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Bilder und Video zum Burgentag sind (finally) online:
https://www.df0alz.de/deutscher-burgent ... burgerhof/
9 x Funkstationen
14 x Mitwirkende
3 x DARC-Ortverbände
2 x Interessensgemeinschaften
unzählige Besucher und Funkverbindungen
Am 1. Mai wurde der Schlosspark in Limburgerhof erneut zum Treffpunkt für Technikbegeisterte, Familien, Funkamateure und neugierige Spaziergänger: Der Deutsche Burgentag lockte mit moderner Funktechnik, internationaler Kommunikation und einem abwechslungsreichen Mitmachprogramm zahlreiche Besucher an das Schlösschen und den historischen Turm im Park. Veranstaltet wurde die Aktion von engagierten Funkamateuren, Interessensgemeinschaften, sowie mehreren Ortsverbänden des Deutschen Amateur-Radio-Club e. V.
Der Deutsche Burgentag ist Teil des internationalen Programms „Castles on the Air“ und verbindet kulturelles Erbe mit moderner Kommunikationstechnik. Ziel ist es, historische Burgen und Schlösser nicht nur als Denkmäler sichtbar zu machen, sondern sie buchstäblich „on air“ zu bringen. Gerade Rheinland-Pfalz eignet sich dafür in besonderer Weise: Mit rund 1.794 Burgen, Schlössern und burgenähnlichen Bauwerken zählt das Bundesland zu den burgenreichsten Regionen Europas.
In Limburgerhof beteiligten sich insgesamt 14 Funkamateure aktiv am Burgentag. Unterstützt wurden sie von Funkfreunden aus drei verschiedenen Ortsverbänden des DARC aus Rheinland-Pfalz und Bayern, zwei Interessengemeinschaften, mehrerer Hochschulstation sowie zahlreichen freiwilligen Helfern. Besucherinnen und Besucher konnten nicht nur zuschauen, sondern selbst aktiv mitwirken und Amateurfunk hautnah erleben.
Besonders eindrucksvoll war die Vielfalt der aufgebauten Stationen. Insgesamt neun Funkstationen präsentierten unterschiedliche Facetten moderner Funktechnik. Dazu gehörten unter anderem eine QO100-Bodensatellitenstation für weltweite Satellitenkommunikation, eine klassische Kurzwellenstation für SSB-Phonie, digitale Kurzwellenbetriebsarten wie FT8 und WSPR, UHF- und VHF-Phoniestationen auf 2-Meter- und 70-Zentimeter-Bändern, mehrere DMR-Stationen sowie portable Kurzwellen-QRP-Stationen. Ergänzt wurde das Programm durch einen Demonstrationsstand für frei zugängliche, unabhängige Kommunikationsnetze auf Basis moderner Mesh-Technologien. Die vorgestellten Systeme ermöglichen eine direkte Kommunikation zwischen Geräten auch ohne Mobilfunk- oder Internetinfrastruktur und können von jedermann ohne Amateurfunklizenz genutzt werden. Damit erhielten Besucherinnen und Besucher einen praxisnahen Einblick in alternative Kommunikationsmöglichkeiten für Alltag, Freizeit und mögliche Krisensituationen
Neben zahlreichen interkontinentalen und internationalen Funkverbindungen ragte ein Kontakt dabei besonders heraus: die Verbindung zur französischen Partnergemeinde Chenôve. Über die Clubstation F6KQL gelang der direkte Austausch mit den Funkfreunden der Partnerstadt von Limburgerhof. Auch dort nutzten die Funkamateure den französischen „Fête du Travail“ am 1. Mai, um weltweite Funkkontakte herzustellen und insbesondere die freundschaftliche Verbindung nach Limburgerhof aktiv zu pflegen. Die Funkverbindung wurde von vielen Besuchern mit großem Interesse verfolgt und unterstrich eindrucksvoll den internationalen Gedanken des Amateurfunks
Großen Zuspruch erhielt auch die elektronische Fuchsjagd im Park. Rund 30 Familien, Kinder und Erwachsene machten sich erfolgreich auf die Suche nach versteckten Peilsendern. Für ihre Teilnahme wurden die erfolgreichen „Fuchsjäger“ mit Urkunden und eigens gelaserten und personalisierten Frühstücksutensilien belohnt. Die Mischung aus Technik, Bewegung und spielerischer Herausforderung kam besonders bei den jüngeren Besuchern hervorragend an.
Über den gesamten Tag verteilt besuchten über 100 Menschen die Veranstaltung. Neben erfahrenen Funkamateuren fanden sich zahlreiche Spaziergänger, Familien, Freunde und interessierte Passanten im Stadtpark ein. Viele nutzten die Gelegenheit, erstmals selbst ein Funkgerät auszuprobieren oder sich die weltweiten Funkverbindungen erklären zu lassen. Genau dieser direkte Kontakt zur Öffentlichkeit gilt als eines der zentralen Ziele des Deutschen Burgentages: Amateurfunk sichtbar und erlebbar zu machen.
Dass Amateurfunk weit mehr ist als ein technisches Hobby, zeigte sich auch beim Besuch des Bürgermeisters. Besonders das Thema Not- und Krisenkommunikation stieß auf großes Interesse. Die präsentierten Möglichkeiten unabhängiger Funkkommunikation hinterließen offenbar nachhaltigen Eindruck. Gemeinsam mit der Gemeinde und der Freiwilligen Feuerwehr sollen nun Ideen und Konzepte weiterentwickelt werden, wie Funktechnik künftig als ergänzendes Kommunikationsmittel für Behörden und Bevölkerung in Krisensituationen genutzt werden kann.
Der Feiertag am 1. Mai erwies sich erneut als idealer Termin für die Veranstaltung. Während viele Menschen den freien Tag für Ausflüge nutzten, bot der Burgentag eine gelungene Verbindung aus Freizeit, Geschichte und moderner Technik. Damit wurde der Limburgerhofer Stadtpark einmal mehr zur Bühne für gelebte Gemeinschaft, technische Innovation und internationale Verständigung.
Nachfolgend, weitere Informationen und Eindrücke zur Veranstaltung. Viel Spaß beim schmökern und scrollen.
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