Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

Jack4300
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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#316

Beitrag von Jack4300 »

DL16LMA hat geschrieben:
Di 10. Nov 2020, 16:45
Und wie merke ich mir die Formel?! :D
Also darf man in der Prüfung einen Taschenrechner nutzen?

Ich blick da echt nicht durch und finde es schwer zu erlernen.
Als ob ich mir später nen Oszilloskop aufm Tisch stelle :D
Die Formeln brauchst du dir im Detail gar nicht merken. Du hast die Formelsammlung in der Prüfung neben deinem Taschenrechner auf dem Tisch liegen. Wenn du es dir einfach machen willst nimmst du einen Taschenrechner der Dezimal-Präfixe in der Eingabe und Ausgabe kann.

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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#317

Beitrag von Freiburger »

Jack4300 hat geschrieben:
Mi 11. Nov 2020, 08:55

Die Formeln brauchst du dir im Detail gar nicht merken. Du hast die Formelsammlung in der Prüfung neben deinem Taschenrechner auf dem Tisch liegen. Wenn du es dir einfach machen willst nimmst du einen Taschenrechner der Dezimal-Präfixe in der Eingabe und Ausgabe kann.
Und grade das ist ja einfach. Viele Rechner haben eine Taste mit der du die dargestellte Potenz ändern kannst. Damit kann man die Kopfrechnung bei der Endkontrolle der Antworten noch mal checken.
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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#318

Beitrag von DC5WP »

Radnor hat geschrieben:
Di 10. Nov 2020, 18:54
...verstehe voll und ganz was Du meinst!

der Prüfungsstoff für die Klasse E und die Klasse A taugt für nichts! Der Lernstoff ist nicht mal im Ansatz zum erlernen von Selbstbauwissen geeignet. Jemand der lediglich den Stoff für die Klasse A gelernt hat, kann damit nichts brauchbares selbst bauen. Deshalb werde ich nie verstehen, weshalb dieser Mumpitz ein Selbstbaurecht begründen soll?
Das ist so nicht richtig ... das ist wie im echten Leben auch - man lernt etwas um etwas zu lernen ... Also man lernt irgendwelche absolut grundsätzlichen Dinge um sich dann weiter damit beschäftigen zu können. Wer denkt nach einer Prüfung kann er alles (egal welche Prüfung, ob Beruf oder Hobby) liegt komplett auf dem Holzweg - er hat höchstens sich selbst die Möglichkeit geschaffen weiter zu lernen. Und darum geht es in der Amateurfunkprüfung - wenn ich etwas tun will muss ich grundsätzlich wissen wo nach ich suchen soll um dieses Problem zu lösen.

Radnor hat geschrieben:
Di 10. Nov 2020, 18:54
Deshalb nochmal: der Stoff für die Klasse A muss deutlich! umfangreicher werden.
Das bringt mich schon "fast" ein wenig auf die Palme - da kann ich Dir leider überhaupt nicht zustimmen. Derjenige der basteln will kann sich jederzeit weiterbilden und sollte dies auch tun. Bei der Prüfung geht es nur um grundlegendes Wissen. Wobei Wissen hier auch falsch ist - es geht um "grundlegende Ahnung".

Und das Thema Selbstbaurecht - naja, zuerst einmal hat jeder das Recht etwas zu bauen. Das einzige wobei sich jeder andere vom Funkamateur unterscheidet ist die Tatsache, dass der Funkamateur die selbstgebauten Dinge die senden auch betreiben darf - und das nur, weil er in der Lage sein sollte die möglichen Störungen und Nebenaussendungen zu erkennen und diese dann auch zu unterdrücken bzw. zu beseitigen. Und das "Erkennen", "Unterdrücken" und "Beseitigen" ist das was man auch in der Klasse E erklärt bekommt. Keiner der die Klasse A hat ist nur wegen der Klasse A in der Lage auch nur irgendetwas zu bauen - aber man hat einen kleinen Nachweis erbracht, dass wenigstens in der Lage ist grob die Funktion einer Schaltung zu erkennen. Eine Amateurfunkausbildung ist keine "Berufsausbildung" - wobei auch ein Elektriker oder Elektroniker der Betriebstechnik einfach so in der Lage ist etwas derartiges "selbst" zu bauen - dafür müssen auch solche Leute nochmal Zeit dafür investieren.

Alles was nicht sendet darf auch jeder selbst bauen und betreiben, sofern er sich dafür in Lage sieht und eventuell mal grundlegend sich mit ein paar Inhalten von VDE und IEC anschaut (sofern es sich um Spannungen bis maximal 25 VAC und 50 VDC handelt). Und das kann dann auch ein Nichtfunkamateur sein.

Aus dem Amateurfunkgesetz:
Mit Bestehen der fachlichen Prüfung werden die Kenntnisse,Fähigkeiten und Fertigkeiten zu einer selbständigen und verantwortlichen Teilnahme am Amateurfunkdienst nachgewiesen.


Wenn man sich das Gesetz vll. einmal durchliest werden viele Dinge klar :-) --> Ganz wichtig ist hier der §7 Schutzanforderungen - da steht drin was der Funkamateur wissen muss - darum geht es bei der Prüfung hauptsächlich (was die Technik angeht).

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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#319

Beitrag von Radnor »

DC5WP hat geschrieben:
Mi 11. Nov 2020, 10:00
Radnor hat geschrieben:
Di 10. Nov 2020, 18:54
Deshalb nochmal: der Stoff für die Klasse A muss deutlich! umfangreicher werden.
Das bringt mich schon "fast" ein wenig auf die Palme - da kann ich Dir leider überhaupt nicht zustimmen. Derjenige der basteln will kann sich jederzeit weiterbilden und sollte dies auch tun. Bei der Prüfung geht es nur um grundlegendes Wissen. Wobei Wissen hier auch falsch ist - es geht um "grundlegende Ahnung"
wenn Du dann schon auf der Palme bist, bring bitte ne Cocosnuss mit runter :roll:

ich bringe nochmal das Beispiel mit dem Motorboot Führerschein: Wenn jemand den Bootsführerschein macht, ist er auch noch lange kein richtiger "Seebär". Trotzdem kann er sämtliche erforderliche Knoten knoten, kann mit dem Kompass umgehen, weiß wie er eine Person sicher aus dem Wasser retten kann usw. Diese Fähigkeiten wurden praktisch nachgewiesen und das reicht als "Grundwissen". Damit kann man den Prüfling aufs Wasser lassen, alles Weitere erlernt er dann autodidaktisch, alles gut...

Hat jemand aber die A-Lizenz gemacht dann kann es durchaus sein, dass er noch nicht einmal in der Lage ist einen Antennenstecker oder ein Mikrofonkabel anzulöten. Man lernt nach der derzeitigen Prüfungspraxis absolut null und nichts, was einem Neueinsteiger einen praktischen Nutzen bringt, dass ist es was ich meine.

Bestes Beispiel ist meine Lebensgefährtin: Sie ist Erzieherin und hat mit Elektrotechnik oder mit Funk allgemein gerade mal garnix am Hut. Sie hat von meinen "Schreiborgien" zum Thema Amateurfunklizenz immer wieder mal was mitbekommen und hat sich zu einem Experiment überreden lassen: Sie hat (mit wie gesagt null Vorkenntnis) sich die ausgedruckten Prüfungsfragen zur Klasse A vorgenommen und diese paralell mit dem Moltrecht Onlinekurs durchgearbeitet. Nach sechs Wochen wurde die Prüfung in Eschborn erfolgreich abgenommen und Sie ist jetzt Funkamateuse der Klasse A, hat aber trotzdem nichts gelernt was Ihr im praktischen Betrieb helfen würde. Von Selbsbau (von was auch immer) reden wir jetzt besser erst gar nicht. Genau das ist es was ich meine, Sie musste jede Menge doch "schwierigen Kram" lernen, der Ihr aber unterm Strich absolut nichts gebracht hat und genau das gehört meiner/unserer Meinung nach eben geändert bzw. verbessert.

Gerade für einen interessierten Neueinsteiger ist der Prüfungsstoff abschreckend und praxisfern und dabei ist es egal ob Klasse E oder Klasse A, der Stoff ist nahezu identisch. Meiner Lebensgefährtin war es egal, ob sie jetzt auf E oder A lernt, beides waren Böhmische Dörfer und für die A sind es eben noch ein paar Böhmische Dörfer mehr, darauf kam es dann auch nicht mehr an.

Jetzt ist sie ein Klasse A Funkamateur und schämt sich fast dafür, eben weil Ihr eigentlich sämtliche Kenntnisse fehlen. Den Prüfungsstoff kann man erlernen und die Prüfung bestehen aber eine praxisorientierte Prüfung hätte Ihr deutlich mehr gebracht ...jetzt hat Sie das Recht einen Sender selbst zu bauen ...das ist einfach lächerlich und ja, so fair ist Sie und sieht das absolut genauso. Diese schwachsinnige, praxisfremde Prüfpraxis ist es, was mich fast auf die Palme bringt :roll: ...Neueinsteiger/Afu-Interessierte brauchen eine Art "Funk-Führerschein" mit einem Prüfungsstoff welcher das praktische Handwerkzeug an die Hand gibt. Damit sollten sie dann in Teilbereichen am Amateurfunkhobby teilnehmen dürfen. Wer mehr will soll dann die A Klasse mit all ihren Möglichkeiten machen aber bitte nicht mit so einem Mumpitz der von jeder Hausfrau (nur eine Metapher, nicht abwertend gemeint), erlernt und bestanden werden kann. Wer Klasse A Funkamateur sein will, sollte die nötigen Kenntnisse vorweisen müssen, damit er auch stolz auf das Erreichte sein kann und deshalb muss die Prüfung einfach deutlich "schwerer" gemacht werden. So wie die Prüfpraxis aktuell ist, ist sie schlicht und einfach nichts wert und schadet meiner Meinung nach dem Amateurfunk mehr, als sie nutzt. Wenn Dich diese Meinung auf die Palme bringt, dann tut mir das sehr leid und liegt nicht in meiner Absicht, wirst aber damit leben müssen :holy:
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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#320

Beitrag von Kanalratte I »

Das die Prüfungsfragen in sich oft wenig mit der Praxis zu tun haben, ist ein Thema das schon länger bekannt ist. Daher ist die BNetzA derzeit dabei die Fragebögen zu überarbeiten. Dazu wurde auch aufgerufen, daß sich Leute melden, die sich Gedanken machen, welche Fragen in Zukunft sinnvoll sind.
Also nicht quatschen, machen. Melde Dich, und wirke an einem sinnvollen Fragebogen mit.
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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#321

Beitrag von Jack4300 »

Radnor hat geschrieben:
Mi 11. Nov 2020, 11:21

ich bringe nochmal das Beispiel mit dem Motorboot Führerschein: Wenn jemand den Bootsführerschein macht, ist er auch noch lange kein richtiger "Seebär". Trotzdem kann er sämtliche erforderliche Knoten knoten, kann mit dem Kompass umgehen, weiß wie er eine Person sicher aus dem Wasser retten kann usw. Diese Fähigkeiten wurden praktisch nachgewiesen und das reicht als "Grundwissen". Damit kann man den Prüfling aufs Wasser lassen, alles Weitere erlernt er dann autodidaktisch, alles gut...

Hat jemand aber die A-Lizenz gemacht dann kann es durchaus sein, dass er noch nicht einmal in der Lage ist einen Antennenstecker oder ein Mikrofonkabel anzulöten. Man lernt nach der derzeitigen Prüfungspraxis absolut null und nichts, was einem Neueinsteiger einen praktischen Nutzen bringt, dass ist es was ich meine.
Gerade ein Beispiel mit dem Motorbootführerschein untermauert doch die gängige Prüfungspraxis.

Deine YL hat genug gelernt um sich sicher auf den Bändern zu bewegen. Sie weiß was zu beachten ist um die wichtigen Parameter einzuhalten und hat das technische Handwerkszeug gelernt um die Einhaltung der Parameter sicherzustellen. Wenn sie doch mal die Lust verspürt einen einfachen CW-TX zu bauen, so könnte sie das im Prinzip auch schon. Sie hat gelernt, was ein Schwingkreis ist und wie man den Dimensioniert und gelernt, wie man HF Verstärken kann...

Und ich bin mir sicher, wenn sie es mal versucht klappt es auch mit dem Löten. Vielleicht nicht beim ersten Versuch, aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Sind die schon massenhaft OMs auf den Bändern begegnet welche es nicht schaffen ihre Bandbreite einzuhalten oder reichlich harmonische produzieren? Dann wäre der Technikteil eventuell zu leicht. Das habe ich aber so definitiv nicht beobachten können.

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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#322

Beitrag von Radnor »

Kanalratte I hat geschrieben:
Mi 11. Nov 2020, 11:34
Das die Prüfungsfragen in sich oft wenig mit der Praxis zu tun haben, ist ein Thema das schon länger bekannt ist. Daher ist die BNetzA derzeit dabei die Fragebögen zu überarbeiten. Dazu wurde auch aufgerufen, daß sich Leute melden, die sich Gedanken machen, welche Fragen in Zukunft sinnvoll sind.
Also nicht quatschen, machen. Melde Dich, und wirke an einem sinnvollen Fragebogen mit.
sollte endlich eine wirkliche Einsteigerklasse für das Amateurfunk-Hobby eingeführt werden, bin ich gerne bereit mich in diesem Sinne einzubringen.

Um einen "vernünftigen" Fragekatalog für die Klasse A zu erstellen, gibt es sicherlich geeignetere Personen als mich :dlol:
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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#323

Beitrag von DF5WW »

Radnor hat geschrieben:
Mi 11. Nov 2020, 11:51
sollte endlich eine wirkliche Einsteigerklasse für das Amateurfunk-Hobby eingeführt werden, bin ich gerne bereit mich in diesem Sinne einzubringen.
Und wieder einer der es nicht begreifen will. Die BNetzA hat vor Jahren (als die Klasse K Diskussionen hochkamen)
schon geäussert das man kein Interesse an der Einführung einer dritten Lizenzklasse unterhalb der Klasse E hat.
Das muss sie im übrigen auch nicht da es sich bei der ELL nur um eine CEPT Empfehlung handelt.

Im übrigen umfasst der Stoff Technik bei Klasse a etwa 1100 Fragen und für E gerade mal 300. Also etwas mehr als
1/4 der Klasse A Fragen. Die Differenz untereinander ist also groß genug. Sicher sind die Prüfungsfragen nicht alle
auf dem Stand der derzeitigen Technik aber da ist man ja dran.

:clue: :clue:
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:tup: :tup:

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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#324

Beitrag von Radnor »

Jack4300 hat geschrieben:
Mi 11. Nov 2020, 11:43
Deine YL hat genug gelernt um sich sicher auf den Bändern zu bewegen. Sie weiß was zu beachten ist um die wichtigen Parameter einzuhalten und hat das technische Handwerkszeug gelernt um die Einhaltung der Parameter sicherzustellen.
Sie hat soviel "unnötigen Kram" gerlernt, dass Sie mehr verunsichert als gesichert ist. Für Neueinsteiger ist die Prüfung praxisfern und hilft für den praktischen Funkbetrieb nicht. Wenn man heute einen Führerschein (egal für was) macht, dann weiß man nach bestandener Prüfung für was die ganzen Bedienelemente wie Knöpfe, Schalter, Hebel und Pedale da sind und was man damit macht. Wenn meine YL heute vor einem Kurzwellengerät sitzt, weiß Sie nicht für was die ganzen Knöpfe und Schalter eigentlich da sind. Wie man einen CTCSS Ton bei einem UKW Gerät einstellt oder ähnliche alltägliche Dinge welche man eben braucht ...null und nichts davon wird im Prüfungsstoff behandelt. Für uns erfahrene Funker ist alles so normal und selbstverständlich, da verliert man schnell den Blick fürs Wesentliche :rolleyes:
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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#325

Beitrag von Radnor »

DF5WW hat geschrieben:
Mi 11. Nov 2020, 12:21


Und wieder einer der es nicht begreifen will. Die BNetzA hat vor Jahren (als die Klasse K Diskussionen hochkamen)
schon geäussert das man kein Interesse an der Einführung einer dritten Lizenzklasse unterhalb der Klasse E hat.
das hat mit nicht begreifen wollen nichts zu tun :nono:

Ich sehe nichts als in Stein gemeiselt und wenn die bisherige Praxis scheiße ist dann ist sie eben scheiße und gehört geändert. Es wird und wurde schon immer alles geändert, angepasst und auch neu geregelt. Blinder Gehorsam "das ist halt so" ist mir fremd, anderen eben nicht...

Im übrigen umfasst der Stoff Technik bei Klasse a etwa 1100 Fragen und für E gerade mal 300. Also etwas mehr als
1/4 der Klasse A Fragen. Die Differenz untereinander ist also groß genug.
der Stoff ist identisch und nur weil es zu den verschiedenen Themenbereichen mehr Fragen gibt, ist es deshalb noch lange keine Differenz vom Lernaufwand. Beispiel Grundschule: wenn es hier um Addition geht ist es völlig wurscht ob in der Arbeit drei oder neun Plusaufgaben zu lösen sind. Deshalb ist die Arbeit mit drei Fragen nicht leichter als die Arbeit mit neun Fragen. Die Differenz liegt nur in der Quantität und so ist es auch bei der Klasse E und A, die Themen und der Stoff sind identisch, die Quantität der Fragen ist zweitrangig und begründet keine "Differenz". Wer die E schafft, der schafft mit unwesentlich mehr Zeitaufwand auch die A. Vorschriften und Betriebstechnik sind eh identisch
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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#326

Beitrag von Jack4300 »

Radnor hat geschrieben:
Mi 11. Nov 2020, 12:28
Sie hat soviel "unnötigen Kram" gerlernt, dass Sie mehr verunsichert als gesichert ist. Für Neueinsteiger ist die Prüfung praxisfern und hilft für den praktischen Funkbetrieb nicht. Wenn man heute einen Führerschein (egal für was) macht, dann weiß man nach bestandener Prüfung für was die ganzen Bedienelemente wie Knöpfe, Schalter, Hebel und Pedale da sind und was man damit macht. Wenn meine YL heute vor einem Kurzwellengerät sitzt, weiß Sie nicht für was die ganzen Knöpfe und Schalter eigentlich da sind. Wie man einen CTCSS Ton bei einem UKW Gerät einstellt oder ähnliche alltägliche Dinge welche man eben braucht ...null und nichts davon wird im Prüfungsstoff behandelt. Für uns erfahrene Funker ist alles so normal und selbstverständlich, da verliert man schnell den Blick fürs Wesentliche :rolleyes:
Alles was mit RTFM des individuellen TRX erschlagen werden kann braucht aber nun wirklich nicht in die Prüfung. Die technischen Begriffe im Handbuch sollte sie dank Prüfungsvorbereitung deuten können.

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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#327

Beitrag von Der Dude »

Die Bedienung eines Funkgerätes zu erklären kann und muss nicht die Aufgabe des Prüfungsstoffs sein. Dafür gibt es Bedienungsanleitungen, nette helfende Funkamateure oder einen Vorbereitungskurs. :wink:
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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#328

Beitrag von Radnor »

DL6WAB hat geschrieben:
Mi 11. Nov 2020, 12:59
Radnor hat geschrieben:
Mi 11. Nov 2020, 11:21
Hat jemand aber die A-Lizenz gemacht dann kann es durchaus sein, dass er noch nicht einmal in der Lage ist einen Antennenstecker oder ein Mikrofonkabel anzulöten. Man lernt nach der derzeitigen Prüfungspraxis absolut null und nichts, was einem Neueinsteiger einen praktischen Nutzen bringt, dass ist es was ich meine.
Wie kommst Du denn darauf? Ich kann wirklich nur noch mit dem Kopf schütteln ....
weil ich solche Funkamateure kenne, ich finde das ja auch traurig
DL6WAB hat geschrieben:
Mi 11. Nov 2020, 12:59
Radnor hat geschrieben:
Mi 11. Nov 2020, 11:21
... hat aber trotzdem nichts gelernt was Ihr im praktischen Betrieb helfen würde.
Vermutlich, weil sie es gar nicht wollte und irgendwer sie dazu überredet hat? Was für ein realistisches Beispiel aus der Praxis!
doch, Interesse für das Hobby ist schon vorhanden bzw. dabei sich zu entwickeln :roll:

Aber ja, es ging auch darum "meine These" (die Prüfung zur Klasse A ist zu einfach und nichts "wert", weil sie wirklich jeder in kurzer Zeit bestehen kann), zu überprüfen. Natürlich ist dieser "Test" ein realistisches Beispiel aus der Praxis, weil Sie es ja gerade (Oktober 2020) ganz praktisch, innerhalb von sechs oder acht Wochen von Null auf Klasse A gemacht hat. Praktischer gehts doch gar nicht und sollte schon ein gewisses Defizit der aktuellen Prüfpraxis aufzeigen :link: ...es sei denn, man möchte es nicht sehen, dann sieht man nix :zzz:
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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#329

Beitrag von Jack4300 »

Radnor hat geschrieben:
Mi 11. Nov 2020, 13:15
Aber ja, es ging auch darum "meine These" (die Prüfung zur Klasse A ist zu einfach und nichts "wert", weil sie wirklich jeder in kurzer Zeit bestehen kann), zu überprüfen. Natürlich ist dieser "Test" ein realistisches Beispiel aus der Praxis, weil Sie es ja gerade (Oktober 2020) ganz praktisch, innerhalb von sechs oder acht Wochen von Null auf Klasse A gemacht hat. Praktischer gehts doch gar nicht und sollte schon ein gewisses Defizit der aktuellen Prüfpraxis aufzeigen :link: ...es sei denn, man möchte es nicht sehen, dann sieht man nix :zzz:
Der Wert der Prüfung ist nicht darin zu bemessen, dass aus dem Stehgreif alle möglichen Geräte bedienen kann und auch nicht von 0 auf 100 mit dem Selbstbau anfangen kann.
Der Wert liegt einzig nur darin zu Prüfen, ob jemand in der Lage ist die Regularien einzuhalten. Alles andere wird nicht geprüft und muss auch nicht geprüft werden. Wer fähig ist kann dann ja sein Selbstbaurecht, nicht -pflicht, wahrnehmen und unter Einhaltung der Regularien aktiv werden.

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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#330

Beitrag von Radnor »

DL6WAB hat geschrieben:
Mi 11. Nov 2020, 13:36
Radnor hat geschrieben:
Mi 11. Nov 2020, 11:51
... sollte endlich eine wirkliche Einsteigerklasse für das Amateurfunk-Hobby eingeführt werden, ...
Radnor hat geschrieben:
Mi 11. Nov 2020, 13:15
... die Prüfung zur Klasse A ist zu einfach und nichts "wert", weil sie wirklich jeder in kurzer Zeit bestehen kann ...
Vielleicht solltest Du über deine doch sehr ambivalente Meinung nochmal nachdenken! :D
das erscheint nur widersprüchlich wenn man es nicht verstehen will :roll:

Neueinsteigern wird es mit dem aktuellen Fragekatalog zu schwer gemacht, den Einstieg zu schaffen. Deshalb plädiere ich für eine Einsteigerklasse mit beschränktem Zugang, um hier vielleicht 70cm, 2m und 10m zu nennen. Dafür dann eine wirkliche, praxisorientierte Einsteigerprüfung...

Für die Königsklasse A der Funkamateure ist die derzeitige Prüfung zu einfach (trotzdem lernintensiv) und kann von jedem ohne wirkliche (einem Funkamateur würdigen) Sachkenntnis bestanden werden. Wer die Prüfung für die Klasse A besteht, sollte auch etwas "können sollen" und genau das stellt die derzeitige Prüfpraxis eben nicht sicher.

Obwohl die Prüfungsfragen für die Klasse E und die Klasse A nahezu identisch sind, können sie trotzdem für die eine Klasse zu leicht und für die andere Klasse zu schwer sein, ohne das es widersprüchlich ist
Zuletzt geändert von Radnor am Mi 11. Nov 2020, 14:00, insgesamt 1-mal geändert.
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