Hausverkabelung

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CB2Edge
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Re: Hausverkabelung

#16

Beitrag von CB2Edge »

Es ist vollbracht: Antenne auf dem Dach, Kabel schön gezogen (musste nur ein kurzes Stück gemeinsam mit dem Erdleiter gehen),
alles schön in Rohr und.... ich kriege die SWR nicht hin :shock:

Die Signal Keeper sitzt auf einem 4 Meter Mast. Ich war der Meinung diese Antenne ist eine Groundplane und deswegen nicht so anspruchsvoll was Gegengewicht angeht.

Hab jetzt an der Länge hin- und hergefrickelt (Stab rein/raus), aber besser als 1:3 geht's nicht - in der Regel liegt sie bei fast 1:4 (immer gemessen Kanal 1 / 26.695 MHz).

Kabel habe ich das Aircell-7 genommen,, 18 Meter sind es geworden. Ich habe einen Umschalter dazwischen, den müsste ich nochmal rausnehmen - aber ausser Dämpfung dürfte der mir nach meinem Verständnis eigentlich nicht die SWR versauen.

Mast ist geerdet - was fehlt der Antenne? :clue:

Gruss
Thomas
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Zintus
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Re: Hausverkabelung

#17

Beitrag von Zintus »

Das deutet auf ein Problem hin, z.B. Wackelkontakt o.ä. Könnte eventuell auch ein geknicktes Koax oder ein zu enger Bogen sein. Wenn du einen 50-Ohm Dummyload hast, könntest du den mal oben statt der Antenne am Kabel anschließen und dann das SWR messen. Wenn das Kabel in Ordnung ist, müsstest du ein SWR von 1,0 messen. Ansonsten, Radiale sind korrekt montiert?
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Krampfader
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Re: Hausverkabelung

#18

Beitrag von Krampfader »

Da stimmt was nicht Thomas (CB2Edge)

Nimm mal den Umschalter raus und überprüfe das Kabel (wenn Du keinen Dummy hast dann zumindest mit Multimeter Seele + Schirmung auf Durchgang bzw. Kurzschluss prüfen).

Falls das Kabel in Ordnung ist dann ist die Antenne defekt (Unterbrechung, Kurzschuss, Wackelkontakt, defekte Spule, PL-Buchse, usw.)

Viel Erfolg, Du findest die Ursache!

Andreas :wave:
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CB2Edge
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Re: Hausverkabelung

#19

Beitrag von CB2Edge »

Update:

gesamte Kabelführung gecheckt, an einigen Stellen etwas "optimiert" und eine Biegung etwas "entschärft".
Keine Beschädigungen gefunden. Der "Kabelstrang" besteht aus Aircell-7 (für die Funke), RG58 (für das SDR) und einem SAT Kabel (für TV).

SWR runter auf 1:2,5 - bester Wert soweit.

Umschalter rausgenommen, keine Veränderung. Brückenkabel getauscht, keine Veränderung.
Alles gemessen, kein Schluß zwischen Seele und Schirm.

Das war alles vor 3 Tagen.

Heute.....

Mein SWR Messgerät schlägt nicht aus. Nanu? defekt? SWR Schätzmeter in der Funke zeigt SWR 1:1 ..... :o
SWR Messgerät ins Auto, dort die Antenne gemessen: 1:1,2 Business as usual (DV27S). Meßgerät scheint OK.

Zurück an die Basis. Ah, es zuckt... 1:1,1 .... :?:

Was zum Geier ist mit der SWR los? Mal Top, mal völlig hopp.... :?:

Ich werde am Wochenende nochmal auf's Dach und dann an der Antenne freckeln..... An der Strahlerlänge hab ich noch nicht gewerkelt.
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Krampfader
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Re: Hausverkabelung

#20

Beitrag von Krampfader »

Guten Morgen Thomas (CB2Edge)

Ich vermute irgendwo einen Wackelkontakt bzw. eine Unterbrechung. Ganz genau, überprüfe auch mal die Antenne selbst, sprich miss sie mit dem Multimeter von Kopf bis Fuß gewissenhaft durch, ohne Anschlusskabel. Manchmal sind Antennen bzw. Komponenten bereits direkt aus der Verpackung defekt (so könnte z.B. die Verlängerungsspule etwas haben, oder die PL-Buchse, oder ...).

Drück Dir die Daumen, Du findest die Ursache. Berichte uns dann.

Andreas :wave:
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lonee
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Re: Hausverkabelung

#21

Beitrag von lonee »

Der These "Wackelkontakt" würde ich uneingeschränkt zustimmen wollen.
Oder aber Du hast eine Verbindung, wo z.B. Wasser / Luftfeuchtigkeit Einfluss nehmen kann.
Es würde aber auch gereicht haben, wenn nur am Stecker des Antennekabels zum SWR-Meter ein Übergangswiderstand vorhanden war.
Daher sollte man das SWR auch immer zunächst am Antennenfußpunkt prüfen. So hat man die EInflussnahme des Antennenkabels ausgeschlossen.
Sollte dann im Shack ein schlechtes SWR sein, ist der Übeltäter das Antennenkabel. (oder ein defektes SWR-Meter! ;-))

Gruß,
André
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Krampfader
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Re: Hausverkabelung

#22

Beitrag von Krampfader »

lonee hat geschrieben: Di 4. Mai 2021, 12:20 Der These "Wackelkontakt" würde ich uneingeschränkt zustimmen wollen.
Zur Ermittlung eines Wackelkontaktes ist ein grafischer Antennen-Anaylzer ganz hilfreich. So sieht ein Wackelkontakt einer Antenne am Analyzer aus:

Bild

Auseinanderschrauben, Kontaktstelle(n) reinigen, wieder zusammenschrauben, von oben bis unten durchmessen, spielt danach bestimmt wieder perfekt!

Viel Glück!

Andreas :wave:
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lonee
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Re: Hausverkabelung

#23

Beitrag von lonee »

Und wenn man finanziell nicht ganz so gut ausgestattet ist, tut es auch ein Nano-VNA.
Allerdings sollte man darauf achten, dass man keinen Klon erwischt. (Stichwort: Abschirmbleche)
Meines Erachtens das beste "Messmittel" für den Funker.

Und wenn das Funkgerät eine "High-SWR-Regelung hat, braucht man auch kaum noch ein SWR-Meter.
(Zugegebenermaßen habe ich permanent welche in den Antennenleitungen; ich "brauche" den permanenten "Überblick")

Gruß,
André
13DX
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Re: Hausverkabelung

#24

Beitrag von 13DX »

Ich habe einen RigExpert UND einen nanovna.

Ich möchte auf keinen von beiden Verzichten.
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Lattenzaun
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Re: Hausverkabelung

#25

Beitrag von Lattenzaun »

...ich merke sowas, mit dem Pils in der Hand, nach 2min ohne jedes Messequipment :dlol:
Ich habe eine gespaltene Persönlichkeit, notfalls führe ich mit mir selbst ein QSO !!!
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lonee
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Re: Hausverkabelung

#26

Beitrag von lonee »

Das halte ich mal locker für ein Gerücht! :)
Alleine schon wegen des "Pils"! (schüddl) :lol:
Dann doch lieber Schwarzer Abt, auch wenn ich nicht in die Kirche gehe. ;-)

Bei einer simplen Monobander geht das einstellen ja noch. Aber sobald es an die Mehrbander geht, schüttelt man das nicht mehr so einfach aus dem Handgelenk.
Zudem wird man ja auch nicht jünger (Leiter hoch -> schraubseln -> Leiter runter -> fluchen-> Leiter hoch -> wieder schraubseln... usw. usw.)
Dann doch lieber einen VNA und man weiß was Sache ist.

Gruß,
André
Dipol
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Re: Hausverkabelung

#27

Beitrag von Dipol »

Nachdem @13DAX66, Stephan, als einziger OM und selbstständige Elektrofachkraft mit fundierter Normenkunde keine Zeit oder keine Lust mehr hat, gibt es freie Bahn für gutgemeinte aber auch reichlich falsche Aussagen. Ich beschränke mich mal auf die Thesen von Helmut, der meine Richtigstellungen schon gewohnt ist.
Nosensus hat geschrieben: Mi 10. Mär 2021, 16:16 Es ist unter allen Umständen ein paralleles verlegen (und damit einkoppeln von Störungen)
von Koaxialkabeln und stromführenden Leitungen zu vermeiden!
Erst recht von blitzstromtragfähigen Erdungsleitungen und jeglichen anderen Leitungen!
VDE 0100, VDE 0855....
  1. Noch ist die neue DIN VDE 0855-300:2021-xx nicht verabschiedet, nach der wie schon avisiert, auch in Deutschland künftig CB- und AFU-Antennen wie international üblich nach IEC bzw. DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1) installiert werden dürfen.
  2. Bis das so weit ist, gilt formal noch die in Revision befindliche DIN VDE 0855-300:2008-08, welche eine möglichst enge (= schleifenfreie) Verlegung von Koax und Erdungsleiter präferiert und nach max 20 m eine Vermaschung des Koaxschirmes mit mind. 10 mm² Cu an den Erdungsleiter fordert.
  3. Nach IEC 60728-11 ist zwischen Niederspannungs- und Antennenleitungen innen ein Mindestabstand von 1 cm, außen von 2 cm vorgeschrieben und die gemeinsame Verlegung in einem Leerrohr ist nach DIN 18015-1 untersagt.

Die von Schleifen umfassten Flächen sind proportional mit dem aus Naheinschlägen eingekoppelten Blitzstrompotententialen. Um das zu minimieren verlangt die DIN VDE 0100-712 für PV-Anlagen schleifenfreie Anordnung der Strings und eine möglichst abstandslose Verlegung von DC-/AC-Leitungen mit Funktions-PA-Leitern egal ob aus 6 mm² oder blitzstromtragfähig mit 16 mm² Cu.

Die Binsenweisheiten, dass jede Kette nur so stark wie das schwächste Glied ist und Verbinder nach Klasse H = 100 kA zertifiziert sein müssen und Kabelschirme - auch nach IEC 60728-11, gemäß Blitzschutzzonenprinzip möglichst nahe dem Eintritt ins Gebäude in den Schutzpotentialaausgleich einbezogen werden müssen, scheint in den Köpfen der Vielposter nicht angekommen zu sein. Auch zum fehlenden Schutz gegen den elektrischen Schlag oder der Maststatik hätten normkompetente User etwas anzumerken gehabt.

Über Dach und Fassaden durch LPZ 0A geführte Leiter sind wie Dachantennen ungewollte Fangeinrichtungen. Die getrennt zu verlegen ist blitzschutztechnisch grob unsinnig und dann auch noch den wichtigen PA an der Kabeleinführung zu unterlassen ist grob fahrlässig.
Dipol
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Re: Hausverkabelung

#28

Beitrag von Dipol »

Was im Startbeitrag mit"8er im Quadrat" von @CB2Edge gemeint war könnte ein Blitzableiterdraht mit 8 mm Durchmesser bzw. 50 mm² Querschnitt sein oder auch nicht. Ob der eine Verbindung zur HES hat oder normwidrig in einem eigenen Erder (Material und Abmessungen?) endet, ist auch offen.

Als Sat.-Antennenprofi der ersten Stunde kenne ich zwar aus Kopernikus-Zeiten gegenseitige Störungen von Duofeed-LNB mit unterschiedlichen LOF, dass ein LNB wie von @mibo666 vermutet den CB-Funk gestört hätte habe ich noch nie gehört und bitte um Links.

73 Roland
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Re: Hausverkabelung

#29

Beitrag von mibo666 »

Das war eine einfache Digital Sat Anlage mit zwei Anschlüssen, mal als Komplettpaket vom Discounter. Und das war richtig fies:

Ich hatte Störungen über das gesamte Kurzwellenband und konnte sie selbst nicht finden. Das gesamte Anwesen Zimmer, für Zimmer spannungsfrei geschaltet und gehört ob es noch sprotzelt, das tat es. Also bin ich mit dem 817 auf der Straße rum und habe versucht was zu finden, mit der Gummiwurst eine undankbare Aufgabe. Deshalb kam dann das erste mal die BNetzA zum messen. Die haben die Ursache dann auch schnell gefunden, eben die Sat Anlage. Ich hatte ja schonmal Zimmer für Zimmer alles abgeschaltet aber nicht bedacht das ein Receiver im Schlafzimmer und einer im Kinderzimmer steht. Und die haben natürlich getrennte Stromkreise. Somit war einer immer am Netz und hat das LNB mit Spannung versorgt. :wall: Die Sat-Antenne ist nur ein paar Meter vom KW-Draht entfernt, irgendwas hat im LNB halt gesprotzelt und die Störquelle war nah genug an der Antenne.

War mir echt peinlich da die BNetzA bei zu zitieren und dann selbst der Verursacher zu sein! :oops: Aber nachdem mein LNB ausgeschaltet war ging der Störnebel auf etwa S5 zurück, mit ganz ausgeprägten Zacken im Spektrum. Also haben die Jungs noch kurz weiter gesucht und dann zwei Häuser weiter ein Kabelmodem außer Betrieb genommen. Dann war das Grundrauschen auf S1 und ich war zufrieden.

Das war 2006 oder 2007, heute wäre ich mit S1 nicht nur zufrieden, ich würde erst mal prüfen ob die Antenne noch da ist. Signal ist wieder bei S5-6 und schleichend immer mehr geworden. KW geht eigentlich gar nicht mehr, deshalb habe ich da auch die meisten Sachen verkauft und mache viel Portabelbetrieb. Mittlerweile geht nicht mal mehr Radio zu empfangen, da ist seit ein paar Wochen eine Störung von MW bis hoch auf 2m drauf, kommt und geht. Das Biest bin ich gerade am suchen....

Richtig Spaß macht es wirklich nur von unterwegs aus.

Gruß

MiBo
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Re: Hausverkabelung

#30

Beitrag von Dipol »

mibo666 hat geschrieben: Mi 5. Mai 2021, 16:27 Das war eine einfache Digital Sat Anlage mit zwei Anschlüssen, mal als Komplettpaket vom Discounter.
Gibt es von diesem LNB noch eine Type oder ein Foto?
mibo666 hat geschrieben: Mi 5. Mai 2021, 16:27Die Sat-Antenne ist nur ein paar Meter vom KW-Draht entfernt, irgendwas hat im LNB halt gesprotzelt und die Störquelle war nah genug an der Antenne.
Auf der ANGA wurde vor Jahren eine Europalette Single-LNB zu sage und schreibe € 1,00/LNB + Ust. angeboten. Geiz ist geil, als RFT kommt man mit solchen High-End-Typen auch in Kontakt, wenn man den Schrott nicht selbst verkauft. Ein derartiges Störphänomen kenne ich weder aus meiner eigenen Berufserfahrung noch aus der Fachliteratur und ich glaube nicht, dass ich nochmal von einem solchen Einzelfall lese.

Den LNB hätte ich zu gerne auf einem Messplatz oder in einer EMV-Zelle gecheckt. Dass die Störemissionen über das Feedhorn und eine stark bündelnde Satellitenanntenne abgestrahlt wurden erscheint unwahrscheinlich, die Ursache ordne ich eher einem Billig-Koax mit ungenügender Schirmdämpfung zu.

73 Roland
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