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schweißfuß
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#1

Beitrag von schweißfuß » Do 27. Jan 2005, 17:43

Freeband "Piraten" Frequenzen !

Aber bitte nur reinhören,
das Senden auf diesen Frequenzen ist strengstens verboten
und wird in Deutschland als Ordnungswidrigkeit verfolgt !
Wird beim Senden ( z.B. im 45m Band ) der Luftverkehr gefährdet,
können auch strafrechtliche Folgen entstehen.
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85 Meter Band

3450 khz - 3495 khz
Anruffrequenz 3475 khz - LSB

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76-m-Band

3900 bis 3950 kHz (nur abends)
Hier tauchen auch ab und zu paar Radiomacher auf
( Hinweis von Matthäus 13OT57 )
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48 Meter Piratensender Band

6200 khz - 6400 khz

Das klassische Piratensender Band.
Hier sind, meist vormittags AM modulierte Piratensender aus ganz Europa zu hören .
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45 Meter Band

"Echo Charlie Band"
6600 khz - 6700 khz
Anruffrequenzen (DL 6670 khz, I 6660 khz, SV 6685 khz) LSB

Das (außer 11m) wohl meistbenutze Freeband, 5-10 Watt reichen
völlig für Verbindungen quer durch Europa aus.
Aber Vorsicht ! Es sind interkontinentale Flugfunkfrequenzen,
illegaler Sendebetrieb wird streng bestraft !
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21 Meter Band

13900 khz - 13995 khz
Anruffrequenz 13970 khz

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11 Meter Band

Internationale DX Anruffrequenz 27555 khz - USB -
Danach QSY auf andere Frequenzen !

Hier könnt ihr die "Triple Five" live in Ungarn hören:

-> http://media.molag.hu

"DW" Deutsche Welle 27765 khz - USB -
Deutsche (Urlauber) Stationen aus dem Ausland

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Noch ein wenig Historie von DM1XX



Deutsche Welle, 27,765:

Es muss so um das Jahr das 1976 gewesen sein,
als ein kleiner -aber sehr feiner / gutsortierter- Kreis von Leuten,
die einfach keine Lust auf "Wir rufen einfach mal irgendwo auf dem Band!"
sich überlegte, daß es doch möglich sein sollte,
eine gemeinsame Anruf/Arbeits-QRG für DX-Betrieb mit deutschen Stationen im Ausland festzulegen.
( Stationen in OD,VK,VE,W,IK,EA,CT sogar so exotische Länder wie TZ waren Dank der damals noch regen Montagetätikeit deutscher Firmen und der teilweise auch funkenden Mitarbeiter vertreten...) .
Die QRG wurde dann im Laufe einer sehr kurzen Zeit sehr beliebt.
Irgendwann gabs sogar mal Zeiten, in denen es einen richtigen DW-Club gab
-mit eigenen "Rufzeichen" z.B."13 DW 202" ,
wobei die Zahl vor DW(Präfix) für das jeweilige Land - DW für Deutsche Welle -
und die Zahl danach(Suffix) für den Op stand......

[b]Zum sog. 45m-Band [/b]und der Anruf-QRG 6670 khz gibts eigentlich auch ne recht einfache Erklärung..Die ersten ÖMer die dort (illegalerweise) Betrieb machten taten dies mit ausgemusterten AM-Quarz-TRXen aus dem Flugfunk- Bereich. Diese Geräte wurden von einem grossen Electronichandel in Bayern als Surplusgeräte verkauft -(JA .... DIE HABEN WIRKLICH MAL SOLCHE DINGER VERKAUFT......Und heute gibts dort noch nicht mal mehr eine vernünftige Auswahl an AFU-Geräten!!!)
Allerdings wg. des damaligen FAGs nur an liz. ÖMer,aber wo ein Wille ist-ist auch ein Gebüsch-neeee Weg mein ich natürlich.
Bei diesen TRXen war also auch, teilweise auch nur ,die 6670 bestückt.
Ich persönlich erinnere mich an erste QSOs so um das Jahr 1978 herum...
Hoffe das hat geholfen....
73 de DM1xx Der grade überlegt wie schnell man(n) alt wird.......

[quote]Was ist da bei 27.555?[/quote]

Eine Frequenz im sogenannten "Freeband", die für internationale Anrufe in USB verwendet wird.

Stichwort: "Freeband"
Der erste Bereich des Freebandes beginnt bei 26.000 MHZ bis 26.965 MHZ, der zweite Bereich geht von 27.410 MHZ bis 27.999 MHZ
Die meiste internationale Aktivität ist zwischen 27.500 MHZ und 27.650 MHZ in USB
Bei 28.000 MHZ beginnt dann das gesetzlich zugewiesene 10-Meter-Amateurfunk-Band.

Geschichte von "Freeband":
In den frühen / Mitte 1970er Jahren begannen CB-Funker mit dem Aufkommen von Geräten mit VFOs und PLL-Frequenzaufbereitung,
nach Frequenzen zu suchen, die nicht so überlaufen waren, wie der legale Bereich des CB-Funks ( 40 Kanäle: 26.965 - 27.405 MhZ )

Dazu gab´ es immer mehr sogenannte Export-Geräte, die einen Bereich 26.000 - 29.900 MhZ abdecken konnten.
Diese kostengünstigen Geräte mit digitaler Frequenzanzeige, gab es also für weniger Geld, wie Amateur-Geräte von z.B. Kenwood, Icom oder Yaesu.

Im Gegensatz zu anderen Frequenzbereichen, wo Flugfunk angesiedelt war, gab für den Freeband-Frequenzbereich international keine exclusiven
Frequenznutzungszuweisungen für andere Funkdienste. Dieser Bereich lag also, im Gegensatz zu den legalen 40 Kanälen im 11-Meter-Band, "brach".
So benutzte anfangs eine kleine Gruppe von experimentell und technisch interessierten CB-Funkern in aller Welt, diesen Bereich um Weitverbindungen ( DX )
in der gleichen Weise wie lizenzierte Funkamateure aufzubauen. Nach der "Entdeckung" diesen Bereiches durch die CB´ler entstand auch eine
internationale Prefix-Liste ( Länder wurden anhand einer max. dreistelligen Zahlenkombination eingeteilt ) und die Verwendung des Q-Codes.

Fakt ist aber auch heute, dass aufgrund einer fehlenden Frequenzzuweisung in diesem Bereich in KEINEM Land der Welt offiziell Funkverkehr zulässig ist.
Betrieb auf Frequenzen in diesem Bereich ist also für Privatleute UND Funkamateure grundsätzlich IMMER illegal.
( --> Ausnahmen werden in einzelen Ländern womöglich nur durch länderspezifische Bandpläne und Gesetze definiert ... )

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Zuletzt geändert von schweißfuß am Mo 22. Mai 2006, 14:31, insgesamt 1-mal geändert.

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