Remote Antennentuner über 100W
-
Jack4300
- Santiago 9+15
- Beiträge: 2098
- Registriert: Di 26. Aug 2014, 22:09
- Standort in der Userkarte: Essen
Re: Remote Antennentuner über 100W
Ich empfehle, wenn man einen Dipol mit HL aufbauen will, einmal den Doppelzepprechner von DL1JWD zu konsultieren. Da kann man mit der Dipollänge und der HL-Länge spielen und das gegen die L- und C-Werte des Tuners laufen lassen. Dann sieht man direkt übersichtlich auf welchen Bändern das Konstrukt gut läuft und ob andere Längen eventuell besser wären.
-
Catman
- Santiago 3
- Beiträge: 103
- Registriert: So 18. Jan 2026, 14:00
- Standort in der Userkarte: Hallstadt
Re: Remote Antennentuner über 100W
Ein Dipol ist eine einfache und kostengünstige Antenne, die zudem "optisch verträglich" aufgebaut werden kann. Als Monoband für die oberen Bänder ist diese auch recht effektiv. Als Mehrbandbeams und für die unteren Bänder, sieht die Sache anders aus und man stößt schnell an die räumlichen und technischen Grenzen.
Ich habe eine 2x 26,5m Dipole, der über eine HL zu einem BT-1500 geht. Auf einigen Bändern ist der Dipol ziemlich resonant, so dass der Tuner meistens nicht groß in Funktion geht.
Aber bei 10m hängt er viel zu hoch und bei 80m zu tief, wodurch er auf den obere Bänder nicht wirklich brauchbar ist und auf den unteren einen schlechten Wirkungsgrat hat.
Für die oberen Bänder 20-10m ist er im Vergleich zB zu einem Hexbeam recht groß und bringt nicht mal einen Bruchteil dessen Leistung. Bei 40m abwärts mussser sich der Mag Loop oft geschlagen geben und darunter hat er gar keine Chance mehr. Dazu ist die Ausrichtung im Gegensatz zu den anderen Antenne fix, was nochmals einschränken bringt.
Ich habe auch eine 20m Bazooka, die ebenfalls besser spielt wie der Dipol. Lediglich 9gegen die Vertikale (die nicht mehr steht, könnte er Punkten.
Das ist nicht meine Beobachtung oder liegt am Aufbau, sondern ist in der Konstruktion eines Dipols begründet!
Klar ist ein Dipol oft die einzige Chance überhaupt QRV zu gehen, wenn man keine Antenne stellen darf, aber er bleibt eine Notlösung, die die theoretischen 2,15 dB nur in den seltensten Fällen erreicht. Ich meine, dass man dies beachten auch sollte, bevor man Zeit und Geld in einen Dipol investiert (auch wenn das Basteln viel Spaß macht und man einiges lernt).
Mein Dipol ist mittlerweile aus 3mm Seil, als Inv-V aufgebaut und wird als Teil der Mastabspannung genutzt. Die Leistungen auf den unteren Bändern sind vergleichbar zum horizontalen Aufbau in 18m Höhe, Inv-V bringt aber zumindest etwas mehr Rundsrrahlcharakteristik. Aktuell ist es auch meine einzige Antenne für 160m...
Ich habe eine 2x 26,5m Dipole, der über eine HL zu einem BT-1500 geht. Auf einigen Bändern ist der Dipol ziemlich resonant, so dass der Tuner meistens nicht groß in Funktion geht.
Aber bei 10m hängt er viel zu hoch und bei 80m zu tief, wodurch er auf den obere Bänder nicht wirklich brauchbar ist und auf den unteren einen schlechten Wirkungsgrat hat.
Für die oberen Bänder 20-10m ist er im Vergleich zB zu einem Hexbeam recht groß und bringt nicht mal einen Bruchteil dessen Leistung. Bei 40m abwärts mussser sich der Mag Loop oft geschlagen geben und darunter hat er gar keine Chance mehr. Dazu ist die Ausrichtung im Gegensatz zu den anderen Antenne fix, was nochmals einschränken bringt.
Ich habe auch eine 20m Bazooka, die ebenfalls besser spielt wie der Dipol. Lediglich 9gegen die Vertikale (die nicht mehr steht, könnte er Punkten.
Das ist nicht meine Beobachtung oder liegt am Aufbau, sondern ist in der Konstruktion eines Dipols begründet!
Klar ist ein Dipol oft die einzige Chance überhaupt QRV zu gehen, wenn man keine Antenne stellen darf, aber er bleibt eine Notlösung, die die theoretischen 2,15 dB nur in den seltensten Fällen erreicht. Ich meine, dass man dies beachten auch sollte, bevor man Zeit und Geld in einen Dipol investiert (auch wenn das Basteln viel Spaß macht und man einiges lernt).
Mein Dipol ist mittlerweile aus 3mm Seil, als Inv-V aufgebaut und wird als Teil der Mastabspannung genutzt. Die Leistungen auf den unteren Bändern sind vergleichbar zum horizontalen Aufbau in 18m Höhe, Inv-V bringt aber zumindest etwas mehr Rundsrrahlcharakteristik. Aktuell ist es auch meine einzige Antenne für 160m...
-
hb9pjt
- Santiago 7
- Beiträge: 539
- Registriert: Mo 24. Aug 2015, 12:20
- Standort in der Userkarte: Affoltern am Albis
Re: Remote Antennentuner über 100W
Ein Dipol kann zu lang sein, was dann ein unerwünschtes Strahlungsdiagramm ergibt. Dieser Effekt tritt bei einer Strahlerlänge auf von über Lambda 5/8 ab Einspeisepunkt gemessen. Siehe Bild. Dadurch wird man feststellen, dass eine Doublet-Antenne leiser ist als eine verlustbehaftete Antenne wie zum Beispiel eine Magloop, wenn keine starke Abstrahlkeule Richtung Gegenstation zeigt.
Eine Inverted-V Antenne ist immer schlechter als eine gerade hängende Dipolantenne. Die Rundstrahlcharakteristik die der Inverted-V nachgesagt wird, ist marginal. Bei Distanzen, die man in Europa hat, ist auch eine gerade aufgehängte Dipolantenne rundstahlend auf den Bändern 80 und 40 m, da die Abstrahlung steil nach oben zum Himmel gehen muss.
Auf dem 10 m Band kann eine horizontal polarisierte Antenne nie zu hoch aufgebaut sein. Denn je höher, desto flacher ist der Abstrahlwinkel. Der Abstrahlwinkel bei DX-Verbindungen ist oft zwischen 0° und 5° Elevation. Das erreicht man nur mit einer hohen Antenne. Ausnahmen sind die Short-Skip Es Bedingungen.
Will man lokale NISV QSO machen auf Kurzwelle, darf die horizontal polarisierte Antenne nicht zu hoch sein. Etwa 10 m für das 40 m Ban d und 18 m für das 80 m Band sind optimal. Auf den Bänder 30-10 m gibt es diese NISV-Ausbreitung nicht, weshalb die Antenne eigentlich nie zu hoch sein kann.
73, Peter - HB9PJT
Eine Inverted-V Antenne ist immer schlechter als eine gerade hängende Dipolantenne. Die Rundstrahlcharakteristik die der Inverted-V nachgesagt wird, ist marginal. Bei Distanzen, die man in Europa hat, ist auch eine gerade aufgehängte Dipolantenne rundstahlend auf den Bändern 80 und 40 m, da die Abstrahlung steil nach oben zum Himmel gehen muss.
Auf dem 10 m Band kann eine horizontal polarisierte Antenne nie zu hoch aufgebaut sein. Denn je höher, desto flacher ist der Abstrahlwinkel. Der Abstrahlwinkel bei DX-Verbindungen ist oft zwischen 0° und 5° Elevation. Das erreicht man nur mit einer hohen Antenne. Ausnahmen sind die Short-Skip Es Bedingungen.
Will man lokale NISV QSO machen auf Kurzwelle, darf die horizontal polarisierte Antenne nicht zu hoch sein. Etwa 10 m für das 40 m Ban d und 18 m für das 80 m Band sind optimal. Auf den Bänder 30-10 m gibt es diese NISV-Ausbreitung nicht, weshalb die Antenne eigentlich nie zu hoch sein kann.
73, Peter - HB9PJT
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
-
Catman
- Santiago 3
- Beiträge: 103
- Registriert: So 18. Jan 2026, 14:00
- Standort in der Userkarte: Hallstadt
Re: Remote Antennentuner über 100W
Das ist die Theorie Peter, die in der Praxis aber nicht immer so zu 100% eintritt. Ich hab im Ham-Bereich über die Jahre vielleicht 5 Dipole gesehen, die annähernd den theoretischen Aufbau hatten. Zudem wird das Leistungsmaximum per Theorie bei einer Höhe von Lambda/2 erreicht. Auch bei einem Mehrbanddipol ist dies natürlich nur für ein Band möglich. Deiner Aussage zu 10m: Höher = besser, kann ich nicht zustimmen. Ab 12 m sinkt die Leistung definitiv. Die 2,15 dB generiert der Dipol über die Reflexionsfläche unter ihm, und die sich daraus ergebende Erdfläche. Dieser Effekt tritt aber nur bei einer Aufbauhöhe von Lambda/2 auf und nimmt drüber, wie darunter ab.
Aber mir geht es gar nicht darum, das Dipol Prinzip zu diskutieren, sondern den Blick einfach auf andere Antennen zu lenken. 2x 26,5m ist viel Platz, dazu ein Tuner und man liegt preislich im Bereich eines Hexbeams (oder darüber).
Selbiges gilt für die unteren Bänder, im Vergleich zu einer mag Loop. Zumindest, wenn man nicht zum italienischen Marrktführer greift. Dass eine mag Loop nur für 2 Bänder praktikabel ist, auch wenn der Kondensator mehr ermöglicht, ist klar. Einschränkungen im Handling enenso. Aber korrekt dimensioniert und abgestimmt, erreicht sie nahezu die Leistung eines theoretischen Dipols, bzw übertrifft die meisten praktischen Dipole.
Letztlich strahlt jede Antenne nur die zugeführte Leistung ab, wenn diese resonant ist. Mit Tuner etwas weniger, mit Übertrager oder Ausgleichswiderständen sind die Verluste höher. Aber aus einer riesigen x-Element Yagi kommt ebenso viel, wie aus einem Dipol oder einer mag Loop in die Luft. Es ist lediglich eine Frage der Abstrahlrichtung.
Daher sehe ich in kleinen Richtungantennen einfach mehr Sinn, als in Dipolen. Ist meine Meinung, nach nun über 40 Jahren im Hobby.
Aber mir geht es gar nicht darum, das Dipol Prinzip zu diskutieren, sondern den Blick einfach auf andere Antennen zu lenken. 2x 26,5m ist viel Platz, dazu ein Tuner und man liegt preislich im Bereich eines Hexbeams (oder darüber).
Selbiges gilt für die unteren Bänder, im Vergleich zu einer mag Loop. Zumindest, wenn man nicht zum italienischen Marrktführer greift. Dass eine mag Loop nur für 2 Bänder praktikabel ist, auch wenn der Kondensator mehr ermöglicht, ist klar. Einschränkungen im Handling enenso. Aber korrekt dimensioniert und abgestimmt, erreicht sie nahezu die Leistung eines theoretischen Dipols, bzw übertrifft die meisten praktischen Dipole.
Letztlich strahlt jede Antenne nur die zugeführte Leistung ab, wenn diese resonant ist. Mit Tuner etwas weniger, mit Übertrager oder Ausgleichswiderständen sind die Verluste höher. Aber aus einer riesigen x-Element Yagi kommt ebenso viel, wie aus einem Dipol oder einer mag Loop in die Luft. Es ist lediglich eine Frage der Abstrahlrichtung.
Daher sehe ich in kleinen Richtungantennen einfach mehr Sinn, als in Dipolen. Ist meine Meinung, nach nun über 40 Jahren im Hobby.
-
hb9pjt
- Santiago 7
- Beiträge: 539
- Registriert: Mo 24. Aug 2015, 12:20
- Standort in der Userkarte: Affoltern am Albis
Re: Remote Antennentuner über 100W
Die Reflektion vom Boden nennt man auch Ground Gain und ist theoretisch 6 dB pro Reflektion. Wenn die Topografie passt, können sich auch mehrere Reflektionen in eine Abstrahlrichtung Richtung ergheben und deshalb mir als 6 dB. 2.15 dB ist der Gewinn des Dipols gegenüber dem Isotropen Strahler.Catman hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 19:38 Zudem wird das Leistungsmaximum per Theorie bei einer Höhe von Lambda/2 erreicht. Auch bei einem Mehrbanddipol ist dies natürlich nur für ein Band möglich. Deiner Aussage zu 10m: Höher = besser, kann ich nicht zustimmen. Ab 12 m sinkt die Leistung definitiv. Die 2,15 dB generiert der Dipol über die Reflexionsfläche unter ihm, und die sich daraus ergebende Erdfläche. Dieser Effekt tritt aber nur bei einer Aufbauhöhe von Lambda/2 auf und nimmt drüber, wie darunter ab.
Mich interessiert die maximale Leistung in die Gewünschte Richtung. Im 10 m Band also zwischen 0° und 10° Elevation. Du könntest mal berechnen, bei welcher Antennenhöhe die Feldstärke bei 5° Elevation am höchsten ist. Bei 12 m Aufbauhöhe sicher nicht. Man kann auch schauen, wie hoch die UKW-Antennen der Contester aufgebaut werden. 15 oder 20 m Aufbauhöhe für das 2 m Band sind verbreitet, also 7 oder 10-fache Wellenlänge. Da wird auch ein flacher Abstrahlwinkel angestrebt.
73, Peter - HB9PJT
-
RV12P2000
- Santiago 9
- Beiträge: 1045
- Registriert: Do 29. Jul 2021, 10:17
- Standort in der Userkarte: ---
Re: Remote Antennentuner über 100W
Wenn die Abstrahlung mit weniger ausgeprägten Einschnürungen sein soll, probiert doch einmal einen Winkeldipol aus.
