1 Watt erlaubt ?

Benutzeravatar
DL6WAB
Santiago 2
Beiträge: 58
Registriert: Mi 12. Aug 2020, 17:50
Standort in der Userkarte: Wabern
Kontaktdaten:

Re: 1 Watt erlaubt ?

#121

Beitrag von DL6WAB »

Hallo Daniel,

es geht sogar noch weiter. Unter bestimmten Konstellationen ist es durchaus denkbar, dass eine natürliche Person ganz plötzlich zum Hersteller und Inverkehrbringer wird. Dazu ist keine Gewerbstätigkeit erforderlich, sondern nur eine Geschäftstätigkeit. Die ist schon anzunehmen, wenn z.B. über ebay (R) mehrere Geräte in einem bestimmten Zeitraum privat (natürliche Person) oder auf dem Flohmarkt (Markt) verkauft werden selbst dann, wenn keine Gewinnerzielungsabsicht verfolgt oder die Funkanlage verschenkt wird (unentgeltlich). Wenn ich eine Funkanlage zusammenbastle und bei ebay (R) verticke (in Verkehr bringen), bin ich schon Hersteller. Im Gegensatz zum alten FTEG ist das im FuAG alles wesentlich detaillierter ausformuliert.
§ 3 Begriffsbestimmungen

(1) Im Sinne dieses Gesetzes ist beziehungsweise sind

9. „Bereitstellen auf dem Markt“ jede entgeltliche oder unentgeltliche Abgabe einer Funkanlage zum Vertrieb, zum Gebrauch oder zur Verwendung auf dem Markt der Europäischen Union im Rahmen einer Geschäftstätigkeit;

10. „Inverkehrbringen“ das erstmalige Bereitstellen von Funkanlagen auf dem Markt der Europäischen Union;

12. „Hersteller“ jede natürliche oder juristische Person oder rechtsfähige Personengesellschaft, die Funkanlagen herstellt oder Funkanlagen entwickeln oder herstellen lässt und diese Funkanlagen unter ihrem Namen oder ihrer Handelsmarke in Verkehr bringt;

14. „Einführer“ jede in der Europäischen Union ansässige natürliche oder juristische Person oder rechtsfähige Personengesellschaft, die eine Funkanlage aus einem Drittstaat in Verkehr bringt;

15. „Händler“ jede natürliche oder juristische Person oder rechtsfähige Personengesellschaft in der Lieferkette, die eine Funkanlage auf dem Markt bereitstellt, mit Ausnahme des Herstellers oder des Einführers;

16. „Wirtschaftsakteure“ der Hersteller, der Bevollmächtigte, der Einführer und der Händler
vy 73 de Jürgen - www.dl6wab.de

Benutzeravatar
DL6WAB
Santiago 2
Beiträge: 58
Registriert: Mi 12. Aug 2020, 17:50
Standort in der Userkarte: Wabern
Kontaktdaten:

Re: 1 Watt erlaubt ?

#122

Beitrag von DL6WAB »

Um auf die frage des TE zurückzukommen habe ich mir mal erlaubt, einen Hersteller zu dieser Fragestellung wie folgt anzuschreiben.
Am 16.10.2020 um 09:07 schrieb Jürgen Wiegand:

Sehr geehter Herr XXXXXXXX,

ich wende mich als Funkamateur (DL6WAB) direkt mit einer eher rechtlichen Fragestellung an Sie, da ich davon ausgehe, dass Sie mir hier weiterhelfen können.

Es geht um die folgende Fragestellung.

Die XXXXXX XXXXXXX XXXXXXXX weist in den Konformitätserklärungen für Amateurfunkgeräte immer wieder auf folgende Bedingungen hin:

Folgende Bedingungen gelten: In allen europäischen Ländern unterliegt dieser Transceiver nationalen Amateurfunkregelungen. Das Gerät darf nur von Personen benutzt werden, die eine gültige Amateurfunklizenz haben. Funkamateuren ist die Benutzung dieses Funkgeräts nur auf zugewiesenen Amateurfunkfrequenzen im 2 m- oder 70 cm-Band gestattet, selbst wenn das Funkgerät zu anderen benachbarten Frequenzen umschalten kann. Es können national Richtlinien zum Umwelt-RF-Schutz (EMVU) bestehen, die von jedem Betreiber befolgt werden müssen. Eine Benutzung für andere Zwecke als Amateurfunk ist nicht zulässig.

In den Kreisen der CB Funker wird nun so interpretiert, dass auch Amateurfunkgeräte im CB Funk eingesetzt werden dürfen wenn diese durch den Nutzer so eingestellt (konfiguriert) werden, dass sie die Anforderungen an den CB Funk erfüllen. Klassisches Beispiel ist die XXXXXXXXXX die es ja in zwei verschiedenen Ausführungen für den Amateurfunk und den CB Funk gibt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein ICOM IC 7300 Amateurfunkgerät im CB Funk eingesetzt werden darf, wenn damit auf einer CB Frequenz mit lediglich 4 Watt in FM gearbeitet wird. So eine Annahme entbehrt für mich jeglicher Grundlage, ich kann sie aber nicht rechtlich begründen.

Nun meine Frage. Die Aussage „Eine Benutzung für andere Zwecke als Amateurfunk ist nicht zulässig.“ stützt sich auf welche Rechtsgrundlage oder handelt es sich hier um eine individuelle Vorgabe der XXXXX XXXXXX XXXXXX? Aufgrund welcher Anforderungen oder gesetzlicher Vorgaben ergibt sich der Einsatzbereich eines Funkgerätes? Welche Vorschrift oder welche Vorgabe macht ein Funkgerät zu einem CB Funkgerät oder zu einem Amateurfunkgerät und der damit zusammenhängenden bestimmungsgemäßen Verwendung? Die klassischen Zulassungen für den CB Funk gibt es ja schon lange nicht mehr.

Ich hoffe, Sie können mir hier fachkundig weiterhelfen,
schönes Wochenende,

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen XXXXXXX
Der Hersteller hat wie folgt darauf geantwortet. (Auf die Korrektur von Tippfehlern habe ich verzichtet)
Sehr geehrter Herr XXXXXXXX
danke für Ihre E - Mail Anfrage mit der ich mit Ihnen konform gehe

Ein Amateurfunkgerät darf nur für den Amateurfunk benutzt werden. Das Amateurfunkgerät entspricht nicht den technischen Parameter wie es für den CB Funk vorgeschriebnen ist und besitzt auch keine CE - Erklärung ( Notifizierung ) für den CB-Funk. Daher darf es auch nicht benutzt werden selbst wenn die primär geforderten Parameter ( Hub Leistung ) dem eines CB Funkgerätes entsprechen würde.
Daher führen wir auch zwei getrennte Geräte Versionen für den Amateurfunk und für den CB Funk und weisen explizit den Benutzer darauf hin, dass dies Gerät nur für den Amteuerfunk duch lizensierte Funkamateure der entsprechenden Lizenz - Klasse betrieben werden darf.

Die Vorgaben für die Funkgeräte werden durch die ETSI und BundesNetzAgentur festgelegt. Letztere Behörde schaut auf die Einhaltung der vorgegebenen Bestimmungen der Funkgeräte Technik wie auch Notifizierung und Vermarktungs Paramter

Die klassischen Zulassungs Behörden wie früher ( FTZ und BZT ) gibt es nicht mehr. Heute werden die Geräte von den Herstellern auf Einhaltung aller geforderten Paramter selbst geprüft ( sehrt teuer, weil viele Messgeräte dafür erforderlich sind ) wenn dann ein Gerät alle Anforderungen einhält können Sie das Gerät anmelden ( Notifizierung ) dazu müssen Sie alle technischen Dokumentationen Ihrer durchgeführten Messungen bereit halten.

mit freundlichen Grüßen
XXXXXXX XXXXXX
vy 73 de Jürgen - www.dl6wab.de

Wolf
Santiago 9
Beiträge: 1428
Registriert: Sa 10. Dez 2005, 21:33
Standort in der Userkarte: Hamburg
Kontaktdaten:

Re: 1 Watt erlaubt ?

#123

Beitrag von Wolf »

Jürgen, nimms mir nicht übel, aber Deine Rumeierei zwischen FTEG, FUaG und jetzt AFuG bringt uns nicht weiter. Ich habe Dir weiter oben, um es "kurz zu machen", eine klare Frage gestellt, die Du nicht beantwortet hast (und auch der von Dir bemühte "Hersteller"war ja nun leider nicht in der Lage, Dir diesen Gefallen tun zu können. Nachdem Du Dich bisher erfolglos am alten FTEG und am FUaG abgestrampelt hast, holst Du jetzt das AFuG aus dem Hut. Von Amateurfunk war hier bisher überhaupt nicht die Rede. Wobei Dir ein Blick auf den Anwendungsbereich und die Begriffsbestimmungen schon mal deutlich zeigt,daß dieses Gesetz denkbar schlecht dazu geeignet ist, Deine kruden Thesen zum angeblich mit Bußgeld bedrohten Betrieb von Funkgeräten ohne Konformitätsbescheinigung zu stützen, für die Du bis heute keinen Beweis erbracht hast.

Deinen Ausführungen zum AFuG entnehme ich, daß Du wohl der naiven Vorstellung unterliegst,daß allein der Betrieb von Funkgeräten, die sich möglicherweise auf Amateurfunkfrequenzen einstellen/programmieren lassen, sozusagen automatisch das unbefugte Betreiben einer Amateurfunkstelle darstellt. Dem ist keineswegs so und es ist durchaus fraglich,ob der Betreiber allein dadurch schon zu einem Teilnehmer am Amateurfunkdienst i.S. des AFuG wird, mal abgesehen davon, daß das mit der Konformitätsbescheinigung herzlich wenig zu tun hat. Ich denke, daß mit solchen Schwurbeleien Einsteiger nicht unnötig verunsichert werden sollten.

Gruß
Wolf :-)
"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

Benutzeravatar
DL6WAB
Santiago 2
Beiträge: 58
Registriert: Mi 12. Aug 2020, 17:50
Standort in der Userkarte: Wabern
Kontaktdaten:

Re: 1 Watt erlaubt ?

#124

Beitrag von DL6WAB »

Lieber Wolfgang (oder wer auch immer da vermeintlich unter dem Synonym Wolf schreibt),

es ist mir herzlich egal, was der Schreiber des vorstehenden Artikels in die Sachlage reininterpretiert. Die Fakten sind mehr als klar und aus den Ausführungen kann ich leider nur entnehmen, dass dem Schreiber nichts sachliches mehr zum Thema einfällt und er in eine mir altbekannte Taktik der subjektiven Unterstellung und Provokation verfällt. Von Wolfgang, dem Betreiber des Funkmagazins der sich eigentlich hinter diesem Synonym verbirgt, bin ich so ein Niveau jedenfalls nicht gewohnt! Wolfgang hätte nicht einfach irgendwas behauptet, sondern seine Meinung zumindest begründet!

Ich wünsche Wolfgang weiterhin gute Genesung!
vy 73 de Jürgen - www.dl6wab.de

Benutzeravatar
DL6WAB
Santiago 2
Beiträge: 58
Registriert: Mi 12. Aug 2020, 17:50
Standort in der Userkarte: Wabern
Kontaktdaten:

Re: 1 Watt erlaubt ?

#125

Beitrag von DL6WAB »

Ergänzung
... zum angeblich mit Bußgeld bedrohten Betrieb von Funkgeräten ohne Konformitätsbescheinigung ...
An welcher Stelle habe ich das behauptet?

Ich wünsche Wolfgang weiterhin gute Genesung!
vy 73 de Jürgen - www.dl6wab.de

Benutzeravatar
13CT011
Santiago 7
Beiträge: 558
Registriert: Mo 23. Jul 2007, 14:23

Re: 1 Watt erlaubt ?

#126

Beitrag von 13CT011 »

Wolf hat geschrieben:
Mo 19. Okt 2020, 13:37

Deinen Ausführungen zum AFuG entnehme ich, daß Du wohl der naiven Vorstellung unterliegst,daß allein der Betrieb von Funkgeräten, die sich möglicherweise auf Amateurfunkfrequenzen einstellen/programmieren lassen, sozusagen automatisch das unbefugte Betreiben einer Amateurfunkstelle darstellt. Dem ist keineswegs so und es ist durchaus fraglich,ob der Betreiber allein dadurch schon zu einem Teilnehmer am Amateurfunkdienst i.S. des AFuG wird, mal abgesehen davon, daß das mit der Konformitätsbescheinigung herzlich wenig zu tun hat. Ich denke, daß mit solchen Schwurbeleien Einsteiger nicht unnötig verunsichert werden sollten.

Gruß
Wolf :-)
Hallo Wolf,

Jürgen hat der der Stelle völlig Recht: Jede Funkstelle, "die auf mindestens einer der im Frequenznutzungsplan für den Amateurfunkdienst ausgewiesenen Frequenzen betrieben werden kann" ist per Definition des AfuG eine Amateurfunkstelle.
Um sie betreiben (senden) zu dürfen, ist eine Zulassung zum Amateurfunkdienst und die Zuteilung eines Rufzeichens Voraussetzung. Nichts was du dazu "konstruierst" kann etwas daran ändern.

Der Betrieb außerhalb der national zulässigen Amateurfunkfrequenzen (zum Beispiel im CB-Funk) stellt nur einen zusätzlichen Verstoß gegen die Frequenzzuteilungen dar. Ich denke eher das die "Schurbeleien" einiger, die sich versuchen die Lage zurechtzubiegen und schönzureden, sie damit quasi verharmlosen, Einsteiger dazu verleiteten, für sie nicht legal benutzbare Gerätschaften anzuschaffen. Wenn sich jemand solche Geräte anschafft der lange beim Hobby ist und sich damit auskennt, weiß der in der Regel auf was er sich einlässt und was es ihn kosten kann. Einem Einsteiger die Sache derart "schönzureden" das er am Ende mit Geräten dasitzt die er gar nicht bedienen kann und er dann unter Umständen auf Frequenzen sendet wo er nichts zu suchen hat, ist zwar (leider) nicht strafbar, aber zumindest doch zumindest sehr unseriös.

Benutzeravatar
13CT011
Santiago 7
Beiträge: 558
Registriert: Mo 23. Jul 2007, 14:23

Re: 1 Watt erlaubt ?

#127

Beitrag von 13CT011 »

Wolf hat geschrieben:
Mo 19. Okt 2020, 13:37
Deine kruden Thesen zum angeblich mit Bußgeld bedrohten Betrieb von Funkgeräten ohne Konformitätsbescheinigung zu stützen
Das erlöschen der Konformität führt tatsächlich nicht unmittelbar zu einem Bußgeld. Allerdings dürften nahezu 100% dieser Geräte nach Modifikation Amateurfunkstellen werden. Und deren Betrieb ist nur Funkamateuren auf Frequenzen des Amateurfunks gestattet. :clue:

Das die tatsächliche Lage in DL anders aussieht und im CB Funk hauptsächlich Amateurfunkgeräte eingesetzt werden... Wenn die Betreiber wissen was sie tun und dort bleiben wo sie hin gehören... (und natürlich sollten sie auch wissen was passiert falls sie erwischt werden sollten)... dann sollen sie meinetwegen machen. Aber Einsteigern Legalität vorzugaukeln ist dann doch sehr fragwürdig :crazy: Die sollten wenigstens wissen was sie da tun :rolleyes:

Benutzeravatar
DL6WAB
Santiago 2
Beiträge: 58
Registriert: Mi 12. Aug 2020, 17:50
Standort in der Userkarte: Wabern
Kontaktdaten:

Re: 1 Watt erlaubt ?

#128

Beitrag von DL6WAB »

Wolf hat geschrieben:
Mo 19. Okt 2020, 13:37
Deinen Ausführungen zum AFuG entnehme ich, daß Du wohl der naiven Vorstellung unterliegst,daß allein der Betrieb von Funkgeräten, die sich möglicherweise auf Amateurfunkfrequenzen einstellen/programmieren lassen, sozusagen automatisch das unbefugte Betreiben einer Amateurfunkstelle darstellt. Dem ist keineswegs so und es ist durchaus fraglich,ob der Betreiber allein dadurch schon zu einem Teilnehmer am Amateurfunkdienst i.S. des AFuG wird, mal abgesehen davon, daß das mit der Konformitätsbescheinigung herzlich wenig zu tun hat. Ich denke, daß mit solchen Schwurbeleien Einsteiger nicht unnötig verunsichert werden sollten.
Allein dieser Satz lässt begründet erahnen, dass der Verfasser dieser Aussage einfache Gesetzestexte nicht richtig interpretieren kann. Seit wann wird man zum Teilnehmer am Amateurfunkdienst, wenn man ein Funkanlage benutzt, die sich auf Frequenzen des Amateurfunkdienstes betreiben lässt?

Teilnehmer des Amateurfunkdienstes (Funkamateur) wird, wer Inhaber eines Amateurfunkzeugnisses oder einer harmonisierten Amateurfunk-Prüfungsbescheinigung ist und eine gültige Zulassung zum Amateurfunkdienst inne hat. Was hat das mit dem Betrieb einer Funkanlage (Amateurfunkstelle) zu tun? Man kann auch ohne den Betrieb einer Amateurfunkstelle Teilnehmer am Amateurfunkdienst sein.
Gesetz über den Amateurfunk (Amateurfunkgesetz - AFuG 1997)
§ 2 Begriffsbestimmungen
Im Sinne dieses Gesetzes ist
1. Funkamateur der Inhaber eines Amateurfunkzeugnisses oder einer harmonisierten Amateurfunk-Prüfungsbescheinigung auf Grund der Verfügung 9/1995 des Bundesministeriums für Post und Telekommunikation vom 11. Januar 1995 (Amtsblatt S. 21), der sich mit dem Amateurfunkdienst aus persönlicher Neigung und nicht aus gewerblich-wirtschaftlichem Interesse befaßt,
Aber Einsteigern Legalität vorzugaukeln ist dann doch sehr fragwürdig :crazy: Die sollten wenigstens wissen was sie da tun :rolleyes:
Richtig, dass sollte man aus Gründen der Fairness, insbesondere gegenüber "Neulingen", unbedingt beachten!
vy 73 de Jürgen - www.dl6wab.de

criticalcore5711
Santiago 9+15
Beiträge: 2204
Registriert: Mi 8. Jul 2015, 08:55
Standort in der Userkarte: Hilden

Re: 1 Watt erlaubt ?

#129

Beitrag von criticalcore5711 »

Man gehe mal von den eierlegende wollmilchsäuen an TRX aus. (FT-857D, FT-817 und Konsorten...)

Klar, Hub zu hoch, auf niedrigste Leistungsstufen gestellt (FT-857D) 1W zu viel, und die nebenaussendungen sind geringfügig höher als die für CB geforderten 54db. (50db beim FT-857D laut anleitung)

Abgesehen vom Hub sehe ich bei den 4db keine großen Probleme. Auch das eine Watt mehr an der antenne reißt es nicht raus.

Da sich aber viele gerne auch an ihren CB geräten am Hub zu schaffen machen um eine bessere Modulation zu bekommen, oft im Exportmodus oder Afu Modus eines CB Gerät arbeiten...

Wie soll die BnetzA da den Unterschied feststellen?

Legal ist anders, das trifft aber sowohl auf das modifizierte CB/Freenet/PMR gerät als auch auf den Afu TRX zu.

Beim Afu TRX brauchen die Leute nicht selbst Schrauben, der macht genügend Laute und gute Mod. Bringt gleichwertige oder bessere Unterdrückung der nebenaussendungen mit. Ist meist etwas besser im Empfang...

Ich sag mal so: Lieber einen Hochwertig verarbeiteten Afu TRX der bei vielen nun mal üblich ist als die billigen Chinadinger.

Wenn das für den jedermannfunk freigegeben würde, unter dem Vorbehalt das die Geräte abgesehen von der Erweiterung des frequenzbereich den für Afu vorgegebenen Standards entspricht wäre das die simpelste Lösung für alle!

Die Behörden müssten sich tatsächlich nur noch um Geräte kümmern die nicht den qualitativen Standard haben der nun mal von einem Afu gerät zu erwarten wäre.

Im Falle das wirklich NUR empfangen wird kann sowieso KEINER was dagegen machen. Der Besitz ist legal und die aussendungen öffentlich. Der Betrieb alleine , also das Antenne, Strom und Mikrofon angeschlossen sind und das Gerät auf Empfang steht kann überhaupt nicht strafbar sein. So lange man nicht sendet hat man keine Ordnungswidrigkeit begangen! Die Owi betrifft meines Wissens nach NUR das senden mit einem Gerät das nicht für diesen Zweck vorgesehen ist.

Ich wiederhole: Sons müssten SDR Sticks bzw. Weil es ja oft keine SDR sondern DVB-T sticks sind in der Verwendung als Empfänger für Afu Genauso verboten sein.
Zur zeit nur DX.
Bevorzugt T5, QSY nach Absprache.

Benutzeravatar
DL6WAB
Santiago 2
Beiträge: 58
Registriert: Mi 12. Aug 2020, 17:50
Standort in der Userkarte: Wabern
Kontaktdaten:

Re: 1 Watt erlaubt ?

#130

Beitrag von DL6WAB »

criticalcore5711 hat geschrieben:
Mo 19. Okt 2020, 16:33
Ich wiederhole: Sons müssten SDR Sticks bzw. Weil es ja oft keine SDR sondern DVB-T sticks sind in der Verwendung als Empfänger für Afu Genauso verboten sein.
Nein, bei einem SDR Stick handelt es sich nicht, wie in der Legaldefinition im FuAG, um eine Funkanlage! Das FuAG hat seinen Anwendungsbereich nur bei Funkanlagen und richtet sich in erster Linie an die Wirtschaftsakteure und nicht an den Nutzer! Für die Wirtschaftsakteure sind deshalb auch saftige Bußgelder definiert, für die Nutzer nicht.

Die Funkanlage ist definiert:
Gesetz über die Bereitstellung von Funkanlagen auf dem Markt (Funkanlagengesetz - FuAG)
§ 3 Begriffsbestimmungen
(1) Im Sinne dieses Gesetzes ist beziehungsweise sind
1. „Funkanlage“ ein elektrisches oder elektronisches Erzeugnis, das
a) bestimmungsgemäß Funkwellen zum Zweck der Funkkommunikation oder der Funkortung ausstrahlt und/oder empfängt oder
b) Zubehör, wie zum Beispiel eine Antenne, benötigt, damit es bestimmungsgemäß Funkwellen zum Zweck der Funkkommunikation oder der Funkortung ausstrahlen und/oder empfangen kann;
Der SDR Stick strahlt nix aus! Wenn nix strahlt, dann keine Funkanlage und keine Anwendung FuAG! :D Ich glaube, dass ist deshalb so definiert, dass niemand auf die Idee kommen und behaupten kann, meine Funkanlage ist keine, weil ich nur empfange. Wenn die Anlage senden und empfangen kann, ist es per Definition eine Funkanlage!

Unabhängig von allen persönlichen Interpretationen in dieser Diskussion. Es geht hier nicht darum, irgendwem Vorschriften als der Moralapostel zu machen, nur, wenn hier solche Inhalte diskutiert werden, dann sollten sie im Interesse der Leser stimmen und keine persönlichen Annahmen sein. Was der geneigte Leser daraus macht, ist allein seine Sache!
vy 73 de Jürgen - www.dl6wab.de

criticalcore5711
Santiago 9+15
Beiträge: 2204
Registriert: Mi 8. Jul 2015, 08:55
Standort in der Userkarte: Hilden

Re: 1 Watt erlaubt ?

#131

Beitrag von criticalcore5711 »

Rede doch keinen Blödsinn!

Da steht und/oder empfängt!

Empfangen ist gegeben, antenne ist auch dran!

Ergo: selbst wenn es nicht so gehandhabt wird sind SDR Sticks (Software defined Radio! RADIO...) empfangsanlagen die ebenfalls unter das FuAG fallen müssten!
Zur zeit nur DX.
Bevorzugt T5, QSY nach Absprache.

Benutzeravatar
DL6WAB
Santiago 2
Beiträge: 58
Registriert: Mi 12. Aug 2020, 17:50
Standort in der Userkarte: Wabern
Kontaktdaten:

Re: 1 Watt erlaubt ?

#132

Beitrag von DL6WAB »

Da steht und/oder empfängt!
Da steht:
a) bestimmungsgemäß Funkwellen zum Zweck der Funkkommunikation oder der Funkortung ausstrahlt und/oder empfängt oder
Das stehen meiner Meinung nach zwei Sätze.

1. a) bestimmungsgemäß Funkwellen zum Zweck der Funkkommunikation oder der Funkortung ausstrahlt und empfängt oder
2. a) bestimmungsgemäß Funkwellen zum Zweck der Funkkommunikation oder der Funkortung ausstrahlt oder empfängt oder
Ergo: selbst wenn es nicht so gehandhabt wird sind SDR Sticks (Software defined Radio! RADIO...) empfangsanlagen die ebenfalls unter das FuAG fallen müssten!
Eine spannende Frage für die Volljuristen, ob eine reine Empfangsanlage (nicht der TRX im Empfangsbetrieb) auch unter den Begriff der Funkanlage fällt. Ich kann es nicht sicher beantworten!

Die Wiki definiert die Funkanlage wie folgt:
Eine Funkanlage ist ein elektrisches oder elektronisches Erzeugnis, das bestimmungsgemäß Funkwellen zum Zweck der Funkkommunikation oder der Funkortung ausstrahlt oder empfängt (§ 3 Abs. 1 des Funkanlagengesetzes).
https://de.wikipedia.org/wiki/Empfangsger%C3%A4t

Das FuAG gilt nicht nur für Funkanlagen so wie wir sie kennen und einsetzen (klassische Funkgeräte), sondern auch für Repeater, WLAN und was weiß ich noch. Insofern kann die Beschreibung schon manchmal etwas abwegig sein.
vy 73 de Jürgen - www.dl6wab.de

Benutzeravatar
13CT011
Santiago 7
Beiträge: 558
Registriert: Mo 23. Jul 2007, 14:23

Re: 1 Watt erlaubt ?

#133

Beitrag von 13CT011 »

DL6WAB hat geschrieben:
Mo 19. Okt 2020, 16:53

Der SDR Stick strahlt nix aus! Wenn nix strahlt, dann keine Funkanlage und keine Anwendung FuAG! :D Ich glaube, dass ist deshalb so definiert, dass niemand auf die Idee kommen und behaupten kann, meine Funkanlage ist keine, weil ich nur empfange. Wenn die Anlage senden und empfangen kann, ist es per Definition eine Funkanlage!
Wie auch immer die Gesetzteslage aussehen mag lieber Jürgen, die BNetzA schreibt dazu auf Ihrer Seite: "

Der Empfang von Amateurfunksendungen und der Besitz von Amateurfunkgeräten ist in Deutschland jedermann gestattet. Für den Betrieb eines Senders einer Amateurfunkstelle sind jedoch besondere Kenntnisse und eine Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst mit personengebundener Rufzeichenzuteilung erforderlich."

Das bedeutet wohl, daß die Behörde selbst die Benutzung von Amateurfunkgeräten als Empfänger als legal ansieht, solange der Sender nicht benutzt wird.

Quelle: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sac ... orderlich.

Benutzeravatar
DL6WAB
Santiago 2
Beiträge: 58
Registriert: Mi 12. Aug 2020, 17:50
Standort in der Userkarte: Wabern
Kontaktdaten:

Re: 1 Watt erlaubt ?

#134

Beitrag von DL6WAB »

13CT011 hat geschrieben:
Mo 19. Okt 2020, 17:31
Der Empfang von Amateurfunksendungen und der Besitz von Amateurfunkgeräten ist in Deutschland jedermann gestattet. Für den Betrieb eines Senders einer Amateurfunkstelle sind jedoch besondere Kenntnisse und eine Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst mit personengebundener Rufzeichenzuteilung erforderlich."
Das der Empfang von Amateurfunkaussendungen jedermann gestattet ist, ist klar. Der Besitz von Amateurfunkgeräten auch. Für den Betrieb des Senders ist eine Zulassung erforderlich.

Unsere Fragestellung beantwortet diese Antwort auch nicht vollständig. Macht auch nix, wir könnten jetzt Haare spalten, ist aber nicht notwendig. Entscheidend sind doch die grundlegenden Dinge und ich denke, die sind wirklich ausreichend und verständlich beantwortet.
Ein Amateurfunkgerät darf nur für den Amateurfunk benutzt werden.
Das kann jetzt jeder für sich auslegen wie er will.
Das bedeutet wohl, daß die Behörde selbst die Benutzung von Amateurfunkgeräten als Empfänger als legal ansieht, solange der Sender nicht benutzt wird.
Vermutlich ist das so! :wink:
vy 73 de Jürgen - www.dl6wab.de

criticalcore5711
Santiago 9+15
Beiträge: 2204
Registriert: Mi 8. Jul 2015, 08:55
Standort in der Userkarte: Hilden

Re: 1 Watt erlaubt ?

#135

Beitrag von criticalcore5711 »

Scanner fallen doch auch unter das FuAG. Eben weil der "Bestimmungsgemäße" Zweck der ist auf Frequenzen u.a auch Afu zu hören.

Für mich bedeutet und/oder gerade weil diese zwei Sätze getrennt sind das sowohl reine Sender (es gibt ja Konzepte bei denen RX und TX getrennt sind) als auch Sendeempfänger (Afu TRX wie heute üblich also sender und Empfänger in einer einheit) und reine Empfänger gemeint sind.

Verboten ist aber nur das nutzen des Senders wenn:
Keine Amateurfunkzulassung, außerhalb der Amateurfunkfrequenzen durch Jedermann gegeben ist.
Der Betroeb des Senders ist aber erst dann erfüllt wenn ein TRX durch drücken der PTT taste dazu Betracht wird den Sender einzuschalten.

Wie gesagt, den Unterschied stellen die vermutlich nur schwer fest. Und wenn aus technischen Gründen wie verbastelte, fehlerhafte und fehlende Filter. (Störungen) Zu viel hub, wobei das alle Geräte betrifft die man kaufen kann und das sozusagen schon ein "Kavaliersdelikt" ist damit man in der Runde ordentlich rüber kommt.
(Zeig mir einen der nicht mindestens 2,2kHz anstelle 2kHz macht... bzw. Es wird die Minderheit sein)
Oder extremer Leistung. (wo wir wieder bei Filter wären, Zetagi ohne Tiefpass hat den selben Effekt)

Ich nehme aber tatsächlich extremen Abstand von "Chinageräten", eine Baofeng habe ich hier liegen die vor sich hingammelt. Ungenutzt. Mit dem Ding hab ich ein mal bei mir selbst im TV Störungen gemacht beim drücken der PTT. Seit dem (5 Jahre) liegt das schrottgerät rum.


Einem Anfänger aber gleich einen Afu TRX in die Hand zu drücken oder zu empfehlen finde ich ebenso als schlechten Ratschlag.
Zur zeit nur DX.
Bevorzugt T5, QSY nach Absprache.

Antworten

Zurück zu „Recht - Allgemeines“