Baugerüstrohr als Antennenmast?

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Tioga
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Baugerüstrohr als Antennenmast?

Beitrag von Tioga »

Die Antenne muss hoch.

Seit einiger Zeit gehe ich mit dem Gedanken schwanger, Gerüstrohr als Antennenmast zu verwenden.
Die Maße der Alu- und Stahlrohre sind genormt, ebenso deren Materialbeschaffenheit. Der Außendurchmesser beträgt 48,3 mm, die Wandstärke bei Stahlrohren 3,2 mm, bei Alurohr 4,05 mm.

Meine Idee ist, zwei 6 Meter Stahlrohre mit einem innen eingesteckten nahtlosen Präzisionsstahlrohr mit den Maßen 500 x 40 x 5 mm zu verbinden.

Die Fehlmaße der Durchmesser würden bei dem Präzisionsrohr durch Außenauftragsschweißen und an den Rohrenden und anschließendem Abdrehen auf Maß, sowie durch Innenauftragsschweißen an den Enden der Gerüstrohre und anschließendem Ausschleifen ausgeglichen. Da sich die Rohre, wenn die Auftragschweißungen der gesamten Durchmesser ausfüllen, nicht mehr zusammenstecken lassen, würden die Auftragschweißungen auf jeder Rohrseite nur zu je zwei Quadranten ausgeführt.

Als Montageort bietet sich ein 28 cm Abstand von der Ecke einer in Normziegelverbund errichteten Garage an. Das Rohr wäre unten in Erdbodenhöhe und das zweite Mal in einer Höhe von 3,60 m mit je 2 durch das Mauerwerk reichenden Mauerankern (d 12 mm) mit Gegenplatten (100 x 100 x 6 mm) fixiert. Die Befestigung des Rohres selbst erfolgt durch massive Schellen die direkt mit den Mauerankern verschraubt werden.

Als Antenne soll eine 5/8 Sirio Gainmaster installiert werden.

Meine Fragen zum Projekt:

1. Ist die Verwendung des oben beschriebenen Stahlgerüstrohres sinnvoll?
2. Gibt es Erfahrungen zu so einem Konstrukt?
3. Wäre eine Abspannung nötig?
4. Wenn ja, könnte diese Abspannung in etwa wie die Abspannung eines Segelmastes unter Verwendung einer Saling ausgelegt werden?
5. Würde Mast und Antenne auch ohne Abspannung die Windlast der Windzone 2 (Grundgeschwindigkeit 25 m/s) aushalten?

Ich hoffe mit meinen Fragen ersteinmal die gröbsten Aspekte zum Projekt abgedeckt zu haben. Lese aber gerne weitere Ansichten dazu.
Vorab besten Dank für Tipps, Ideen und Erfahrungen die mir weiterhelfen können.

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roter-baron

Re: Baugerüstrohr als Antennenmast?

Beitrag von roter-baron »

Moin
Wenn du schon so einen Aufriss machst wegen 12 m dann mach doch bitte eine Antenne drauf,und nicht so eine Tupper
Tube aus Plastik.

Bleibt nur zu hoffen das die Garage nicht umfällt .

Ich würde eine G - Max von Grazioli drauf machen .
Aber letztendlich ist es deine Entscheidung

:wave: vom roten
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Tioga
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Re: Baugerüstrohr als Antennenmast?

Beitrag von Tioga »

roter-baron hat geschrieben: Do 12. Sep 2024, 22:04 Moin
Wenn du schon so einen Aufriss machst wegen 12 m ………
Tioga hat geschrieben: Do 12. Sep 2024, 21:29 Meine Idee ist, ..........
Entspann dich.

Bisher ist es nur eine IDEE. Wenn Aufriss, dann höchstens ein Gedanklicher.

Habe damit etwas Zeit überbrückt.
Um beim CB zu bleiben, …es gab alternativ nur dummschwatz Geblubber auf 80 Kanälen.
Die Antenne käme zuletzt auf den Mast und bis dahin gibt es möglicherweise noch besseres als die G - Max von Grazioli.

Prima, dass du dir Gedanken um meine Garage machst. Ein Aspekt, den ich so noch gar nicht beachtet habe. :-)

Nebenbei, in der Bauordnung NRW gilt eine Antennenanlage, freistehend bis zu einer Höhe von 20 m incl. Antenne als genehmigungsfreies Bauvorhaben
Wenn höher, dann Aufriss.

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Badewanne
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Re: Baugerüstrohr als Antennenmast?

Beitrag von Badewanne »

Ich habe Gerüstbaurohr in Verwendung und inzwischen auch schon zwei 6m Rohre aufeinander gesetzt.
Dafür gibt es extra Rohrverbinder vom Gerüsthersteller, da brauchst Du nicht basteln und schweißen und drehen.
Eine Abspannung ist in dem Fall durchaus sinnvoll, aber auch eine Abstützung mit Gerüstbaurohr ist recht hilfreich,
um eine gewisse Grundstabilität zu erreichen.
Weil das dann so stabil ist, also nicht ein Bißchen mit dem Wind federn kann, ist die Antenne gefährdet zu knicken.
So habe ich bei mir auf das obere Rohr mit Distanzverbindern aus dem Gerüst-Zubehör mit einem herkömmlichen
dünnwandigen Antennenmastrohr verlängert und die Antenne ist mit dem Fußpunkt jetzt in 16m Höhe über Grund.
Da ich kein Gebäude oder Garage habe, sind neben dem Hauptmast noch zwei Rohre in dem Fundament,
mit denen ich die schrägen Abstützrohre in der Höhe von 5,5m montieren konnte.
Mit den beiden unteren Gerüstbaurohren erreiche die Höhe von 11,5m,
es sind ca. 50cm in einem Betonfundament am Boden.
Bild
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Re: Baugerüstrohr als Antennenmast?

Beitrag von Solarman »

Jetzt weiß ich nicht, was mehr Aufsehen bei mir erregt, die tolle Antennenkonstruktion oder die beiden Trabbis! :shock: :D

Ich habe mich mit den Rohren aus dem Gerüstbau nie wirklich befasst, aber ich weiß, dass die bekannten Wasserrohre absolut nicht für Mastbauweise geeignet sind. Dies gilt es zu prüfen, ob diese Rohre stabil genug sind.

Für die Montage an der Wand der Garage:
Umfallen wird diese nicht, aber ich würde außen als auch innen eine große Stahlplatte, ca. 40cm x 20cm unterlegen und über 4 Schrauben miteinander verbinden, dass sich die Druck- und Zugkräfte auf eine Fläche verteilen und nicht punktuell. Bei einer reinen Betongarage könnten die Dübel reichen, aber mit Platte auf alle Fälle besser. Bei Beton würde wahrscheinlich 15cm x 15cm reichen, bei Mauerwerk nur über die große Platte.

Sollte sich der Montageort an der Garage auf der Wetterseite befinden, sollte man vielleicht ordentlich Silikon großflächig unter der Platte aufbringen, dass kein Wasser ins Mauerwerk eindringen kann.

Ansonsten ein spannendes Projekt!
Gruß Stefan
Man darf nicht alles glauben, was man denkt! :tup:
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stoerte
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Re: Baugerüstrohr als Antennenmast?

Beitrag von stoerte »

Solarman hat geschrieben: Fr 13. Sep 2024, 10:28 Jetzt weiß ich nicht, was mehr Aufsehen bei mir erregt, die tolle Antennenkonstruktion oder die beiden Trabbis! :shock: :D
OT: Tatsächlich war auch einer meiner ersten Gedanken, daß das ein unglaublich tolles Gesamtbild abgibt. Ein Kumpel würde das, ziemlich retro, "affentittengeilen Männerspielplatz" nennen. Dagegen kommt diese interessant-kreative Mastkonstruktion kaum an. Schon toll, was größere, ebenere Grundstücke so alles ermöglichen.

Gerüstbaurohr hatte ich auch schon auf die Ausprobieren-Liste gesetzt, dann aber eher für den schnelleren (Test)Aufbau. Sieht vielversprechend aus. Vielen Dank für die Anregungen!
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Re: Baugerüstrohr als Antennenmast?

Beitrag von Tioga »

Hi Badewanne,
danke für deinen Beitrag.
Sieht nach einer gediegenen und stabilen Konstruktion aus, was auf deinem Bild zu sehen ist.
Diese Rohrverbinder kenne ich, meine aber, dass das Rohr damit zu viel Spiel hat. Deshalb meine Idee zu den Rohren und dessen Bearbeitung.
Den ganzen Mast dann mit weiteren Grüstrohren abzustützen ist natürlich genial. Allerdings werde ich diese Lösung nicht anwenden können. Dazu fehlt leider der notwendige Platz. Auch kann der Mast nicht durch Schrägseile abgespannt werden. Wieder das Platzproblem.
Eine für mich mögliche Mastabstützungen habe ich mir bei Segelbooten abgeschaut. Vielleicht lässt sich dieses System auf einen Antennenmast übertragen.
Es sähe wie folgt aus:
Drei Metallkreuze (Länge jedes Kreuzarmes ca. 30 – 35 cm) werden oben, in der Mitte und unten mit einem Abstand (ca. 1 m) zu den Mastenden angebracht. Von der Mast- (nicht Antennen) Spitze bis zum Mastfuß werden vier Stahldrähte gespannt (Spannschlösser), die dann vermittels der Metallkreuze in einem Abstand (eben diese 30 – 35 cm) parallel zum Mast verlaufen. Ich denke, dass ich damit dem ganzen Konstrukt etwas mehr Steifigkeit verpassen kann ohne eine ausladende Abspannung anbringen zu müssen.
Saling.jpg
Abgesehen davon macht es mir ja auch noch Spass solche Konstrukte zu bauen. Die dazu nötigen Werkzeuge sind incl. Drehbank, div. Schweißgeräte (E-Hand, MIG-MAG, WIG und Autogen) samt und sonders vorhanden.

73 Tioga
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Re: Baugerüstrohr als Antennenmast?

Beitrag von Tioga »

@Stefan (Solarman),

den Hinweis auf die Unterlage von größeren Platten bei den Mauerankern werde ich in jedem Fall beherzigen. Ebenso deren Abdichtung zum Mauerwerk hin.
Wenn ich mich in meiner Freizeit auch sehr gerne mit Metallarbeiten beschäftige, Maurerarbeiten fehlt aus meiner Sicht der Spassfaktor.
Also vorher jeden guten Rat befolgen, als nachher an der Mörtelmischmaschine stehen zu müssen :tup:

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Re: Baugerüstrohr als Antennenmast?

Beitrag von Badewanne »

stoerte hat geschrieben: Fr 13. Sep 2024, 10:47 Schon toll, was größere, ebenere Grundstücke so alles ermöglichen.
Es sind nur 600m² und so schon fast eng, wenn ein Besuch mit großem Fahrzeug kommt,
ein kleiner Grillplatz unter den Mastgestell ist auch noch da
und der Schuppen nimmt auch viel Platz weg, aber ich bin zufrieden, ich habe Netzstrom.
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Re: Baugerüstrohr als Antennenmast?

Beitrag von dl5ym »

Hallo,

Bild ist nicht mehr vorhanden, aber..
1995 ...2004 etwa : man neheme 6m Gerüstrohr, spanne es unten ca. 1,20 am Dachstuhl (Beton)und schiebe der Rest (ca. 4m ) durchs Dach.
Ober drauf ein T2X und darauf ( ca. 60cm Gerüstrohr) dann ein FB53. Tut Provblemlos, falls du diese "Bananen" zum Verlängern nimmst -> bitte spielfrei!
Alternativ gibt es Halbschalenrohrmuffen (wie beim Fritzelbeam ( FB33/FB5xx) verwendet zum Verlängern oder gibts auch beim Rohrleger).

Auch die alten Alu-Gerüstrohre halten (1/5 bis 1/4 eingespannt ) am oberen Ende einen Beam ( 3ele 20m+3ele 15m+3 ele 10m ... gut > 10 Jahre bei DM3TF damals) .
Knickmoment usw. sollte in einschlägigen Tabellen auch vorhanden sein, falls du rechenen willst.
siehe
http://www.dh8ag.de/pdf/CQDL06-2001_DH8 ... anlage.pdf
http://schmegel.eu/berechnen/statik/antenn_00.html

letzters mit Praxisbeispielen und excel-Rechenblättern
Also recht gut zum Abschätzen ob es halten sollte oder nicht....

Fred
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Re: Baugerüstrohr als Antennenmast?

Beitrag von Tioga »

@ DL5YM (Fred),

das war echt zielführend.
Habe mir beide Links angesehen und das Rohrberechnungsprogramm gleich runtergeladen.
Auch den Hinweis auf die Halbschalenrohrmuffen werde ich mal scharf im Fokus behalten. Sieht verdächtig nach Arbeitsersparnis aus.
Danke. :tup:

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Re: Baugerüstrohr als Antennenmast?

Beitrag von Dipol »

Das Tool von Detlef Schmegel,DH0HUP, ist das beste was je zur Windlastberechnung publiziert wurde.

Den Artikel von Gerfried Palme, DH8AG, ist zwar schon lange her aber den habe ich mit peinlichen Formelfehlern noch in schlechter Erinnerung. Das fängt schon mit falscher Berechnung der Eigenwindlast an. Seine nachgereichte Korrektur in CQ habe ich leider nicht mehr gefunden. Ersatzweise eine Grafik und historische Tabelle von Eigenwindlasten.
.
IEC 60728-11 Mast-Eigenmomente_[Fo13].jpg
Eigenmomente Maste 42-76 mm.png
.
Im Antennenbau haben Dachsparrenhalter die Antennenmaste verdrängt. So lange man im dürftigen Angebot aber noch "klassische" Antennensteckrohre oder Schiebemasten mit definierter Steckgrenze bekommt, würde ich keine Gerüstrohre nehmen, die primär auf Druck konzipiert sind.

Mit Muffen welcher Art auch immer sollte man weder Gerüst- noch Wasser- oder Gasrohre verschrauben, die waren im Antennenbau (wie auch Alu-Masten) nach den zuständigen Normen schon immer unzulässig.

Die traditionelle Windlastberechnung steht noch in der aktuellen internationalen IEC 60728-11, deutsche Klassifikation DIN EN IEC 60728-11 (VDE 0855-1):2023-10, darf aber in ganz Europa wegen strengerer Eurocode-Normen bauaufsichtlich nicht mehr angewendet werden. Obwohl sich diese vereinfachte Berechnung bewährt hatte, musste sie im demnächst veröffentlichten Entwurf der in Deutschland auch für nicht gewerblich betriebene Funkantennen zuständigen nationalen E DIN VDE 0855-300:2024-xx gestrichen werden.

Leider hat sich weder beim DIN NABau noch den Mobilfunkbetreibern ein Statiker bereit erklärt eine für Nicht-Statiker handhabbare Alternative zu entwickeln, die mt Eurocode-Normen kompatibel ist.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Baugerüstrohr als Antennenmast?

Beitrag von Tioga »

@Dipol

Erstmal danke für deinen Beitrag.
Zu den Muffen, da habe ich mir mal deren Maße angesehen und meine, dass sie um die Rohre in der verwendung als Antennenmast zu verbinden ein wenig zu kurz sind. Wenn ich da die Windlast ins Hebelgesetz einbringe, bekomme ich Bedenken ob die Muffen für diese Kräfte ausgelegt sind. Zumal man so gut wie gar keine Daten, außer deren Maße, zu den Muffen bekommt. Schade, die Dinger wären Arbeitszeitsparend gewesen.
Gogel ich deine Hinweise auf die die DIN- und VDEempfehlungen, lande ich immer wieder beim Blitzschuzt. Wie das?
Im Internet habe ich eine Seite gefunden die Gerüstrohre von deren Materialeigenschaften her beschreibt. Stahlgüte, Streckgrenze, etc. Die Daten werde ich mal in das Berechnungstool von D. Schmegel einpflegen. Mal sehen, bei wie vielen Metern der aus Gerüstbaurohren zusammengeknatterte Antennenmast ultimativ seine rechnerisch größte Länge erreicht hat.
Allerdings setzt das voraus, dass ich mich noch etwas weiter in diesem hochinteressanten Thema vertiefe.

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Re: Baugerüstrohr als Antennenmast?

Beitrag von Dipol »

Tioga hat geschrieben: Do 19. Sep 2024, 12:33 Zu den Muffen, da habe ich mir mal deren Maße angesehen und meine, dass sie um die Rohre in der verwendung als Antennenmast zu verbinden ein wenig zu kurz sind. Wenn ich da die Windlast ins Hebelgesetz einbringe, bekomme ich Bedenken ob die Muffen für diese Kräfte ausgelegt sind.
Meine Rede!

Baugerüstrohre sind nun mal nicht so einfach zu "stapeln" wie Steckmasten. Selbst die werden in der VDE-Schriftenreihe #6 als nicht normkonform bezeichnet, wobei der Autor Loidiller eine Begründung oder Quelle für seine Behauptung nicht liefert. Daher behaupte ich als halbwegs normkundiger Antennen-Opa, dass die nach alten wie neuen Normen zulässig und unbedenklich sind.
Tioga hat geschrieben: Do 19. Sep 2024, 12:33 Zumal man so gut wie gar keine Daten, außer deren Maße, zu den Muffen bekommt. Schade, die Dinger wären Arbeitszeitsparend gewesen.
Sicherheit wird nicht nur in CB-Funkforen von fachfremden Usern häufig für unnötig erklärt und das gilt auch für die Statik.

An die Daten für Antennenmasten kommt man auch nur noch in alten Katalogen ran aber die stimmen leider auch nicht immer. 2015 ist ein von DCT DELTA damals noch angebotener Mast, Art.-Nr. 57000712, nach meiner Reklamation des angeblich zulässigen Biegemoments von 1.650 Nm auf 1.100 Nm geschrumpft.
Tioga hat geschrieben: Do 19. Sep 2024, 12:33 Gogel ich deine Hinweise auf die die DIN- und VDEempfehlungen, lande ich immer wieder beim Blitzschuzt. Wie das?
So einseitig wie du meinst bin ich nicht. Wenn mir auffällt, dass ein Elektriker seine Normen-Basics nicht im Kopf hat und Nonsens postet, mache ich gelegentlich auch als Schwachstromer eine Blutgrätsche.

Noch gibt es Foren, in denen Infos zu Blitzschutz, Erdung und Potentialausgleich geschätzt werden. Dass man mit diesen Themen speziell in CB-Funkforen ungewollt Feinde generiert, schreckt mich nicht mehr, denn in meinem Alter hat man kaum noch Feinde, weil man die meisten überlebt hat. :dlol:
Tioga hat geschrieben: Do 19. Sep 2024, 12:33 Im Internet habe ich eine Seite gefunden die Gerüstrohre von deren Materialeigenschaften her beschreibt. Stahlgüte, Streckgrenze, etc. Die Daten werde ich mal in das Berechnungstool von D. Schmegel einpflegen. Mal sehen, bei wie vielen Metern der aus Gerüstbaurohren zusammengeknatterte Antennenmast ultimativ seine rechnerisch größte Länge erreicht hat.
Zu meiner Zeit als RFT-Stift und an der Meisterschule wurde ich mit der ollen Windlastberechnung häufig getriezt. Ein Profi, der heute noch die Eigenwindlast berechnen kann, ist ein Exot. Wenn man die Daten von Rohren hat, kann man mit dem Tool von Detlef Schmegel prima rechnen. In Küstennähe sollte man aber auch unter 20 m Höhe nicht nur 800 Pa sondern 1.100 Pa einsetzen.
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Re: Baugerüstrohr als Antennenmast?

Beitrag von Tioga »

Nachdem ich die ganze Antennenmastidee einem ehr praxisorientierten Freund erzählte, meinte der:
“Man kann ja auch anders ausprobieren, wie stabil so ein Rohr ist. Ich habe ‘ne Kranwaage bis 500 Kg und ‘nen Flaschenzug. So ein Rohr erst mal irgendwie waagerecht fixieren, Greifzug, Waage, alles an die AHK vom Auto als zweiten Fixpunkt und dann mal sinnig Spannung drauf. Festestellbremse nicht vergessen.“

Vielleicht keine schlechte Idee, auf diese Art auszutesten, bei welcher Belastung sich am Rohr eine bleibende Verformung einstellt.
Zwei Gerüstrohre a 3 Meter hätte ich schonmal im Bestand. Jetzt muss nur noch das 40 x 5 Rohr für die Verbindung beider Gerüstrohre bestellt werden. Die so gewonnenen Werte lassen sich ja recht einfach über das Hebelgesetz auf 12 m Länge übertragen.
Und wenn ich das Tool von D. Schmegel richtig angewendet habe, müssten sich die in der Praxis gewonnenen Werten ja so halbwegs mit den Errechneten decken.
Die kommenden Tage werden also physisch und spannend.

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