Ich hatte mich ja schon am Freitag in Bewegung gesetzt, um die Strecke von etwa 500km bis zu meinem diesjährigen Standort zurück zu legen.
In Uelzen hatte ich dann meine erste Nacht im rollenden Wohnzimmer verbracht, ehe es am Samstagmorgen ins Wendland zum Hohen Mechtin ging.
Dort angekommen ging es gleich auf einen Erkundungsgang nach oben auf den Berg, dabei war schon mal die Antenne auf den Aussichtsturm gebracht.
In den kommenden 3 Stunden war ich damit beschäftigt, die Ausrüstung auf den Berg zu schleppen, mit einer Schubkarre ging alles die 1,5km lange Strecke hinauf.
Nur gut das ich hier dann ab dem Nachmittag überraschend Unterstützung bekommen hatte, der Karsten von der NDKW war so nett um mir unter die Arme zu greifen.
Zusammen bauten wir die Antenne auf und bereiteten alles für den Funkabend vor, danach gab es noch ein bisserl Smalltalk und Karsten verschwand auf die Ruhner Berge.
Ein fettes Dankeschön erst mal an den Karsten, ohne ihn wäre der Aufbau der Antenne wohl etwas komplizierter geworden.
Danach ging es daran, das Funkequipment in Stellung zu bringen und die ersten QSO´s anzuleiern, die Verbindungen versprachen schon mal einiges an Kilometer.
In der Zeit vor der Staffel war die Bedingung besser als bei der Staffel selber, so konnte ich einige Stationen aus Sachsen schon hören. Das Schildauer-Bergfunkteam aus dem Landkreis Oschatz gehörte zum Beispiel zu denen, die ich erst aufnehmen konnte, später aber in diese Richtung nur noch der Wieland auf der Hochhalde Trages zu hören war.
Es gab jedenfalls im Vorfeld schon einige nette Verbindungen was ziemlich ungewöhnlich für Norddeutschland war, auf den Kanälen 35-40 war hier die Hölle los.
USB und FM, hier ging alles kreuz und quer, und vor allem sehr weit, ich hätte von Flensburg bis zur Wasserkuppe in der Rhön durchreichen können.
Um genau 00:00Uhr trällerte ich ein kleines Ständchen hinüber zu den Ruhner Bergen, denn der Gremlin Micha hatte Geburtstag.
Also weiter so Micha auf ein kühles Blondes wird ein anders mal angestoßen J
Nun aber zur Staffel selbst:
Etwas chaotisch war ja schon der Anfang, ich kann es nicht ganz verstehen, warum man auf dem Kanal wo die Staffel stattfinden soll, 10 Minuten vorher noch recht viel Radau machen muss.
Wenn so eine recht starke Station auf einem Kanal betrieb macht, dann weckt das auch Interesse diese Station sprechen zu wollen.
Davon ausgehend, das nicht jeder in den Staffelabend involviert ist, dürfte sowas kontraproduktiv sein.
Dann ging auch schon die Staffel ohne viel Pomp los, das Passwort war schon von den Brohmer Bergen aus vernehmbar, der Pinsel / Frank war hier bombig zu hören. Nach ein paar Irrungen und Wirrungen verschwand die Staffel im Rauschen bei der Hochhalde Trages in Sachsen und tauchte noch mal kurz auf bei Station 120 im Großraum Bautzen.
Vereinzelt konnte ich danach das Passwort auf dem nun gewechselten Kanal 5 verfolgen, warum das hier zum Kanalwechsel gekommen war, entzog sich meiner Kenntnis.
Da blitze mal kurz die Hochhalde Trages Station 30 durch und der folgende Sperlingsberg bei Großromstedt Station 79 konnte gut vernommen werden. Danach war das Signal erst wieder hörbar von der Hohen Geba Station 91.
Weiter ging es auf den Döbraberg in den schönen Frankenwald Station 8 um dann bei den recht starken Funksignalen auf dem Fichtelgebirge Station 84 weitergereicht zu werden.
Auch die Oberpfalz war hier zu hören Station 96, danach verschwand die Staffel für sehr lange Zeit, hier hatte ich nur ab und an von den Ruhner Bergen die Info bekommen, wo sich die Staffel momentan befindet.
Vielleicht hätte man das ein oder andere schwache Signal aufschnappen können, während der Staffel aber war es auf dem Kanal 5 recht unruhig, teils auch von Staffelteilnehmern die das Wort „zuhören“ nicht verstanden haben.
Hier sollten einige mal einen Kurs in SWL belegen, das „L“ steht übrigens für listen was so viel heißt wie „zuhören“, ist übrigens das Gegenteil von „sprechen“ !
Das man nicht mal für 103 Minuten einfach seinen Mund halten kann, entzieht sich meinem Verständnis, ich gehöre zu den jenen, die ausloten und berichten, wie weit andere Stationen gehört worden sind.
Da gibt es manchmal Überraschungen, beim nächsten Mal weiß man dann schon ungefähr was möglich ist und was nicht.
Das Signal der Staffel fand sich wieder auf der Wasserkuppe Station 32 gefolgt vom Knüllköpfchen Station 99 und verschwand wieder für eine Weile.
Beim Hohen Meißner Station 70 fand sich die Staffel wieder und in Folge auch Station 42 in Helmstedt und der Köterberg Station 31.
Danach tauchte das Staffelstäbchen wieder im Wiehengebirge bei Station 25 auf und damit rückte die Staffel immer näher auf mich zu.
Der Nahbereich mit den Stationen 100, 126, 85,129, 14 zurück auf die Ruhner Berge war klar das das klappen musste.
Die Staffel verschwand kurz in Schleswig Holstein, da hab ich nicht viel mitbekommen, danach fand sich noch mal das ganze bei Station 35 in Niepars.
Auf dem letzten Kilometern auf die Insel Rügen zurück war leider nichts hörbar, um2:43 Uhr war dann verkündet worden, das die Staffel durch sei.
Nach der Staffel konnte ich noch schön den Patrick vom Döbraberg erhaschen und auch den Wieland auf seiner Hochhalde konnte ich glücklicherweise noch sprechen.
Auch der General in Springe am Deister war nach sehr langer Zeit wieder für mich hörbar, so konnte man im Smalltalk einige Neuigkeiten und Grüße austauschen.
Dies rundete den Abend ab an dem auch unser Kistendoktor Benson die Luft mit HF verpestete, zusammen mit einigen anderen Stationen habt ihr den Abend wieder unvergesslich gemacht.
Leider musste ich dann auch noch etwas Schlaf finden, denn am Folgetag würden dann noch 500km Rückfahrt auf mich zukommen.
Letztendlich war ich am Sonntag um etwa 15Uhr wieder heile daheim angekommen und hab nun mal wieder viele Erinnerungen und Eindrücke mitgenommen.
Wir werden uns noch lange über diese tolle Funknacht zurück erinnern, an der so viel möglich war.
Einige Geschichten wird man bestimmt auf irgendeinem Treffen erzählen können, es passiert ja immer so unverhofft am Rande eines Events sehr viel kurioses
Nun gut das war’s von meiner Seite aus, ich hoffe ihr hattet genau so viel Spaß bei der Sache wie ich.
Es grüßt euer Rossi Station 104 vom Hohen Mechtin im Landkreis Lüchow/Dannenberg wo nicht nur Castorenbehälter strahlen **
55+73 und weiterhin viel Spaß beim Hobby









