Antennengewinn in Abhängigkeit der Höhe über Grund

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Charly Whisky
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Antennengewinn in Abhängigkeit der Höhe über Grund

#1

Beitrag von Charly Whisky » Do 1. Nov 2018, 13:43

Hallo :wave:

ich bin immer auf der Suche nach Gewinn :dlol:

In diesem Zusammenhang stelle ich die Frage, was denn nun konkret die Antennen-Höhe (über Grund) an Gewinn bringt.

Irgendwo habe ich gelesen, dass als Faustformel gilt: 2.5- fache Erhöhung bringt einen S- Wert (6dB)...

Hm....

Ich werde die Tage eine Antenne an eine Hubarbeitsbühne schrauben und dann mal Protokoll schreiben :paper:

73
Christian

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13DL04
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Re: Antennengewinn in Abhängigkeit der Höhe über Grund

#2

Beitrag von 13DL04 » Do 1. Nov 2018, 14:57

73' "HORNSBY" (Wer Klartext redet, riskiert verstanden zu werden.)
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aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht. (Abraham Lincoln)

Krampfader
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Re: Antennengewinn in Abhängigkeit der Höhe über Grund

#3

Beitrag von Krampfader » Do 1. Nov 2018, 18:26

Charly Whisky hat geschrieben:
Do 1. Nov 2018, 13:43
ich bin immer auf der Suche nach Gewinn :dlol:

In diesem Zusammenhang stelle ich die Frage, was denn nun konkret die Antennen-Höhe (über Grund) an Gewinn bringt.
Hallo Christian

Warum spielst Du Dich nicht ein wenig mit folgender kostenloser Simulationssoftware, siehe: https://www.qsl.net/4nec2/

Damit fischt man zumindest nicht ganz im Trüben. Diese Software bietet "realen Boden" an. Und eine Menge an Bespielantennen. Eine dieser Antennen lässt sich bestimmt auf Deine Bedürfnisse anpassen. Hab das z.B. bei der "T2LT" auch so gemacht, siehe folgende Auswertung:

Bild
Quelle: viewtopic.php?f=15&t=46569#p516070

Und hier gibts ein gut nachvollziehbares Tutorial, siehe: https://www.qsl.net/4nec2/Tutorial_4NEC2_deutsch.pdf . In einem Nachmittag hat man die wichtigsten Funktionen intus. Außerdem macht es auch Spaß damit herumzuexperimentieren :)

Viel Erfolg!

Andreas
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Re: Antennengewinn in Abhängigkeit der Höhe über Grund

#4

Beitrag von 13STW » Do 1. Nov 2018, 18:56

Eine Antenne kann ja nur einen Gewinn erzielen, weil sie die Sendeenergie anders verteilt, d.h. sich ein anderes Richtdiagramm ergibt. Sonst wären wir mal wieder beim Perpetuum Mobile.
Für Gewinn durch Aufbauhöhe kommt also nur der Betrag der Sendeenergie Frage, der vom Boden reflektiert und sich mit gleicher Phasenlage hinzu addiert. Also alles, was „nach unten“ abgestrahlt und in einem passenden Winkel reflektiert wird. Passt die Phasenlage nicht, wirdś eher schlechter.
Das Superpositionsprinzip sollte bekannt sein. Ob die Abstrahlung in Richtung des maximalen Gewinns dann auch in die gewünschte Richtung erfolgt, wäre für den praktischen Betrieb wohl nicht weniger von Bedeutung als der Maximalwer.
Praktisch wäre also erst mal zu klären, um welche Antennenbauart es geht.

Die Frage ist also an sich schon ein wenig seltsam.

Dass sich die Höhe über Grund bei Bodenausbreitung positiv auf die Reichweite auswirkt, ist ja wohl klar, Das hat aber nix mit dem Antennengewinn zu tun.

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Re: Antennengewinn in Abhängigkeit der Höhe über Grund

#5

Beitrag von Charly Whisky » Do 1. Nov 2018, 19:51

Stephan :wave:

ja nun, ich wollte nicht schreiben: „Zugewinn an S-Werten/db in Abhängigkeit der Fusspunktshöhe der Antenne“.

Hintergrund: Antennenfusspunktshöhen von 10 m sind einigermassen ohne grossen Aufwand erreichbar.
Darüberhinaus bedarf es erhöhten Aufwandes.

Ich habe hier Simulationen einschläger Antennen (L/2, 5/8 mit Radialen, GM5/8, L/4 mit und ohne Radialen, Vector 4000) mit Fusspunktshöhen von 0.1 m bis 50 m vorliegen.
Die Frage ist, wie sich das in der Realität auswirkt und ob der Aufwand im Verhältnis steht, eine Antenne auf 50 m zu bringen.
Ich hätte hier Zugriff auf eine 54 m Hubarbeitsbühne, die ich Testweise auf 1100 m stellen könnte...

Wenn damit 2 S-Stufen realisierbar wären fände ich das „sportlicher“ als die Sendeleistung um das achtfache zu erhöhen.

Vielleicht hat das Prozedere ja schon jemand gemacht.

Rein rechnerisch erreicht keine der oben angeführten Antennen die 2 S-Stufen (eher 6 db max).
PS: Falls ich den Test mache, bist du gerne eingeladen :wave:

73
Christian

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Re: Antennengewinn in Abhängigkeit der Höhe über Grund

#6

Beitrag von Krampfader » Do 1. Nov 2018, 22:47

Charly Whisky hat geschrieben:
Do 1. Nov 2018, 19:51
Wenn damit 2 S-Stufen realisierbar wären fände ich das „sportlicher“ als die Sendeleistung um das achtfache zu erhöhen.
Nur der Richtigkeit halber: 2 S-Stufen mehr erfordern die 16-fache Leistung (4 x 4) ;)

Grüße

Andreas
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Re: Antennengewinn in Abhängigkeit der Höhe über Grund

#7

Beitrag von ultra1 » Fr 2. Nov 2018, 00:09

Hallo zusammen.

Bei der Frage über die Antennen-Aufbauhöhe, sehe ich den praktischen Unterschied zwischen Alu-Mast und GFK-Mast.

Beispiel :
Die Länge des Alu-Mast definiert direkt die Speise-Höhe der Antenne.
Beim GFK-Mast definiert seine Länge, die Spitze einer Draht-Antenne.

So ist bei meinem 11,5 meter GFK-Mast die Speise-Höhe eine GM 5/8 nur 4,7 meter über Grund.
Bei einer 1/2 lambda sind es immerhin schon 6 meter und mit einer 1/4 Wellen Draht-Antenne sind es 8,75 meter.

Aus vergleich-Tests stelle ich fest, das die 1/4 - besser geht als die 1/2 lambda. Das sind dann 3- bis 6 db Unterschied.
Die kürzere Antenne hat den höheren Speise-Punkt und macht den Vorteil der "besseren" Antenne mehr als wett.

Probieren geht über studieren und beim nächsten Test ist das Ergebnis vielleicht anders.
Doch kurios scheint mir das schon Alles und deshalb würde ich gerne wissen, wie ihr darüber denkt ?





55/73, Ingo

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Re: Antennengewinn in Abhängigkeit der Höhe über Grund

#8

Beitrag von VictorPapa » Fr 2. Nov 2018, 02:03

ultra1 hat geschrieben:
Fr 2. Nov 2018, 00:09

Aus vergleich-Tests stelle ich fest, das die 1/4 - besser geht als die 1/2 lambda. Das sind dann 3- bis 6 db Unterschied.
Die kürzere Antenne hat den höheren Speise-Punkt und macht den Vorteil der "besseren" Antenne mehr als wett.
Ja, das sehe ich genauso. Glauben viele nicht, ist aber so.

Antennen vergleicht man immer auf gleicher Spitzenhöhe.

Wichtig bei Antennen ist auf welcher Höhe sich das Strommaximum befindet. Strom straht! Die beste CB-Antenne in dieser Angelegenheit ist die Avanti Astroplane AV-101, welche das Strommaximum an der Spitze hat.

Aber die Aufbauhöhe ist auch sehr wichtig, alle die Antennen auf einem 18 Meter Gitter-Mast oder auf einem Hochhaus haben wissen das zu schätzen. Je höher, desto besser. Sonst muss man eben mit viel Leistung nachhelfen. Perfekte Bodenverhältnisse bekommt man selten oder nur mit Glück oder viel Aufwand.

An einen großen Hubwagen oder eine 30 m Feuerwehr-Drehleiter habe ich auch schon mal für mobile Aktionen gedacht. Ist für unter 10T Euro zu haben, hinten ein Wohnwagen dran und fertig. Habe jedoch davon Abstand genommen um den Hausfrieden mit meiner Frau nicht über zu stapazieren. Genug ist genug - ich will ja nicht übertreiben.

73 Victor.

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Re: Antennengewinn in Abhängigkeit der Höhe über Grund

#9

Beitrag von 13STW » Fr 2. Nov 2018, 07:12

Guten Morgen Christian, :wave:

danke für die Einladung, ich bin vor Weihnachten ziemlich ausgelastet und habe den Spaß an den üblichen CB Spielereinen ein wenig verloren.

Wir wissen ja, ein hoher Berg mit steilen Flanken ist gut für eine flache Abstrahlung.
Mit zunähender Höhe über Grund wird der Einfluss des Bodens und der Umgebung geringer.
Wenn's passt, wird sich ein Teil der nach unten abgestrahlten Energie dazu addieren.
https://p02.de/wp-content/uploads/2008/ ... skript.pdf
ich glaube nicht, das sich weiter gehende allgemeine Gesetzmäßigkeiten ableiten lassen, es wird immer eine Momentaufnahme bleiben.
Grüße Stephan

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Re: Antennengewinn in Abhängigkeit der Höhe über Grund

#10

Beitrag von lichtenberger » Fr 2. Nov 2018, 09:08

Nach meiner langjährigen Erfahrung, hat man mit 10-12m Fußpunkthöhe das erste Optimum erreicht. Eine Simulation der Feldstärke bei einer Gegenstatation in z.B. 30 km Entfernung mit 5m Antennenfußpunkhöhe in Abhängigkeit von der Höhe der Sendeantenne über realem Grund wäre sehr intetessant! Vielleich hat ja Jemand hier im Forum die Zeit und Möglichkeit, eine derartige Simulation durchzuführen und ein Diagramm zu posten!?
Macht mal - bitte!

Grüße
Stefan

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Re: Antennengewinn in Abhängigkeit der Höhe über Grund

#11

Beitrag von Artus » Fr 2. Nov 2018, 19:29

Mal ne Frage von einm komplett Wissenlosen. :D

Hilft es, wenn ich meinen 10m Fiberglasmast und einer Lamda !/2 auf meinen Stapler

montiere, der nochmals 8m bringt?

Oder stört dann das Metall des Staplerturms?

73 Etzel
55 + 73 vom Wolfgang - Artus der vorher Etzel war, und meint:


"Wenn dWorschd so digg isch wies Brod, isch ma grad egal wie digg sBrod isch".

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Re: Antennengewinn in Abhängigkeit der Höhe über Grund

#12

Beitrag von ultra1 » Fr 2. Nov 2018, 23:31

Hallo Etzel.

8 meter höher wird bestimmt was bringen.
Da stört das Metall nur wenig oder gar nicht.


55/73, Ingo

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Re: Antennengewinn in Abhängigkeit der Höhe über Grund

#13

Beitrag von doeskopp » Sa 3. Nov 2018, 10:23

lichtenberger hat geschrieben:
Fr 2. Nov 2018, 09:08
Nach meiner langjährigen Erfahrung, hat man mit 10-12m Fußpunkthöhe das erste Optimum erreicht. Eine Simulation der Feldstärke bei einer Gegenstatation in z.B. 30 km Entfernung mit 5m Antennenfußpunkhöhe in Abhängigkeit von der Höhe der Sendeantenne über realem Grund wäre sehr intetessant! Vielleich hat ja Jemand hier im Forum die Zeit und Möglichkeit, eine derartige Simulation durchzuführen und ein Diagramm zu posten!?
Macht mal - bitte!

Grüße
Stefan
Versuchs mal hiermit. Viele Berechnungen haben sich bei mir in der Praxis bestätigt.

http://www.ve2dbe.com/rmonline.html

Grüße from Doeskopp

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Re: Antennengewinn in Abhängigkeit der Höhe über Grund

#14

Beitrag von Artus » Sa 29. Dez 2018, 21:24

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55 + 73 vom Wolfgang - Artus der vorher Etzel war, und meint:


"Wenn dWorschd so digg isch wies Brod, isch ma grad egal wie digg sBrod isch".

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