Blackout

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KLC
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Re: Blackout

#76

Beitrag von KLC »

noone hat geschrieben: Mi 13. Okt 2021, 17:06 Interessanter wäre es jede Feuerwehrstation oder jedes Rathaus mit einem 20W Sender für UKW-Radio auszurüsten und dafür 4 oder 5 einheitliche Frequenzen zuzuweisen, (also zb 90 MHz 95MHz 100MHz und 105MHz) für Durchsagen.
Ach , alter Hut ! ...:opa:

:book: Bei Klaus Pfaffenholz ist zu dem Thema und dem von mir "geliebten" ollen BOS-Kloppern zu lesen:
:paper: https://www.klaus-paffenholz.de/bos-fun ... sel7b.html :
Die Technischen Lieferbedingungen für das FuG 7b / FuG 9 beinhalten in der Ausgabe 10/67 auf Seite 3 unter 1.2 Frequenzbereiche ...... : folgenden Passus:
Das Gerät im 4-m-Bereich soll zusätzlich einen Sonderkanal besitzen, der in den Anfang des UKW-Rundfunkbereichs (87,6 MHz) fällt. Dieser Kanal muß gegen unbefugtes Benutzen durch eine Blockierung geschützt werden können. Er ist nur sendemäßig durch einen besonderen steckbaren Quarz darzustellen und nicht aus der allgemeinen Frequenzaufbereitung abzuleiten.

Es war beabsichtigt, mit diesen Geräten im Bedarfsfall Informationen an die UKW-Empfänger der Bevölkerung durchzugeben.

Die SEL-Geräte waren für die Schaltung dieses Sonderkanals vorbereitet. Die dazu erforderliche Baugruppe fehlte jedoch in den normalen Geräten.
:paper: https://www.klaus-paffenholz.de/bos-fun ... sel7b.html
Die Technischen Lieferbedingungen für das FuG 7b / FuG 9 beinhalten in der Ausgabe 10/67 auf Seite 3 unter 1.2 Frequenzbereiche ...... : folgenden Passus:
Das Gerät im 4-m-Bereich soll zusätzlich einen Sonderkanal besitzen, der in den Anfang des UKW-Rundfunkbereichs (87,6 MHz) fällt. Dieser Kanal muß gegen unbefugtes Benutzen durch eine Blockierung geschützt werden können. Er ist nur sendemäßig durch einen besonderen steckbaren Quarz darzustellen und nicht aus der allgemeinen Frequenzaufbereitung abzuleiten.

Es war beabsichtigt, mit diesen Geräten im Bedarfsfall Informationen an die UKW-Empfänger der Bevölkerung durchzugeben.

Die Telefunken-Geräte waren für diesen Sonderkanal vorbereitet. Es mußte lediglich im Mischer 4-5 der entsprechende Quarz (Telefunken Sach-Nr. 53.4021.212-00) eingesetzt werden und die Sperre am Betriebsartenschalter gelöst werden. Eingeschaltet wurde diese Frequenz durch Drehen des Schalters auf eine Position links neben der AUS-Stellung. Die gewählte Kanaleinstellung oder Bandlage hatte auf die Frequenz keinerlei Auswirkung.
Werksseitig war der "Zusatzkanal 3m-Band Tonrundfunk" mit der Anl.Nr.:76104 90912 zum Mehrpreis von 103,26 DM - zuzüglich 10% USt. (Preisliste von 1967 / 1968) bestellbar.
Die alten Radios machten 87,6MHz.
Warum bei Paffenholz zu lesen ist, daß Berlin und Saarland hierfür nicht vorgesehen waren , weiß ich nicht.
Hier im Saarland ist seit ewig SR1 auf 88MHz. :clue:

Also einfach am unteren Ende / Anfang des UKW-Rundfunkbandes.
Etwa wohl dort, wo früher -die Alten erinnern sich noch- dieses Euro-Signal-Tütelüteltüt war.
:paper: https://de.wikipedia.org/wiki/Funkrufnetz#Eurosignal

:( Die alten FuG 7 sind den Entsorgungstod gestorben, wenn sie nicht von irgendeinem nostalgischem Schrottfunker gerettet wurden , und das 4m Band (das mit etwas Glück durch halb Europa geht) wird wohl meistbietend verhökert. Da wird für KAT, BOS und AFu oder gar CB nix zu retten sein.

:crazy: Meine Wünsche zum BOS-2-m-Band -wenn es auch in die Tonne getreten ,weil verscherbelt werden soll- habe ich schon hier oft Kund getan:
Lieber eine Art "Kat-Klasse" schaffen , zu denen Angehörige der BOS und interessierte AFu einen Zugang/Sondererlaubnis mit Prüfung und Zertifizierung (Erlaubnis/Zulassung) erarbeiten müssen. Die DV 810.3 sollte Grundlage sein für die Betriebstechnik. Technische Fertigkeiten sollten für den Betrieb und die Antennentechnik (=Bau) erhoben/erfragt werden, sowie einfache Elektrotechnik (wie man sie zum Aufbau einer Funkanlage gebrauchen könnte).

:tup: Das wäre ein Schritt , Notfunk im zu diesem Thema relativ "steifen Deutschland" zu etablieren , zumal ich mir eine hohe Rate BOS-Angehörige davon verspreche. Funkamateure werden die Hürde der Zusatzprüfung auch nehmen müssen, so ist eine "Gleichstellung" vorgegeben.

:tup: Durch einen (in jedem Fall formell) erleichterten Zugang zum Amateurfunk-Zeugnis für nicht-AFu, der sich wie eine "Aufstockung" auf eine höhere Klasse gestalten soll, "Kat-Klasse" -> Klasse E , ->Klasse A , könnten aus dieser Gruppe auch gute interessierte neue Funk-Amateure rekrutiert werden!
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Fensterbrettfunker
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Re: Blackout

#77

Beitrag von Fensterbrettfunker »

noone hat geschrieben: Mi 13. Okt 2021, 17:06 Interessanter wäre es jede Feuerwehrstation oder jedes Rathaus mit einem 20W Sender für UKW-Radio auszurüsten und dafür 4 oder 5 einheitliche Frequenzen zuzuweisen, (also zb 90 MHz 95MHz 100MHz und 105MHz) für Durchsagen.
Oder lieber auf die örtlichen Sendefrequenzen legen und diese dafür unterbrechen (senden doch eh nur populistischen Müll :holy:)?
Der Ottonormalbürger wird, zumal im Katastrophenfall, etwas überfordert sein, seine Radiofrequenz zu verstellen.
KLC hat geschrieben: Mi 13. Okt 2021, 18:12 das 4m Band (das mit etwas Glück durch halb Europa geht) wird wohl meistbietend verhökert.
Och, wer will denn noch Frequenzen unter 1GHz?
Vielleicht können wir ja zusammenlegen^^
~früher war nicht alles besser aber vieles schöner~
Randy III + Procom HX 27
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lonee
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Re: Blackout

#78

Beitrag von lonee »

...hm...
Ob die Oldies überhaupt in der Lage waren, ein so breites FM-Signal von sich zu geben?
Ansonsten kann man das Radio bis zum Anschlag aufdrehen, und man hört trotzdem nur leise was murmeln.
Ich meine, nimm mal eine Verstärkerbaugruppe eines UKW-Senders, baue die Cavity um sowie den Arbeitspunkt, und dann steure das Teil mal auf 2m mit gleicher Leistung an, wie es dem eigentlichen Steuersender entspricht. Wenn es Dein Powermeter überlebt, war es von guter Qualität.

Bevor man jetzt anfängt, dem Rundfunk "Konkurrenz" zu machen, wäre es nicht einfacher die lokalen UKW-Sender direkt zu nutzen?
So hat man die Info gleichzeitig auf mehreren Frequenzen. D.h. die Wahrscheinlichkeit ist höher, dass irgend jemand diese Info bekommt und weitergibt.
Gruß,
André
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Re: Blackout

#79

Beitrag von Moesi61 »

lonee hat geschrieben: Mi 13. Okt 2021, 18:41 wäre es nicht einfacher die lokalen UKW-Sender direkt zu nutzen?
Das wird oder wurde in der Schweiz so vorbereitet.
Bei uns soll man im Katastrophenfall oder wenn die Alarsirenen heulen das Radio auf den staatlichen Radiosender SRF1 schalten.
Ich war vor etwa 30 Jahren mal in so einer Notsendestation drinn. Die ist in einem Bunker auf einem Berg. Zumindest eine der riesigen Not-Antennen ist normalerweise im Boden versenkt und kann nach der Katastrophe ausgefahren werden. Die glaub ich 15kW Sender sind in Rackschränken montiert, die mit riesigen Federn erdbebensicher aufgehängt sind....
Idee war damals, dass nach einem Atomschlag die gewaltige Notantenne ausgefahren wird und man die überlebende Bevölkerung über den ganz normalen Radiosender informieren kann. Ich denke dieses Konzept aus dem kalten Krieg war sehr gut. Doch dürfte es bald schwierig werden, weil in der Schweiz das normale UKW-Radio sehr bald zugunsten DAB abgeschaltet wird.

Die Kommunikation zu den Sendebunkern hätte die Armee übernommen. Vermutlich hätte man dann auch auf Amateurfunker zurück gegriffen, um ein engmaschigeres Kommunikationsnetzwerk zu erreichen. Leider habe ich im Moment keine Ahnung, ob und wie das inzwischen weiterentwickelt wurde. Werde mich aber in nächster Zeit bei den Schweizer Amateurfunkern (USKA) darüber informieren.

Felis hat geschrieben: Mi 13. Okt 2021, 10:55Ich hab mir den Faden hier mal durchgelesen und stell mir nun die Frage: Wofür diesen Aufwand?
Ich glaube nicht, dass hier jemand wie die sogenannten "Prepper"einen grossen Aufwand treibt. Es geht viel mehr um die Idee, wie man seine bestehenden Funkgeräte im Fall eines Blackouts oder einer grösseren Katastrophe nutzen kann. Und diese Frage halte ich angesichts der immer häufigeren Medienberichte über einen angeblich bald drohenden Blackout für sinnvoll.
Neben den allgemein empfehlenswerten Tips wie dem ständigen Notvorrat an Lebensmitteln halte ich eine grosse Batterie und/oder ein Solarpanel für eine sinnvolle Investition. Das kann man ja alles auch für den mobilen Hobby-Funkbetrieb nutzen. Und wenn die "Katastrophe" tatsächlich passiert, ist man vermutlich froh drum.

73, Moesi61
Servernexus
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Re: Blackout

#80

Beitrag von Servernexus »

Ich habe heute mein Alan 42 Ds bekommen. Die Akkus dafür kann ich über eine selbstgebaute Solarladestation laden. Im Ernstfall denke ich ist man froh wenn man irgendwie kommunizieren kann. Und wenn es nur darum geht aus näherer Umgebung nach Hause funken zu können. Aber über die Heimstation muss ich mir noch Gedanken machen.
Skip: "Alba" :banane:
Locator JN68KS 48:46:31.1 12:51:40.7
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lonee
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Re: Blackout

#81

Beitrag von lonee »

*lach*
Jahaaa, in der Schweiz!! Da hat auch jeder Eidgenosse seine "Flak" im heimischen Kleiderschrank und noch aktive Bunker für die Bevölkerung.

So fortschrittlich sind wir in Dl nicht. Hier muss alles 199% sein, wovon dann etwa 20% funktioniert.
Wenn sich dann noch "wichtige" Leute einmischen, wird es besonders interessant.
Bunker sind zu oder verfallen und wir haben auch kaum noch Sirenen.
Sind ja zu teuer und in einigen Bereichen komplett zurückgebaut, weil der "böhse Russe" ja keinen eisernen Vorhang mehr hatte.

Hier und wohl auch bei einigen Nachbarstädten sind die alten Pilze geblieben und werden jede Woche einmal angefahren. Immerhin etwas..

Man wird hier ja auch dazu angehalten, sich einen kleinen Vorrat anzulegen. Nur wo will man das machen, wenn man in einer kleinen Mietwohnung lebt und eh kaum Platz zum leben hat? Ich bin hier ja noch dazu in der Lage, aber viele meiner Bekannten nicht.
Abgesehen davon, hatten wir eh schon immer einen "kleinen Edeka" im Keller. Mir ist es nämlich zu blöde, ständig wegen irgendeinem Zeugs unnötig durch die Gegend zu fahren. Daher kämen wir mit Mampf schon eine Weile hin. Gilt für uns, als auch unsere 2 Fellnasen.
Wasser entnehme ich zu Not aus dem Regenwassertank mittels Filtersystem (kennt man wohl aus dem Bereich der Überlebenskünstlern im Busch).

Aber seinen wir ehrlich. Man kann versuchen, sich auf jede erdenkliche Situation einzustellen. Am Ende fällt man auf die Nase, weil es anders kommt als erwartet! :lol:
Gruß,
André
noone
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Re: Blackout

#82

Beitrag von noone »

lonee hat geschrieben: Mi 13. Okt 2021, 21:05 *lach*
Jahaaa, in der Schweiz!! Da hat auch jeder Eidgenosse seine "Flak" im heimischen Kleiderschrank und noch aktive Bunker für die Bevölkerung.

So fortschrittlich sind wir in Dl nicht. Hier muss alles 199% sein, wovon dann etwa 20% funktioniert.
Wenn sich dann noch "wichtige" Leute einmischen, wird es besonders interessant.
Bunker sind zu oder verfallen und wir haben auch kaum noch Sirenen.
Sind ja zu teuer und in einigen Bereichen komplett zurückgebaut, weil der "böhse Russe" ja keinen eisernen Vorhang mehr hatte.

Hier und wohl auch bei einigen Nachbarstädten sind die alten Pilze geblieben und werden jede Woche einmal angefahren. Immerhin etwas..

Man wird hier ja auch dazu angehalten, sich einen kleinen Vorrat anzulegen. Nur wo will man das machen, wenn man in einer kleinen Mietwohnung lebt und eh kaum Platz zum leben hat? Ich bin hier ja noch dazu in der Lage, aber viele meiner Bekannten nicht.
Abgesehen davon, hatten wir eh schon immer einen "kleinen Edeka" im Keller. Mir ist es nämlich zu blöde, ständig wegen irgendeinem Zeugs unnötig durch die Gegend zu fahren. Daher kämen wir mit Mampf schon eine Weile hin. Gilt für uns, als auch unsere 2 Fellnasen.
Wasser entnehme ich zu Not aus dem Regenwassertank mittels Filtersystem (kennt man wohl aus dem Bereich der Überlebenskünstlern im Busch).

Aber seinen wir ehrlich. Man kann versuchen, sich auf jede erdenkliche Situation einzustellen. Am Ende fällt man auf die Nase, weil es anders kommt als erwartet! :lol:
Bunker, ja ich gann mich noch an 7Stöckige Tiefparkanlagen erinnern mit Stahltoren und Seitentüren erinnern, heute haben die nur noch 3 Stockwerke und keine Stahltore und Seitentüren (mit Kammern dahinter) mehr.

"JA der pööse Russe" damals haben wir "Jungen" noch oft an den guten Ami(Politik) geglaubt, und die Mädels haben sich einen GI(Person) geschnappt und waren weg, eine meiner Cusinen hat dann ihren Scheidungsanwalt geheiratet und eine recht erfolgreiche Modelkariere gestartet.

Eigene Rückenartellerie im Schrank, jo das kann man in DL nicht machen, bei uns haben die sich im Wald dann wegen einem Weib aufgelauert und erschossen, das hatten wir vor 400Jahren in der Familie, seither ist der ganze Ort in 2 Hauptlager geteilt (Altfamilien) die sich nicht mochten und keiner wusste warum.

Fortschritt in DL
Ich weis nicht ob das ein Fortschritt ist wenn man alles neu plant und baut und dann doch im Kern auf was komisches neues zurückgreift, ub wenn eine Notfallinfrastrutur dann aufs Internet (Katwarn oder aufs HAndynetz, die vorhandene aber ungenutzte Zellbroadcast Betriebsart zurückgreift).

Warum übernehmen wir nicht das NOAA-Frequenz-System der Amis statt der Katastrofenapp die dann nicht funktioniert, das ist bei 160MHz das kann zb so ein altes oder neues Betriebsfunkgerät leisten, die Empfänger könnte man in CB-Geräte einbauen (huch das wäre sogar LIEFERBAR, US-Geräte jetzt sogar passend für unseren Markt mit AM/FM/SSB die 40zusätzlichen Kanäle in FM kann man bestimmt reinpfuschen) gibts aber auch als Gürtelclip und als FRS(geht bestimmt auch für PMR) Station.

https://www.amazon.com/s?k=NOAA+Wetterr ... b_sb_noss

https://www.amazon.com/s?k=noaa+cb+radi ... doa-p_1_7

https://www.amazon.com/s?k=noaa+frs+rad ... -doa-p_1_8

Edeka im Keller funktioniert bei mir nicht so, da in Naturstein gemauerter Keller der hat immer eine gewisse Feuchte aber gibt nichts ins Haus ab da blauer Kalkstein, die Konserven vergammeln von außen nach innen, mein Farblager hat sich aufgelöst und Konservendosen werden dann auch nicht so lange halten. Außerdem ess ich gerade gegen den Verfall an und ich mag kein Dosenfutter und die Bettler denen ich so was in den Hut gelegt habe wurden fast schon agressiv.
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Re: Blackout

#83

Beitrag von Moesi61 »

lonee hat geschrieben: Mi 13. Okt 2021, 21:05Aber seinen wir ehrlich. Man kann versuchen, sich auf jede erdenkliche Situation einzustellen. Am Ende fällt man auf die Nase, weil es anders kommt als erwartet! :lol:
Genau. Darum zermartere ich mir nicht den Kopf was ich bei den ganz grossen Katastrophen tun würde. Was nützt mir eine perfekte Ausrüstung, wenn dann das ganze Hause weg, oder verseucht oder was auch immer ist.
Aber einen längeren Stromausfall halte für durchaus realistisch, wenn nicht sogar wahrscheinlich. Und wenn der mitten im tiefsten Winter passiert, dann wird man froh sein, wenn man ein bisschen vorgesorgt hat.
Ein Funkgerät hat da sicher nicht die höchste Priorität. Aber je nach Länge des Blackouts kann jedes zusätzliche Funkgerät vielleicht nützlich sein.
CB- und PMR im Nahbereich und AFu-Geräte auch überregional.

Ich finde leider keine Info mehr dazu. Aber bei einem der kürzlichen Mega-Beben in der Karibik (Haiti?) war es angeblich ein Schweizer Mönch mit einem Amateurfunkgerät, der die ersten Hilfsflüge koordiniert hat, weil alle anderen Kommunikationsmittel zusammengebrochen waren.

73, Moesi61
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Re: Blackout

#84

Beitrag von noone »

Moesi61 hat geschrieben: Mi 13. Okt 2021, 23:11
lonee hat geschrieben: Mi 13. Okt 2021, 21:05Aber seinen wir ehrlich. Man kann versuchen, sich auf jede erdenkliche Situation einzustellen. Am Ende fällt man auf die Nase, weil es anders kommt als erwartet! :lol:
Genau. Darum zermartere ich mir nicht den Kopf was ich bei den ganz grossen Katastrophen tun würde. Was nützt mir eine perfekte Ausrüstung, wenn dann das ganze Hause weg, oder verseucht oder was auch immer ist.
Aber einen längeren Stromausfall halte für durchaus realistisch, wenn nicht sogar wahrscheinlich. Und wenn der mitten im tiefsten Winter passiert, dann wird man froh sein, wenn man ein bisschen vorgesorgt hat.
Ein Funkgerät hat da sicher nicht die höchste Priorität. Aber je nach Länge des Blackouts kann jedes zusätzliche Funkgerät vielleicht nützlich sein.
CB- und PMR im Nahbereich und AFu-Geräte auch überregional.

Ich finde leider keine Info mehr dazu. Aber bei einem der kürzlichen Mega-Beben in der Karibik (Haiti?) war es angeblich ein Schweizer Mönch mit einem Amateurfunkgerät, der die ersten Hilfsflüge koordiniert hat, weil alle anderen Kommunikationsmittel zusammengebrochen waren.

73, Moesi61
Haiti lässt sich nicht vergleichen mit europäischen Ländern. Da es auf Haiti quasi keine Infrastruktur gibt. Das Nachbarland ist die Dom Rep und da soll es keine Verbindung gegeben haben? Dann muss es einen Grund geben.

Ja Haiti liegt aber total am Boden, aber keiner will das Land, weil es weil es total unten ist und Jahrzehntelang nicht viel in Bildung ging, in den letzten 30 Jahren gings stetig bergab, für das andere Land auf der Insel (dom rep) ist Haiti eine Zeitbombe. Einfluss durch Staaten bedeutet heute immer mehr Verantwortung für dieselben. Man kann auch nicht mehr ein verdeckt staatliches Bananenkonsortium vorschicken.

Internationale Konsortien und Kapitalverwalter sehen in dem Land ein Erntefeld für Rohstoffe, staatliche Einmischung stört nur und Verantwortung für die Postrohstoffzeit stört nur. Wie eine nötige Grundordung zur Sicherung des Kapitals erreicht und gehalten erreicht wird, nun ich weise auf die Diamantengebiete Afrika hin, wo die Betreiberfirmen der Gesetzgeber und Staatsgewalt sind.

https://www.handelsblatt.com/politik/in ... jNj2x6-ap6

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Re: Blackout

#85

Beitrag von Felis »

Moesi61 hat geschrieben: Mi 13. Okt 2021, 20:45
Felis hat geschrieben: Mi 13. Okt 2021, 10:55Ich hab mir den Faden hier mal durchgelesen und stell mir nun die Frage: Wofür diesen Aufwand?
...Es geht viel mehr um die Idee, wie man seine bestehenden Funkgeräte im Fall eines Blackouts oder einer grösseren Katastrophe nutzen kann...
73, Moesi61
Dann warte ich mal auf die Beantwortung der Frage nach den Nutzungsmöglichkeiten..???
Ich sehe in einem wirklichen großflächigen Notfall (Katastrophe) keinen großen praktischen Nutzen!

Klar kann ich um Hilfe funken, nur was soll das bringen, wenn jeder seien eigenen Probleme hat oder evtl. die Infrastruktur nicht mehr nutzbar ist. Eine bevorzugte Hilfe für Funker wird es auch nicht geben.. Also kann ich mich, wenn ich nichts weiter zu tun habe, mit anderen Funkern über die Probleme unterhalten und so feststellen, dass es anderen auch nicht besser geht. :dlol:
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Re: Blackout

#86

Beitrag von DF5WW »

Felis hat geschrieben: Do 14. Okt 2021, 12:33 Klar kann ich um Hilfe funken, nur was soll das bringen, wenn jeder seien eigenen Probleme hat oder evtl. die Infrastruktur nicht mehr nutzbar ist. Eine bevorzugte Hilfe für Funker wird es auch nicht geben.. Also kann ich mich, wenn ich nichts weiter zu tun habe, mit anderen Funkern über die Probleme unterhalten und so feststellen, dass es anderen auch nicht besser geht. :dlol:
Naja, sehe ich etwas anders. Mag zwar sein das gerade keine Behördliche Hilfe kommen kann aber evtl.
Hilfe durch andere Personen die dann evtl. mal dringend benötigte Medikamente mit dem Radel vorbei
bringen oder einen Arzt aufmerksam machen oder sonstiges.

Das wäre dann eher Hilfe untereinander und das müssen nicht unbedingt Funker sein die diese Leisten
sondern die könnten andere Informieren. Gäbe es in DL mehr CB-Funk sähe die Sache eigentlich schon
mal gut aus. Müsste halt nur in jedem kleinen Ort mindestens einer sein in größeren schonmal 5 - 10
und in Städten mal minimum 50. So kann man dann auch Staffeln bilden um eine Nachricht weiter zu
geben.

So wie es jetzt läuft mit den Teilnehmerzahlen kann man das aber eher knicken und selbst der AFu ist
da mit seinen 60.000 + Lizenzen arg im Hintertreffen wobei ein AFu mit einem geeigneten Gerät dann
durchaus auch CB machen könnte. Bei Notfällen würde da vermutlich kein Hahn nach krähen.

:clue: :clue:
73´s, Jürgen, DF5WW
Alpha Tester Log4OM and Core Team Member Log4OM V2
ALT-512 SDR (HF/50/70 MHz), Kenwood TS-790E (VHF/UHF Allmode), 50m random wire via
SG-211 ATU und X-30 indoor. 50/70 MHz Moxon indoor. Xiegu G90 für /P.

:tup: :tup:
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Re: Blackout

#87

Beitrag von lonee »

Felis hat geschrieben: Do 14. Okt 2021, 12:33 nur was soll das bringen, wenn jeder seien eigenen Probleme hat
Genau das Gleiche, wie wenn Du den Nachbarn um Hilfe bittest.
Gerade in Notfallsituationen wachsen Menschen quasi über sich selbst hinaus. Da zählt die Egomanie offensichtlich weniger als im normalen Alltag.
Als Einzelner stehst Du dann eh auf verlorenem Posten, und nur als Gruppe kannst Du dann etwas "stemmen".

Man sollte nicht vergessen, dass heutzutage manche Menschen mit den simpelsten technischen Dingen überfordert sind.
Wir hier, sind für die Masse absolut nicht Repräsentativ.
Die Frage ist ja auch, welche technischen Fähigkeiten zunächst gebraucht würden. Der Lektor oder Schriftsteller wird es wohl nicht sein.
Politiker und Firmenbosse auch nicht, es sei denn die Letzteren haben ein Reiseunternehmen, welches in Überlebensstrategien ausbildet.
Also dann vermutlich diejenigen, die handwerklich begabt sind und gut improvisieren können.

Aber um Menschen "zusammenzubringen" braucht man das Mittel der Komunikation. Was bleibt denn, außer Funk, wenn die restliche Infrastruktur nicht mehr funktioniert? So hat man wenigstens die Möglichkeit einen größeren Radius abzudecken, als zu Fuß "Expeditionen" zu starten.

Wollen wir hoffen, dass wir nie in eine solche Situation kommen.
Gruß,
André
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Re: Blackout

#88

Beitrag von Felis »

Selbstverständlich kann man sich mögliche Szenarien überlegen und dies so ausgestalten dass diese auch funktionieren, aber in der Praxis sieht es dann meist anders aus. Aus meiner Erfahrung ist das Einzige was halbwegs funktioniert die direkte Nachbarschaft und 10 Häuser weiter kann man schon vergessen. Jeder hat seine eigenen Probleme zu bewältigen und 100m weiter sind die Probleme meist andere als bei mir oder nebenan. Außerdem bleibt ohnehin keine Zeit um anderen groß zu helfen, da man mit meinen Sachen schon genügend zu tun habe. Wobei die Nachbarschaftshilfe letztlich auch nur erweiterte Selbsthilfe ist.
Ich werde das Funkgerät natürlich nicht wegpacken sondern laufen lassen, so wie die letzten Male auch...

Mit ein bisschen Organisation könnte der Funk vlt. einen kleinen Nutzen bringen, aber es scheitert in der Praxis ja schon am verwendeten Kanal!
"Ortskanal", hör ich jetzt schon viele rufen - Aber einen Ortskanal gibt es schon lange nicht mehr, da jedes Grüppchen, um ungestört zu sein, seinen eigenen (Orts-)Kanal benutzt. Und das ist nur eines der unzähligen Probleme...

Am grünen Tisch, in der persönlichen Komfortzone, ist vieles gedanklich durchspielbar und fühlt sich super an, aber spätestens wenn der Fall X eintritt stellt man fest, dass alles nur eine Luftnummer war. Entweder weil es nur zusammengedachte Theorie war, oder einfach die Zeit fehlt es auch nur ansatzweise zu versuchen!
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Re: Blackout

#89

Beitrag von Maulwurf »

Hallo,
wenn ich oder mein Nachbar etwas braucht und ich kann bei einem Funkfreund nachfragen, was spricht dagegen?
Man kennt und unterhält sich seit Jahren und weiß vielleicht wer Fähigkeiten oder Material hat.
Alles vorher schlechtreden ist jedenfalls keine Lösung.

Man könnte auch die 3er Regel der Prepper nutzen um Kontakte zu weniger bekannten zu knüpfen und auch Strom zu sparen.

73, Stefan

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Squirrel
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Re: Blackout

#90

Beitrag von Squirrel »

Zum Thema, was ist Notfunk:
Auszug aus dem Telekommunikationsgesetz (TKG 2003):
(1) Notfunkverkehr ist die Übermittlung von Nachrichten zwischen einer Funkstelle, die selbst in Not ist oder an einem Notfall beteiligt oder Zeuge des Notfalles ist, und einer oder mehreren Hilfe leistenden Funkstellen.
(2) Notfall ist ein Ereignis, bei dem die Sicherheit menschlichen Lebens zumindest gefährdet erscheint.

Quelle: https://oe3.oevsv.at/amateurfunk/notfunk/notfunk-oe3/

Man kann darüber nachdenken, ob das "Zusammenfunken" zwischen Teilnehmern darunter fällt ...
Denn nur bei Notfunk ist "alles erlaubt".

73, Thomas

Ergänzung: Link zum TKG https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Bun ... 08935.html
Zuletzt geändert von Squirrel am Mo 18. Okt 2021, 20:52, insgesamt 1-mal geändert.
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