Grüße aus Bremen und eine Frage ...

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minos

Grüße aus Bremen und eine Frage ...

#1

Beitrag von minos » Mi 25. Apr 2018, 10:27

an die erfahrenen CB Funker.

Um eine Kommunikation zwischen mir und meinem Bruder zu erstellen suche ich die geeigneten Funkgeräte. Es gibt einige Probleme, unter anderem kann keiner von uns beiden eine große Dach oder Balkon Antenne anbringen, ich selber habe einen kleinen Vorteil, meine Wohnung befindet sich im letzten Stockwerk eines Hochhauses, höhe ist in etwa 40 bis 45 Meter. Bei meinen Bruder ist es anders, er befindet sich im ersten Geschoss, er müsste die Antenne (wie auch ich) an einer Fensterbank (außen) anbringen, bei ihm 5 bis 6 Meter über Boden oder vom Garten aus, in der Luftlinie sind wir 20km auseinander. Dazwischen liegen Autobahn/Bäume/Windkrafträder eine Mülldeponie und später auch Wohnhäuser aber keine Hochhäuser etc. Ich habe versuch mich zu erkundigen fand aber nicht viel darüber unter Google.

Nun ist mir dies Vide zu Ohren gekommen.: https://www.youtube.com/watch?v=dQmJoPOusr4

Es handelt sich dabei um ein Komplett Set welches mir vorab schon aufgefallen war.:

https://www.ebay.de/itm/CB-HAND-FUNK-AL ... 0390025522

Ausschlaggebend dabei waren für mich die 65 cm Magnetfuß Antennen! Angeblich, laut Video, wurde damit im Auto einmal 400km überbrückt von der Wasserkuppe (Hessen) bis nach Hamburg
bei guten Wetterbedingungen. Meine Frage richtet sich nun an euch hier im Forum weil ich denke das der eine oder andere dies Gerät kennen wird. Hätte wir damit eventuell eine Chance in Funkkontakt zu kommen oder hat jemand eine andere Idee? Könnte man an einer Magnetfuß Antenne eine Heimstation problemlos anschließen und welche Geräte eignen sich?

Danke euch im Voraus ...

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ax73
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Re: Grüße aus Bremen und eine Frage ...

#2

Beitrag von ax73 » Mi 25. Apr 2018, 11:37

Es gibt Standorte die so hoch und so frei liegen daß es schon fast egal ist welche Antenne man einsetzt.
Und es gibt atmosphärische Bedingungen die so große oder größere Reichweiten ermöglichen.
Die Wasserkuppe zählt zu so einem Standort, mit den Bedingungen kann man nicht rechnen.
Bei dir sind die Verhältnisse genau andersrum. Zudem wird in der Stadt
noch mit Fremdeinflüssen wie Störungen durch Consumer-Elektronik zu rechnen sein.

So wie du die Situation beschreibst kann es sehr schwierig werden eine stabile Verbindung aufzubauen.
Dabei spielen die verwendeten Geräte eine eher untergeordnete Rolle. Eine "Heimstation" kann sicher
auch mit einer Magnetfussantenne betrieben werden. Wichtig ist der Standort der Antenne und daß sie
so frei wie möglich steht. Es zahlt sich also aus wenn du bei deinen Planungen nicht nach dem Minimalprinzip
verfährst sondern davon ausgehst daß im beschriebenen Fall jeweils eine hohe, frei stehende Stationsantenne
die Mindetanforderung ist. Jede Einschränkung an Antennengröße und Standort bedeutet eine Verschlechterung
der Signale und mindert die Aussicht auf Erfolg.

Ich habe selbst einmal in so einem Wohnblock gewohnt. Nach langen Experimenten mit zwei Antennen auf an
den Fenstern habe ich einen Mitbewohner im obersten Stock gefragt ob ich an seinem Balkon eine Antenne
montieren darf die über das Dach hinausschaut. Er hatte nichts dagegen und so kam ich zu meiner
Hochantenne mit der plötzlich alles ging. Eine Mobilantenne von etwa 1,5m Länge an einem Halter aus
Metall. Von unten kaum zu erkennen.

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Re: Grüße aus Bremen und eine Frage ...

#3

Beitrag von Yaesu FT857D » Mi 25. Apr 2018, 11:51

Moin, Moin!
Mal das Video ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=BrSnyySEmpw
Zumindest was Geräte angeht.
Antennen gibt es in Mobilversion im Dutzend. Selbst mal bei den Sponsorenfirmen des Forums für die Geräte und Antennen nachsehen....

Daran denken, dass man für die Mobilfunkgeräte eine grosse KFZ-Batterie (12 Volt Anschluss)
oder ein Netzgerät mit 12 (13,8) Volt Ausgang mit mind. 10 Ampere Dauerstromabgabe benötigt!

Handfunkgeräte sind für euer Vorhaben nur bedingt geeignet (Akkus sind schnell leer, als Station betrieben auch passendes Netzgerät erforderlich).

Meine Empfehlung: Mobilfunkgerät mit 12 (13,8) Volt Anschluss, passendes Netzgerät und Mobilantenne auf Magnetfuss, die (leider) etwas grösser als 65 cm werden wird...
(je grösser/länger umso besser)
Du wirst schnell feststellen, dass dir die Jubelelektronik aus der Umgebung (u.a. PLC) und auch von dir selbst (PC ect.) dir das vermiesen könnte!?
Versuche möglichst mal bei einem Funkfachhändler nachzufragen, ob du dir die Geräte und Antennen vorerst mal kaufen und später zurückgeben kannst,
wenn es z.B. Störungen durch Jubelelektronik aus der Nachbarschaft bei dir und/oder deinem Bruder geben sollte oder keine Verbindung zwischen dir und deinem Bruder zustande kommt.

Zu dem Video: Vergiss das was da genannt wurde! Das mag in dem Moment geklappt haben (Überreichweite, er auf der Wasserkuppe in über 1000 m Höhe usw.).
Aber für euer Vorhaben (über 20 Km dauerhaft funken) kein Maßstab und schon gar nicht auf FM....

Ich frage mich jedesmal wenn ich so was wie in diesem Video sehe, haben die das auf FM mit der Boden oder der Raumwelle erzielt? Oder war da eher USB oder LSB im Spiel?
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minos

Re: Grüße aus Bremen und eine Frage ...

#4

Beitrag von minos » Mi 25. Apr 2018, 12:01

Danke, zumindest hat das beschriebene Gerät auch 4 Watt AM und FM. Antenne ist das Problem dachte ich schon, nicht zu ändern also lass ich es! 15 km Luftlinie sind es, habe noch mal genau Nachgeschaut unter GoogleMaps.

minos

Re: Grüße aus Bremen und eine Frage ...

#5

Beitrag von minos » Mi 25. Apr 2018, 13:59

Nachtrag, ich denke ich werde es mit den Geräten dennoch versuchen, dauerhafte Gespräche sind nicht beabsichtigt, und FM/AM 4 Watt besitzen doch die Geräte!? Gesehen habe ich diese schon auch kann man während Ladevorgang weiter Funken. Zirka 300€ für diesen Set (2 mal) ist akzeptabel, wenn dann nicht auch noch so. Große Antennen sind bei uns nicht machbar, zumindest habe ich einen extrem guten Ausgangspunkt im Hochhaus und kann so auch mal die Zeit mit Funken verbringen.

Noch etwas, wieso erscheine ich nicht in eure Mitglieder-Karte obwohl die Daten angenommen wurden?
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Re: Grüße aus Bremen und eine Frage ...

#6

Beitrag von ax73 » Mi 25. Apr 2018, 15:45

Wenn du es mit den Handfunkgeräten versuchen willst dann besorge dir auf jeden Fall
zwei bessere Antennen dazu.
Die mitgelieferten Stummel schaffen die Distanz möglicherweise nichtmal bei freier Sichtverbindung ;)

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Re: Grüße aus Bremen und eine Frage ...

#7

Beitrag von Yaesu FT857D » Mi 25. Apr 2018, 16:09

minos hat geschrieben:Nachtrag, ich denke ich werde es mit den Geräten dennoch versuchen, dauerhafte Gespräche sind nicht beabsichtigt, und FM/AM 4 Watt besitzen doch die Geräte!?
Vorsicht! Suchtgefahr! Wenn mal damit angefangen wurde und sich noch andere aus euerer Umgebung dazu melden, werden die Gespräche länger und das HFG (Handfunkgerät) schnell warm...
Das Mobilfunkgerät kann da mehr ab und abgesehen davon, dass HFGs je nach Akkugrösse und verwendeter Sendeleistung schnell die Power (Sendeleistung) ausgeht/verringert wird.
Auch daher wirst du evtl. auch später doch auf ein Mobilgerät umsteigen, da dort die Sendeleistung (bei guter Antenne) immer bei 4 Watt bleibt.

minos hat geschrieben:.....kann man während Ladevorgang weiter Funken.
Bei den meisten modernen HFGs (mit LiOn Akku) geht das nicht. Ein zweiter Akku wäre empfehlenswert. Preislich bist du dann mit einem Netzgerät in etwa gleich gezogen.
minos hat geschrieben: Große Antennen sind bei uns nicht machbar...
Darauf läuft es aber bei CB-Funk hinaus....
Du kannst CB-Funk nicht mit den Funkgeräten für Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten oder gar dem Amateurfunk bzw. den dort verwendeten Antennen vergleichen.
CB-Funk findet auf 11m statt. Jede verkürzte Antenne dort, hat Einbußen, die mit bestimmten Bauteilen versucht wird, auszugleichen.
Das gelingt aber nur ganz wenig und dafür kosten solche Antennen auch viel mehr als die "klassischen" etwas längeren Mobilantennen (ca. 1,2m lang)

Mal zum Vergleich ein paar Beispiele: (keine Empfehlung!)

https://www.bensons-funktechnik.de/amat ... eiver.html
Beachte die kurze Stabantenne, die für das 2m und 70cm Amateurfunkband dem Gerät beiliegt. Die ist "nur" max. ca. 40cm lang.
Dazu diese für 11m als Mobilantenne:
https://www.bensons-funktechnik.de/ante ... -203w.html
Mit der letzten, kannst du auch mit der Halterung für das Fensterbrett, passendem Fuß und Koaxialkabel (50 Ohm) das Handfunkgerät anschliessen und besser funken.
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Re: Grüße aus Bremen und eine Frage ...

#8

Beitrag von Wingman » Mi 25. Apr 2018, 16:34

Moin aus der Nähe von Bremen ;)

Bin aktuell zwar nur mobil QRV, da ich aus dem Süden zu euch in den Norden gezogen bin, habe aber mittelfristig auch vor meine Station wieder aufzubauen :tup:
In Bremen und umzu gibt es wohl auch noch den ein oder anderen Funker, habe jedenfalls ein paar gehört, als ich bei der Funkstaffel in den Harburger Bergen stand.

Ist es definitiv nicht möglich auf dem Hochhausdach eine Antenne zu montieren? Immerhin bist du im obersten Stock und hättest es so nicht weit bis zur Antenne :tup:
Ich denke, wenn man da mal mit der Hausverwaltung reden würde und die Antenne vernünftig erdet, könnte man sich da schon einig werden, zumal auf Hochhausdächern
meistens ohnehin schon Antennen montiert sind, da kommt es auf eine mehr oder weniger auch nicht an ;)

Dann kannst du aber davon ausgehen, dass es bombig gehen wird im Flachland.
Reichweiten bis 100km oder mehr sollten kein Problem sein, da du mindestens 50 Meter über jedem Hindernis in der näheren Umgebung bist.
selbst mit einer Balkonantenne wärst du in eine Richtung abgeschirmt, somit auch keine gute Lösung.

Wünsche dir jedenfalls viel Erfolg.

Gruß Wingman - Stefan
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Re: Grüße aus Bremen und eine Frage ...

#9

Beitrag von Grundig-Fan » Mi 25. Apr 2018, 19:46

Oh das böse Wort:"Erden". Einsatz meine Herren!

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Re: Grüße aus Bremen und eine Frage ...

#10

Beitrag von DocEmmettBrown » Mi 25. Apr 2018, 19:50

Schade, daß sich der Threadersteller schon abgemeldet hat. Sonst hätte man ihm noch (gebrauchte) SSB-Möhren empfehlen können, die wegen mehr Leistung und SSB schon eine höhere Reichweite hätten. Hätte sein 1.OG-Bruder eigentlich mit einer Loop was herausreißen können, zumal die Loops nicht so jubelelektronikempfindlich sind?

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Re: Grüße aus Bremen und eine Frage ...

#11

Beitrag von Orion252 » Mi 25. Apr 2018, 20:09

DocEmmettBrown hat geschrieben:Schade, daß sich der Threadersteller schon abgemeldet hat.
Das scheint er gern zu machen:
viewtopic.php?f=47&t=44881&p=492290&hil ... us#p492290

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Re: AW: Grüße aus Bremen und eine Frage ...

#12

Beitrag von Wingman » Mi 25. Apr 2018, 21:28

Ich dachte mir schon, dass wir diese Fragestellung schon mal hatten, habe es in dem Moment aber nicht in Verbindung gebracht..

Gruß
Wingman - Stefan

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Re: Grüße aus Bremen und eine Frage ...

#13

Beitrag von Grundig-Fan » Do 26. Apr 2018, 22:06

Wenn er sich wieder hier anmeldet dann redet ihm bitte gut zu. Damit er länger bleibt

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Re: Grüße aus Bremen und eine Frage ...

#14

Beitrag von DocEmmettBrown » Do 26. Apr 2018, 22:14

Grundig-Fan hat geschrieben:Wenn er sich wieder hier anmeldet dann redet ihm bitte gut zu. Damit er länger bleibt
Wie soll dieses Zureden denn aussehen? Sollen wir ihm sagen: "Mach Dir nichts draus, für Dich und Deinen Bruder macht die Physik mal eine Ausnahme" oder wie stellst Du Dir das konkret vor?

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Re: Grüße aus Bremen und eine Frage ...

#15

Beitrag von Grundig-Fan » Fr 27. Apr 2018, 18:58

Genauso. Hat ja schon 2x nicht funktioniert. Alle guten Dinge sind drei.

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