Hub Höhe bei CB-Funkgeräten.

Frequenzwaschl
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Re: Hub Höhe bei CB-Funkgeräten.

#16

Beitrag von Frequenzwaschl »

Sers Badewanne

Ich verstehe das alles leider nicht wirklich.
Bin kein HF-Techniker, war ich auch nie. (Allgemeinmechaniker)
Aber danke für deine Ausführungen.

73 helmut
atreju
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Re: Hub Höhe bei CB-Funkgeräten.

#17

Beitrag von atreju »

@badewanne

Alles klar, vielen Dank Dir :tup:
Jupp
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Re: Hub Höhe bei CB-Funkgeräten.

#18

Beitrag von Jupp »

BlaBlaBlubb hat geschrieben: Mo 13. Nov 2023, 20:37 Nun aber genug der FM-Theorie. Packt Eure Astatic Silver Eagles und Red Devils wieder aus. Und zeigt der Nachbarkanalleistung wieder, wo der Hammer hängt.... :dlol:
Können die ruhig machen, aber bei der 3900 und der G2 haben die Hersteller dem einen Riegel vorgeschoben :dlol:
Ich hab ein Astatic an den Dingern ausprobiert, den Verstärker kann man etwas über halb aufdrehen, darüber hinaus wird dann die Modulation begrenzt und geht einfach nur kaputt und auf den Nachbarkanälen ist man dann immer noch nicht zu hören.

Davon abgesehen, die Astatic Mikros klingen schon ziemlich aggresiv, im Nahbereich wurde ich gebeten das abzumachen weil man von mir eine warme und freundliche Stimme gewohnt ist. Mag schon sein das man sich mit den Mikros bei der DX Schreierei besser durchsetzen kann, aber in der Ortsrunde macht man anderen damit wohl keine Freude.
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Badewanne
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Warum man mit viel Hub nur den Nachbarn beeindrucken kann

#19

Beitrag von Badewanne »

Mit einem aufgedrehtem Hub kann man nur im Nahbereich punkten,
der Empfänger ist gesättigt und der Filter in seiner "Fuß-Breite" wirksam.
Ich hab da mal eine Durchlaßkurve in einem Gerät mit dem mini VNA aufgenommen und
mit der Maus grün eine überlaute Signalkurve eingezeichnet, die kommt so weit sauber durch.
Bild

Die Marker geben die Kanalbreite vor.

Wenn es aber eine Funkverbindung mit größerer Entfernung und kleinerem Signal ist,
wird der Filter mit seiner "Kopf-Breite" schmäler wirksam und
ein Hub muß kleiner sein, damit er unverzerrt demoduliert werden kann
Bild
wenn ein Signal mit zu viel Hub kommt, wird das arg verzerrt oder geht sogar im Rauschen unter.

Gerade für Fernverbindungen ist es ratsam, den Hub im gesetzlichen Rahmen zu haben.
Es funktioniert einfach besser. :banane:
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David
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Re: Hub Höhe bei CB-Funkgeräten.

#20

Beitrag von David »

Erzähle dies nicht zu laut, auf den CB-Frequenzen. Mit der Meinung steht man gern mal alleine da, in den Ortsrunden.
Ich erinnere jedesmal, an die DNT Geräte. Dazu ein Densei EC-2002, was für an ganz leichtes Echo sorgt.
Damit gab es auf der 31 in FM einfach die unvergesslichen Weitverbindungen.

55 & 73 David

p.s. Etwas "Off Topic", doch dann leider auch wieder nicht.
http://www.funkbasis.de

Eisenbahn Funkamateure in der Stiftung BSW Region OST
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Badewanne
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Meinung vs Meßwerte

#21

Beitrag von Badewanne »

David hat geschrieben: Mo 11. Dez 2023, 13:48 Erzähle dies nicht zu laut, auf den CB-Frequenzen. Mit der Meinung steht man gern mal alleine da, in den Ortsrunden.
Meine Meinung habe ich hier noch gar nicht kund getan,
ich habe nur versucht, den Sinn- und Wirk-Zusammenhang der Parameter und
deren technischer Komponenten einfach dar zu stellen und zu erklären.
Der maximale Hub resultiert aus der Tonhöhe, der Reinheit des Signals und den Grenzen der Nachbarkanäle.
Der Versuch objektive technische Gesetzmäßigkeiten anschaulich oder verständlich dar zu stellen,
oder die Begrifflichkeiten zu erklären,
mehr nicht.

Wenn ich dann den Post von "PanicFee" sehe,
"2 kHz sind erlaubt, aber leider sehr leise."

ahne ich,
daß ich gescheitert bin. :seufz:

Da wird weiterhin eine Meinung mit konkreten Werten proklamiert,
obwohl doch nach dem aufmerksamen Durchlesen der vorigen Beiträge,
eigentlich klar sein müßte,
daß hier , am Funk und am Meßplatz der Regulierungsbehörde, physikalische Gesetze gelten,
die man nicht verbiegen kann.

PS: ich komme mir grad vor, wie bei Gerhard Polt mit dem Nikolausi und dem Osterhasi.
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Re: Hub Höhe bei CB-Funkgeräten.

#22

Beitrag von Solarman »

Oder anders ausgedrückt, wenn sich alle an die Vorgabe halten, haben auch alle was davon. Wie liebe ich es, wenn ich im QSO auf FM bin und plötzlich "schreit" mir jemand förmlich die Membran aus dem Lautsprecher... und das noch nicht mal auf CB, sondern auf Afu 2m Direktverbindung. Gibts alles!

Gruß Stefan
Man darf nicht alles glauben, was man denkt! :tup:
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Re: Hub Höhe bei CB-Funkgeräten.

#23

Beitrag von Frequenzwaschl »

Serwas Badewanne

"ahne ich,
daß ich gescheitert bin."

Das glaube ich nicht, sehr gute Beiträge !!

73 helmut
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stoerte
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Re: Meinung vs Meßwerte

#24

Beitrag von stoerte »

Badewanne hat geschrieben: Do 21. Dez 2023, 06:07 [...]
ahne ich, daß ich gescheitert bin. :seufz:
[...]

PS: ich komme mir grad vor, wie bei Gerhard Polt mit dem Nikolausi und dem Osterhasi.
Ach was! Du wirst nie alle erreichen können, doch bestimmt bin ich nicht der einzige, der Deine Beiträge hoch informativ, interessant, wertvoll und lehrreich (usw., aber genug geschleimt :wink:) findet.

PS: An Dein PS, "Nikolausi - Osterhasi", zu denken finde ich in solchen Situationen immer recht "tröstlich".
Zuletzt geändert von stoerte am Do 21. Dez 2023, 11:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hub Höhe bei CB-Funkgeräten.

#25

Beitrag von lonee »

Solarman hat geschrieben: Do 21. Dez 2023, 08:04 und plötzlich "schreit" mir jemand förmlich die Membran aus dem Lautsprecher (snip) sondern auf Afu 2m Direktverbindung.
Auch bei diversen OM´s ist es noch nicht angekommen, dass man nun N-FM auf 2m nutzen soll. Oder aber man nutzt noch TRXe, die gar kein N-FM können und dann natürlich noch mit VV davor.

Also im Prinzip das gleiche "Problem" wie bei CB, nur mit wesentlich mehr Unterschied hinsichtlich des Frequenzhubes.

@Badewanne
Ich denke, der Kelch ist nicht an allen vorbei gegangen. Den Anspruch sollte man auch gar nicht haben! ;-)
Wenn man einige erreicht hat, hat man schon viel gewonnen und deren "Horizont" erweitert.
Gruß,
André
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Re: Hub Höhe bei CB-Funkgeräten.

#26

Beitrag von Badewanne »

Solarman hat geschrieben: Do 21. Dez 2023, 08:04 Oder anders ausgedrückt, wenn sich alle an die Vorgabe halten, haben auch alle was davon.
Gruß Stefan
:banane:
Danke, der Satz fehlte noch bei meinen Ausführungen.

Danke auch für den Zuspruch, das kann ich schon auch mal brauchen,
das ist kein "Geschleime", das ist Balsam für die geschundene Techniker-Seele.
Bei Mitarbeiterschulungen habe ich die Leute gegenüber und kann am Gesichtsausdruck erkennen,
ob sie mir noch folgen und kann gegebenenfalls "nachlegen", da darf keiner zurück bleiben,
das ist im Forum ungleich schwerer.
Ich muß das hier gleich so schreiben, daß man es nicht mißverstehen kann.
(das Unmögliche versuchen)

Gerade habe ich wieder so ein auffrisiertes Gerät auf dem Tisch,
dessen Hub ich wieder in die vorgegebenen Dimensionen rücken muß.
Da wurde teilweise die berühmte Kucha-Modifikation kopiert, aber fehlerhaft,
da sind noch "Unbekannte" zu suchen und zu finden, bis das wieder postalisch ist.
:roll:
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Re: Hub Höhe bei CB-Funkgeräten.

#27

Beitrag von oberlaender »

Oder anders ausgedrückt, wenn sich alle an die Vorgabe halten, haben auch alle was davon.
:tup:
Insofern ist ein Anhebung des vorgegebenen Hubs ein Affront gegenüber allen anderen Funkern.
Eigentlich handelt es sich hier schon um ein sNFM, wobei das s für "Super" stehen würde.
Ansonsten könnte man ja auf NXDN (dPMR) wechseln, da würden 6,25kHz Raster ausreichen.
Mit DMR würds nix werden :mrgreen:
Aber die Patente...und die Codecs kosten eben was.
ahne ich, daß ich gescheitert bin
Nö. Ganz im Gegenteil. Aber der goldene Schraubenzieher scheint verlockend zu sein...
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Re: Hub Höhe bei CB-Funkgeräten.

#28

Beitrag von Badewanne »

oberlaender hat geschrieben: Do 21. Dez 2023, 12:21 Insofern ist ein Anhebung des vorgegebenen Hubs ein Affront gegenüber allen anderen Funkern.
Ich habe noch nach dem richtigen Wort gesucht.
Ja, Du sagst es deutlich.
:tup:

Ende der 80er war eine große Runde in und um Traunstein jeden Abend auf Kanal 22 aktiv.
Einige Teilnehmer wurden immer wieder angesprochen,
daß es so unterschiedlich lauter und verzerrter ist, was da beim Empfänger raus kommt.
Ein Teil des Abends verbrachte man damit den einen oder anderen Besprechungsabstand zu optimieren.
"Gäh ned so nahand oni !"
Manch Einer ließ sich nicht korrigieren und plärrte scheppernd weiter. :|

Für mich war es auch nervig und darum habe ich ein Funkertreffen organisiert.
Das war aber nicht bei einem Wirt am Abend,
das war vormittags am Samstag beim BOSCH-Service in Traunstein.
Ich habe dort den Meßplatz "gemietet", ich hatte damals ja noch keinen eigenen.
Links von mir saß der Comodore aus Bernau und hat die Geräte aufgeschraubt und
rechts von mir saß sein Bruder der Golf, der hat die Geräte wieder zu geschraubt.
Es könnte auch anders herum gewesen sein, es waren Zwillinge.
So unterstützt konnte ich an einem Vormittag 27 Geräte auf gleichen Hub (keine Nachbarkanalleistung) einstellen ! :banane:

Danach war die Lautstärke kein Thema mehr auf dem Kanal, es gab wieder mehr andere Themen.
Die Runde blühte auf und auch die Teilnehmer, mit denen man weniger gerne gesprochen hat,
weil die so kratzig aggressiv rüber kamen,
waren auf ein mal die nettesten Gesprächspartner und man konnte nicht genug von ihnen hören. :holy:

Der Ton macht die Musik
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Re: Hub Höhe bei CB-Funkgeräten.

#29

Beitrag von oberlaender »

Spielt da eigentlich auch das Alter des Funkgerätes / Typ des Diskriminators eine Rolle?
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Re: Hub Höhe bei CB-Funkgeräten.

#30

Beitrag von Badewanne »

Mit Deiner sehr allgemein gehaltenen Frage bin ich jetzt ein paar Tage schwanger gegangen.
Ich habe mich auch etwas im Netz um geschaut, weil ich ja nun nicht bei Adam und Eva anfangen müssen möchte.
Da habe ich hier eine sehr schön übersichtliche Darstellung ohne zu viel Theorie gefunden:

https://technik.reicke.de/rundfunkFM.php

Dann zum Alter der Geräte, ja, da hat es Unterschiede.
Was z.B bei einer alten Zodiac noch mit einem Schwingkreis und einem Transistor
sehr einfach gelöst wurde, da war die Diskriminator-Kennlinie schwach gekrümmt,
aber wenig Rauschen und Klirr,
im Vergleich zu den IC-Schaltungen mit vielen Transistoren, wo jeder Transistor nochmal Rauschen dazu bringt,
aber die Kennlinie steiler verläuft, also mehr laut bei kleinen Hüben,
aber auch mehr Krach bei Verzerrungen.

Es hatte auch mal ganz tolle Schaltungen zur Röhrenradio-Zeit, als UKW-Rundfunk eingeführt wurde.
Da hatte man sogar drei Schwingkreise, einen für die Kanalmitte und zwei für jeweils die obere und untere Kanalgrenze.
Der sogenannte Synchro-Detektor von Dr. Moortgat-Pick war damals sehr aufwändig,
aber der Klaang !
Ich habe den alten Herrn noch als Arbeitskollegen kennen gelernt,
der ist mit 92 noch täglich, vier Tage die Woche, vier Stunden ins Büro gegangen.
Ich habe mit ihm darüber gesprochen, so einen Synchro-Detektor für Schmalband-FM zu basteln,
also "zu Fuß" mit drei Schwingkreisen.
Da hat der alte Mann weise gelächelt und gesagt:
"Das macht man heute mit hochintegrierten Schaltungen, die dann vielleicht auch noch QAM könnten."
Er hat damals in den 60ern den ersten integrierten Schaltkreis in die Firma gebracht, der weiß das.

Wie die Diskriminator-Kurve in einem CB-Gerät mit so einem IC aus sieht, habe ich da:

Bild

Die Kurve ist auch außerhalb des Kanals noch am Ansteigen, das ist keine Verschwendung,
das braucht es einfach, damit der Nutzbereich, die Kanalbreite möglichst linear demoduliert werden kann.
Wenn mehr Hub, als der im Kanal-Fenster erwartete, kommt, wird der an den Krümmungen der Kennlinie verzerrt demoduliert.

Wenn der Diskriminator nicht ganz auf der Kanalmitte liegt,
wie hier ca. 400Hz oberhalb
wird z. B. die untere Halbwelle der NF verzerrt wieder gegeben,
weil da die Krümmung der Kennlinie schon auf das Signal wirkt und der Sinus abflacht.
Das habe ich auch schon mal fest gehalten:

Bild

Wenn ein Gerät ein paar Jahre gealtert ist, tut es gut, das mal abgleichen zu lassen,
es tönt einfach wieder schöner und voller.
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