Balkon mit Metallgeländer

LoneStar
Santiago 0
Beiträge: 2
Registriert: So 23. Jan 2022, 11:21
Standort in der Userkarte: Köln

Unkomplizierte beste Antennenlösung für einen Balkon mit Metallgeländer

Beitrag von LoneStar »

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und komme aus dem Großraum Köln. Für den Fall, dass einmal sämtliche Kommunikation ausfallen sollte, möchte ich mit CB Funk zumindest eine grundsätzliche Kommunikationsfähigkeit im Nahbereich vorhalten.
Ich würde daher gerne auf meinem Balkon eine kleine, unkomplizierte Antenne, für den Nahbereich aufstellen.

Mein Balkon ist nicht überdacht und blickt Richtung Süden eines städtischen Bereiches. Ich habe ein Metallgeländer, daran könnte man eine Antenne anschrauben. Allerdings ist eine Hochantenne ausgeschlossen, da dies der Eigentümer nicht gestattet, und da sie sozusagen über das Dach hinausgeht, und somit für Blitze sicher anfällig wäre und eine weitere Sicherung erforderlich machen würde.
Möglich wäre es auch sie mit bereits existierenden Dübel an der Wand zu befestigen - ohne dass neu gebohrt werden müsste.

Ich benötigte somit eine kleine Antenne für den Nahbereich (städtisch, Mehrfamilienhäuser aber keine Hochhäuser, und für eine Entfernung von etwa 2-3 Kilometer. Meine bisherige Internetrecherche ergab hierfür folgende Optionen:

- Mini Boomerang Antenne
- Magnetfußantenne auf Metallgeländer
- GL 27 Bootsantenne (mit eingebauter Masse), an das Metallgeländer schrauben
- Hurricane 27

Ich verstehe nicht so wirklich, warum eine Masse mal eingebaut sein kann, und mal nicht. Oder wieso man bei der einen Antenne eine Stehlwelle einstellen muss, und bei einer anderen die Kabellänge optimieren muss. Ich möchte lediglich eine Antenne mit der man funken könnte, ohne allzu viel Aufwand zu haben, und das Gerät nicht sofort kaputt zu machen.
Hättet ihr für die o.g. Anwendung eine Erfahrung/Empfehlung.

Besten Dank und Viele Grüße
LoneStar
Benutzeravatar
Fensterbrettfunker
Santiago 9+15
Beiträge: 1874
Registriert: Do 5. Aug 2021, 18:53
Standort in der Userkarte: HF-sichere Schlucht, Thueringen DE

Re: Unkomplizierte beste Antennenlösung für einen Balkon mit Metallgeländer

Beitrag von Fensterbrettfunker »

Kurz (aus meiner Sicht):
LoneStar hat geschrieben: Mi 8. Apr 2026, 17:42 Möglich wäre es auch sie mit bereits existierenden Dübel an der Wand zu befestigen
Macht eigentlich nur Sinn, wenn man dort den Mast für eine Hochantenne befestigen würde, aber das ist ja ausgeschlossen. Ansonsten: So weit wie möglich weg von der Hauswand.
Ich würde die Boomerang bevorzugen. Die bringt durch das Radial schon "Gegengewicht" mit. Nicht viel, aber meist ausreichend.
Bootsantennen: Gibt´s Gute und naja.. Notlösungen wie die GL27 :)
Die Guten sind ca. 1,50m lang und als Lambda/2 gerechnet, somit unabhängig von Gegengewicht. Bei der GL muss Kabellänge und -verlegung dafür stimmen, nicht ganz unproblematisch.
Zur Hurricane schrieb glaub ich mal mal Jemand: Das Ding ist irgendwas, aber keine Antenne :)
AFu? Gerne, aber nicht für mich :)
"11m"? (CB gibt´s ja nicht mehr) gerne mal an einem ruhigen Abend auf´m Hügel. Aber bitte kein DX-Stress.
Ansonsten mit Freenet und PMR unterwegs: ~Jeder so, wie er mog~
Benutzeravatar
ultra1
Santiago 9+15
Beiträge: 2488
Registriert: Di 23. Feb 2016, 23:29
Standort in der Userkarte: 32805 horn-bad meinberg
Wohnort: 32805

Re: Unkomplizierte beste Antennenlösung für einen Balkon mit Metallgeländer

Beitrag von ultra1 »

Hallo !

Ich betreibe einen GFK-Mast mit Draht-Antenne, als vollwertige Alternative.
Befestigt am Balkongeländer ohne Dachüberhang.

Vorteile sind das Gewicht und die Flexibilität bei Wind.

55/73, Ingo
Benutzeravatar
Juliett Sierra
Santiago 9+15
Beiträge: 1818
Registriert: Mi 25. Jul 2007, 18:36
Standort in der Userkarte: Deutschland

Re: Unkomplizierte beste Antennenlösung für einen Balkon mit Metallgeländer

Beitrag von Juliett Sierra »

LoneStar hat geschrieben: Mi 8. Apr 2026, 17:42Ich würde daher gerne auf meinem Balkon eine kleine, unkomplizierte Antenne, für den Nahbereich aufstellen.
Auf jeden Fall schon mal gut, dass du dir Gedanken um die Antenne machst. Standort (der Antenne) und die Antenne selbst sind beim CB Funk wichtiger als das CB-Funkgerät selbst - jedenfalls dann, wenn es um das Thema Reichweite geht.
Mein Balkon ist nicht überdacht und blickt Richtung Süden eines städtischen Bereiches. Ich habe ein Metallgeländer, daran könnte man eine Antenne anschrauben.
Das hört sich nach ganz guten Voraussetzungen für eine Antenne auf dem Balkon an. Und je höher dein Balkon liegt, umso besser.
Allerdings ist eine Hochantenne ausgeschlossen, da dies der Eigentümer nicht gestattet, und da sie sozusagen über das Dach hinausgeht, und somit für Blitze sicher anfällig wäre und eine weitere Sicherung erforderlich machen würde.
Möglich wäre es auch sie mit bereits existierenden Dübel an der Wand zu befestigen - ohne dass neu gebohrt werden müsste.
Eine Antenne sozusagen direkt bzw. ganz nah an einer Wand zu befestigen, ist keine gute Idee. Die Antenne wird mit solch einer Positionierung nur eine ganz schlechte Abstrahlung der Funkwellen liefern.
An der Hauswand kann man einen Mast befestigen, der sodann mit seiner Spitze deutlich über das Hausdach hinaus ragt - und obendrauf kommt sodann die Antenne, so macht man das im Idealfall.
Geht das alles nicht (so wie bei dir), dann gehört die Antenne auf bzw. an das Balkongeländer. Wobei es wünschenswert ist, dass das Balkongeländer so weit wie möglich von der Hauswand entfernt ist.
Ich benötigte somit eine kleine Antenne für den Nahbereich (städtisch, Mehrfamilienhäuser aber keine Hochhäuser, und für eine Entfernung von etwa 2-3 Kilometer. Meine bisherige Internetrecherche ergab hierfür folgende Optionen:

- Mini Boomerang Antenne
- Magnetfußantenne auf Metallgeländer
- GL 27 Bootsantenne (mit eingebauter Masse), an das Metallgeländer schrauben
- Hurricane 27
Variante 1 und 2 sind die deutlichen besseren Varianten als 3 und 4 (letztere sind nicht zu empfehlen). Nach menschlichem Ermessen wirst du die 2-3 Kilometer bei den genannten Voraussetzungen auf jeden Fall überbrücken können. Magnetfußantenne auf Metall-Balkongeländer wäre die unkomplizierteste, variabelste und auch kostengünstigste Variante und wird voraussichtlich funktionieren.
Ich selbst arbeite auch mit CB-Mobilantennen auf dem Balkongeländer (in über 15 Meter Höhe über Grund) - sowohl mit Magnetfußantennen als auch mit Klemmvorrichtungen bzw. Festmontage einer Mobilantenne am Balkongeländer. Damit habe ich schon 40 KM Reichweite erzielt als Bestmarke, 20 KM geht immer.
Und die See wird allen neue Hoffnung bringen,
so wie der Schlaf die Träume bringt daheim.
Christoph Kolumbus
Benutzeravatar
Juliett Sierra
Santiago 9+15
Beiträge: 1818
Registriert: Mi 25. Jul 2007, 18:36
Standort in der Userkarte: Deutschland

Re: Unkomplizierte beste Antennenlösung für einen Balkon mit Metallgeländer

Beitrag von Juliett Sierra »

LoneStar hat geschrieben: Mi 8. Apr 2026, 17:42- GL 27 Bootsantenne (mit eingebauter Masse), an das Metallgeländer schrauben
- Hurricane 27
Ich verstehe nicht so wirklich, warum eine Masse mal eingebaut sein kann, und mal nicht. Oder wieso man bei der einen Antenne eine Stehlwelle einstellen muss, und bei einer anderen die Kabellänge optimieren muss.
Sehr vereinfacht gesagt (ohne groß theoretische Hintergründe zu erläutern) geht es um folgendes:
Damit viele CB Funk (Mobil)Antennen die Funkwellen richtig abstrahlen können, wird ein sogenanntes elektrisches Gegengewicht benötigt, welches ein wichtiger und notwendiger Teil des gesamten Antennensystems ist. Die Vokabel 'Masse' ist auch nicht richtig bzw. mindestens irreführend - es geht hier nicht um 'Masse' (in Kilogramm), auch nicht um einen Rückleiter für Gleichstrom, und es geht auch nicht um Bodenkontakt bzw. Erdung.

Dieses elektrische Gegengewicht ist nicht bei allen Antennenformen nötig, aber bspw. bei sogenannten Viertelwellenstrahlern schon. Das 'eigentliche' elektrische Gegengewicht besteht aus sogenannten Radialen bei diesen Viertelwellenantennen (siehe z.B. auch die sogenannte Boomerang oder die 'verkürzte' Miniboomerang Antenne).
Die Funk- bzw. Radiowellen beim CB Funk sind 11 Meter lang. Ein Viertel davon sind 2,75 Meter. Ein unverkürzter Viertelwellenstrahler bzw. eine unverkürzte Viertelwellenantenne für den CB Funk ist also 2,75 Meter lang.

CB Mobilantennen sind fast immer (durch verbaute Spulen) verkürzte Viertelwellenantennen, benötigen aber ebenso ein elektrisches Gegengewicht - dieses wird jedoch auf Autos nicht durch Radiale, sondern gewissermaßen ersatzweise durch das Autodach erbracht. Oder aber in deinem Fall: das elektrische Gegengewicht wird weder durch Radiale noch durch ein Autodach, sondern durch ein Metall-Balkongeländer erbracht; wobei es in diesem Fall darauf ankommt, inwiefern die gesamte Oberfläche des Geländers ausreichend ist.
Grundsätzlich ist es allerdings auch erforderlich, dass eine CB Mobilantenne in ihrer Länge abgestimmt sein muss auf die Frequenz bzw. die Wellenlänge der Funkwellen. Und daher kann man auch sehr viele CB Mobilantennen in ihrer Länge ein wenig variieren. In diesem Zusammenhang ist man dann beim Thema 'Stehwelle einstellen', was letztlich eben auch bedeutet, die Länge der CB Mobilantenne der Sendefrequenz vom Funkgerät möglichst optimal anzupassen.

Die von dir erwähnten Hurricane- und auch die Bootsantennen 'funktionieren' anders: hier dient die Antennenzuleitung ebenfalls (bzw. sogar hauptsächlich) als Antennenstrahler, und daher kommt es bei diesen Antennen auch auf die Länge der Antennenzuleitung zum Funkgerät an.
Da jedoch eine Funkantenne möglichst hoch und frei positioniert sein soll, kommt es unweigerlich zu Problemen bzw. zu einem sehr schlechten Wirkungsgrad bei diesen beiden Antennentypen, weil ja das Antennenkabel (welches bei diesen beiden Antennen auch als Strahler fungiert) in aller Regel eben nicht frei und hoch positioniert ist, sondern zumeist irgendwie und irgendwo auf dem Boden herum liegt.
Und die See wird allen neue Hoffnung bringen,
so wie der Schlaf die Träume bringt daheim.
Christoph Kolumbus
LoneStar
Santiago 0
Beiträge: 2
Registriert: So 23. Jan 2022, 11:21
Standort in der Userkarte: Köln

Re: Unkomplizierte beste Antennenlösung für einen Balkon mit Metallgeländer

Beitrag von LoneStar »

Hallo zusammen,
vielen Dank für eure Beiträge, und auch PNs.

Also hinsichtlich der Hurricane 27 bin ich nun etwas schlauer. Sie würde für meinen Balkon wohl eher nichts bringen, da das Kabel dann in die Wohnung führen würde, bzw. sollte. Und ich habe auch verstanden, dass ich am besten direkt in der Mitte des Geländers eine Antenne befestigen sollte. Da hätte sie zur Wand in beide Richtungen ca 2,5m. Abstand. Also sollte es wohl der Magnetfuß oder eine Mini-Boomerang sein.

Meine Gedanken für eine Lösung:
Ich könnte einen kleinen Mast an das Balkongeländer für eine Mini-Boomerang befestigen.
Oder ganz einfach den Magnetfuß auf das Geländer setzen.

Dann stellt sich die nächste Frage mit der Stehwelle.
Ich wollte eigentlich unkompliziert bei Bedarf ein Kabel rauslegen. Sollte ich das tatsächlich genau abmessen, damit es eine akzeptable Stehwelle ergibt. Wäre da eine der beiden Antennen leichter abzustimmen. Wie gesagt, ich möchte nicht das Funkgerät kaputt machen.
Wobei hier stellt sich ja auch die Frage. Ab wann nimmt ein Funkgerät tatsächlich Schaden.

Vielen Dank euch allen :-) :-) und Grüße
André
Benutzeravatar
Fensterbrettfunker
Santiago 9+15
Beiträge: 1874
Registriert: Do 5. Aug 2021, 18:53
Standort in der Userkarte: HF-sichere Schlucht, Thueringen DE

Re: Unkomplizierte beste Antennenlösung für einen Balkon mit Metallgeländer

Beitrag von Fensterbrettfunker »

LoneStar hat geschrieben: Do 9. Apr 2026, 18:26 Oder ganz einfach den Magnetfuß auf das Geländer setzen.
Kann funktionieren, ja. Ich hatte allerdings noch kein Geländer, wo man gescheit einen Magnetfuß hätte anbringen können. Zu rund, zu buckelig..
Plan aufliegen sollte er schon, über die gesamte Fläche.
LoneStar hat geschrieben: Do 9. Apr 2026, 18:26 Dann stellt sich die nächste Frage mit der Stehwelle.
Ich wollte eigentlich unkompliziert bei Bedarf ein Kabel rauslegen. Sollte ich das tatsächlich genau abmessen, damit es eine akzeptable Stehwelle ergibt.
Nein, das wäre nur bei den verworfenen Antennen ein Thema. Ja, es gibt grundsätzlich bessere und weniger günstige Kabellängen, aber das ist bei Boomerang oder Magnetfußantenne zu vernachlässigen. In der Regel sind die Antennen umso breitbander, je länger sie sind. CB-Funker und ihre "Stehwelle", ein untrennbarer Mythos :)
Aber ja, es macht definitiv Sinn, die Antenne nach Montage auf SWR und somit Betriebsfähigkeit zu prüfen.
Über 3: Da stimmt was nicht, die gesamte Installation wäre zu überprüfen
2-3: Verbesserungsbedarf, geht oft durch Nachjustieren an Strahler oder Spule.
Alles darunter: Glückwunsch, Anfängerglück :)
AFu? Gerne, aber nicht für mich :)
"11m"? (CB gibt´s ja nicht mehr) gerne mal an einem ruhigen Abend auf´m Hügel. Aber bitte kein DX-Stress.
Ansonsten mit Freenet und PMR unterwegs: ~Jeder so, wie er mog~

Zurück zu „Anfängerfragen“