Antennenprobleme - ein "Leidensbericht" eines Anfängers

BerlinerFlitzpiepe
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Antennenprobleme - ein "Leidensbericht" eines Anfängers

#1

Beitrag von BerlinerFlitzpiepe » Di 4. Sep 2018, 19:07

Liebe Funkbasis,

vor einiger Zeit habe ich ja angefangen, mich endlich auch praktisch mit CB-Funk auseinanderzusetzen, nachdem mich das Thema jahrelang - was red ich, schon als Kind - interessiert hat.

Ich nenne zur Zeit eine Albrecht 6110 mein eigen. Dazu noch ein einfaches SWR-Messgerät (so ein 15-Euro-Teil von Albrecht). Als Antenne habe ich eine einfache Auto-Magnetfußantenne gekauft, in der - naiven - Erwartung, die würde mit einem entsprechenden Metallgegenstand darunter zum Empfangen und Senden reichen.

Pustekuchen. Die Antenne klebte auf einem dicken Edelstahlkochtopf und hatte einen SWR-Wert von 5. :shock: Und zwar egal, wohin ich sie gestellt hatte. Ob im Wohnzimmer, Arbeitszimmer oder Badezimmer. Andere Metall-"Gegengewichte" (Heizungskörper, anderer Kochtopf) bewirkten keine Verbesserung.

Dann hoffte ich, dass der Metallstreifen vor meinem Fenster (ich habe so einen Metall-Regenschutz vor dem Fenster) reichen würde, um die Antenne da raufzubappen. Leider ist dieser nicht-magnetisch (Alu? Blei?), so dass ich das auch wieder verwerfen konnte.

Dann bestellte ich zähneknirschend für irre Geld die speziell als Zimmerantenne ausgewiesene FireStik mit den Standfuß-Radialen. Damit kann ich mittlerweile recht gut empfangen, allerdings wohl auch nur in einem kleinen Radius. Ein Senden ist allerdings bei einem SWR-Wert von 3 nicht so ratsam. In der FireStik befindet sich bereits die längste Stellschraube, die fast bis zum Maximum ausgeschraubt ist. Mehr geht nicht. Außerdem ist das Monstrum so groß in meinem engen Zimmer, dass ich nur mit eingezogenem Bauch daran vorbeischleichen kann. :lol:

Allerdings konnte ich beobachten, dass der SWR-Wert gelegentlich schwankt, und zwar zwischen 1,5 und 3. Woran diese Schwankungen genau liegen, kann ich mir nicht richtig erklären. Ich vermute, dass neben der ungünstigen Aufstellung der Antenne und einer permanenten Veränderung des (elektrischen?) Umfelds im Zimmer (ich gehe hin und her, die Antenne rutscht im engen Zimmer ein Stückchen) eventuell noch das billige SWR-Messgerät als Übeltäter in Frage kommt.

Als letztes würde ich ausprobieren wollen, draußen eine Wurfantenne zu spannen. Eine Antenne auf dem Dach kommt aus verschiedenen Gründen (leider) nicht in Frage.

So, jetzt könnt Ihr mich wegen meiner vielen Fehler steinigen! :D

Liebe Grüße von

Robert!

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Re: Antennenprobleme - ein "Leidensbericht" eines Anfängers

#2

Beitrag von Krampfader » Di 4. Sep 2018, 19:21

Hallo Robert

Keine Angst, hier steinigt Dich niemand. Kenne Deine Leidensgeschichte nur allzu gut. Auch ich habe unzählige Versuche gemacht, mit diversen Mobilantennen welche ich draußen am Balkon montiert hatte, mit mäßigem Erfolg.

Die letztendlich erste brauchbare Lösung siehst Du hier: https://funkbasis.de/viewtopic.php?f=15 ... 05#p513236

Leider teuer (außer Du baust selbst) aber auch sehr „fummelig“ beim Abstimmen. Letztendlich aber macht das Funken in der freien Natur an exponierten Stellen viel mehr Spaß und bringt mit einer gescheiten (Draht-)Antenne auch deutlich bessere Ergebnisse.

Kopf hoch, es wird schon werden!

Grüße

Andreas
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Re: Antennenprobleme - ein "Leidensbericht" eines Anfängers

#3

Beitrag von Grundig-Fan » Di 4. Sep 2018, 20:30

Ich würde über einen Umzug oder ein anderes Hobby nachdenken. Sorry, auch wenn es hart ist.

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Re: Antennenprobleme - ein

#4

Beitrag von DocEmmettBrown » Di 4. Sep 2018, 20:33

Grundig-Fan hat geschrieben:
Di 4. Sep 2018, 20:30
Ich würde über einen Umzug oder ein anderes Hobby nachdenken. Sorry, auch wenn es hart ist.
Umzug kann in manchen Städten so eine Sache sein. Da ist man froh, wenn man irgendwann eine Bleibe gefunden hat.

Das Antennenproblem kann man lösen, da gibt es verschiedene Optionen. Aufgeben kann man später immer noch. Aber die Zimmerantenne ist nur so gut wie eine... Zimmerantenne. ;)

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Re: Antennenprobleme - ein "Leidensbericht" eines Anfängers

#5

Beitrag von Kid_Antrim » Di 4. Sep 2018, 20:37

Also ich habe verschiedene Antennen ausprobiert, eine DV 27 lang mit Magnetfuss auf dem Balkongeländer, spielte auf Anhieb.
Dazu eine Afu Antenne namens Buddistick, zum verreisen.

Ich nutze allerdings einen ldg Z 100 plus Antennentuner, der passt die Antenne swr mässig an. Die DV 27 läuft aber auch ohne Tuner.

Aus der Ferne schwer zu sagen, wieso es bei dir so mies ist mit der SWR.

BerlinerFlitzpiepe
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Re: Antennenprobleme - ein "Leidensbericht" eines Anfängers

#6

Beitrag von BerlinerFlitzpiepe » Di 4. Sep 2018, 21:07

@Andreas: Vielen Dank für Deinen Tip! An so eine Magnet Loop Antenne habe ich auch schon gedacht, wenn die nur nicht so teuer wären. Aber wenn ich Deinen Link richtig gelesen habe, lässt sich so eine Antenne auch mit eigenen Mitteln selbst bauen. Das wäre auf jeden Fall ein Projekt, wenn's mit einer Wurfantenne nicht funktionieren sollte.
DocEmmettBrown hat geschrieben:
Di 4. Sep 2018, 20:33
Das Antennenproblem kann man lösen, da gibt es verschiedene Optionen. Aufgeben kann man später immer noch. Aber die Zimmerantenne ist nur so gut wie eine... Zimmerantenne. ;)
Ja! Das sehe ich genauso! :thup: Aufgeben (und alternativ dazu Kronkorken sammeln) kann ich viel später immer noch...

@Kid_Antrim: Über einen Antennen-Tuner habe ich auch schon nachgedacht - da gibt's so ein nettes SWR-Messgerät, das gleichzeitig auch matchen kann. Das wäre vielleicht noch eine sinnvolle Anschaffung. Bevor ich allerdings mit einem Matcher da rangehe, muss die Antenne selbst so optimal wie möglich eingestellt sein. Das habe ich schon durch die vielen anderen Beiträge hier im Forum gelernt.

Als nächstes probiere ich aus, die Antenne - die ja bisher nur IM Zimmer stand - nach draußen zu verlagern. Ist ja ohnehin eine Binsenweisheit.

Ich berichte weiter!

Liebe Grüße von

Robert!

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Re: Antennenprobleme - ein "Leidensbericht" eines Anfängers

#7

Beitrag von Kid_Antrim » Di 4. Sep 2018, 21:15

Dranbleiben! :)

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Re: Antennenprobleme - ein "Leidensbericht" eines Anfängers

#8

Beitrag von 13DS29 » Di 4. Sep 2018, 22:25

Auch auf die Gefahr hin, dass Ihr mich steinigt, eine Magloop ist die schlechteste aller Optionen. Jede Stricknadel ist besser.

In dem anderen Fred halt ich mich damit lieber zurück, aber ihr werdet es schon selber noch merken und Basteln hat ja auch was. Von wegen der sig mit der Zeitvergehung. :mrgreen:

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Re: Antennenprobleme - ein "Leidensbericht" eines Anfängers

#9

Beitrag von DocEmmettBrown » Di 4. Sep 2018, 22:44

13DS29 hat geschrieben:
Di 4. Sep 2018, 22:25
Auch auf die Gefahr hin, dass Ihr mich steinigt, eine Magloop ist die schlechteste aller Optionen. Jede Stricknadel ist besser.
Er hat "Jehovah" gesagt!

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Re: Antennenprobleme - ein "Leidensbericht" eines Anfängers

#10

Beitrag von df2tb » Mi 5. Sep 2018, 01:21

Warum sollen wir Dich steinigen, Du hast es ja mit dem dümmlichen Beitrag selbst getan. Keine Ahnung haben aber mitlabern wollen, das passt nicht.

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Re: Antennenprobleme - ein "Leidensbericht" eines Anfängers

#11

Beitrag von Krampfader » Mi 5. Sep 2018, 07:14

13DS29 hat geschrieben:
Di 4. Sep 2018, 22:25
Auch auf die Gefahr hin, dass Ihr mich steinigt, eine Magloop ist die schlechteste aller Optionen. Jede Stricknadel ist besser.
Hallo Michael

Ich geb Dir recht. Für einen Neueinsteiger ist eine Loop keine gute Option. Die Abstimmung erfordert viel Fingerspitzengefühl, Geduld und ist ohne Analyzer nur schwer machbar.

Allerdings muss ich Dir beim Punkt „jede Stricknadel spielt besser“ widersprechen. Gerade als Balkonantenne bringt so eine Loop gute Leistungen.

Grüße

Andreas
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Re: Antennenprobleme - ein "Leidensbericht" eines Anfängers

#12

Beitrag von Pulsar01 » Mi 5. Sep 2018, 08:26

Hallo Flitzpipe,

Was möglich und nicht teuer ist, eine Lambda halbe. http://www.lambdahalbe.de/drahtantennen ... index.html
Kostet 38€ und lässt sich praktisch überall verlegen, auch gekrümmt oder abgewinkelt. Und SWR lässt sich auch einfach einstellen.

Schau es dir mal an.

73/Michael
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Re: Antennenprobleme - ein "Leidensbericht" eines Anfängers

#13

Beitrag von Highwayman46 » Mi 5. Sep 2018, 09:29

Hallo,

eine Drahtantenne kann man auch einfach selber bauen. Sieher hier: http://www.qslnet.de/member1/dl5za/j-antenne.html
Ganz unten ist ein Link mit den Maßen für andere Bänder
Das Leben ist ein ******-spiel, aber die Grafik ist geil!!

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Re: Antennenprobleme - ein "Leidensbericht" eines Anfängers

#14

Beitrag von Krampfader » Mi 5. Sep 2018, 09:50

Highwayman46 hat geschrieben:
Mi 5. Sep 2018, 09:29
eine Drahtantenne kann man auch einfach selber bauen.
Stimmt. Die einfachste Drahtantenne kostet EUR 11,-- erfordert keine Lötarbeit und ist schnell gebaut. Trotzdem liefert sie annähernd gleich gute Ergebnisse wie die Gain-Master-HW.

Bild
Bauplan: https://img2.picload.org/image/dlliillw ... nne_v2.png

Siehe dazu auch: https://www.cb-funk.at/forum/index.php/ ... ml#msg8062

Grüße

Andreas
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Re: Antennenprobleme - ein "Leidensbericht" eines Anfängers

#15

Beitrag von BerlinerFlitzpiepe » Do 6. Sep 2018, 18:54

Vielen Dank für die Tips von Michael, Highwayman46 und Andreas!

Sobald Willi von Lambdahalbe aus dem Urlaub zurück ist, bestelle ich bei ihm eine Drahtantenne! Das sollte nächsten Montag sein.

Und die kommt dann nach draußen, versprochen. :lol:

Bis später und liebe Grüße von

Robert!

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