SWR-Messgerät - wie könnte man es überprüfen?

Jupp
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Re: SWR-Messgerät - wie könnte man es überprüfen?

Beitrag von Jupp »

Randy3 hat geschrieben: Mo 10. Nov 2025, 09:37 Auf Power zeigt es mit diesem Widerstand in High Einstellung übrigens ca. 3 Watt an...
Ja, diese Anzeige weicht vom realen Wert ab, wenn das load nicht 50 Ohm ist. Die korrekte Leistung kann man nur gegen ein load mit möglichst genau 50 Ohm messen. Und dann muss man noch die Messgenauigkeit des Gerätes beachten, bei den billigen in der Regel +- 10%. Bei einem Generator der exakt 4 Watt abgibt wird das Messgerät daher irgendwas zwischen 3.6 und 4.4 Watt anzeigen.
Randy3 hat geschrieben: Mo 10. Nov 2025, 09:37 Aber jetzt:
In der Schalterstellung "Reflectet" zeigt das SWR Meter dann aber genauso 100 % - und es sollte ja 2 anzeigen :cry:

Das ist jetzt aber arg falsch, oder?
Irgendwelche Tipps?
Yep, das ist falsch, es sollte ein SWR von 2 anzeigen. Aufschrauben und nachsehen ob da Potis drin sind, was üblicherweise der Fall ist. Diese dient zum Abgleich auf das korrekte SWR, schau also mal ob du es mit dem Poti auf 2 eingestellt bekommst. Wenn nicht hat die Messbrücke irgendeinen Defekt, könnte man mal Verbindungen nachlöten usw. Oder wirf es weg, zuviel Aufwand lohnt sich bei so einer einfachen Messbrücke nicht, die gibt es neu zur einem sehr niedrigen Kurs, und auch diese sind in der Regel genau genug.
Jupp
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Re: SWR-Messgerät - wie könnte man es überprüfen?

Beitrag von Jupp »

Vergessen, Vorsicht da sind mindestens 2 Potis drin. Das eine dient dazu die angezeigte Vorwärts Leistung korrekt einzustellen, das zweite ist für das SWR. Entweder im Schaltbild nachsehen, oder vorsichtig probieren. Zuerst die Vorwärtsleistung möglichst korrekt einstellen und danach dann das SWR.
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Re: SWR-Messgerät - wie könnte man es überprüfen?

Beitrag von 13RF7373 »

mibo666 hat geschrieben: So 9. Nov 2025, 18:54 [...] Testwiderstand (nennt man Dummyload) [...] So ein Ding ist SEHR wichtig, gerade wenn man mal schnell die Leistung messen will, oder auch für kleine Tests in der Bude. Gehört meiner Meinung nach in jede Funker Grundausstattung.
+1

Fürs Archiv: Snof und MiBo haben mit Ihren Beiträgen übrigens eine dritte mögliche Methode geliefert, wie man sein SWR Meter überprüfen/kalibrieren kann: Mit Hilfe eines T-Stücks und 2 (50 Ohm) Dummyloads könntest Du per Parallelschaltung auch einen 25 Ohm Widerstand konstruieren, der dann ebenfalls ein VSWR von 2 ergeben sollte. Viele Wege führen nach Rom! :)
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Re: SWR-Messgerät - wie könnte man es überprüfen?

Beitrag von dl5ym »

13RF7373 hat geschrieben: Mo 10. Nov 2025, 11:10
mibo666 hat geschrieben: So 9. Nov 2025, 18:54 [...] Testwiderstand (nennt man Dummyload) [...] So ein Ding ist SEHR wichtig, gerade wenn man mal schnell die Leistung messen will, oder auch für kleine Tests in der Bude. Gehört meiner Meinung nach in jede Funker Grundausstattung.
+1

Fürs Archiv: Snof und MiBo haben mit Ihren Beiträgen übrigens eine dritte mögliche Methode geliefert, wie man sein SWR Meter überprüfen/kalibrieren kann: Mit Hilfe eines T-Stücks und 2 (50 Ohm) Dummyloads könntest Du per Parallelschaltung auch einen 25 Ohm Widerstand konstruieren, der dann ebenfalls ein VSWR von 2 ergeben sollte. Viele Wege führen nach Rom! :)
Ginge auch mit Kondensatoren parallel(via T-Stück) , um ein abweichndes Z zu erreichen und damit SWR ändern, ist aber mehr Rechnerei :-)

Bei 5 Watt nicht das Thema... bei 100W dann schon, wenn man Widerstände nimmt.
Fred
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Re: SWR-Messgerät - wie könnte man es überprüfen?

Beitrag von Jupp »

dl5ym hat geschrieben: Mo 10. Nov 2025, 11:53 Bei 5 Watt nicht das Thema... bei 100W dann schon, wenn man Widerstände nimmt.
Auch nicht, HF geeignete Einzelwiederstände für Selbstbauzwecke 100-150 Watt sind problemlos erhältlich. Schwieriger wird das mit welchen die 1 KW Dauerstrich oder sowas aushalten, habe ich bisher nur als kommerziell gefertigt loads gesehen, und dann für solche Arbeiten einen von diesen angeschafft.
Randy3
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Re: SWR-Messgerät - wie könnte man es überprüfen?

Beitrag von Randy3 »

Ok, hab´s mal aufgeschraubt:
SIRTEL_SR_131_01-R.jpg

Das Poti zum Einpegeln (Mit dem Drehknopf vorne) ist ein 10 KOhm Poti.

Auf der Platine befindet sich zusätzlich ein 10 K Trimmer.

Was befindet sich sonst noch drauf:

2 Dioden, wobei die eine leicht dunkler aussieht
Eine dritte Diode, deren einer Anschluss in der Luft hängt ?!?
Widerstände: 1 x 2 KOhm, 2 x 130 Ohm
2 Kondensatoren 1 nF
Der Schiebeschalter mit 3 Stellungen

Das Ganze sieht jetzt nicht besonders profi-mäßig aus.

Ein Verstellen des Trimmers bewirkt bei der Stehwelle nichts...

Einen Schaltplan habe ich natürlich nicht für das Teil und bis jetzt auch im Netz keinen gefunden :cry:

Hat jemand noch irgendwelche Ideen außer Neukauf?

Grüsse
Randy3
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Jupp
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Re: SWR-Messgerät - wie könnte man es überprüfen?

Beitrag von Jupp »

Randy3 hat geschrieben: Mo 10. Nov 2025, 13:03 2 Dioden, wobei die eine leicht dunkler aussieht
Eine dritte Diode, deren einer Anschluss in der Luft hängt ?!?
Gut möglich das die dunklere Diode so weit verbrannt wurde (zu hohe Leistung versucht zu messen) das diese nun defekt ist. Und eine nicht komplett verbundene Diode macht in einer solchen Messbrücke natürlich keinen Sinn. Ich denke das Gerät wurde mal beschädigt und dann erfolglos versucht zu reparieren.
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RB85
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Re: SWR-Messgerät - wie könnte man es überprüfen?

Beitrag von RB85 »

Randy3 hat geschrieben: Mo 10. Nov 2025, 09:37 Auf High und mit dem 100 Ohm Widerstand kann ich jetzt problemlos in Forward auf "Set" = Vollausschlag einregeln.

Auf Power zeigt es mit diesem Widerstand in High Einstellung übrigens ca. 3 Watt an...

Aber jetzt:
In der Schalterstellung "Reflectet" zeigt das SWR Meter dann aber genauso 100 % - und es sollte ja 2 anzeigen :cry:

Das ist jetzt aber arg falsch, oder?
Irgendwelche Tipps?

Grüsse
Randy3
Mmhhh, bei so einem "alten Recken" sollten zunächst alle Lötstellen nachgelötet werden. Nicht selten hat man hier nach so vielen Jahren kalte Lötstellen drin.

Ebenso kann ich nur anraten, die PL-Buchse ebenfalls gegen eine nagelneue auszutauschen. Deine 100% Rücklauf (SWR=unendlich) zeugen davon, dass die Ausgangsbuchse keinen Kontakt hat. Vermutlich liegt es am Innenleiter, der schon sehr oxydiert aussieht. Den Eingangsbereich mit dem angeflanschten Koaxkabel sieht man leider nicht auf dem Bild. Da Du aber zumindest 100% Vorlauf hinbekommst, scheint dieser Anschluss in Ordnung zu sein - ansonsten würde die HF nicht im Messgerät ankommen.

Oder die Kurzform dieser Geschichte:
"Neukauf" würde ich bei den heutigen Preisen sowie dem Alter + Fehlerquellen Deines Altgerätes auf jeden Fall ins Auge fassen. Aber das ist nur meine Meinung.

vy73 + viel Erfolg bei der weiteren Fehlersuche
Jochen
vy 73,
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Re: SWR-Messgerät - wie könnte man es überprüfen?

Beitrag von mibo666 »

Bei einem Reparaturversuch lernt man was, DAS ist unbezahlbar! Neu kaufen kann jeder

Die Dioden lassen sich mit dem Multimeter problemlos auf Funktion testen, die Kondensatoren mit einem besseren MM oder einem billigen Bauteiletester.

In so einem Schätzeisen ist nicht viel drin, mit ein bisschen Nachdenken und einem Schmierzettel erklärt sich die Funktion der Potis von alleine.

Viel Spaß!

MiBo
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Re: SWR-Messgerät - wie könnte man es überprüfen?

Beitrag von dl5ym »

Hallo,
Schaltpläne sind für SWR-Messung mit "Paralleldarht"auskopplunh immer ähnlich.
Beispiel: Monacor FSI-5 gibt es etliche Beispiele, elektrich sehr ähnlich , mechanisch gern unterschiedlich.

"Powermessung" gilt nur für die angegebene Frequenz (Band), SWR geht breitbandig ( Mittelwelle bis UKW , 70cm könnte langsam kritisch werden)

Dioden relativ unkritisch - Germaniumdioden , aber auch Schottkydioden als Ersatz - bitte nicht mischen immer zwei vom gleichen Typ!!
Teste kann man (SWR) indem man das Ding "falsch herum" verwendet - Vorlauf wird Rücklauf usw. SWR als Zeigerausschlag sollte gleich sein.
Für "Poweranzeige" dürfte es einen extra Schalter + Poti (im Vorlauf) geben.

Würde ich auch nicht als "Meßgerät" sehen, eher als Betriebskontrollanzeige .
Ist Messen mit 10..20% Fehler noch Messen oder eher Raten ?

Fred
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Re: SWR-Messgerät - wie könnte man es überprüfen?

Beitrag von Randy3 »

Also, die vermeintlich dunklere scheint i.O., ebenso die zweite (Uf in beiden Fällen 803 mV).

Die allerdings, die mit einem Bein in der Luft hängt, ist offensichtlich defekt.
Ich kann allerdings kaum eine Bezeichnung auf dem Ding erkennen - ein (der erste?) Buchstabe könnte ein J sein...

So sieht das Ding aus:
Sirtel_10_Diode.jpeg
Hat jemand einen Tipp?

Grüsse
Randy3
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Re: SWR-Messgerät - wie könnte man es überprüfen?

Beitrag von Jupp »

dl5ym hat geschrieben: Mo 10. Nov 2025, 16:25 Dioden relativ unkritisch - Germaniumdioden , aber auch Schottkydioden als Ersatz - bitte nicht mischen immer zwei vom gleichen Typ!!
So ganz unkritisch sind die Dioden nicht, früher wurden absichtlich Germaniumdioden verwendet, wegen der niedrigeren Spannung die für Durchlass erforderlich ist. Wenn die altern steigt die Durchlasspannung an, Kennlinie verändert sich, im Prinzip müsste man die Kennlinie messen und mit dem Soll aus dem Datenblatt vergleichen. Neuere Schottkydioden sind wohl weniger kritisch was das anbelangt.
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Re: SWR-Messgerät - wie könnte man es überprüfen?

Beitrag von 13DL04 »

Sieht aus wie eine 1N60...
73' de "HORNSBY" (Wer Klartext redet, riskiert verstanden zu werden.)
Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit;
aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht. (Abraham Lincoln)
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Hopi
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Re: SWR-Messgerät - wie könnte man es überprüfen?

Beitrag von Hopi »

Moin Randy3,

jetzt hast Du schon eine eine neue Blizzard im Zulauf und in gutes Kabel investiert. Ein ordentliches Messgerät würde doch gut dazu passen. Das alte Schätzchen kannst Du ja an einem verregneten Sonntag wiederbeleben, wenn es Freude macht.

2¢ & 73!
qrz?
dl5ym
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Re: SWR-Messgerät - wie könnte man es überprüfen?

Beitrag von dl5ym »

Randy3 hat geschrieben: Mo 10. Nov 2025, 16:53 Also, die vermeintlich dunklere scheint i.O., ebenso die zweite (Uf in beiden Fällen 803 mV).

Die allerdings, die mit einem Bein in der Luft hängt, ist offensichtlich defekt.
Ich kann allerdings kaum eine Bezeichnung auf dem Ding erkennen - ein (der erste?) Buchstabe könnte ein J sein...

So sieht das Ding aus:
Sirtel_10_Diode.jpeg

Hat jemand einen Tipp?

Grüsse
Randy3
hier tun bay41 (schottky dioden) 50V Sperrspannung ist nicht verkehrt ;-) bei anderen ggfs. auf kleine Flußspannung achten.. normale Si-Dioden eher nicht

IIRR sind die 100 Ohm Trimmer eher für Vorwärts/Rückwärts zuständig......also diejenigen die am Ende der (dünnen) Auskoppelleiterbahnen gegen Masse gehen...

Power sollte hochomiger sein

Fred
PS Lade dir irgendeinen alten Monacor Schaltplan runter.. es wurden üblicherweise immer die gleichen Dioden ( von Eigenschaften her - nicht Hersteller oder Bezeichner) verwendet....

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