Erfahrungen mit Baby Loop von I3VHF?

pikachu
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Re: Erfahrungen mit Baby Loop von I3VHF?

#16

Beitrag von pikachu » Di 5. Jul 2016, 11:42

Wie komme ich auf den Wirkungsgrad?

Ganz einfach: War zunächst eine Schätzung aufgrund meiner Erfahrung und aufgrund des Studiums der Literatur. Den Rechner hatte ich noch in der alten Version, aber in der neuen ist das auch nicht viel anders.

Gib in dem Rechner ein:

Durchmesser 85cm (Baby-Loop), Kreis, Kupfermaterial (Al ist schlechter!), Frequenz 7.1 MHz.

Wirkungsgrad: 2,69... %

Klar, bei 14MHz sind es schon 26-27%. Aber ich bin mal vom schlechtesten Fall ausgegangen...

Je höher die Frequenz wird, umso besser wird der Wirkungsgrad. Insofern vielleicht eine typische DO-Antenne... (von 80m mal abgesehen)
;)

ich weiß nur nicht, warum man 1400,- ausgeben will, wenn man für ein Zehntel oder noch weniger einen schönen Dipol bekommt!

:D

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Wurstauge
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Re: Erfahrungen mit Baby Loop von I3VHF?

#17

Beitrag von Wurstauge » Di 5. Jul 2016, 12:22

pikachu hat geschrieben:
ich weiß nur nicht, warum man 1400,- ausgeben will, wenn man für ein Zehntel oder noch weniger einen schönen Dipol bekommt!

:D
Lass ihn doch , andere kaufen sich Geräte für 7000€ um die DW und T5 abzuhören :rolleyes:

:wave:
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Re: Erfahrungen mit Baby Loop von I3VHF?

#18

Beitrag von 13SD260 » Di 5. Jul 2016, 12:26

Beo welchem Leiterdurchmesser kommt dieser Wirkungsgrad heraus ? Im übrigen hat Auch eine Magnetic Loop die auf dem Boden steht Flachstrahlung
Da Du offensichtlich keinerlei Erfahrung mit einer gut aufgeba auten Magnetic Loop hast, erspare ich mir weitere Kommentare. Vermutlich hat der TE keinen Platz für einen vernünftigen Dipol. In meinem Fall hatte die Magnetic Loop die Nase vorn. Ein gleich hoch aufgebauter Rotary Dipole (ca.12m Höhe) jedoch funktioniert bei mir meist etwas besser auf den hohen Bänder. Beide Antennen Sind bis 20m meist besser als der Draht.
Die CAT Steuerung lässt sich z.B. mit LPbridge realisieren.

Ich bin raus...

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Re: Erfahrungen mit Baby Loop von I3VHF?

#19

Beitrag von pikachu » Di 5. Jul 2016, 13:49

Bei 10mm kommt dieser Wirkungsgrad heraus.

Im übrigen ist das völlig egal, ob das nun 10% oder 20% oder 30% sind: Die Sendeleistung wird zum ganz überwiegenden Teil in Wärme umgesetzt. Wer das möchte, von mir aus...

Dennoch wird ja wohl die Frage bzw. der Hinweis an den TE erlaubt sein, daß er für superteures Geld eine relativ wirkungsarme Sendeantenne ersteht.

Mag sein, daß ich "keinerlei Erfahrung mit einer gut aufgebauten ML" habe. Ja und?
Dann hilf mir doch auf die Sprünge, anstatt Dich zurückzuziehen...

Du jedenfalls hast offenbar wenig Erfahrung, was einen gut aufgehängten Dipol betrifft, sonst würdest Du nicht solche Vergleiche hier ziehen...

Wenn die ML in der Tat so gut wären, wie OM Bensch behauptet (bist Du der?), dann wären sie ja weit verbreitet (und vermutlich auch billiger). Das hat schon seinen Grund, warum die überwiegende Mehrheit der DXer Beams auf den höheren Bändern aufbaut (wo der Wirkungsgrad der MLs ja mehr als 50% ist) und nicht MLs.

Und auf den unteren Bändern dominieren Dipole oder endgespeiste Drähte (nicht die mit 1:9 UNUN), auch nicht Loops.

Die "Nase vorn" kann bei guter Errichtung eine ML niemals vor einem Dipol haben...
(Außer bei OM Bensch vielleicht...)

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Re: Erfahrungen mit Baby Loop von I3VHF?

#20

Beitrag von pikachu » Di 5. Jul 2016, 14:57

Hier noch eine Diskussion bzgl. eines direkten Vergleichs Dipol - ML. da ist fast immer von 10dB die Rede.

http://forum.db3om.de/ftopic24416.html

Fazit: Der Aufwand für eine ML ist immens, der Wirkungsgrad vergleichsweise schlecht.

Und auch noch zwei Dinge, die es zu beachten gilt:

a) Falls man die Richtwirkung nutzen will, muß noch ein Rotor her.
b) Dauerndes Nachstimmen erforderlich.

Hatte selbst so Dinger gebaut und bin schnell wieder davon weg...

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Re: Erfahrungen mit Baby Loop von I3VHF?

#21

Beitrag von hb9pjt » Di 5. Jul 2016, 17:11

Wenn die Antenne sendemässig 6-12 dB schlechter geht, dann tut sie das auch beim Empfang. 7-12 dB schlechtere Signale gegenüber einer Dipolantenne entsprechen auch meinen Erfahrungen. Dass eine Loop ein besseres Signal/Rausch-Verhältnis liefert als eine Dipolantenne, das geht für mich in die Abteilung Märchen. Oder dann ist die eine Antenne näher bei der Rauschquelle montiert bzw. das Strahlungsdiagramm wurde nicht berücksichtigt, also ein ungeschickter nichtssagender Test. Eine Magloop ist sehr kompakt, verwandelt aber einen 100 Watt TRX zur QRP Station.

73, Peter - HB9PJT
Mister-S hat geschrieben:Ein Test mit einer selbst gebauten Loop mit 1,3 m Durchmesser 2 m über Grund ergab enpfangsseitig eine durchschnittliche Signalverschlechterung um -3 dB, jedoch ein wesentlich besseres Signal-Rausch-Verhältnis was zu deutlich besserer Lesbarkeit führt. Ein klares Plus für die Loop. Sendeseitig liefert sie 6 bis 12 dB schlechtere Raporte.

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Re: Erfahrungen mit Baby Loop von I3VHF?

#22

Beitrag von pikachu » Di 5. Jul 2016, 17:46

@Frankennexus:
Lustig, Du hast noch nichts über Größe und Ausführung Deiner Loop geschrieben aber jeder kann sie bewerten.
Ich glaube, diese beiden hatte der Jan mal in Betrieb:

http://forum.db3om.de/ftopic22669.html

Waren dann aber mal eben 500-600 W SSB (und nicht wie angegeben 50-60W)...
;)

Jack4300
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Re: Erfahrungen mit Baby Loop von I3VHF?

#23

Beitrag von Jack4300 » Di 5. Jul 2016, 19:15

13SD260 hat geschrieben:
Man schaue sich den berechneten Gewinn einer Loop von sagen wir 25% Wirkungsgrad im Vergleich zu einem optimal aufgebauten Dipol an, setze das in die Realität um und bewerte selber den Unterschied.
25% ist aber auch sehr konservativ gerechnet. Aus eine MagLoop kann man deutlich mehr raus holen. Aber meistens hat der OM auch nicht die Wahl zwischen Loop oder frei stehendem Dipol, sondern zwischen Loop und irgendeinem Kompromiss wie zB. Inverted V unter Dach. Da schneidet für Loop oft besser ab.

DF5WW

Re: Erfahrungen mit Baby Loop von I3VHF?

#24

Beitrag von DF5WW » Mi 6. Jul 2016, 13:04

Halte ich für ein Gerücht das eine ML besser geht als Draht unter Dach. Ich hab das zur Genüge testen können/müssen und die Drahtantennen waren immer besser als die ML. Sicher kann man mit einer ML auf den höheren Bändern schöne Wirkungsgrade erzielen was mich allerdings etwas gestört hat war die reisserische Aussage weiter oben das mit einer ML die im Garten 2 m über Grund montiert ist auf 80 m "problemlos" VK geht. Wenn VK mit einer ML erreicht wurde war das ein "Glücksgriff" und auch sicher nicht "problemlos". Und das selbst dann nicht wenn man die erlaubte max. Leistung von 750 W (+/- 1 dB) nutzen würde die man hierzulande an eine Antenne schicken darf falls die ML Spannungsfest genug wäre das zu können.

Vorteil im Haus ist natürlich unbetreitbar die Tatsache das eine geschlossene Schleife weniger Umgebungsstörungen aufnimmt und man i.d. Tat evtl. besser hört aber das würde mich allerhöchstens dazu bewegen eine ML für RX aufzubauen (evtl. mit Verstärker) und über eine Drahtantenne zu senden. Aber 1400.- Öhre für eine R/TX MagLoop mit Verlusten .... Never ever .. :clue: :clue:

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Re: Erfahrungen mit Baby Loop von I3VHF?

#25

Beitrag von pikachu » Mi 6. Jul 2016, 13:39

Und das selbst dann nicht wenn man die erlaubte max. Leistung von 750 W (+/- 1 dB) nutzen würde die man hierzulande an eine Antenne schicken darf falls die ML Spannungsfest genug wäre das zu können.
Zumindest will er seine beiden mit 500-600 W getestet haben.

Vgl.:

http://forum.db3om.de/ftopic22669.html

Wenn man allerdings mal in den "Kleinanzeigen" nachschaut, was er alles schon hatte, gesucht, gekauft und verkauft hat, wundert es einen, daß er nun ausgerechnet eine Baby Loop sucht. Immerhin hatte er einen Fritzel Mini Beam:

http://forum.db3om.de/ftopic21212.html

Der richtig montiert, und er hätte keinerlei Probleme mehr, selbst mit 5W nach VK oderJP zu kommen...
;)

(Irgendwie erinnert mich das Ganze an einen anderen Schreiberling hier...)

;)

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Re: Erfahrungen mit Baby Loop von I3VHF?

#26

Beitrag von dd4da » So 9. Dez 2018, 18:07

Ergänzend sei noch darauf hingewiesen, dass Magnetic-Loops unempfindlich gegen Störungen sind. Es ist ein abgestimmter Schwingkreis hoher Güte. damit sind die Dinger schmalbandig. Das hat Vorteile. Ich nutzte eine 85cm Durchmesser Magnetic Lopp, die ich vom Erdgeschoß-Balkon mit bis zu 450Watt betrieben habe. Keine Probleme mit Störungen - weder beim Nachbarn noch in der näheren Distanz. Man sollte allerdings nicht gerade neben der Loop sitzen. Anfassen bei Sendung ist absolut Tabu.
Warum man dafür allerdings soviel Geld ausgeben will, ist mir unklar. Selberbauen ist doch kein Hexenwerk. Grillmotor als Antrieb und Doppelumschalter zum Richtungswechseln und einen Taster. Man kann auch noch ein einfaches einstellbares Netzteil nutzen, um die Drehgeschwindigkeit einstellen zu können.
Die Loop selber besteht aus WiKu-Kupferrohr, ein Stück HT-Rohr und die beiden Endmuffen sind aus dem Baumarkt. Der Splittdrehko ist bei "Schubert-Gehäuse" erhältlich.
Was braucht man noch ? Eine PL-Dose, Etwas 4mm² Kupferdraht und etwas Zeit alles zusammen zu bauen.
Mit so einem Ding habe ich angefangen und viele QSO's gemacht. Ich habe das Ding auch nach 15Jahren noch betriebsfertig in der Garage stehen - nutzen tue ich sie nicht mehr. Etwas sentimental aber warum auch nicht.

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Re: Erfahrungen mit Baby Loop von I3VHF?

#27

Beitrag von pikachu » So 9. Dez 2018, 19:08

Ha, der alte Thread wird ausgegraben...
:D

Na, lieber Peter, dann sag mir doch, wo ich mich verrechnet habe.
(Um genauer zu sein: Wo ich möglicherweise falsche Werte in den Loop-Rechner eingegeben habe, der dann Deiner Meinung nach falsch Berechnungen angestellt hat.)

Und die Erfahrung mit der 85cm-Loop in ca. 5m Höhe habe ich bereits gemacht, die sind niederschmetternd.

Eine andere, weit größere, liegend aufgebaut in größerer Höhe, liefert bessere Ergebnisse. Insgesamt würde ich jedoch nach wie vor keine 1400 Eruo für so ein Gebilde ausgeben...

:D

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Re: Erfahrungen mit Baby Loop von I3VHF?

#28

Beitrag von alterstreuner » Fr 18. Jan 2019, 13:15

Lauter Leute mit gefährlichem Halbwissen hier?!?
Eine mag. Loop mit idealen Abmessungen hat gegenüber einem Dipol in idealer Höhe 0 (in Worten: NULL) db Verlust oder Gewinn!
Die idealen Abmessungen gelten (bedingt durch die Selektivität und damit verbundene Schmalbandigkeit) immer nur für einen sehr kleinen Bereich!
Das gilt übrigens auch für einen Dipol...
Die 1m Loop (wie o. genannt) ist für 10-20m sehr gut zu gebrauchen (bei 20m ca. -3db), mann kann ja ein wenig QRO machen.
Selbst auf 40m mit dem geringen Wirkungsgrad ist noch vieles Möglich, und Ich spreche aus eigener Erfahrung! -6db kann man ja mit 400W (anstelle 100W) wettmachen! :)
Und, bevor man KEINE ordentliche Antenne nutzen kann ist man mit einer Mag. Loop mehr als gut bedient!
Nicht jeder hat ein Fußballfeld ausserhalb der Stadt und entsprechende Masten um ordentliche Antennen zu bauen...

Also, immer cool bleiben... ;)
73 de Mike

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Re: Erfahrungen mit Baby Loop von I3VHF?

#29

Beitrag von Schinkenradio » Sa 19. Jan 2019, 21:04

alterstreuner hat geschrieben:
Fr 18. Jan 2019, 13:15
Eine mag. Loop mit idealen Abmessungen hat gegenüber einem Dipol in idealer Höhe 0 (in Worten: NULL) db Verlust oder Gewinn!
Kannst Du da eine Quelle anführen?

Gruß Schinkenradio
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Re: Erfahrungen mit Baby Loop von I3VHF?

#30

Beitrag von Kid_Antrim » Sa 19. Jan 2019, 22:24

"Also, immer cool bleiben... ;)"

Das ist so ziemlich das Beste, was ich im letzten haben Jahr hier gelesen habe. :-)

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