Albrecht hat Anfang des Jahres ein neues Minifunkgerät vorgestellt, das AE6120 VOX. Das ist quasi der Nachfolger des AE6110 das ja jetzt auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Und da ich gerade ein einfaches, kleines Gerät fürs Auto suche, habe ich ein AE6120 bestellt. Vor ein paar Tagen ist es angekommen und ich werde mal ein paar Eindrücke aus der Praxis schreiben. "Richtige" Messwerte aus dem Labor gibts keine, das müssen andere übernehmen - mir fehlt dazu das Wissen und das Messequipment. Außerdem werde ich nicht besonders aufs Menü eingehen, die Bedienungsanleitung ist nämlich nicht schlecht und allzuviele Einstellungen gibts auch gar nicht. Wen das alles nicht weiter stört der darf hier gerne weiterlesen:
Um was gehts eigentlich?
Das AE6120 ist ein SEHR kleines CB-Funkgerät der neusten Generation. Es bietet alle Europäischen Normen (nein, RU ist nicht direkt wählbar), ein riesiges Display (im Verhältnis zum Rest der Gehäusefront) und drei (doppelt belegte) Tasten für die wichtigsten Funktionen. Das herausragendste Merkmal ist sicherlich der neue Drehregler. Damit wird die Lautstärke direkt gesteuert, oder man drückt einmal auf den Drehregler, die Kanalanzeige beginnt zu blinken und man kann über den Drehregler die Kanäle durchchschalten. Kein Menü, ein Klick und Lautstärke sowie Kanal sind direkt erreichbar.
Das ist sehr gut gelöst und war für mich ein Kaufgrund. Ich mag es nämlich überhaupt nicht mich erst durch ein Menü zu hangeln um mal schnell die Lautstärke zu ändern oder nach dem Mikrofon zu suchen nur um einen Kanal weiter zu springen. Aber der Drehregler hat noch weitere Funktionen, damit lässt sich das Gerät nämlich ein- und ausschalten und durchs Geräte-Menü navigieren!
Das Gehäuse:
...ist aus Aluminiumdruckguss und macht einen robusten Eindruck. Die eingelassenen Kühlrippen sind für die Wärmeabfuhr wichtig, denn diese kleinen Büchsen werden schon bei "postalischer" Sendeleistung ordentlich warm. Deshalb sollte so ein Gerät nicht press in eine Ecke gequetscht werden, falls es nicht anders geht ist ein zusätzlicher Lüfter unbedingt zu empfehlen! Das AE6120 wird über einen normalen Bügel befestigt, es gibt keine Schnelleinschubschienen wie etwa beim CRT Millenium.
Das "Stromkabel" ist fest angeschlossen und mit einer Glasrohsicherung in der Plus Leitung versehen. Leider ist das Kabel so dünn wie irgend möglich, für die 4 Watt vermutlich gerade noch so ausreichend. Wer das volle Potential des Gerätes nutzen will, sollte das Kabel gegen eines mit min. 1mm² ersetzen. Auch die Glasrohrsicherung sind in Europa eher unüblich, deshalb bietet sich hier auch gleich der Umstieg auf einen KFZ Sicherungshalter (Sowas zum Beispiel) an. Dann passen die genormten Flachsicherungen die auch ein ganzes Stück robuster sind als diese Glasdinger.
Am Ende des Beitrags findet Ihr dazu noch einen Tipp wie sowas aussehen kann.
Die Abmessungen:

Das AE6120 ist ca. 10cm breit, 2,5cm hoch und braucht in der Tiefe ca. 13cm Platz. Damit ist es nochmal deutlich kleiner wie ein PNI HP6500 (der CRT Millenium Clone). Die Gehäusegröße ist Fluch und Segen zugleich, dazu aber später mehr...
Das Mikrofon
...ist endlich abnehmbar und zwar über eine RJ45 Buchse. Traditionalisten wird das nicht gefallen, die wollen immer den runden Metallstecker haben. Ich finde das "Plastikgelumps" sehr viel besser, aber das ist halt Geschmackssache.
Das Mikrophon selbst sieht optisch genauso aus wie viele andere von CRT, ob exakt die gleichen Innereien verbaut wurden kann ich nicht sagen. Zumindest die Up/Dwn Taster und die PTT fühlen sich exakt gleich an wie bei einem CRT2000. Das Mikrophon ist relativ groß und wirkt solide, kein Knacken oder Knirschen auch wenn man mal fester zudrückt (Nein, Chuck Norris DU warst damit nicht gemeint!)
Der interne Lautsprecher:
... ist wie üblich auf der Unterseite des Gehäuses eingebaut und bei Bedarf brüllend laut. Klingt im normalen Betrieb nicht schlecht, natürlich fehlen die Tiefen.















