Die beste (11m-CB) Hochantenne ?

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schweißfuß
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Die beste (11m-CB) Hochantenne ?

#1

Beitrag von schweißfuß » Di 25. Jan 2005, 08:53

Gleich vorneweg: Wunderantennen oder "die beste Antenne" gibt es leider nicht...

Hier eine Aufstellung aus der Praxis von Joachim 13RO763 aus
vielen Jahren praktischer Erfahrung.

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1/2 Lambda Rundstrahler ( z.B. A-99; City Star etc. ):

"Steiler" Abstrahlungswinkel; daher besonders geeignet für Tallagen.
Mastunterbau: mind. Antennenlänge ( also ca. 6 Meter ) ; ideal: 8 Meter ;
Empfangs- und sendeseitig vor allem gute DX-Eigenschaften bei Raumwellen-QSO´s ( "Reflektions-QSO´s " )
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5/8 Lambda Rundstrahler ( z.B. Imax-2000; Blizzard-2700 etc. ):

"Flacher" Abstrahlungswinkel; daher besonders geeignet für Höhenlagen.
Mastunterbau: mind. 1/2 Lambda ( also ca. 5.50 Meter ) ; ideal: 8 Meter ;
Empfangs- und sendeseitig vor allem gute DX-Eigenschaften bei Bodenwellen-QSO´s ;
auf weitere Entfernungen ( => 100 km ) bis zu 1/3 bessere Signalwerte im Vergleich zur 1/2 Lambda;
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7/8 Lambda Rundstrahler ( z.B. Sigma-4000 etc. ) :
"Sehr flacher" Abstrahlungswinkel; daher eigentlich nur geeignet für Höhenlagen.
Mastunterbau: da geht eigentlich alles ( also von ca. 2 Meter angefangen ) ; ideal: 6 Meter ;
Empfangs- und sendeseitig vor allem gute DX-Eigenschaften bei Bodenwellen-QSO´s im "flachen" Gelände;
auf weitere Entfernungen ( => 100 km ) minimal bessere Signalwerte im Vergleich zur 5/8 Lambda;
Mechanisch sehr umstritten, windempfindlich durch die enorme Strahlerlänge von 9,4 Metern.
Bild

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Volker ( DX-Antennen ) bemerkt nochmals zu den teilweise utopischen Gewinnangaben der Hersteller:

Die meisten Aussagen sind wohl Wunschdenken und keine Realität.
Datenblätter und Werbung der Hersteller sind nur zum besseren Verkauf gedacht.
Die aufgelisteten Antennen unterscheiden sich nur 1-2 dB. Alles andere ist Utopie!
Physikalische Gesetze lassen sich eben nicht durch besondere Namen überlisten.
Und zur 7/8 Antenne:
Wer sich die 7/8 mal genau ansieht, wird feststellen, dass es sich um eine 5/8 handelt,
denn der untere 1/4 Lange Teil geht um den Strahler herum.
Dies ist das gleiche Prinzip wie bei der J-Antenne. Eine Lambda Halbe Antenne über 1/4 Lambda Anpassung. Wird die Anpassung hinzugezählt, erhält man eine 3/4 Lambda. Das untere Viertel strahlt aber nicht.
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Donnervogels Antennenvergleich:

Er hat eine 1/4 Lambda Triple-Leg Groundplane (Drahtkonstrukt mit 3 Radials am Fiberglasmast)
mit der Blizzard 2700 ( 5/8 mit 8 Radials an 4m Mast ) beim Berg-DX verglichen.

Sendebetrieb:

Es ergaben sich beim Senden auf >>100 km differenzen von ca 0,5 bis 1 S-Stufen und 1 - 2 Radiowerte im Unterschied. Hier kann man wirklich behaupten dass es sich um einen merklichen Unterschied handelt!

Empfangsbetrieb:

Beim Empfang (kein matsch) konnte kein Unterschied festsgestellt werden.

Dazu nochmal Volker:

Zu den Ausführungen von Donnervogel, kann ich ihm nur zustimmen.
Wenn der S-Meter richtig geht und das ist nur selten der Fall, so ist jede auch noch so gut beworbene vertikale Rundstrahlantenne höchstens 3 dB besser als die "Triple-Leg" Groundplane.
Antennentests von mir in den 70er Jahren haben das damals schon bewiesen.
Oft waren damals 5/8 Antennen wie meine "Super Magnum von HY-GAIN schlechter als die 1/4 GP, weil die Anpassspule winzig war und auf einem PVC-Plättchen aufgebracht war.
Antennenvergleiche mache ich nur noch mit einem Dämpfungsglied , das dB-weise schaltbar ist. Es ist dann kein genauer S-Meter mehr notwendig.

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Anmerkung:
Anregungen und Ergänzungen immer willkommen, wollte es eben auch nicht zu ausführlich machen...
Zuletzt geändert von schweißfuß am Di 25. Jan 2005, 09:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die beste (11m-CB) Hochantenne ?

#2

Beitrag von pontiac » Mi 5. Sep 2018, 13:20

Dann bin ich ja mal gespannt, was mir meine neue, noch im Wohnzimmer/Esszimmer liegende Vector 4000 gegenüber der jetzigen 1/2 Welle bringen wird. Ob die 130ger Windlast auf Materialstärke oder Güte zurückzuführen ist, wird sich zeigen.

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