Antenne und Blitzschutz

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GreyRenegade
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Re: Antenne und Blitzschutz

#16

Beitrag von GreyRenegade »

Ich bin/ war gelernter Elektroinstallateur mit Schwerpunkt Satteliten und Hausantenne,
Soviel auch die Vorschriften hergeben, ich werde keinesfalls den HPA und vorhandenen Tiefenerder, zusammen legen. Auch wenn die Versicherung etwas anderes sagt, das kann man im Einzelfall mit der Versicherung klären.
Ich war mehrfach Vorort nach Einschlägen und die sicherste Variante sind zwei Kreuzerder.
Einen direkt an der Antenne mit PAS und eine weitere mit PAS und Erder vor dem Hauseintritt.
Wenn euch eure Elektroanlage etwas Wert ist.
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Re: Antenne und Blitzschutz

#17

Beitrag von Jack4300 »

Getrennte Erder sind nie eine gute Idee und auch normwidrig. Wenn die Erder nicht blitzstromtragfähig verbunden sind, hat man im Einschlagsfall unterschiedliche Potentiale im Haus, was zu Lichtbögen führen kann.
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GreyRenegade
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Re: Antenne und Blitzschutz

#18

Beitrag von GreyRenegade »

Die normwidrige Anlage geht nach versuchten Überschlag dann aber meistens noch
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Re: Antenne und Blitzschutz

#19

Beitrag von noone »

RF-Max hat geschrieben: Mi 29. Nov 2023, 00:48 Hallo,
als erstes müsste überprüft werden, ob ein Hauptpotentialausgleich vorhanden ist. Wird gefordert seit Umstellung der Wasser- und Gasversorgung in Deutschland auf Kunststoffrohre. Merkblatt findet man z.B. unter: https://www.netzservice-swka.de/netze-w ... er-HES.pdf
Antennen an Schornsteinen zu befestigen ist meistens aus Festigkeitsgründen nicht zulässig (VDE beachten).
Die VDE 0855-300 sollte geändert werden, so dass nicht mehr erhöhte Anforderungen für Hobbyfunk / Amateurfunk gelten. Es sollte eigentlich schon geändert sein.

MfG
Wiso komm ich immer auf Anlagebeschreibungen die Mobilfunk beschreiben und nix und auch gar nix mit Anlagen mit Yagis und langen Vertikals zu tun haben, immer nur Blitzschutzstangen, Blitzschutzseilen über den Antennen und und und.
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Re: Antenne und Blitzschutz

#20

Beitrag von Jupp »

Nenn doch eine lange Vertikal auf einem geerdeten Metallmast einfach Biltzschutzstange, muss man ja nicht sagen das es eine Antenne ist :clue:
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DH2PA
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Re: Antenne und Blitzschutz

#21

Beitrag von DH2PA »

noone hat geschrieben: Mi 29. Nov 2023, 18:53
Wiso komm ich immer auf Anlagebeschreibungen die Mobilfunk beschreiben und nix und auch gar nix mit Anlagen mit Yagis und langen Vertikals zu tun haben, immer nur Blitzschutzstangen, Blitzschutzseilen über den Antennen und und und.
Weil es einfach nicht realisierbar ist eine drehbare Horizontalantenne (10m Spannweite für das 20m Band) in einen Blitzschutz mit Fangstangen zu integrieren. Die Blitzschutzeinrichtung würde ja auch die Kurzwellenantenne verstimmen. Die einzige Möglichkeit ist hier die Blitzstromfähige Erdung.

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Re: Antenne und Blitzschutz

#22

Beitrag von dl5ym »

Hallo,

von welcher Blitzschutznorm redet ihr hier ??

1. Gebäude
2. Sendeantennen
3. TV/Rundfunkantennen

Fred
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Re: Antenne und Blitzschutz

#23

Beitrag von noone »

Antennen

Es wurde ziemlich auf Nichtstabantennen vereinheitlicht eben auf GSM und Antennen für commerzielle Anwendungen bei denen sich eine Annäherung nicht so auswirkt.
Eben nicht Drahtantennen und nicht Verticals für längere Wellen für Noncommerz und Nongov.

Ich kann aber die Normen bei einem Auftragsnehmer einsehen, hier war Annäherung und Anbringung von Blitzschutzpatronen sowie Erdengsleitungen heute ein Thema wird eine größere Sache.
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Re: Antenne und Blitzschutz

#24

Beitrag von Nosensus »

noone hat geschrieben: Mi 29. Nov 2023, 18:53 Wiso komm ich immer auf Anlagebeschreibungen die Mobilfunk beschreiben und nix und auch gar nix mit Anlagen mit Yagis und langen Vertikals zu tun haben, immer nur Blitzschutzstangen, Blitzschutzseilen über den Antennen und und und.
Ganz einfach: AFU und CB-Funk sind Spezialanwendungsfälle, die in keiner Norm (DIN/VDE) stehen bzw. dessen Lösung genannt werden.
Es kommt hier immer auf den Einzelfall an. Der sollte sich an den einschlägigen Normen orientieren.
Kommerzielle Funkanlagen wie für Mobilfunk, Rundfunk, TV ect., sind ganz andere "Kaliber"....
Da geht es um Grundversorgung der Bevölkerung und um Hunderttausende Euro Gegenwert, im Schadenfall....
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Re: Antenne und Blitzschutz

#25

Beitrag von Jupp »

Eben. Man kann natürlich seine CB oder Afu Antenne so absichern wie Kommunikationsanlagen in einem AKW oder Ölraffinerie, alles blos eine Frage des Geldes. Ob das dann sinvoll ist ist eine ganz andere Frage, notwendig ist das jedenfalls nicht.
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Re: Antenne und Blitzschutz

#26

Beitrag von noone »

Nosensus hat geschrieben: Fr 1. Dez 2023, 20:33
noone hat geschrieben: Mi 29. Nov 2023, 18:53 Wiso komm ich immer auf Anlagebeschreibungen die Mobilfunk beschreiben und nix und auch gar nix mit Anlagen mit Yagis und langen Vertikals zu tun haben, immer nur Blitzschutzstangen, Blitzschutzseilen über den Antennen und und und.
Ganz einfach: AFU und CB-Funk sind Spezialanwendungsfälle, die in keiner Norm (DIN/VDE) stehen bzw. dessen Lösung genannt werden.
Es kommt hier immer auf den Einzelfall an. Der sollte sich an den einschlägigen Normen orientieren.
Kommerzielle Funkanlagen wie für Mobilfunk, Rundfunk, TV ect., sind ganz andere "Kaliber"....
Da geht es um Grundversorgung der Bevölkerung und um Hunderttausende Euro Gegenwert, im Schadenfall....
Unsere Anlagen im Betrieb sind auch nicht gegen "Blitz" "versichert", das läuft über einen Rücklagenposten.
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Memphis
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Re: Antenne und Blitzschutz

#27

Beitrag von Memphis »

Nosensus hat geschrieben: Fr 1. Dez 2023, 20:33 Ganz einfach: AFU und CB-Funk sind Spezialanwendungsfälle, die in keiner Norm (DIN/VDE) stehen
Stimmt. Es ist ganz "einfach". "Einfach" fachlicher Unsinn, den Du da schreibst :think:
Bild_2023-12-03_112410957.png
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Diese Publikation, aus der die 3 "einfachen" Bildchen stammen, die deine These komplett wiederlegt, stammt zwar ursprünglich von DEHN, wird aber vom DARC offensichtlich gerne genutzt und dort zum Download angeboten: https://www.darc.de/fileadmin/_migrated ... n_0511.pdf

Schutz von Funkanlagen auf Gebäuden bei Blitzschlag
Leitfaden für die Anwendung von DIN VDE 0855-300 (Antennenerdung) und DIN EN 62305 (Blitzschutz)


Funkanlagen besitzen heutzutage eine weite Verbreitung und werden für verschiedene Aufgaben wie Telefonie oder Datenübertragung genutzt. Der Aufbau und Einsatz immer neuer Antennensysteme hat in den letzten Jahren zugenommen.

Eines haben Funkanlagen in der Regel gemeinsam: Sie werden an hohen Punkten errichtet. Funkanlagen werden auf Gebäudedächern, an und in Gebäuden oder an eigens hierfür errichteten Masten installiert. Je nach Gebäudeeigenschaften, Installationsort oder Anwendungsbereich, ergeben sich verschiedene Anforderungen an den Schutz von Funkanlagen bei Blitzschlag.

Dieser Leitfaden wurde in Zusammenarbeit mit Funkbetreibern in Deutschland erstellt. Er richtet sich an Planer, Errichter und Prüfer von Antennenerdungsanlagen und Blitzschutzsystemen (LPS), Planer, Errichter und Betreiber von Funkanlagen sowie an Eigentümer und Betreiber von Gebäuden (nachfolgend zusammengefasst als "Gebäudebetreiber" bezeichnet). Er ersetzt nicht die anzuwendenden Gesetze, Vorschriften, Normen und Richtlinien.

Funkanlagen können sowohl kommerzielle Anlagen (z. B. Mobilfunk, Datenfunk), Funkanlagen für Behörden mit Sicherheitsaufgaben (BOS) (z. B. Polizei-, Feuerwehr- und Flugfunk) als auch private und nicht öffentliche Funkanlagen (z. B. Amateurfunk, CB-Funk, Campusnetz) sein. Dabei muss unterschieden werden zwischen dem Betreiber des Gebäudes und dem Betreiber der Funkanlage, der seine Funkanlage oftmals als Mieter auf der Dachfläche eines Gebäudes errichtet.

In diesem Leitfaden wird der Begriff Funkanlage als Kurzform verwendet. Unter Funkanlage soll die Gesamtheit aus fest installierter Antennenanlage (Funksende-/-empfangsanlage), Antennen- und Stromkabel, Systemtechnik und zugehöriger Infrastruktur z. B. Klimatechnik, Wegebeleuchtung verstanden werden.

Funkanlagen an oder auf Bauwerken (Gastgebäude) müssen wegen möglicher Blitzeinschläge geerdet bzw. in ein vorhandenes Blitzschutzsystem integriert werden. Funkanlagen erhöhen nicht die Wahrscheinlichkeit eines Blitzeinschlages in das Gebäude.

Den Blitzschutz der Funkanlagen getrennt von dem Gebäudeblitzschutz auszuführen, ist weder technisch noch normativ möglich und nicht wünschenswert: Nur durch ein Gesamt-Blitzschutzsystem für Funkanlage und Gastgebäude wird ein wirksamer Blitzschutz erreicht. Für den Blitzschutz des Gastgebäudes ist der Gebäudebetreiber zuständig, für die Funkanlage der Betreiber. Bei Festlegung von Blitzschutzmaßnahmen für die Funkanlage muss das Gastgebäude betrachtet werden.

Blitzschutzmaßnahmen für Funkanlagen werden in den VDE-Bestimmungen der Reihen 0185 und 0855 beschrieben. Dabei wird zwischen einer Antennenerdung nach DIN VDE 0855-300 oder die Einbindung in ein Blitzschutzsystem nach DIN EN 62305-3 unterschieden.

Dieser Leitfaden berücksichtigt anerkannte Regeln der Technik für Antennenerdung und Blitzschutz.
Weitere Bestimmungen sind zu berücksichtigen bei:
- Sonderstandorten wie z. B. explosionsgefährdete Betriebsstätten, Krankenhäuser
- nichtöffentlichen Funkanlagen wie z. B. Funknetze der Behörden mit Sicherheitsaufgaben (BOS)
- spezifischen Vorgaben der Betreiber von Funkanlagen
Quelle und Leitfaden: https://www.vde.com/de/blitzschutz/info ... unkanlagen

Wer bis Heute den Unterschied zwischen einer Blitzstrom-tragfähigen Erdung für eine einzelne Antenne(nanlage) oder ein komplettes LPS für das gesamte Gebäude nicht verstanden hat, und vor allem, wann, wo und auf welcher Grundlagen die entsprechende Methode anzuwenden ist, sollte sich hier im Forum besser zurückhalten mit alten Binsenweisheiten und rein persönlichen Meinungen. Es wird damit nicht nur rein persönliches und meist gefährliches Halbwissen verbreitet, sondern verleitet fachfremde Laien oft genug zu u.U. fahrlässigen Installationen. Von einem dadurch, im Falle des Falles, vielleicht entstehenden Sach oder schlimmstenfalls Personenschäden ganz zu schweigen

Die Publikation, die vom DARC zum Download bereitgestellt wird, zeigt klar, dass diese Thematik mittlerweile auch dort eine gewisse Rolle spielt bzw. einen gewissen Stellenwert einnimmt. Warum frage ich mich, schreiben "gestandene" Funkamateure dann hier im Forum, im Schutze der Anonymität, stellenweise derartigen Unsinn, dass es einem die Zehennägel kräuselt?

Es ist eine Sache, bewusst diese Normen und anerkannte Regeln der Technik für sich selbst zu ignorieren oder sich gegen eine Anwendung zu entscheiden, weil mans der eigenen Meinung nach besser weiss. Was aber nicht darf und sein kann, da endet eindeutig die Meinungsfreiheit, in einem öffentlich zugänglichen Forum ein derartiges Breittreten dieser, eben erwähnten persönlichen Meinung, mit komplett falschen Fach-Information zu untermauern, was geradezu an einer, bewussten oder unbewussten, Desinformationskampagne grenzt!

@ Jörn / Markus / Joachim. Bitte macht einer von Euch hier ein Schloss davor. Besten Dank
Mein Equipment:Show
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Teststation: Albrecht GPA27 Neu | H155PE
Freenet: Sirio GPA 135-175 | RG213
Mobil: SG-CB1400 | DV27L | Santiago1200 | AS100PL | HyperFlex5
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Re: Antenne und Blitzschutz

#28

Beitrag von PMRFreak »

Genau wegen dem letzten Absatz mache ich dann híer mal zu.

Im Endeffekt hat man nur Sicherheit, wenn man einen entsprechenden FACHBETRIEB die Sache anschauen und lösen läßt.
Funkaktiv beruflich und privat - Funk-Erdgeschoß-Eggolsheim - Geräte-Dealer, auch für dich habe ich den passenden Stoff!
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