Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

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DC5WP
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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#1

Beitrag von DC5WP »

Hallo Jürgen,
also Dein Post hat mir zu viele negative Aspekte - wobei doch eigentlich die positiven wesentlich überwiegen .......

Viele Grüße
Stefan

guglielmo
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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#2

Beitrag von guglielmo »

Ich will mich mal wieder melden. Ein versprochener Beitrag zu Leitungen und der Ausbreitungsgeschwindigkeit von Wellen steht noch aus. Ich befinde mich allerdings schon fast auf der Zielgeraden. Es ist ein recht komplexes Thema. Nun zur Prüfung. Hobbys sind dazu da um irgendwie Zerstreuung und Spaß zu bereiten. Hier ist der Amateurfunk keine Ausnahme. Das Wissenschaftliche und Experimentelle hat für viele Teilnehmer keine Relevanz mehr. Das Völkerverbindende vielleicht schon eher und die Befriedigung des angeborenen Spieltriebs ebenfalls. Warum machen Leute diese Prüfung und nehmen bei der Vorbereitung und auch danach einiges an Geldausgaben und persönliche Aufwände in Kauf?

Ich antworte mal für mich. Ich habe selber als Jugendlicher auch eine HF 12 mein Eigen genannt. Ein Onkel war Funkamateur und damit nahm das Verhängnis seinen Lauf. Ich wusste sehr bald, das viel mehr geht als nur das CB-Funken um die Ecke. Der Wunsch wuchs Funkverbindungen auch außerhalb Deutschlands und vielleicht sogar weltweit zu haben. Meinen Schein habe ich viel später geschossen. Er ist mir in Sachen Physik und Technik schon fast in den Schoß gefallen aufgrund einer geeigneten Ausbildung. Gelernt habe ich eigentlich nur Betriebs- und Gesetzeskunde.

Zusammengefasst: Ich bin einfach nur Funkamateur geworden weil ich es geil finde mit wesentlich leitsungsfähigeren Geräten funken zu dürfen. Selber gebastelt habe ich nur noch wenig, seit dem ich in Lohn und Brot stehe. Ein paar Antennen, BALUNS, Mantelwellensperren, Maste etc. Vielleicht kommt noch etwas wenn ich in den Ruhestand gehe. Ab und an spiele ich einfach mit meinen Geräten. Ernsthafte Absichten wie die Teilnahme an Kontesten etc. verfolge ich nicht. Ich freue mich hier und da DX-Stationen zu erreichen oder mal ein nettes QSO mit Gleichgesinnten zu führen. Für mich ist dies schon fast so eine Art CB-de-Lux. Man verzeihe mir diese Respektlosigkeit gegenüber den CB Funkern ;-).

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DC5WP
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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#3

Beitrag von DC5WP »

DL6WAB hat geschrieben:
Di 27. Okt 2020, 13:44
Hallo Stefan,,

dass sollte eigentlich so nicht rüberkommen. Für uns Funkamateure ist die Sache ziemlich klar, für uns stellt sich die Frage ja nicht mehr. Das wir das Thema aus unserer Sicht überwiegend positiv sehen, ist doch logisch, sonst würden wir es ja nicht (mehr) machen. :D

Jeder sollte für sich entscheiden, ob das Interesse oder der Wunsch am Amateurfunkdienst teilzunehmen, die ganz sicher auch vorhandenen negativen Aspekte überwiegen. Die positiven Aspekte kennen ja viele schon. Ich finde es deshalb mehr als fair, auch auf die andere Seite der Medaille hinzuweisen und nicht immer nur, nach altbekannter Manier, die Vorteile darzustellen. Zur Entscheidungsfindung gehören mMn alle Aspekte dazu!
Ja ... es gehören alle Aspekte dazu -- allem voran die Guten und davon ist bei deinem Eingangspost echt nicht viel davon da .... also ein guter Automobilverkäufer bist Du leider garantiert nicht ....

Und derjenige, der nur funken will, der muss nicht weiter lernen, Amateurfunk ist in meinen Augen sogar ein sehr günstiges Hobby - verglichen mit anderen.... und da muss ich leider sagen, dass Dein Post massiv einseitig ist und nicht wirklich ein Vergleich oder sonst etwas ist um eine ja/nein-Frage zu begründen. Also dazu gehören zu den contra-Argumenten auch ein paar pro-Argumente und dann sollte auch über einen breiteren Bereich des Amateurfunks berichtet werden. Möglicherweise auch einen fundierten Vergleich von Amateurfunk und CB-Funk .... aber nicht generell nur die negativen Punkte die Dir gerade so eingefallen sind :-)
DL6WAB hat geschrieben:
Di 27. Okt 2020, 13:44
Das wir das Thema aus unserer Sicht überwiegend positiv sehen, ist doch logisch, sonst würden wir es ja nicht (mehr) machen. :D
Das wissen aber die anderen nicht - die sollten genau das wissen ;-)

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Didi_HH
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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#4

Beitrag von Didi_HH »

Ich stimme Jürgen in vielen Punkten zu .... es ist nun mal ein Gesetzlich geschützter Amateurfunkdienst, kein Quassel Citizen-Band-Jedermann Funk.

Den Anspruch, sich ständig weiter zu bilden, vermisse ich ebenfalls. Und ja: es sind insbesondere DO-Funker die schon seit der Einführung von DO-Calls im Jahre 1998 darauf "backen" geblieben sind. Dann kommt immer "ach, was brauch die 6 KW Bänder mehr".

Ich persönlich halte die DO-E-Klasse nach wie vor für eine Allgemeine "Entry"-lis - mit dem Ziel, dann auch in absehbarer Zeit auf A aufzustocken. In den USA/ARRL ist auch nicht üblich, bis zum Tod die Technician-Class zu haben....

Mich stimmt es immer traurig und fast ein bisschen Ärgerlich, wenn besonders Newcomer nicht mal QSL innerhalb DL geben - dann kommt immer der Spruch "ich sammle keine Karten" usw.

Man kann auch QSL Karten per Briefpost zu 80cent in DL versenden. Das sollte der mindeste Anspruch an sich selber sein.

Oder:

Selbstbau? Mach ich nicht...
QSL? Versende keine, will keine...
DX und Feldtag? Mach ich nicht ...
Telegrafie? Mach ich nicht...
Antennenbau? Mach ich nicht....
Selbsterklärung? Habe ich nicht, kontrolliert doch eh keiner, ist mir zu "kompliziert"
...Ich mach bloß FT8 & 70cm Relais Palaver und sonst nichts...

DAS stört mich wirklich an manchen OMs mit DO-Call...

Die BEMFV Anzeige ist auch nicht schwer, einen Rundstrahler für UKW und einen Dipol oder auch KW-Vertikal kann nun wirklich jeder in den Wattwächter oder in das Tool des DARC eingeben. Ich begreife einfach nicht, warum das nicht gemacht wird.

Apropos Darc - auch wenn Jürgen nur diskret den Hinweis auf einen OV gibt. Es sind nun mittlerweile nicht mal mehr die Hälfte aller OM in DL im "Bundesverband" .... auch ein Punkt über den mal gesprochen werden könnte.

Und nein, Amateurfunk und die Frequenznutzungsgebühren kann sich wohl jeder leisten. Es wäre im Allgemeinen auch gut & richtig, wenn sich der ein oder andere enthusiastische CB-Funker die 2 Moltrecht Bücher kauft und mit dem Ham-Radio Trainer anfängt zu lernen!

Ich kann das nur begrüßen und würde mich auch freuen, wenn daraus Freundschaften entstehen und die HAM-Bänder allgemein mehr in den "Classic-Modes" SSB & CW belebt werden!

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Didi

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Didi_HH
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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#5

Beitrag von Didi_HH »

"Leider geht auf die Dinge, die ich angesprochen habe, so gut wie niemand mal ein. Sie gehören aber einfach dazu und sollten mMn nicht vorenthalten werden."

sieht man ja meinem zensierten Beitrag hier.

Mein Account kann wieder gelöscht werden.

Ade'

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Charly Whisky
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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#6

Beitrag von Charly Whisky »

Eine Anmerkung am Rande:

Ich habe einen Vorbehalt gegen die „Bezeichnung“ Funkamateur, wobei es die Reaktion auf das Teilwort „Amateur“ ist, die in der Öffentlichkeit für Erheiterung sorgt.

Analog zu den Fussballern: Da gibt es „Amateure“ und „Profis“.

Ich zitiere:“ Ein Amateur ist ein Laie und für seine Tätigkeit nicht formal ausgebildet, im Unterschied zur Fachkraft.“
Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Amateur

Und das stimmt so einfach nicht.

VG
Christian

Maulwurf
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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#7

Beitrag von Maulwurf »

Ein Amateur geht aus Liebhaberei seinem Hobby nach und nicht aus finanziellen Gründen.
Im verlinkten Artikel steht ja auch, dass "Amateur" nichts über die Qualifikation desselben aussagt.
Und die früher als Prüfungsfrage gelernte Aussage "Funkamateur ist....." trifft auch auf die CB-Funker zu. Auch die zwingt keiner.

Ein Aspekt ist noch, dass die Amateurbänder weniger gestört sind als das CB-Band.

73, Stefan



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73 Stefan

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DocEmmettBrown
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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#8

Beitrag von DocEmmettBrown »

Vielleicht noch ein ganz anderer Aspekt:

AFu hat in den meisten Fällen etwas mit Neugier zu tun, also der inneren Einstellung, also sich zu fragen, wie etwas funktioniert, was der wissenschaftliche Hintergrund dabei ist oder wie man ein gestecktes Ziel erreichen kann. Ähnliches findet sich bei anderen Steckenpferden natürlich ebenfalls, vielleicht sogar bei solchen wie Wandern, beim AFu aber meistens deutlich verstärkt. Eng gekoppelt mit der Neugier ist das Tüfteln, was mit dem Antennenbau bereits beginnt.

Nun findet sich das oben Genannte aber auch beim CB-Funk wieder und wenn man hier im Forum liest, dann scheinen hier einige Unlizenzierte zu sein, die vielleicht etwas überspitzt formuliert mit dem Lernen des Bandplans und der Landeskenner eigentlich bereits prüfungsreif wären, mindestens für die Klasse-E, gelegentlich wohl auch schon für die Klasse-A. (Gell, Hartmut? ;) ) Was ich damit zum Ausdruck bringen möchte ist, daß der Übergang zwischen CB und AFu fließend ist. Viele, so nehme ich an, bekommen bei dem Wort "Prüfung" vielleicht ein flaues Gefühl in der Magengegend und erinnern sich vielleicht an ungute Klassenarbeits- oder Klausur-Erlebnisse aus der Schulzeit. Aber speziell denen, die jetzt schon mit CB basteln oder SWL sind und ein gewisses technisches Verständnis haben und womöglich bereits basteln, würde ich anraten, sich das im Kopf mal zu durchdenken, ob die Lizenz nicht vielleicht eine kleine Herausforderung im Leben wäre.

Nun gibt es bei CB natürlich auch die, die sich für den technischen Teil eigentlich gar nicht interessieren. Ob für diese AFu geeignet ist, kann ich nur schwer beurteilen, zumindest kann ich in solchen Fällen eine gewisse Zurückhaltung durchaus nachvollziehen.

Abschließend noch ein Wort zu den Inhalten von AFu: AFu ist nicht nur SSB auf KW oder FM auf UKW, sondern die Möglichkeiten in AFu sind so riesig, daß man sie kaum aufzählen kann. Ich bin auch relativ sicher, daß ein OM nicht alle Aspekte des AFus ausprobieren kann, weil ihm vermutlich schlichtweg seine Lebenszeit dafür gar nicht reicht. Aber vielleicht fertigt ja jemand mal eine Liste an, was man mit AFu alles machen kann. ;)

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Derby Station
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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#9

Beitrag von Derby Station »

Machen. Bin dabei...

C ya l8er.
OP: Marco ° Phonie: 13HN1999 ° Digi: 13MSH ° Angelausrüstung ist vorhanden
PMR 446: Kanal 3/446,03125 MHz/CTCSS 67 ° FRN: 1a-funkfeuer.com/Port 10024/Raum Berghütte CBAPRS.DE
Will OP werden.

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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#10

Beitrag von Willi »

DocEmmettBrown hat geschrieben:
Di 27. Okt 2020, 17:09
Vielleicht noch ein ganz anderer Aspekt:

AFu hat in den meisten Fällen etwas mit Neugier zu tun, also der inneren Einstellung, also sich zu fragen, wie etwas funktioniert, was der wissenschaftliche Hintergrund dabei ist oder wie man ein gestecktes Ziel erreichen kann. Ähnliches findet sich bei anderen Steckenpferden natürlich ebenfalls, vielleicht sogar bei solchen wie Wandern, beim AFu aber meistens deutlich verstärkt. Eng gekoppelt mit der Neugier ist das Tüfteln, was mit dem Antennenbau bereits beginnt.

Nun findet sich das oben Genannte aber auch beim CB-Funk wieder und wenn man hier im Forum liest, dann scheinen hier einige Unlizenzierte zu sein, die vielleicht etwas überspitzt formuliert mit dem Lernen des Bandplans und der Landeskenner eigentlich bereits prüfungsreif wären, mindestens für die Klasse-E, gelegentlich wohl auch schon für die Klasse-A. (Gell, Hartmut? ;) ) Was ich damit zum Ausdruck bringen möchte ist, daß der Übergang zwischen CB und AFu fließend ist. Viele, so nehme ich an, bekommen bei dem Wort "Prüfung" vielleicht ein flaues Gefühl in der Magengegend und erinnern sich vielleicht an ungute Klassenarbeits- oder Klausur-Erlebnisse aus der Schulzeit. Aber speziell denen, die jetzt schon mit CB basteln oder SWL sind und ein gewisses technisches Verständnis haben und womöglich bereits basteln, würde ich anraten, sich das im Kopf mal zu durchdenken, ob die Lizenz nicht vielleicht eine kleine Herausforderung im Leben wäre.

Nun gibt es bei CB natürlich auch die, die sich für den technischen Teil eigentlich gar nicht interessieren. Ob für diese AFu geeignet ist, kann ich nur schwer beurteilen, zumindest kann ich in solchen Fällen eine gewisse Zurückhaltung durchaus nachvollziehen.

Abschließend noch ein Wort zu den Inhalten von AFu: AFu ist nicht nur SSB auf KW oder FM auf UKW, sondern die Möglichkeiten in AFu sind so riesig, daß man sie kaum aufzählen kann. Ich bin auch relativ sicher, daß ein OM nicht alle Aspekte des AFus ausprobieren kann, weil ihm vermutlich schlichtweg seine Lebenszeit dafür gar nicht reicht. Aber vielleicht fertigt ja jemand mal eine Liste an, was man mit AFu alles machen kann. ;)

73 de Daniel

Moin Daniel,

der Beitrag ist eine recht gelungene Schilderung, über die Möglichkeiten von funktechnischen Anwendungen, mal so ganz einfach zusammengefasst.

Viele kamen durch's Basteln zur Funkerei, so auch ich.

Erfahrungen und eigene Erkenntnisse erwerben, Erfolge haben - das war's in meiner Jugend.

Irgendwann konnte der Bastler nicht mehr mit der aktuellen Technik mithalten, also mit dem Basteln.
Es sei denn mit grossem Aufwand, den er nicht betreiben wollte.

Er kaufte sich Geräte, die damals sehr teuer waren. Machte dann die Lizenz, oder funkte auf CB, oder sonstwo ( 45m-Band ).

Irgendwann kam dann der Frust.
Restriktive Bauordnungen durch Kommunen und Kreise.
Strahlenphobiker, die vorzugsweise Stoffschuhe tragen, und dergleichen mehr.

Wer heute die Lizenzprüfung ablegt, hat vermutlich all' jene Betriebsarten im Auge, die Du in Deinem Beitrag für jene Liste gewünscht hast.

Willi.

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DocEmmettBrown
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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#11

Beitrag von DocEmmettBrown »

Willi hat geschrieben:
Di 27. Okt 2020, 23:06
Machte dann die Lizenz, oder funkte auf CB, oder sonstwo ( 45m-Band ).
Funkfunk? Au, da ließe ich die Finger von. Da kommst Du nimmer mit einer OWi davon. ;)
Willi hat geschrieben:
Di 27. Okt 2020, 23:06
Restriktive Bauordnungen durch Kommunen und Kreise.
Strahlenphobiker, die vorzugsweise Stoffschuhe tragen, und dergleichen mehr.

Wer heute die Lizenzprüfung ablegt, hat vermutlich all' jene Betriebsarten im Auge, die Du in Deinem Beitrag für jene Liste gewünscht hast.
Also die Bauordnungen sind eigentlich das kleinere Problem, solange Du unter 10 m bleibst, und danach wirst Du vermutlich sowieso einen Statiker benötigen.

Was die "Liste" betrifft: Wenn ich einen ganzen Tag lang überlege, was mit AFu alles geht, dann werde ich hinterher vermutlich bestenfalls 1% der tatsächlichen Möglichkeiten zusammen haben. Es ist einfach zu viel und geht ja bis hin zum interplanetaren Funkverkehr (Erde-Venus-Erde) und allen möglichen digitalen Anwendungen (HAMNET, APRS, ... nein, ich fange jetzt nicht damit an).

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Willi
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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#12

Beitrag von Willi »

DocEmmettBrown hat geschrieben:
Di 27. Okt 2020, 23:27
Willi hat geschrieben:
Di 27. Okt 2020, 23:06
Machte dann die Lizenz, oder funkte auf CB, oder sonstwo ( 45m-Band ).
Funkfunk? Au, da ließe ich die Finger von. Da kommst Du nimmer mit einer OWi davon. ;)
Willi hat geschrieben:
Di 27. Okt 2020, 23:06
Restriktive Bauordnungen durch Kommunen und Kreise.
Strahlenphobiker, die vorzugsweise Stoffschuhe tragen, und dergleichen mehr.

Wer heute die Lizenzprüfung ablegt, hat vermutlich all' jene Betriebsarten im Auge, die Du in Deinem Beitrag für jene Liste gewünscht hast.
Also die Bauordnungen sind eigentlich das kleinere Problem, solange Du unter 10 m bleibst, und danach wirst Du vermutlich sowieso einen Statiker benötigen.

Was die "Liste" betrifft: Wenn ich einen ganzen Tag lang überlege, was mit AFu alles geht, dann werde ich hinterher vermutlich bestenfalls 1% der tatsächlichen Möglichkeiten zusammen haben. Es ist einfach zu viel und geht ja bis hin zum interplanetaren Funkverkehr (Erde-Venus-Erde) und allen möglichen digitalen Anwendungen (HAMNET, APRS, ... nein, ich fange jetzt nicht damit an).

73 de Daniel

Daniel,
mit 45m meinte ich Jene, die von 6.6Mhz+ funkten.
Als ich noch bei der Farbe 'Blau' war, auf DHJ59, gab es mitunter Intruder in A3j.
War aber bei den genutzten Betriebsarten nicht schlimm.
Vornehmlich Stationen aus G, PA, EI und DL.

Willi.

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Radnor
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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#13

Beitrag von Radnor »

ich denke, die Frage ob man eine Afu Lizenz machen soll oder nicht, sollte und kann eigentlich nur von jedem selbst getroffen werden. Sobald es einen einzigen Teilbereicht beim Amateurfunk gibt, für welchen man Interesse hat, sollte man eine Lizenz machen. Auf diesen kurzen Nenner möchte ich das herunterbrechen.

Es gibt Funkfreunde, welche mit CB Funk ihr gesamtes Leben lang glücklich sind... wie es Funkfreunde gibt, welche ohne Lizenz und ihren Afu sich kein Leben vorstellen können. Dazwischen gibt es aber noch zig "Graustufen" und dazu, bzw. zu den "Ansprüchen" an diese Graustufen möchte ich kurz etwas sagen:

Es gibt z.B. Funkfreunde, welche gerne CB Funk machen aber vielleicht auch den mobilen 2m/70cm Relaisfunk in Ihrer Gegend spannend finden. Andere möchten unbedingt Sateliten arbeiten und wiederum andere interessieren sich für einen gänzlich anderen Teilbereich. Auch ist die Funkerdichte generell etwas dünner geworden und so möchten sich vielleicht einige Funker gerne einer größeren Anzahl Gleichgesinnter in ihrer Gegend (also einem OV) anschließen. An Selbstbau, Kontesten, Telegrafie, Diplomen, KW Funk, Satelitenfunk, digitalen Betriebsarten und alles andere was man noch so als Funkamateur darf, sind sie vielleicht gar nicht oder nur wenig interessiert. Was ist "schlimm" daran? Wieso müssen Funkamateure andere Funkamateure nötigen, Dinge zu tun welche sie vielleicht gar nicht möchten? ...du hast die E, also mach bitte die A, weil die E ist nur eine Einsteigerlizenz und es wird erwartet ...du bist FA, also musst du dich ständig weiterbilden... ist doch nicht schwer eine Antenne oder was auch immer zu bauen, warum machst du es nicht? ...wenn du dich nur nett unterhalten willst, dann hätte dir auch CB gereicht usw....

Jeder sollte für sich selbst entscheiden, welche Teilbereiche des riesigen Amateurfunkhobby er für sich entdecken, nutzen und in sein derzeitiges Lebensmodell einbinden möchte und welchen nicht. Niemand wird alles machen können oder wollen was möglich ist. Das sollte man einfach respektieren und akzeptieren und nicht seine eigene Ansicht und Einstellung als allgemeingültig erklären.

Funk ist ein tolles Hobby und mir ist es völlig egal ob jemand eine Lizenz hat oder nicht. Hauptsache man findet einen gemeinsamen Nenner, hat Spaß miteinander und teilt tolle Erfahrungen und Momente
73 Klaus, Seeadler, 13GD60, DK4PK
...irgendwo in der alten Welt, im schönen Nordpfälzer Bergland :wave:

Willi
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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#14

Beitrag von Willi »

Klaus,
der gemeinsame Nenner ist es!

Oder ' suum cuique'.

73-Willi.

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DMA284
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Re: Zulassung zum Amateurfunkdienst (Lizenz) machen, ja oder nein?

#15

Beitrag von DMA284 »

Oha, harter Tobak! Lizenz machen, ja oder nein? Ich denke das muss jeder für sich selbst ergründen.

Wie jeder habe ich mit CB angefangen. Ne Faible für Technik hat sich bei mir schon früh entwickelt. Kein elektrisches Kinderspielzeug war vor mir sicher. Ich wollte immer rein schauen um zu sehen was da drinne steckt. Ein Schuco Elektronik Baukasten hat dann mein Interesse an Elektronik noch weiter gesteigert. Ein C64 Computer war dann die logische Folge. In den heute genannten MINT Schulfächern war ich gut, auch wenn ich nur Hauptschüler war. Die Lehre musste auch was im Strom und/oder Elektronik zu tun haben. Ich lernte das Radio- und Fernsehtechniker Handwerk.

Computer haben aber mehr Raum in meinem Leben eingenommen und ich war vor allem von der Datenübertragung fasziniert. Ein Bericht in der C64 Ausgabe 2/90 da war ich fast 15 faszinierte mich sehr. Es ging um die Betriebsart Packet Radio. Das wollte ich unbedingt auch machen. Denn DFÜ über Telefon war verdammt teuer und meine Eltern haben es mir nach einer sehr hohen Telefonrechnung verboten. Leider war es für CB Funk nicht erlaubt und ich wollte die Amateurfunk Prüfung der damaligen Klasse C machen. Ich besorgte mir also entsprechende Bücher. Doch mein Interesse für Amateurfunk flaute wieder ab, andere Dinge waren wichtiger die da waren Wein (Bier), Weib und Gesang. :sup:

Das CB Funker Leben lief so seinen Gang. Der Führerschein fürs Auto kam, dann das erste eigene Auto. Musste natürlich Funk rein. Beliebt waren dann vor allem Fuchsjagden mit dem Auto. Sowie Träger Drücker auszupeilen um ihnen, ggf. körperlich die Meinung zu Geigen oder deren Spargel vom Dach zu holen oder den Masten im Garten umzulegen.

1994, mitten in meiner Lehrzeit wurde dann Packet-Radio auf CB freigegeben. Ich war wieder Feuer und Flamme für die Betriebsart und baute mir rasch ein passendes Modem für meinen C64. Von da an war ich dann ununterbrochen bis 2006 in dieser Betriebsart QRV. Ich muss sagen das mich die Beschäftigung mit Packet-Radio, weil ich es eben nicht nur nutzen wollte wie viele Andere, sondern auch verstehen wollte wie es funktioniert, mich für das Thema Netzwerke im allgemeinen stark sensibilisiert hat. AX25, Netrom, INP3, Flexnet und zu guter Letzt TCP/IP waren mir nicht fremd und ich verstand sie. Zudem hat mich PR zu einem Betriebssystem geführt das ich bis heute intensiv nutze, Linux. Auch meine Berufswahl prägte es.

Zurück zur Lizenz. Anfang der 1998er wurde die Klasse 3 eingeführt. In unserer Funkerrunde wollten sich einige an dieser Lizenz versuchen. Ich habe einfach mitgezogen und wir sind gemeinsam zu Prüfung nach Hannover gefahren. Das technische war ein Klacks für mich als gelernter Radio- und Fernsehtechniker. Den rechtlichen und betrieblichen Stoff hat man halt auswendig gelernt.

Nach ein bisschen Relais funken, Packet-Radio Betrieb und DARC OV Besuchen merkte ich aber das es doch nicht so das richtige für mich ist. Im OV saßen, man möge mir verzeihen, alte Säcke. Weder ich zu ihnen noch sie zu mir fanden einen "Draht" für einen Austausch. Ich wollte Digitale Betriebsarten machen und die waren nur an ihrer Kurzwelle und dem Klopfen von Zeichen interessiert. Hab mich dann aus dem OV zurück gezogen, dem DARC meine Kündigung geschickt und dem AFU den Rücken gekehrt.

Achja, mich interessieren tatsächlich QSL Karten nicht im geringsten. Obwohl ich nie welche angefordert haben, habe ich die an OV Abenden zugesteckt bekommen. Warum soll ich eine erfolgreiche Funkverbindung auf ein Stück Totholz bestätigen? Reicht doch wenn ich weiß wie weit ich gefunkt habe und erfreue mich daran. Auch Conteste mag ich nicht. Wenn dann will ich entspannt quatschen oder Fachsimpeln und nicht in aller Kürze Rufzeichen, Standort und Rapport austauschen. Selbstbau? Habe ich im Grunde schon im CB gemacht als ich meine AX.25 Modem für den C64 gelötet habe, sowie Antennen, Adapter, Interfaces und sonstiges Zusammengelötet. Nein einen TRX habe ich noch nicht gebaut, wozu?

2006 hatte ich die ganze Funkerei dann komplett aufgegeben. Es gab andere Prioritäten im meinem Leben. Mit CB-Funk habe ich 2017 erst wieder ernsthaft angefangen. Habs auch mit AFU wieder versucht, aber ich werde einfach nicht warm mit den "Krawatten Funkern", sorry für den Ausdruck. Aber ein Plausch auf CB ist mir einfach lieber, weil man frei von der Leber weg quatschen kann ohne Formalien.

55 & 73
Von Zuhause: Team Expert 1 mit Hy-Gain 5/8 Wave Feststationsantenne
Standmobil: President Grant II mit eXtreme Antenna Systems DRX111 LiveWire 5/8 Koax Drahtantenne am GFK Mast

Gesperrt

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