Muster-Notfunkkonzept

Alles rund um das Thema Notfunk
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AiNuK
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Re: Muster-Notfunkkonzept

Beitrag von AiNuK »

LegalRadio hat geschrieben: Do 9. Jul 2026, 00:08 ... Anfänger reden über die Strategie und Profis über die Logistik.
Sehe ich auch so, wichtig ist vordringlich nicht die Technik, mit der Funkverkehr abgewickelt wird, sondern zunächst ganz andere Parameter.

- Anzahl und dauerhafte Verfügbarkeit der freiwilligen Helfer
- Anzahl der mit PMR ausgestatteten und erreichbaren Bürger
- einheitliche Schnittstelle zu BOS

Selbst wenn das alles einigermaßen unter Dach und Fach ist, dann fehlt aber immer noch der "Initialfunke" für die Umsetzung. Fernsehwerbung vom BBK für die Vorhaltung der Bevölkerung von PMR Funkgeräten z.B., sowie einheitliche Verhaltensregeln und Nutzung der Geräte im Notfall.

Da braucht es dringend mehr Lobbyarbeit, ein Amateurfunkverband kann das aber nicht sein!

https://www.bbk.bund.de/DE/Themen/Kriti ... ation.html

Über "Notfunk" finden sich wenige Hinweise in den nachfolgenden Broschüren des BBK.

https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Down ... onFile&v=4

https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Down ... onFile&v=8

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Realisierung schwierig ist und das liegt nicht daran, dass man sich nicht auf einen bestimmten Kanal einigen konnte.
vy 73 de Jürgen (WARC IG | AiNuK - Amateurfunk in Not- und Katastrophenfällen - DR4SEK)
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Re: Muster-Notfunkkonzept

Beitrag von Die Erdbeere »

Hi Ainuk,

ein Amateurfunkverband will dann wieder nur Schallplatten mit dem Liederzyklus rund um die Lizenz verkaufen. Er lebt gewissermaßen in seiner eigenen Welt.

Hier zeigt sich das Dilemma, das der lizenzfreie Funk nicht entsprechend organisiert ist, und sei es in Form einer gewissermaßen großen Community und nicht in vereinzelnen kleineren Gruppen.

Hier wünsche ich den Machern von www.11m-band.de nur alles erdenkliche Gute.

Die funkenden Hip Hopper mit Coolnesfaktor etc wären hier nicht schlecht, ohne dass man merkt, das z. B. das BBK dahintersteckt.

=> Wie kann man Menschen für den lizenzfreien Funk begeistern ?

viewtopic.php?t=61632

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Die Erdbeere
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Juliett Sierra
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Re: Muster-Notfunkkonzept

Beitrag von Juliett Sierra »

LegalRadio hat geschrieben: Do 9. Jul 2026, 00:08Deshalb möchte ich erneut eher zu Bedenken geben, dass es in meinen Augen wichtiger ist den Funk unter die Leute zu bekommen denn sich Pläne auszudenken, die kaum den ersten Feindkontakt überdauern werden.
...
Derzeit müssen wir die Logistik, also Verbreitung von niederschwelligen Funkangeboten, ausbauen. Dann regelt sich der Rest wahrscheinlich von alleine.
Volle Zustimmung.
Wurde so oder ähnlich auch schon mehrfach von einigen Kollegen hier im Forum bzgl. Thema Bürgernotfunk geschrieben.
So, wie du es in deinem anderen Beitrag erwähnt hast:
PMR-Handfunken.
Möglichst billig, möglichst zugelassen (um Überreichweiten zu verhindern!), möglichst gestreut, möglichst in fast jedem Haushalt. Reicht, um sein Gebiet abzudecken. Möglichst mit nem Akku der lang hält.
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Re: Muster-Notfunkkonzept

Beitrag von Kuestenbewohner »

LegalRadio hat geschrieben: Mi 8. Jul 2026, 20:47
Daher:
Macht es nicht so kompliziert. Das schwierigste wird sein, PMR wieder unter die Leute zu bringen. Aber auch hier sind wir selber dran schuld, solange wir PMR als Spielzeug belächeln statt Interesse zu fördern.
Stiftung Warentest für PMR446 (oder Duo-Band) Geräte wäre angebracht. Ich verteile günstige Retevis RB669 in der Nachbarschaft, aber die müssen vorher mit Programmierkabel in der Konfiguration erst bereinigt werden. Mit einem oder zwei Minuspunkte in der Stiftung Warentest Geräteliste würde Retevis hier evtl. umdenken.
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Juliett Sierra
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Re: Muster-Notfunkkonzept

Beitrag von Juliett Sierra »

Kuestenbewohner hat geschrieben: Do 9. Jul 2026, 10:20Stiftung Warentest für PMR446 (oder Duo-Band) Geräte wäre angebracht. Ich verteile günstige Retevis RB669 in der Nachbarschaft, aber die müssen vorher mit Programmierkabel in der Konfiguration erst bereinigt werden. Mit einem oder zwei Minuspunkte in der Stiftung Warentest Geräteliste würde Retevis hier evtl. umdenken.
Das ist wirklich schade/ärgerlich mit den ganzen Verskriptungen bei den Retevis Geräten, weil ja die meisten PMR (und Freenet) Handfunken von denen im Prinzip gute Geräte sind. Ziemlich viele Käufer von diesen HFG dürften null Plan davon haben, wie man die CTCSS Belegungen auf den Kanälen wieder raus kriegt.
Wenigstens könnte man werkseitig einen Kanal nicht mit CTCSS bzw. DCS belegen - z.B. Kanal 3, der ja offenbar für Bürgernotfunk vorgesehen ist. Und dann könnte man sogar in der BDA auch noch dazu schreiben, warum auf Kanal 3 kein CTCSS drauf ist.
Aber ich ahne schon, warum das alles nicht gemacht wird ... :x
Gilt natürlich auch für andere Hersteller.
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Re: Muster-Notfunkkonzept

Beitrag von Comco C22 »

Die Erdbeere hat geschrieben: Do 9. Jul 2026, 08:35 Hi Ainuk,

ein Amateurfunkverband will dann wieder nur Schallplatten mit dem Liederzyklus rund um die Lizenz verkaufen. Er lebt gewissermaßen in seiner eigenen Welt.
...das musst du mal näher erklären.....und was machen deine Fanboys von 11meter.de zu dem Thema????...nun bin ich gespannt
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Re: Muster-Notfunkkonzept

Beitrag von LegalRadio »

Das ist doch schon mal Klasse, dass wir hier Konsens haben!

Im „Neuen“ Ratgeber für Krisenvorsorge vom BBK ist das Thema Funk nicht zu finden. Dafür aber ein Schutzhelm, Arbeitshandschuhe etc.
Für mich unverständlich.

Andererseits sind auch die Hersteller der Funkgeräte in der Pflicht:
- Günstig
- per USB-C ladbar, ggf. per Batterie verwendbar
- einfach zu bedienen, vor allem ohne Knöpfe wo man am Ende was verstellen kann dass man nicht mehr gehört wird.

Ich hab mal n bisschen gesucht und die ALBRECHT TECTALK GO scheinen genau das Richtige zu sein:
2er Set,
mit knapp 40€ in meinen Augen günstig,
per USB-C ladbar -
aber auch per normalen Batterien verwendbar.

Da die wenigsten sowas regelmäßig laden und warten einfach 1-2 Sätze Batterien getrennt aufbewahren und schon passt das; im Gegensatz zu integrierten Akkupacks die irgendwann entladen, wenn nicht sogar tiefentladen sind.

Was soll man sich da mit retevis rumärgern…

Genial wäre es, wenn entsprechende „Shops“ oder Orgas sowas Labeln könnten als „Werbung“/„Werbegeschenk“.
Zumindest sind Feuerwehrrn und Organisationen der Hebelpunkt mit ihren Kursen zur Krisenvorsorge (zB Erste Hilfe mit Selbstschutzinhalten).

Edit:
Zu den Personen die zur Verfügung stehen und den Schnittstellen zur BOS:
Wenn möglichst viele PMR haben ist das erst mal n großer Schritt. Dank der begrenzten Reichweite muss man sich auch keine Gedanken machen dass nicht genug Kanäle zur Verfügung stehen.

Beim Fernfunk findet sich sicher ein/zwei CB-ler im Ort.
Und bei den BOS wie geschrieben ein billiges einfaches CB-Funkgerät mit Magnetfuss was man auf n MTW/KdoW oder Blechdach setzen kann. Hier müssen dann aber die CB-ler aktiv auf die Organisationen zukommen und sich absprechen.
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AiNuK
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Re: Muster-Notfunkkonzept

Beitrag von AiNuK »

LegalRadio hat geschrieben: Do 9. Jul 2026, 12:07 Das ist doch schon mal Klasse, dass wir hier Konsens haben!

Im „Neuen“ Ratgeber für Krisenvorsorge vom BBK ist das Thema Funk nicht zu finden. Dafür aber ein Schutzhelm, Arbeitshandschuhe etc.
Für mich unverständlich.
In Sachen BBK hatte ich vor geraumer Zeit mal Kontakt, da wartet man auf eine "bundeseinheitliche Lösung" in Sachen Notfunk, bevor man da tätig wird, so die Antwort. Es gibt ja beim BBK Hinweise diesbezüglich, aber halt nichts Konkretes.

Da wartet wieder einer auf den anderen, die typische Henne-Ei Situation. Gefragt wären Hersteller, BBK und Interessenvertretungen. Könnte mir gut vorstellen, wenn ein Hersteller ein entsprechendes Paket anbietet (Orangenes Notfunk PMR Funkgerät, Solarladegerät, zweiter Akkupack, max. 50.- €, ...) dann könnte sowas vielleicht ins Rollen kommen.
Zuletzt geändert von AiNuK am Do 9. Jul 2026, 12:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Muster-Notfunkkonzept

Beitrag von Die Erdbeere »

Man kann ja überlegen, ob man in die Kursgebühr nicht das Albrecht PMR-Set mit includiert ?

Gut, dann erhöht sich die Gebühr entsprechend.
Beim Fernfunk findet sich sicher ein/zwei CB-ler im Ort.
Und bei den BOS wie geschrieben ein billiges einfaches CB-Funkgerät mit Magnetfuss was man auf n MTW/KdoW oder Blechdach setzen kann. Hier müssen dann aber die CB-ler aktiv auf die Organisationen zukommen und sich absprechen.
Wäre nicht eine zentrale Handreichung sinnvoll, mit deren Empfehlungen sich dann CB'ler zusammentun und auf die entsprechenden Organisationen zugehen können ?
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Re: Muster-Notfunkkonzept

Beitrag von LegalRadio »

Wie schon geschrieben halte ich eine Organisation des Notfunks durch den DARC als nicht sinnvoll.

Und zu warten bis da ein externes Konzept kommt… genau deshalb haben wir das BBK. Andererseits wird beim BBK im Bereich S6, wo ich das Thema mit verorten würde, gerade sehr gespart. Sieht man nicht als Aufgabe.

Erste-Hilfe-Kurse sind mittlerweile schon relativ teuer.
Erste-Hilfe-Kurse mit Selbstschutzinhalten kommts drauf an; Glaube die sind sogar kostenfrei. Dennoch wird es schwierig, hier für jeden Teilnehmer ein Funkgerät anzubieten. Zu hoch sind die Anschaffungskosten im Voraus. Bei 20 Teilnehmern wären das schon 800€ im Voraus…

Seitens Rotem Kreuz hat man mal so einen „Fluchtrucksack“ im Sinne des BBK angeboten. Hat soweit ich weiß aber nicht gerade Verbreitung gefunden.

Denke, man sollte die PMR-Geräte nicht nur für Krisenvorsorge „verkaufen“, sondern den Leuten die weiteren Vorteile zugänglich machen.

Edit:
Der "Fluchtrucksack" vom Roten Kreuz war so konzipiert:
https://www.rotkreuzshop.de/DRK-48h-Not ... ulen/02881

Mittlerweile ausverkauft, aber soweit ich weiß als Privatperson auch nicht einfach darüber zu beziehen. Der Preis ist auf den ersten Blick happig, aber wenn man bedenkt was Albrecht allein für sein Kurbelradio verlangt in Relation gesetzt sogar äußerst günstig. Befürchte dennoch, dass 200 Euro die allgemeine, Semi-interessierte Bevölkerung abschrecken könnte; und wenn da noch ne PMR-Handgurke drin ist wird es sicher auch nicht wirklich günstiger...

Edit 2:
Zentrale Handreichung für CB-Funker wäre durchaus interessant, und im Dorf könnte man sowas lokal per "Dorfrat" sicher gut einbringen.
Bei größeren Städten benötigt man zur BOS-Akzeptanz wahrscheinlich aber eine Handreichung, die von "staatlichen" Stellen harmonisiert wurde und herausgebracht wird, zB wie hier schon genannt übers BBK.
Nur: Wenn man "CB" oder "PMR" bei der Suche auf der Seite des BBK eintippt findet man... nichts.
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Re: Muster-Notfunkkonzept

Beitrag von Kuestenbewohner »

AiNuK hat geschrieben: Do 9. Jul 2026, 12:39
Da wartet wieder einer auf den anderen, die typische Henne-Ei Situation. Gefragt wären Hersteller, BBK und Interessenvertretungen. Könnte mir gut vorstellen, wenn ein Hersteller ein entsprechendes Paket anbietet (Orangenes Notfunk PMR Funkgerät, Solarladegerät, zweiter Akkupack, max. 50.- €, ...) dann könnte sowas vielleicht ins Rollen kommen.
Um die orangenen Duo-Band Funkgeräte bzw. die Ersatzakkus mit Sonnenlicht aufzuladen, habe ich dieses günstige Solarpanel in orange 2x gekauft.
https://www.action.com/de-de/p/3222880/ ... olarmodul/
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Re: Muster-Notfunkkonzept

Beitrag von Juliett Sierra »

LegalRadio hat geschrieben: Do 9. Jul 2026, 12:07 Ich hab mal n bisschen gesucht und die ALBRECHT TECTALK GO scheinen genau das Richtige zu sein:
2er Set,
mit knapp 40€ in meinen Augen günstig,
per USB-C ladbar -
aber auch per normalen Batterien verwendbar.
Die Dinger sind auf allen Kanälen auch mit CTCSS belegt - also eher unbrauchbar für den Bürgernotfunk in der werkseitigen Auslieferung.
Und wenn ich das richtig sehe, kann man die Verskriptungen (im Gegensatz zu Retevis Geräten) noch nicht mal rausprogrammieren.

https://www.pmr-funkgeraete.de/Funkgera ... 15863.html
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Re: Muster-Notfunkkonzept

Beitrag von LegalRadio »

Juliett Sierra hat geschrieben: Do 9. Jul 2026, 15:51 Die Dinger sind auf allen Kanälen auch mit CTCSS belegt - also eher unbrauchbar für den Bürgernotfunk in der werkseitigen Auslieferung.
Und wenn ich das richtig sehe, kann man die Verskriptungen (im Gegensatz zu Retevis Geräten) noch nicht mal rausprogrammieren.

https://www.pmr-funkgeraete.de/Funkgera ... 15863.html
Also ich lese das so, dass CTCSS im Gerät einstellbar ist, sowohl auf der Produktseite als auch in der Anleitung. Wäre durchaus interessant zu wissen.
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Re: Muster-Notfunkkonzept

Beitrag von Kuestenbewohner »

Ich habe die Albrecht Go's.
Sind in ordnung und CTCSS lässt sich einfach über das Menü ausschalten bzw. einstellen.
Einziges Manko: Die Batterien werden im ausgeschalteten Zustand leergelutscht.
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Juliett Sierra
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Re: Muster-Notfunkkonzept

Beitrag von Juliett Sierra »

Kuestenbewohner hat geschrieben: Do 9. Jul 2026, 16:05 Ich habe die Albrecht Go's.
Sind in ordnung und CTCSS lässt sich einfach über das Menü ausschalten bzw. einstellen.
Danke für die Info.
Da lag ich also falsch.
Einziges Manko: Die Batterien werden im ausgeschalteten Zustand leergelutscht.
ups....
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