Das erste was man zum IC-9700 findet ist die mangelhafte Frequenzstabilität, das soll aber nicht das alleinige Thema zu dem Gerät bleiben.
Eine der bekanntesten Berichte ist der vom Demenzradio
https://demenzradio.blogspot.com/2019/0 ... e-ein.html
Nachdem ich das Gerät die letzten Tage getestet habe, muss ich dem Bericht widersprechen:
Der Icom IC-9700 triftet wie ein GANZ altes Röhrenradio!!
Zunächst wollte ich wissn über was wir sprechen, denn kein Funkgerät ist 100% frequenzstabil.
Für die Bildschirmschüsse nehme ich als Empfänger einen RX888 und die Soft SDR-Console.
Ich behaupte nicht das beides absolut genau eingestellt ist, es geht nur mal um das weglaufen der Frequenz.
Ich hänge ich die Fotos nicht wie üblich unten an sondern platziere die Fotos im jeweiligen Text.
Hier die ersten Test:
3min Senden mit 20W auf2m. Das Fenster hat eine Auflösung von +-400Hz, die Frequenz driftet in 3min um ca. 20Hz

Gleiche Auflösung, 4min mit 20W auf 433Mhz. DSer Sender driftet um ca. 45Hz

Das ganze auf 1295Mhz. 100Hz Drift ist zu viel für digitale Betriebsarten.

Zur Stabilsierung kann man ein externes 10Mhz Referenzsignal einspeisen, das mit GPS stabil gehalten wird.
Ich habe diesen GPS-kontrollierten Signalgenerator
https://www.box73.de/product_info.php?products_id=4476
Hier sieht man schön wie das 10Mhz-Signal nach 3s einschwingt und mit weniger als 1Hz stabil ist.

Dieses Signal gibt man in den externen Eingang vom IC-9700 und wählt im Menüpunkt "REF Adjust den Punkt "Sync to REF IN".
Damit stabilisiert sich der interne PLL deutlich, hier am Beispiel von 1295Mhz, mit und ohne externe 10Mhz

Auf 433Mhz ist das Signal ebenfalls etwas stabiler, hier mit und ohne externe Referenz

Wie oben schon erwähnt, welches Funkgerät frei von Schwankungen ist, das werfe das erste Hertz...oder so ähnlich.
Ich habe mal ein paar Geräte auf 433Mhz gegenüber gestellt
Während ein FTM-500 ider IC-705 nur um wenige Hertz schwankt, sind es beim 96700 nach weniger als eine Minute schon 45Hz

Um diesen Test auf 23cm zu machen, habe ich mal das IC-T81 dazu genommen.
Meine GPS-Referenz geht nur bis 810Mhz.

Das T81 ist 20 Jahre ältere Technik als der 9700, und stabiler in der Aussendung.
Normalerweise ist mir Icom lieber als Yaesu, aber was die sich da geleistet haben is schon krass.
Und es geht ja nicht um eine Mobilgerät von paar hundert Euro, sondern eine Basisstation von 2 Kiloeuro.
Und Anfangs war der 10Mhz-Eingang ein Fake der noch nicht mal funktioniert hat, das war erst mit einem späteren Update möglich.
Da mussten clevere Funkamateure Abhilfen für 200€ basteln, die man implantieren musste, damit das Gerät halbwegs so funktioniert, wie man es in der Preisklasse erwarten darf.
Ich habe das so verstanden, das man den zuständigen Quarzofen vor den Lüfter platziert hat, und wenn der anläuft, läuft die Frequenz weg.
Was ich nicht ganz verstanden habe, den ein Quarzofen hat doch zu jeder Temperatur eine programmierte Korrektur?
Dann wäre ja die Korrekturliste schlampig programmiert?
Wahrscheinlich zu naiv von mir gedacht, den mit dem Thema Frequenzstabilität musste ich mich bisher noch nie intensiv beschäftigen.
Im Moment ist mir die Instabilität auf 23cm "noch" egal weil ich erst mal FM-Betrieb mache.
Ich habe zwar die Möglichkeit, 10Mhz von extern zuzuführen, aber ich muss dann immer Kabel umstöpseln, weil ich die Referenz für die Messung an anderern Funkgeräte verwende.
Schön wäre es, wenn man die Stabilisierung im Gerät hätte.
Meine Frage ist:
Wäre das ein Kompromiss der schon helfen würde, die Frequenz n bissl besser an der Leine zu halten?
https://www.ebay.de/itm/147318963701
