OpenPetition "Offener Brief wegen PLC an Ministerien"

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Hugmai
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OpenPetition "Offener Brief wegen PLC an Ministerien"

#1

Beitrag von Hugmai » Fr 20. Sep 2013, 18:52

Liebe Petitionsteilnehmer/Innen,

unser Unterstützer Kurt, DL3UXI, hat einen Offenen Brief an das Justizministerium und Wirtschaftsministerium verfasst. Jeder der ihn unterstützen möchte findet den Offenen Brief weiter unten in dieser Email oder kann ihn über den folgenden Link herunterladen und ebenfalls abschicken.

http://www.df8th.de/PLC/Offener_Brief_17_09_2013.doc


Offener Brief:
___

Bundesministerin der Justiz
Frau Dr. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
Mohrenstraße 37
10117 Berlin

Bundesminister für Wirtschaft und Technologie
Herr Dr. Phillip Rösler
Scharnhorststr. 34-37
10115 Berlin

Bundesvorsitzender der FDP
Herr Dr. Phillip Rösler

Sehr geehrte Frau Dr. Leutheusser-Schnarrenberger,
sehr geehrter Herr Dr. Rösler,

nur wenige Tage vor der Bundestagswahl wenden wir uns an Sie, um Ihre Aufmerksamkeit für die Interessen der Gruppe der Funkamateure und der noch größeren Gruppe der Hörer des Kurzwellen-Rundfunkempfangs zu erhalten.

Die von Ihnen zu verantwortenden Ressort der letzten Bundesregierung, das BMJ und das BMWi haben mit zu verantworten, dass die Verbreitung der Technik des „Internet aus der Steckdose“ bzw. der sog. „Power Line Communication - PLC“ sich hinsichtlich der technischen Merkmale zum erheblichen Nachteil der Gruppe der Funkamateure entwickeln konnte. Die von PLC genutzten Frequenzbereiche stören in erheblichem Maße die Ausübung des Amateurfunks. Der Amateurfunk trägt wesentlich zur Stärkung der beruflichen Bildung und der Sicherstellung von Kommunikation im Katastrophenfall bei. Die technischen Maßnahmen die vorgesehen sind, um eine Beeinträchtigung des Amateurfunks abzumildern, sind trotz Beteuerungen der Industrie allesamt unzureichend.

Gerade in den letzten Wochen versucht die CENELEC, über die nationalen Normungsgremien (hier DKE), den PLC-Normentwurf EN-50561-1 erneut durchzubringen. Diese Norm würde 40 dB (auf die Leistung bezogen ist dies 10.000-fach) mehr Störemission erlauben! Der deutsche CENELEC- EM-Gutachter Anton Kohling hat im Jahre 2012 diesen Normentwurf negativ bewertet, weil diese Norm gegen diverse EM-Richtlinien und EMV-Gesetze verstößt. Das Technische Komitee 210 der CENELEC will nun, auf Druck der PLC-Lobby, mit dem neuen EM-Gutachter Brian Jones (England) die EN-50561-1 durchpeitschen.

Weitere äußerst schädliche Störungen, entgegen dem vom Gesetzgeber gewollten geltenden Recht, werden durch Schaltnetzteile, elektronische Vorschaltgeräte von Leuchtmitteln u.v.a.m., die allesamt der Marktaufsicht unterliegen, hervorgerufen. Die Geräte kommen ohne reale geprüfte Zertifizierung (wie früher FTZ-Nummer) in den Handel. Hierdurch entstehen immense Kosten u.a. für den PMD (Prüf- und Messdienst) der Bundesnetzagentur, der allein wegen Störungen von DSL und Funkempfang quasi jeden Tag solche Störungen suchen und beseitigen muss.

Von den Gefahren, die durch Störungen der Flugsicherheit, Bundeswehr, DRK, THW und der BOS-Dienste ausgehen, mögen Sie sich selber ein Bild verschaffen.

Die Schädigung des allgemeinen Rundfunkempfangs auf der Kurzwelle ist noch viel dramatischer. Schlagwörter wie „Wir brauchen keine Kurzwelle mehr, es gibt ja Internet“ zeugen von mangelnder Fachkompetenz und zeigen – was weitaus schlimmer ist – dass die Bedeutung des Kurzwellenrundfunks für den Katastropheneinsatz und für die unzensierte Ausbreitung von Nachrichten völlig unterschätzt wird. Nur dort wo Informationsfreiheit gewährleistet ist, kann sich Freiheit und Friede auf Dauer behaupten.

Sowohl das BMJ als auch das BMWi spielen bei der Regelung zu „Internet aus der Steckdose“ - PLC und den genannten Stromversorgungsgeräten auf Schaltnetzteilbasis, eine Schlüsselrolle. Bisher sind von beiden F.D.P. geführten Ressorts keinerlei wirksame Anstrengungen zum Schutz des Amateurfunkdienstes und zur Gewährleistung des freien Kurwellen-Rundfunkempfangs unternommen worden.

Wir erwarten als Funkamateure und Hörer des weltweiten Kurzwellen-Rundfunks, dass Sie sich anders als bisher aktiv für die Erhaltung des ungestörten Amateurfunkdienstes und des Kurzwellen-Rundfunkempfangs einsetzen und somit § 4 des EMVG wieder realisiert wird . Eine Zusicherung Ihrerseits könnte rechtzeitig vor der Bundestagswahl publiziert dazu beitragen, Ihnen die entscheidenden Stimmen zur Fortsetzung der bisherigen Regierungskoalition zu verschaffen.

Mit tiefer Sorge um den Fortbestand der Qualität des Kurzwellenempfangs und freundlichen Grüßen,

Alle weiteren Informationen zur Petition erhalten Sie unter diesem Link:
https://www.openpetition.de/petition/on ... -durch-plc
73, Hugo :)

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Re: OpenPetition "Offener Brief wegen PLC an Ministerien"

#2

Beitrag von JFK » Fr 20. Sep 2013, 19:41

Eigentlich unterstützenswert, jedoch

a) ist die Petition fast ein Jahr her (Neuenburg, 12.10.2012 (aktiv bis 22.11.2012)) und der Status lautet "Der Empfang der Petition wurde bestätigt"
b) wird kaum ein Minister am Wochenende ca 40h vor der Wahl auf solch ein Schreiben eingehen.

Sinnvoller würde es mir erscheinen, diesen Brief an den neu zugewiesenen Minister unmittelbar nach der Wahl zu adressieren. Allerdings kenn ich mich in Ministerialen Abläufen nicht aus. Falls jemand weiß wie der Hase läuft, immer raus damit...

Schönes Wochenende und wählt fleißig (die AfD :wink:)
64±9 vom JFK - 13RT25, Tobias

2 dB, or not 2 dB, that is the question.

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Re: OpenPetition "Offener Brief wegen PLC an Ministerien"

#3

Beitrag von KLC » Fr 20. Sep 2013, 21:00

Ja Tobias, denke ich auch.

Aber Morgen ist auch noch Wahl-Werbungs-Volks-Verdummung. Und irgendein Wahlhelfershelfer will euch noch einen Dauerschreiber und Luftballons andrehen, die länger halten, als ihre Wahlversprechen. Oder am Stand steht sogar ein Volksver(t)räter mit Rang & Namen.

Bereitet euch ein wenig vor und legt euch die Argumente zurecht, so wie ihr früher Gedichte für die Schule gelernt habt.

Stimmenfänger: "Guten Tag, gehen sie am Sonntag wählen ? Unsere Partei Blabla Bal blubberblubb ...Leierleier laber Sülz ...
- HAAAAAAAAAAALT STOPP !! Ruhig ins Wort fallen und Dummgeschwetz abwürgen !
Funker:" Wie steht ihre Partei zur Vermüllung der Kurzwelle ? Was macht ihre Partei in Hinblick von Gesetzesbeugungen durch Lobbyisten ? Warum werden Minderheiten ihrer Existenz beraubt, nur damit Industrielle in Fernost wenige Importeure hierzulande einen schönen Reibach mit überholter Technik machen können ?... "
Und dann Tatsachen und Antworten auf den Tisch. Zack Zack ZACK !! Wie man es im Rhetorik-Kurs für Ausbilder in der Feuerwehr lernt.
Und nicht einnicken lassen , durch Nachfragen , auch nach seiner persönlich Meinung oder Erfahrungen, in den Dialog zwingen, in dem DU , Funker der Funkbasis, die Oberhand hast.
Ausflüchte und abhauen und unschuldige Wähler einfangen wollen, strikt unterbinden und potentielle Wahlopfer gleich einbinden/einwickeln, und von UNSERER SACHE überzeugen.

Klingt natürlich simpel und toll. Aber ich habe die Woche einen netten jungen Mann im Blöd-Markt, der mir Privat-Fernsehen zum bezahlen andrehen wollte mal von "unserer Sache" erzählt. Leider aus dem Stegreif und nicht vorbereitet.
Wenn ich mich richtig vorbereitet hätte , wäre der junge Mann vielleicht beim örtlichen DARC-OV aufgeschlagen ....
So weiß er aber jetzt (nur), daß er Andere schön in die Suppe spucken kann, wenn er sich den FakeBook-Mist per Power-LAN einschaltet und durch diese Schrott-Technik den Tag versaut ...
SAARLAND
Großes vergeht immer im Kleinen.

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Re: OpenPetition "Offener Brief wegen PLC an Ministerien"

#4

Beitrag von Wolf » Fr 20. Sep 2013, 21:12

Das Engagement von DL3UXI in allen Ehren, aber ich frage mich, was das Bundesministerium der Justiz bzw. Frau Leutheusser-Schnarrenberger mit der Erstellung der PLC-Norm zu tun haben soll...

Gruß
Wolf :-)

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Re: AW: OpenPetition "Offener Brief wegen PLC an Ministerien

#5

Beitrag von limahotel77 » Fr 20. Sep 2013, 22:55

Nach der Wahl werden die genannten Ministerien dank 5-Prozent-Hürde wahrscheinlich sowieso nicht mehr "FDP-geführt":evil:
73+55 Lars 13LH77
http://www.cbaprs.de/
QTH: JO31OA

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Re: OpenPetition "Offener Brief wegen PLC an Ministerien"

#6

Beitrag von JFK » Sa 21. Sep 2013, 02:18

Höchstwahrscheinlich läufts eh auf ne große Koalition hinaus. Prostmahlzeit!
64±9 vom JFK - 13RT25, Tobias

2 dB, or not 2 dB, that is the question.

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Re: OpenPetition "Offener Brief wegen PLC an Ministerien"

#7

Beitrag von la pierre noire » Sa 21. Sep 2013, 02:35

JFK hat geschrieben:Höchstwahrscheinlich läufts eh auf ne große Koalition hinaus. Prostmahlzeit!
So viel kann man garnicht essen,wie man kot..n könnte.
Wenn Du ein glückliches Leben willst, verbinde es mit einem Ziel. Albert Einstein
Die größte Qual aller Qualen,ist die Einsamkeit. Frank Black (Millennium)
+DARK STAR+

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Re: Amateurfunkdienst; Störungen durch PLC; Offener Brief

#8

Beitrag von do2smj » Do 31. Okt 2013, 10:36

das ist von Mir!!!!!die info!!!!!!!!!sorry!!!!
http://forum.darc.de/viewtopic.php?t=2140

gruß Joachim :sup: DO2SMJ :sup: OVV P38 vy73

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Holgi
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Re: Amateurfunkdienst; Störungen durch PLC; Offener Brief

#9

Beitrag von Holgi » Do 31. Okt 2013, 12:10

Mit Verlaub Joachim, OVV von P38,
das ist einfach nur Müll, eine dahingerotzte halbe Information.

PLC und die Problematik kennen die allermeisten die sich mit Funk auf Kurzwelle beschäftigen.

Deine Initiative und dein "offener Brief" ist zwar löblich, aber um das ganze dann für jeden auch nutzbar zu machen, wo ist den dein "offener Brief" hier? Ich sehe hier nur eine Antwort von der Bundesnetzagentur. Der Zusammenhang erschließt sich mir nicht und wahrscheinlich niemandem hier im Forum.

Also: Thema verfehlt! 6, setzen! :thdown:
http://www.proamateurfunk.de
NEU: Jetzt NOCH freundlicher gegenüber beratungsresistenten Usern!

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do2smj
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Re: Amateurfunkdienst; Störungen durch PLC; Offener Brief

#10

Beitrag von do2smj » Do 31. Okt 2013, 12:17

jetzt zufrieden!!!!!!!


Deutscher Amateur-Radio-Club e.V.
Ortsverband P38 73312 Geislingen/Steige
Bundesverband für Amateurfunk in Deutschland • Mitglied der „International Amateur Radio Union“


1.Vorstand Ortsverband P38 73312 Geislingen/Steige
Joachim Müller
Graneggstr.6
73525 Schwäbisch Gmünd
do2smj@darc.de
http://www.darc.de/mitglieder/distrikte/p/38/
Tel.:07171/183235
geschäftl.0173/7098628



Joachim Müller. Graneggstr.6, 73525 Schwäbisch Gmünd ,den 21.09.2013




Bundesministerin der Justiz
Frau Dr. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
Mohrenstraße 37
10117 Berlin

Bundesminister für Wirtschaft und Technologie
Herr Dr. Phillip Rösler
Scharnhorststr. 34-37
10115 Berlin

Bundesvorsitzender der FDP
Herr Dr. Phillip Rösler

Sehr geehrte Frau Dr. Leutheusser-Schnarrenberger,
sehr geehrter Herr Dr. Rösler,

nur wenige Tage vor der Bundestagswahl wenden wir uns an Sie, um Ihre Aufmerksamkeit für die Interessen der Gruppe der Funkamateure und der noch größeren Gruppe der Hörer des Kurzwellen-Rundfunkempfangs zu erhalten.

Die von Ihnen zu verantwortenden Ressort der letzten Bundesregierung, das BMJ und das BMWi haben mit zu verantworten, dass die Verbreitung der Technik des „Internet aus der Steckdose“ bzw. der sog. „Power Line Communication - PLC“ sich hinsichtlich der technischen Merkmale zum erheblichen Nachteil der Gruppe der Funkamateure entwickeln konnte. Die von PLC genutzten Frequenzbereiche stören in erheblichem Maße die Ausübung des Amateurfunks. Der Amateurfunk trägt wesentlich zur Stärkung der beruflichen Bildung und der Sicherstellung von Kommunikation im Katastrophenfall bei. Die technischen Maßnahmen die vorgesehen sind, um eine Beeinträchtigung des Amateurfunks abzumildern, sind trotz Beteuerungen der Industrie allesamt unzureichend.

Gerade in den letzten Wochen versucht die CENELEC, über die nationalen Normungsgremien (hier DKE), den PLC-Normentwurf EN-50561-1 erneut durchzubringen. Diese Norm würde 40 dB (auf die Leistung bezogen ist dies 10.000-fach) mehr Störemission erlauben! Der deutsche CENELEC- EM-Gutachter Anton Kohling hat im Jahre 2012 diesen Normentwurf negativ bewertet, weil diese Norm gegen diverse EM-Richtlinien und EMV-Gesetze verstößt. Das Technische Komitee 210 der CENELEC will nun, auf Druck der PLC-Lobby, mit dem neuen EM-Gutachter Brian Jones (England) die EN-50561-1 durchpeitschen.

Weitere äußerst schädliche Störungen, entgegen dem vom Gesetzgeber gewollten geltenden Recht, werden durch Schaltnetzteile, elektronische Vorschaltgeräte von Leuchtmitteln u.v.a.m., die allesamt der Marktaufsicht unterliegen, hervorgerufen. Die Geräte kommen ohne reale geprüfte Zertifizierung (wie früher FTZ-Nummer) in den Handel. Hierdurch entstehen immense Kosten u.a. für den PMD (Prüf- und Messdienst) der Bundesnetzagentur, der allein wegen Störungen von DSL und Funkempfang quasi jeden Tag solche Störungen suchen und beseitigen muss.

Von den Gefahren, die durch Störungen der Flugsicherheit, Bundeswehr, DRK, THW und der BOS-Dienste ausgehen, mögen Sie sich selber ein Bild verschaffen.

Die Schädigung des allgemeinen Rundfunkempfangs auf der Kurzwelle ist noch viel dramatischer. Schlagwörter wie „Wir brauchen keine Kurzwelle mehr, es gibt ja Internet“ zeugen von mangelnder Fachkompetenz und zeigen – was weitaus schlimmer ist – dass die Bedeutung des Kurzwellenrundfunks für den Katastropheneinsatz und für die unzensierte Ausbreitung von Nachrichten völlig unterschätzt wird. Nur dort wo Informationsfreiheit gewährleistet ist, kann sich Freiheit und Friede auf Dauer behaupten.

Sowohl das BMJ als auch das BMWi spielen bei der Regelung zu „Internet aus der Steckdose“ - PLC und den genannten Stromversorgungsgeräten auf Schaltnetzteilbasis, eine Schlüsselrolle. Bisher sind von beiden F.D.P. geführten Ressorts keinerlei wirksame Anstrengungen zum Schutz des Amateurfunkdienstes und zur Gewährleistung des freien Kurwellen-Rundfunkempfangs unternommen worden.

Wir erwarten als Funkamateure und Hörer des weltweiten Kurzwellen-Rundfunks, dass Sie sich anders als bisher aktiv für die Erhaltung des ungestörten Amateurfunkdienstes und des Kurzwellen-Rundfunkempfangs einsetzen und somit § 4 des EMVG wieder realisiert wird . Eine Zusicherung Ihrerseits könnte rechtzeitig vor der Bundestagswahl publiziert dazu beitragen, Ihnen die entscheidenden Stimmen zur Fortsetzung der bisherigen Regierungskoalition zu verschaffen.

Mit tiefer Sorge um den Fortbestand der Qualität des Kurzwellenempfangs und freundlichen Grüßen,

Joachim Müller DO2SMJ OVV P38

die Antwort!!!!

Von: Wolfgang.Martin@bmwi.bund.de
Datum: 31.10.2013 07:38:21
Betreff: Amateurfunkdienst; Störungen durch PLC; Offener Brief


Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihren Offenen Brief vom September 2013, in dem Sie anmerken, dass die Verbreitung der Technik des "Internet aus der Steckdose" (Power Line Communication - PLC) die Ausübung des Amateurfunkdienstes und den Empfang von Rundfunkaussendungen über Kurzwelle in erheblichem Maße störe. Zum Sachstand informiere ich Sie gerne:

In Umsetzung des Rechtsrahmens zur elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) arbeitet die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (Bundesnetzagentur) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) seit Jahren aktiv in nationalen und internationalen Normungsgremien mit. Ziel ist, in Übereinstimmung mit § 4 des Gesetzes über die elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln (EMVG)* Gerätenormen so zu konzipieren, dass die Geräte und Anlagen bestimmungsgemäß betrieben werden können.

Auf diese Weise steht im Zusammenwirken aller beteiligten Kreise - und unter Beteiligung der nationalen und internationalen Interessenvertretungen der Funkamateure sowie der Europäischen Rundfunkunion (EBU) - erstmals eine von CENELEC (Europäisches Komitee für elektrotechnische Normung) und von den Herstellern anerkannte EMV-Produktnorm für PLC-Produkte zur Verfügung.

In diese EMV-Produktnorm sind moderne adaptive Funkentstörungstechniken eingeflossen, die z. B. auch beim Einsatz von Powerline-Inhouse-Communication-Modulen gute Wirkung zeigen, etwa das nun normativ vorgeschriebene dynamische Power-Management für alle PLC-Einrichtungen.

Diese Norm kommt den Bedürfnissen der Beteiligten gleichermaßen entgegen und stellt damit aus Sicht des BMWi einen guten Kompromiss dar. Unter anderem kann sie später auch für Zwecke der Marktüberwachung belastbar zum Einsatz gebracht werden.

Damit sie allerdings europaweit respektiert wird, bedarf es noch der Listung als harmonisierte Norm im Amtsblatt der Europäischen Union. Im Rahmen kommender Sitzungen der relevanten Kommissionsarbeitsgruppe wird die Bundesnetzagentur gegenüber der EU-Kommission auf eine rasche Umsetzung hinwirken.

Im Hinblick auf die von Ihnen kritisierte "Vermarktung elektronischer und elektrischer Betriebsmittel entgegen geltendem Recht" können Sie versichert sein, dass die Bundesnetzagentur im Rahmen der Marktaufsicht alles daran setzt, dass die europäischen und nationalen Rechtsnormen eingehalten werden. Ihr Anliegen wird das BMWi zum Anlass nehmen, das Augenmerk der Bundesnetzagentur noch stärker auf die angesprochene Problematik zu richten.

Nach Aussage der Bundesnetzagentur lässt sich übrigens im Zusammenhang mit dem zunehmenden Einsatz moderner elektronischer Produkte wie PLC, Schaltnetzteilen, Vorschaltgeräten von Leuchtmitteln usw. kein signifikant steigender Aufwand für die Funkentstörung durch den Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur feststellen.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

Wolfgang Martin, OAR
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie Ref. VIA5 - Frequenzpolitik, Elektromagnetische Verträglichkeit Tel. 030 18 615 7776 Scharnhorststr. 34-37
10115 Berlin

* (1) Betriebsmittel müssen nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik so entworfen und gefertigt sein, dass 1. die von ihnen verursachten elektromagnetischen Störungen kein Niveau erreichen, bei dem ein bestimmungsgemäßer Betrieb von Funk- und Telekommunikationsgeräten oder anderen Betriebsmitteln nicht möglich ist; 2.sie gegen die bei bestimmungsgemäßem Betrieb zu erwartenden elektromagnetischen Störungen hinreichend unempfindlich sind, um ohne unzumutbare Beeinträchtigung bestimmungsgemäß arbeiten zu können.

Info!!! von Mir !!!!!! :wave:

Gruß Joachim vy 73

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Re: OpenPetition "Offener Brief wegen PLC an Ministerien"

#11

Beitrag von Romeo Oscar ( 13RO763) » Do 31. Okt 2013, 13:28

das ist von Mir!!!!
Mit Verlaub, NEIN, das ist nicht von Dir, sondern das Urheberrecht liegt beim Kollegen Kurt, DL3UXI, wie am Anfang des Thread´s erkennbar !
73&55
:sup: Joachim :sup:

"der Schwarzwälder" QTH: Nordschwarzwald ( 800 m.ü.N.N. )
QRZ.COM: http://www.qrz.com/db/do8jr

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Re: OpenPetition "Offener Brief wegen PLC an Ministerien"

#12

Beitrag von JFK » Do 31. Okt 2013, 16:22

Die Bestimmung des Autors scheint schwer zu sein. DL3UXI (Kurt R.) steht jedenfalls im blog von openPetition als Verfasser des offenen Briefes.
Die ursprüngliche Petition hat jedoch DF8TH (Tobias H.) eingereicht. Er müsste genaueres wissen.

Hasta luego, Muchachos :wave:


Nachtrag:
https://www.google.de/search?q=petition+PLC+DL3UXI
https://www.google.de/search?q=petition+PLC+DO2SMJ

Nachtrag 2:
Für DO2SMJ spricht die Tatsache, dass er eine Antwort vom Minister hat. Was aber widerum der einzige "pro" Punkt ist.
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2 dB, or not 2 dB, that is the question.

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Re: OpenPetition "Offener Brief wegen PLC an Ministerien"

#13

Beitrag von Fairlight » Do 31. Okt 2013, 18:11

bringt nichts,gerade bei dem FDP Clown..
gibt nur ein Mittel,nämlich sich auf "ihren" Frequenzen(alles was wichtige Komerzkacke ist) auszubreiten!

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