Akkus parallel verbinden ...

Julian
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Akkus parallel verbinden ...

Beitrag von Julian »

Hallo,

Ich habe mir auch eine Bastelei geleistet, indem ich zwei Eremit Akkus in eine Wekzeugkiste gebaut habe und oben unter die Klappen für die Kleinteile alle möglichen Anschlüsse gebaut habe.

Meine Funkgeräte laufen mit XT60 Steckern aus dem RC Car Bereich, zusätzlich sind Schraubklemmen, USB Anschlüsse und Zigarettenanzünderbuchsen verbaut.

Damit fahre ich mit meiner Yaesu raus, die braucht in der Spitze 23A, man muss halt auf die Dimensonierung der Kabel achten und alles ordentlich absichern.

Wohlgemerkt mache ich damit Amateurfunk, für CB ist das ganze schon ein wenig zu groß mit 2x 16Ah.

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BugHunter
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Re: Akkus parallel verbinden ...

Beitrag von BugHunter »

Ich nutze aktuell 2 Eremit Akkupacks (jeder enthält 2 x 12V, 6Ah Akkus), welche ich mit Powerpoles ausgestattet habe. Das klappt super und das BMS verursacht keine Störungen. Ich hatte mich damals für die 12V, 6Ah Akkus entschieden, weils es dafür passende Schutzgehäuse gibt. Wenn ich heute nochmal anfangen würde, würde es der 12V 50Ah Akku werden. Der ist physikalisch stabiler als die kleinen Akkus und man hat nur eine Stromquelle. Wenn man mehrere kleine Akkus parallel schaltet, muss man immer darauf achten, dass sie den gleichen Ladezustand haben, damit sie nicht zu schnell verschleißen. Das geht zwar auch, ist aber etwas nervig.
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lonee
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Re: Akkus parallel verbinden ...

Beitrag von lonee »

BugHunter hat geschrieben: Fr 8. Nov 2024, 17:05 Wenn man mehrere kleine Akkus parallel schaltet, muss man immer darauf achten, dass sie den gleichen Ladezustand haben, damit sie nicht zu schnell verschleißen. Das geht zwar auch, ist aber etwas nervig.
Diese Problematik hat man eigentlich immer, wenn man parallel schaltet.
Und hier definiert die schlechteste Zelle, die Leistungsfähigkeit des gesamten Systems. Selbst wenn man zwischen den einzelnen Akkupacks eine Ausgleichsladung realisiert.

(ich nutze aktuell gerade 20 Stk. ausgemusterte 12V 6Ah Blei-Gel Akkus, parallel geschaltet und mittels Solarmodul geladen, als "Akku" für meinen Shack.
Ist auch wieder Strom, den man nicht vom Netz nehmen muss. Mein 50A Linear-Netzteil hat ja schon einen mehr Leerlaufstromaufnahme, als die Akkus an Selbstentladung aufweisen).

Insofern hast Du definitiv recht, mit der Wahl eines größeren Akkus anstelle einer Parallelschaltung.
Obendrein hätte man mit dem größeren Akku gleichzeitig auch höhere Lade- und Entladeströme und weniger Verdrahtung.
Ich überlege auch aktuell, ob ich nicht den "Drahverhau" gegen meine 90Ah Wohnwagen-Bodrbatterie tausche.
Gruß,
André
Jack4300
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Re: Powerstation mit 15 A Anschluss

Beitrag von Jack4300 »

lonee hat geschrieben: Sa 9. Nov 2024, 12:25 Diese Problematik hat man eigentlich immer, wenn man parallel schaltet.
Und hier definiert die schlechteste Zelle, die Leistungsfähigkeit des gesamten Systems. Selbst wenn man zwischen den einzelnen Akkupacks eine Ausgleichsladung realisiert.
Das gilt für Reihenschaltung, nicht für Parallelschaltung. Beim parallel muss man nur auf gleichen Ladezustand im Moment des zusammenschalten achten. Sonst können sehr große Ausgleichsströme fließen. Im Falle von NiCD/NiMH kann sich sogar eine Pendelbewegung einstellen, bis alle Zellen leer sind.
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lonee
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Re: Powerstation mit 15 A Anschluss

Beitrag von lonee »

Jack4300 hat geschrieben: Sa 9. Nov 2024, 13:01 Das gilt für Reihenschaltung, nicht für Parallelschaltung.
Nö,.. das Problem hast Du auch bei Parallelschaltung.
Wenn der erste Akku dem Lader "voll" signalisiert, muss ein anderer noch nicht voll sein oder ist gar schon überladen.
Da ich neugierig war, hatten meine ersten parallel geschalteten Bleiakkus noch an jedem Plusanschluss noch eine kleine Glühlampe in der Ladeleitung eingeschleift. Damit kann man dann unschwer feststellen, wie ungleichmäßig die Ströme zu den eigentlichen Akkus sind.
Alles eine Frage der einzelnen Zellen/Akkus und deren Selektierung.
Wobei man bei PB auch nicht ganz so große Probleme hat, denn am Ende wird der Ladestrom eh immer kleiner.
Ganz im Gegensatz zum LiFePo, der sich bis kurz vor Ende den maximalen Ladestrom genehmigen kann.

Aber natürlich hat man das gleiche Problem auch bei Reihensschaltung.

Übrigens findet man in manch einem größeren LiFePo innen auch eine 4S 2P-Schaltung vor.. also Obacht beim Kauf.
Gruß,
André
Jack4300
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Re: Powerstation mit 15 A Anschluss

Beitrag von Jack4300 »

lonee hat geschrieben: Sa 9. Nov 2024, 15:05
Jack4300 hat geschrieben: Sa 9. Nov 2024, 13:01 Das gilt für Reihenschaltung, nicht für Parallelschaltung.
Nö,.. das Problem hast Du auch bei Parallelschaltung.
Wenn der erste Akku dem Lader "voll" signalisiert, muss ein anderer noch nicht voll sein oder ist gar schon überladen.
Falsch. Das stimmt nur für NiCd/NiMH-Akkus. Diese werden mit konstantem Strom geladen. Da kann es passieren, dass eine Zelle überladen wird. Li- und Pb-Akkus werden mit konstanter Spannung (mit Strombegrenzung geladen). Da ist es egal ob eine Zelle/Akku in Parallelschaltung noch Strom aufnimmt und eine andere nicht mehr. Solange das Ladegerät die Ladeschlußspannung einhält werden alle voll und keiner wird überladen.
Beim entladen gilt das gleiche, weil die Spannung abhängig vom SOC ist verteilt sich der Entladestrom so, dass alle auch wieder gleichzeitig leer sind. Nur bei Parallelschaltung und Li- und Pb-Akkus natürlich.
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lonee
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Re: Powerstation mit 15 A Anschluss

Beitrag von lonee »

Dann haben meine Blei-Gel-Akkus Deine Ansichtsweise noch nicht verinnerlicht.
Denn da konnte ich die verschiedenen Stöme messen und mit den Glühlämpchen beobachten.
Das betraf übrigens auch den Entladetrom der einzelnen Batterien in Summe.
Ja, generell teilt sich der Strom auf die verschiedenen Zellen auf, aber nicht exakt auf jede gleichmäßig.
Ist ja allein herstellungstechnisch nicht zu machen, dass jede Batterie/Akkupack mit dem anderen identisch ist.
Denn sonnst würde man ja nicht einmal Balancer oder BMS bei LiFePo brauchen. (wobei das bei 4s aus A123 tatsächlich auch ohne funktioniert).
Aber diese fallen, wegen der recht geringen Kapazitäten, bei unseren Anwendungen raus.
Gruß,
André
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Re: Powerstation mit 15 A Anschluss

Beitrag von RV12P2000 »

Giannimann hat geschrieben: Mo 28. Okt 2024, 23:01 Den Converter kauft ich weil ich Anfangs die Spannung von der 12V Dose meines Auto holte. Und da war nur Spannung drauf wenn die Zündung an war. Und es lag da 11,5V an.
Das ist ein Anzeichen für eine schwache Starterbatterie.
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Re: Powerstation mit 15 A Anschluss

Beitrag von Jack4300 »

Ein Bleiakku und Li-Akku nimmt mit erreichen der Ladeschlussspannung kein Strom mehr auf. Wenn doch ist die Ladeschlussspannung vom Ladegerät zu hoch oder der Akku hat einen Zellenschluß. Dann fängt der Akku an zu gasen, zumindest Blei.
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Re: Akkus parallel verbinden ...

Beitrag von RV12P2000 »

... wobei noch zu berücksichtigen ist, daß die Gasungsspannung stark temperaturabhängig ist.
Jack4300
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Re: Akkus parallel verbinden ...

Beitrag von Jack4300 »

Bei 30 Grad Celsius gehen bis 14,4V. Bei 50 Grad 13,8V. In unserem breiten sollte man also mit 13,8V auf der sicheren Seite sein.
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Re: Akkus parallel verbinden ...

Beitrag von BugHunter »

Wenn ich heute nochmal Akkus kaufen müsst, würde ich gleich die 100 Ah EREMIT nehmen. Ist zwar schwer (im Vergleich zu den kleinen 6 Ah Akkus), dafür braucht man sich aber über starke Spannungsschwankungen zwischen Sende- und Empfangsbetrieb keine Sorgen machen.
So eine LifePO4 ist mit 3S belastbar (die 6 Ah Akkus können mit 18 A belastet werden). 100 Ah x 3S sind dann 300 A - wer damit funkt macht dann schon Radio..
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Re: Akkus parallel verbinden ...

Beitrag von lonee »

BugHunter hat geschrieben: So 17. Nov 2024, 01:25 100 Ah x 3S sind dann 300 A
Eh,.. nee.
Zumindest nicht, wenn Du diese hier meinst:
https://www.eremit.de/p/eremit-12v-100a ... -bms-final

Wenn Du dann 300Ah bei 12V haben willst, müsste das als 3P geschaltet sein.
Oder meintest Du W/h? Dann würde es wieder stimmen, aber was will man mit 36V wenn man 12V Geräte betreibt?

Für "Radio" braucht es dann doch noch mal ein "bisschen" mehr.

1KW bei UKW-Radio braucht dann doch schon 3 Phasen mit 16A damit die Haussicherungen nicht fliegen. Anlaufstrombegrenzung sucht man da vergebens. Alleine die Anodenspannung/Strom für die Röhre sind 3KV und 1,5A. Macht 4500W. Eine normale Haussicherung (230V x 16A) ist bei 3600W am Ende. Dann kommt noch Heizung, Lüfter, Steuerung, diverse Relais dazu..
Gruß,
André
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Re: Akkus parallel verbinden ...

Beitrag von Jack4300 »

Er meinte wohl der Akku ist mit 3C belastbar. Also mit 300A.
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Re: Akkus parallel verbinden ...

Beitrag von lonee »

OK, bei 300A hätte er weniger als 20 Min. mit dem Akku.. ;-)
Das täte dem Akku aber auch gar nicht gut.

Um kurzfristige Stromspitzen zu dämpfen, würde sich auch ein großer Kondensator eignen.
Z.B. wie sie bei Car-Hifi verwendet werden.
Macht aber bei Dauerstrich keinen Sinn.


Scheiß Ohmsches Gesetz und Physik. Das bringt einen immer wieder in die Realität zurück. :-)

Wird Zeit, dass sich in der Akku-Entwicklung mal was bewegt.. Also schneller, besser, leichter, günstiger etc. etc..
Gruß,
André

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