Selbstbau einer Lambda-Halbe Drahtantenne

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schweißfuß
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Selbstbau einer Lambda-Halbe Drahtantenne

#1

Beitrag von schweißfuß » Mo 30. Mai 2005, 18:55

Von Volker "DXAntenne"

Hier die Bauanleitung.

Wer denkt, die Antenne wäre die 20 Euro nicht wert, kann sie gerne nachbauen.


Lambda ½ Drahtantenne für Dachboden und Portabelbetrieb:

Diese Antenne können Sie im EBAYSHOP von „dxantennen“ über EBAY für 20 Euro bestellen.
Sie geht meist besser als die Aluminiumdachantennen, da keine verlustbehafteten Teile verwendet werden. Sie brauchen dazu 213cm 240Ohm Antennenkabel, das aber kaum noch im Handel erhältlich ist, sowie 543 cm Litze 0,75mm oder dicker. Durchmesser und Länge des Antennenstrahlers sind nicht kritisch. Die Anpassleitung von 213cm, sowie die Anzapfung von 13 cm sind aber strikt einzuhalten, sonst ergibt sich kein gutes SWR und keine optimale Abstrahlung.
Das 240Ohm-Kabel am unteren Ende kurzschließen. Am oberen Ende 1 der beiden Adern abisolieren und verzinnen und mit der 543 cm Litze verbinden. Vom kurzgeschlossenen Ende 13 cm entfernt wird das 50 Ohm Antennenkabel angelötet. Den Innenleiter an die Seite, an der am anderen Ende der 543cm Draht angelötet ist. Der Außenleiter (Abschirmung) an der anderen Ader. Also alles sauber verlöten und die offenen Stellen mit Wärmeschrumpfschlauch verschrumpfen oder auch mit Isolierband abkleben.
Jetzt haben Sie eine optimale Antenne für jeden Portabeleinsatz oder für den Dachboden.
Oft ist das SWR schon auf Anhieb sehr gut < 1,5 : 1. Falls dies mal nicht der Fall sein sollte, was wegen unterschiedlicher Umgebungen sicher vorkommen kann, so nehmen Sie einfach ein 15 x 15 cm großes Stück Haushaltsalufolie und wickeln es um die Anpassleitung der Antenne. Durch Verschieben des Alufolienschiebers können Sie nun die Antenne von 26 – 28 MHz immer auf bestes SWR einstellen.

Ich selbst benutze diese Antenne für das 10m-Band. Angeklebt an einen Glasfasermast von 10 m Höhe, der wie eine Angelrute auf 1,2 m zusammengeschoben werden kann, stelle ich die Antenne dann in einen Maststutzen der im Dach fest verankert ist. Die Sendeleistung ist dann im Mittel 2 S-Stufen stärker, als die oben beschriebene 5/8 Wendel mit 3 Radialen unter dem Dach montiert. Diese Konstruktion ist aber nicht dauerhaft wetterfest und wird deshalb immer nur zeitweise aufgebaut.
Die gleiche Antenne kann ich auch im Zimmer gestreckt auf den Schrank legen. Beachten Sie aber die Polarisation. Experimenten mit der Verlegung sind keine Grenzen gesetzt.
Sogar im Keller funktioniert sie noch. Aber erwarten Sie keine Wunder. Im Raum und erst recht im Keller gibt es nur schlechte Abstrahlung. Trotzdem ist die Antenne ein guter Kompromiss, denn selbst im Keller ist die Anpassung fast immer auf 1: 1 einstellbar. Und eine unverkürzte Lambda ½ ist nun mal besser als ein verkürzter ¼ Stab irgendwo in der Ecke.

Volker schreibt noch eine Anmerkung:
Hallo, für die Selbstbauer möchte ich noch hinzufügen, dass abhängig vom 240 Ohm Kabel evtl auch 223cm Bandkabel und der Abgriff bei 13,5 cm möglich ist.
Je nach Kabelhersteller unterscheiden sich die gemessenen Impedanzen, was sich dann als Verlängerung oder Verkürzung darstellt.
Wird anstatt des 5,43m Kabelstrahlers ein Alurohr oder ähnlich dickes Material benutzt ändert sich die Bandkabellänge abermals.
Die Antenne besteht nicht nur wie der obere Beitrag vermuten läßt aus 5,43m Lautsprecherlitze, sondern aus 12 verschiedenen Teilen,
Außerdem ist in dem Preis, Verpackung, Versand, MWST und 1,80 Euro EBAY-Gebühren enthalten.
Gruß Volker

http://www.dxantennen.de
Zuletzt geändert von schweißfuß am Mo 30. Mai 2005, 21:08, insgesamt 1-mal geändert.
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