Einleitung:
Das Anytone AT-6666 wird in Europa hauptsächlich als CRT9900 und Team HamMobileCom1011 angeboten. Die Urversion kam 2013 auf den Markt und es ist mittlerweile in der Version 4 erhältlich. Die aktuellen Varianten von TEAM und CRT sind absolut baugleich und verwenden auch die gleiche Software zur Programmierung. Die nachfolgende Beschreibung gilt für die aktuelle Version 4, manches wird sich gegenüber den Vorgängern verändert haben. Das müsst ihr selbst rausbekommen, ich habe nur die neue Version. Das Anytone AT-6666 liegt ein bisschen zwischen den Welten und wird "offiziell" als 10m Amateurfunkgerät bezeichnet. Deshalb ist es NICHT für den CB Funk zugelassen. Obwohl es viel von CB Geräten "geerbt" hat, kann man sich als Funkamateur aber durchaus damit arrangieren. Wer es auch auf CB einsetzen will (wie gesagt, das ist nicht erlaubt!) der kann den kompletten Frequenzbereich wie folgt freischalten:
Die Tasten "Menu" und "Band" beim Einschalten drücken, dann mit dem Kanalwähler "CB" auswählen. Die Menu Taste zwei Sekunden gedrückt halten um die Auswahl zu bestätigen. In der Version CB steht der Bereich von 24.8850 bis 30.105MHz, aufgeteilt in 40 "Kanälen", zur Verfügung. Der Umschaltvorgang kann jederzeit rückgängig gemacht werden, dazu einfach wieder "HF" auswählen. Der Inhalt der Speicher und die Einstellungen gehen beim Umschalten übrigens NICHT verloren!
ACHTUNG: Im CB Band muss der Kanalmodus verwendet werden, sonst verstellt man unabsichtlich die Kanäle, dazu später mehr.
Kommen wir zuerst zu den Tasten und deren Funktion:
MEM Umschalten zwischen Speicher und Kanal oder Frequenz: Hier können bis zu sechs Frequenzen abgelegt werden, und das geht so: Kanal oder Frequenz einstellen, Modulationsart und ggf. Relais Ablage, HiCut/NB auswählen und dann zwei Sekunden die Taste "MEM" drücken. Nun erscheint MEM--Mx
Mit dem Kanalwähler oder den Up/Down Tasten einen Speicherplatz zw. 1 und 6 auswählen und nochmal für zwei Sekunden "MEM" drücken.
MODE Hier wird die Modulationsart durchgeschaltet: FM/AM/USB/LSB stehen zur Auswahl.
BAND Die Frequenzen sind in 40Kanälen pro Band aufgeteilt, D ist z.B. das klassische CB Band.
Es ist NICHT möglich zwei Bänder im Suchlauf zu verbinden, um die "neuen" Kanäle 41-80 zu erreichen muss also immer das Band gewechselt werden. Nicht benötigte Bänder, z.B. der 12m Bereich, können in der Software abgeschaltet werden, dann nerven sie nicht mehr beim Durchschalten.
FRQ Damit wird die Anzeige zwischen Kanal und Freuquenz umgeschaltet
MENU Hier geht es zu zwei verschiedenen Menüs, dazu später mehr
SCAN Der Kanalsuchlauf, aber auch die Möglichkeit bestimmte Kanäle vom Suchlauf auszublenden: Der Suchlauf startet nachdem einmal kurz auf SCAN gedrückt wurde, nochmal drücken beendet ihn. Um einen bestimmten Kanal vom Suchlauf auszublenden SCAN zwei Sekunden gedrückt halten, dann verschwindet die Anzeige SC unten links im Display und signalisiert das dieser Kanal von der automatischen Suche ausgenommen ist, beim manuellen Durchschalten ist er aber weiterhin verfügbar. Um ihn wieder zum Suchlauf hinzuzufügen einfach wieder zwei Sekunden SCAN drücken.
DW steht für Dualwatch, damit können schnell und einfach zwei Frequenzen im Wechsel automatisch überwacht werden: Den ersten Kanal auswählen, zwei Sekunden DW drücken, im Display blinkt DW, den zweiten Kanal auswählen und wieder zwei Sekunden DW gedrückt halten. DW ist nun sofort aktiv, sobald ein Signal empfangen wird bleibt DW auf dem aktiven Signal und startet automatisch wieder wenn es verschwunden ist. Mit der PTT Taste wird DW beendet, soll es nach dem QSO wieder gestartet werden einfach kurz DW drücken und die vorher ausgewählten Kanäle werden wieder mit DW überwacht. Eine erneute Auswahl der Kanäle ist ist also nicht notwendig, egal von welcher Frequenz aus DW gestartet wird.
Die DW Kanäle sind für jedes Band einzeln einstellbar, über die Software geht das auch Bandübergreifend!
EMG Schnellzugriff auf Kanal 9 und 19. Diese können mit der Software individuell angepasst werden, man kann also z.B. den Anrufkanal 1FM und den Notruf/LKW Kanal 9AM einstellen. Das geht für jedes Band individuell, eignet sich also auch für "Hauskanäle"
Die Drehregler sollten selbsterklärend sein, der Powerregler ist (zumindest bei meinem Gerät) NICHT linear, es empfiehlt sich (auf jeden Fall am Anfang) der Einsatz eines SWR/Power Meters. Außerdem sind die Einstellungen von der Betriebsart abhängig.







