Gemeinde gegen Amateurfunker

Wolf
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Re: Gemeinde gegen Amateurfunker

#76

Beitrag von Wolf »

DeltaFox hat geschrieben:
(...) Woher kommen eigendlich diese Horrorgeschichten über die HF-Wellen?
Von Leuten, die damit viel Geld machen.

Ich hatte es oben schon mal geschrieben: Das sind u.a. sog. Baubiologen, Anbieter von Abschirmmaterialien, Verkäufer von Esoterik-Schwachsinn.

Auf dem Dorf genügt oft schon einer, der Panik schürt. Den Rest besorgt die Gruppendynamik. Für die tatsächlichen Nutznießer sind die verhetzten Einwohner nur nützliche Idioten.

Diese Geschäftemacherei mit der Angst der Leute läuft schon seit vielen Jahren - wobei es meistens nicht um Amateurfunk geht, sondern um Mobilfunk-Basisstationen.

Gruß
Wolf :-)

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doeskopp
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Re: Gemeinde gegen Amateurfunker

#77

Beitrag von doeskopp »

Man könnte denen mal einen LKW voll davon am Ortsschild abkippen. Reicht bis in den Gigaherz(Composter) Bereich. Ich würde die Steinchen dann allerdings direkt vom Steinbruch beziehen. Kies tuts auch. Er muss nur vor der Verwendung noch mit negativer oszillierender Neutralenergie aufgeladen werden. Das kostet dann ein Fass Med extra für den Druiden. Als Pulver eingenommen wirkt das sicher auch gegen die Matschbirne an der man die Geschädigten so leicht erkennt.

http://www.heilsteinberatung.de/Anwendu ... hlung.html

Grüße from Doeskopp

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KLC
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Re: Gemeinde gegen Amateurfunker

#78

Beitrag von KLC »

grinsekater hat geschrieben:Besagter Leserbriefschreiber .... . Und er ist für konstruktive Fachgespräche sicherlich auch telefonisch erreichbar, über Festnetz. :)

73, Andy
Kinners ,
ich hoffe daß keiner von euch diesen Typen anruft. Nicht daß er noch zum Märtyrer wird.
Auch keine Heil-Kiesel-Steinigung, auch wenn das den Verkauf falscher Bärte steigern könnte.
"Ist hier vielleicht Weibsvolk anwesend ??

Aber ich bin durch die Leserbriefe auf die Geschichte von Norbert Kühn DL8NAD und Marianne Blank FDP und der schönen Gemiende Dittelbrunn gestoßen. DL8NAD hat in einem Leserbrief auf sein Schicksal hingewiesen, der Stand der Dinge erschließt sich dort mir im Moment nicht ganz. Da ging es aber heftig zu. Ähnlichkeiten u.a.: Frau Blank war auch Nachbarin des Funkers. Roßbach/Zeitlofs und Dittelbrunn liegen lt. Goggel-Maps etwa 50 km auseinander.

Ich habe mich auch als Leserbriefschreiber in Franken versucht, bin aber bis jetzt gescheitert.Natürlich hatte ich über 2000 Zeichen gebraucht. Der erste Teil war vorhin nicht erschienen, den 2.Teil konnte ich nicht posten, weil mein Zugang wohl nicht mehr klappte.
Ich guck mal ob ichs finde, dann wird das Zeug halt hier veröffentlicht.

Nerven behalten :tup: Rolf :wave:
SAARLAND
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Re: Gemeinde gegen Amateurfunker

#79

Beitrag von Wolf »

KLC hat geschrieben: (...)
Aber ich bin durch die Leserbriefe auf die Geschichte von Norbert Kühn DL8NAD und Marianne Blank FDP und der schönen Gemiende Dittelbrunn gestoßen. DL8NAD hat in einem Leserbrief auf sein Schicksal hingewiesen, der Stand der Dinge erschließt sich dort mir im Moment nicht ganz. Da ging es aber heftig zu. (...)
Das Dittelbrunner Trauerspiel aus dem Jahre 2005 ist hier dokumentiert:

http://www.norbertkuehn.de/15801.html

Gruß
Wolf :-)

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Re: Gemeinde gegen Amateurfunker

#80

Beitrag von KLC »

Ja Wolf
aber was mit dem Norbert Kühn zur Zeit ist, ist jetzt auch nicht so 100% klar.
Jedenfalls hat die Sache bis jetzt kein Happy-End gefunden , so daß Recht haben und Recht bekommen immer noch zwei unterschiedliche Sachen sind. Auf seiner Site habe ich halt nur herausgelesen , daß er wohl ein unerklärliches "gerichtliches Antennenverbot" hat, weiter aktiver Funkamateur mit Schwerpunkt Hobby-Bastel-Keller ist und sich mehr oder weniger gut mit "nicht ortsfesten Anlagen" durchs Leben schlägt.
Jedenfalls hat diese Frau Blank ihm his heute erfolgreich in die Suppe gespuckt, was bei der ganzen Geschichte für den hoffentlich normalen Bundesbürger als nicht rechtens darstellt.
Oder gibt es kompakte aktuelle Infos ?

:clue: Rolf
SAARLAND
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KLC
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Re: Gemeinde gegen Amateurfunker

#81

Beitrag von KLC »

So Kinners,
weil ich es nicht hingekriegt habe, meinen Beitrag IN FRANKEN unterzubringen lade ich ihn hier hin.
Herr Richter hat ja schon auf diesen Thread und dieses Forum hingewiesen.
Also wird sich die interessierte Leserschaft teilweise auch hierher verirren.
Hier mal die ungekürzte Fassung, hätte in Franken ja auch den 2000-Zeichen-Rahmen gesprengt.

:paper:
So,
dann will ich auch hier noch etwas Wasser (kein Öl) ins Feuer gießen. Sie, Berthold , hatten ja mich (KLC) noch teilweise aus der Funkbasis zitiert. Wenn sie die beiden Sätze davor mitzitiert hätten, käme besser zum Ausdruck, jetzt bar jeder Unterstellung in Bezug Wissen , Intellekt und Aufklärung, daß für mich ihr Gebahren, so wie es sich aus den uns verfügbaren Informationen darstellte, nur zu gut mit den mittelalterlichen Hexenverfolgungen und dazugehöriger Aufklärung, vergleichbar war.
Den „flammenden Abschluß“ prophezeite ich eher meinen blauäugigen Funkerfreunden, die nach Roßstadt missionieren wollten,“ die andere Wange“ hinhaltend , um hochfrequente frohe Botschaft zu verkünden. Daß sich einige lustige Funker dem Volkszorn etwa 120 bedrohter GUTer BÜRGER aussetzen wollten, sah ich ähnlich den Exzessen anno 1555 in Derenburg enden.

Ich bin nicht lizenziert, und gehöre auch nicht zu den Funkern , die freudig auf eigene Kosten die verkorkste Jubel-Electronic nachrüsten, die sich die Nachbarschaft in den GEIZGEIL- & BLÖD-Märkten andrehen ließen. Von Herstellern und Importeuren weitab unserer Volkwirtschaft, die noch obendrein einen Reibach mit der Einsparung der paar Groschen für Stör- und Strahlungssicherheit machen.
Da lamentiere ich doch lieber und versuche Konsumenten gegen DIE aufzubringen , DIE EUCH verschaukeln und über den Tisch ziehen (wollen). Noch hetzend der Hinweis, daß Ihr diese ach so tolle Jubelelectronic Vers. 08.15 aus Fernost spätestens eh nach Ablauf der Garantie über den Elektro-Schrott-Container der Kreislaufwirtschaft zuführen müßt.
Schnellstmöglich zurück zum Händler mit dem Schammaß , zur Not auch durch die Scheibe und mit viel Tamtam, bevor es kein Geld mehr zurück gibt.

Drohungen ?
Die einzige Drohung war wohl, ihren Nachbarn zu raten, den Ort zu verlassen, und einem international bekannten Motorradclub das Heim zu deren Vereinspflege zu übereignen.

Was mich immer aufbringt ist, nicht nur ihr , auch vieler Anderer, Halb- und Unwissen, sondern auch vielmehr die Gefahr , die ich darin sehe. Gipfelnd in ihrem Vorschlag, Amateurfunk mit Dampfmaschinen u.ä. ins Museum oder in den Mülleimer der Geschichte zu stecken. Gleichklingend vieler anderer moderner Mainstream-Meinungen, , die nach einem bekannten Tagesblatt des Springer-Konzerns klingen könnten. Wie ich diese fundierte Meinung aufwiege , soll jetzt nicht das Thema sein, aber uns zu denken geben.
So altertümlich erscheint mir der Funk nicht , steigt doch seine Daseinsberechtigung mit den neuen Kommunikationsmöglichkeiten unter gesellschaftskritischen Aspekten um so mehr. Und was Funkamateure zum technischen Fortschritt beigetragen haben , haben andere schon beschrieben.
Einzig die Kurzwelle bietet noch die Freiheit, ungehindert in die Ferne zu kommunizieren. Ihr und auch unser tolles Internet und die anderen tollen modernen Kommunikationsmittel laufen nur unter der Gnade von Wirtschafts- oder Staatsmächten.
Hierzu die Stichworte Putin, Erdogan, Zuckerberg, NSA, Google, Zensur , Monopol, Oligopol .
Warum sich wohl die führenden Staatsoberhäupter sich eher der Anbindung jeden Erdenbürgers an das Internet , als an deren Ernährung, Bildung, sozialer Sicherung und ihr Zugang zu einem funktionierendem Gesundheitswesen verschreiben, können sie leicht selbst beantworten.
Deshalb ist die Kurzwelle, sowie der Hobbyfunk , ein auch so schützenswertes Gut wie unsere Umwelt und unsere Freiheit, die durch Gleichgültigkeit und vermeintliches un-/aufgeklärtes Wissen, immer mehr gefährdet sind.
Hier spiele ich auch auf die Vermüllung der Kurzwelle an, die auch durch die Lethargie der Bevölkerung und den Eifer einiger Geschäftemacher immer weiter vorangetrieben wird. Ein Beispiel: DLAN/Power-LAN/“Steckdosen-LAN“ Datenübertragung über Strom-Leitungen, die hierfür in keinster Weise geeignet sind. Mit einer Technik, die vor einem Viertel Jahrhundert interessant gewesen wäre, aber da nicht den damaligen Vorgaben zur Funkentstörung entsprochen hätten. Und heute gibt es gutes und besser geeignetes Datenkabel für relativ kleines Geld, man muß es nur verlegen.
Hier wurden durch nicht vom Volk bestimmten Gremien rechtwirksam Gesetzesanhänge verändert, und somit Grenzwerte verschoben.
Wer sich von vermüllter Kurzwelle nicht betroffen fühlt, sollte bedenken, daß zum Beispiel die geplante Privatisierung des Trinkwassers und anderer Daseinsvorsorge ähnlich gehandhabt wird. Und „kompetente Volksverträter“ beugen sich bereitwillig den Lobbys,
Bei der Frage warum unsere tollen Fischstäbchen seit Fukushima eigentlich nicht viel teuerer wurden, sollte man auch über die Grenzwerte an das Thema herangehen. Bestechungsmutmaßungen will ich hier jetzt nicht weiter schüren.

Und so weiter.

OK.
Wir habe sie ?
Nein, klingt eher verprotzt, wie jemand, der die Leviten gelesen bekommen hat , das Ganze aber nicht erfaßt hat, und immer noch nicht wissen will warum.
Wir habe sie ?
Nein , leider nicht. Was sie und ihr Nachbar im Vorfeld hatten, können wir nur mit Fantasie mutmaßen. Wenn da nix war, hätte dieser Sie wahrscheinlich schon gerne aufgeklärt, warum er so „viele häßliche Antennen“ am Haus hat. Voller Freude und voller Stolz. Wenn sie denn mal anständig gefragt hätten.
Wir habe sie ?
Nein , leider nicht. Dann würden sie sich jetzt mal mit der Lektüre der Werke von Eckart Moltrecht, Rothammel, Krischke und Anderer befassen wollen und ihren Nachbar bitten , ihnen bei der Prüfung zu helfen.
Durch sie Umstände in Roßbach, bin ich auf die Zustände in Dittelbrunn aufmerksam geworden.
Hier scheint der Karren schon in den Dreck gefahren zu sein. Jetzt mal Abwarten, wie ich es noch vorgestern geraten hätte ist wohl vorbei. Dort wurden glaube ich , schon die schlimmen Zustände rechtlich besegnet. Also können wir getrost am Ball bleiben. Ich bin in Dittelbrunn nicht ganz durchgestiegen, was jetzt dort konkret und letzter Stand ist, deswegen habe ich mal Norbert Kühn angemailt.


:tup: Rolf :wave:
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DF7WA
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Re: Gemeinde gegen Amateurfunker

#82

Beitrag von DF7WA »

DeltaFox hat geschrieben:
Hinzu kommen noch 3 Faktoren:
1. Mit steigender Frequenz sinkt die Eindringtiefe in menschliches Gewebe.
Beim Mobilfunk im Bereich von 900Mhz dringt die Energie maximal 2.5cm in den menschlichen Körper ein, bei 1800Mz gerade mal noch 1cm
2. Mit sinkender Frequenz, nimmt allerdings die spezifische Absorptionsrate und somit die Erwärmung ab.
Alles das, ist abhängig von der verwendeten Leistung.
3. Die Energiedichte selber. Wir reden hier über nichtionisierende Strahlung.
Genau dies ist die biologische Wirksamkeit ... da ist es gleich ob ionisierend oder nicht ionisierend.

Ich meinte mit meinem Beitrag, das niemand sagen kann ab welcher Frequenz und welcher Leistung eine Gefährdung für Mensch und Tier gegeben ist.
Klar ist aber, diese Grenze liegt in Bereichen wo wir als Funkamateure noch nicht mal ansatzweise hinkommen.
Deshalb auch meine Bemerkung das eine Diskussion diesbezüglich lächerlich ist.

Hier kam die Frage auf seit wann / wodurch dieser Hype auf HF-Strahlung kommt. ... in Kurzform
Das ganze begann in den 70ern als die ersten Mikrowellenherde auf den Markt kamen.
Es gab sofort Unmengen von Wortmeldungen, selbsternannter Spezialisten: "Wie lange dürfen diese Dinger ungestraft verkauft werden?"
Gleich den Verteufelungen der ersten Dampfeisenbahn. Dann kamen die ersten Esoteriker und verkauften Antistrahlungstinktur (kein Blödsinn).
In Baumärkten gab es Strahlenschutzfarbe und Strahlenschutztapete mit Metallfolie. :seufz: Der Begriff "Elektrosmog" wurde geboren.
In den Medien gab es Berichte über Menschen mit Strahlungsallergie. Ein Spinner hat sich einen VW-Bus gekauft und einen Cocoon aus metallfadendurchwirktem Stoff hinein gebaut.
Das war die einzige Möglichkeit ohne die böse Strahlung zu schlafen .. :mrgreen: .. Ein Zufall das diese Allergien immer dann auftraten wenn er eine Arbeitsstelle antreten sollte .. :holy:

Dann gab es allerdings einen Fall von wirklicher Schädigung durch HF-Strahlung. Ein Soldat hat jahrelang im dicken Feld einer HF-Röhre gearbeitet. Feldstärken jenseits von gut und böse.
Der Prozess gegen die Bundeswehr ging durch die Presse.
Den Rest erledigte die Gruppendynamik und übereifrige Politiker. Man wollte sich natürlich vor weiteren Prozessen schützen und veröffentlichte Warnungen wonach HF-Strahlung schädlich sein könnte.

Was letztlich dabei raus gekommen ist sehen wir nun in Franken.

73
DF7WA

In der Zwischenzeit gab es auch Nachrichten, das elektrische Felder in der Nähe von Hochspannungsleitungen tödlich seien. Ich vergesse nie wie wir im Kollegenkreis gelacht haben.
Jedes mal wenn einer von uns einen Rundgang durch die 380.000Volt Anlage gemacht hat: "Hey ... lebst du noch?" :dlol:
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Holgi
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Re: Gemeinde gegen Amateurfunker

#83

Beitrag von Holgi »

DF7WA hat geschrieben:...
Dann gab es allerdings einen Fall von wirklicher Schädigung durch HF-Strahlung. Ein Soldat hat jahrelang im dicken Feld einer HF-Röhre gearbeitet. Feldstärken jenseits von gut und böse.
Der Prozess gegen die Bundeswehr ging durch die Presse.
...
Diese Geschichte geistert seit Jahren durch die Szene.
Es ging um Bediener einer Radaranlage, diese Radaranlage verwendete sog. Klystrons um HF zu erzeugen. Dabei entstand als schädliches Abfallprodukt ein erhebliches Maß an Röntgenstrahlung. Diese sollte durch Abdeckungen mit dicken Bleiplatten von den Bedienern ferngehalten werden. Diese Abdeckungen wurden nach Instandhaltungsarbeiten nicht wieder montiert. Also leider ein recht eindeutiger Fall von Mißachtung einer Betriebsanweisung.

Die Story dient Mobilfunkgegnern gern als angeblicher Beweis für die Schädlichkeit von Hochfrequenz. Mann hofft das Lieschen Müller und Hermann Schulze nicht den Unterschied zwischen Funkwellen und Röntgenstrahlung kennen.

73s Holgi
http://www.proamateurfunk.de
NEU: Jetzt NOCH freundlicher gegenüber beratungsresistenten Usern!

DF7WA
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Re: Gemeinde gegen Amateurfunker

#84

Beitrag von DF7WA »

Holgi hat geschrieben: Diese Geschichte geistert seit Jahren durch die Szene.
Es ging um Bediener einer Radaranlage, diese Radaranlage verwendete sog. Klystrons um HF zu erzeugen. Dabei entstand als schädliches Abfallprodukt ein erhebliches Maß an Röntgenstrahlung. Diese sollte durch Abdeckungen mit dicken Bleiplatten von den Bedienern ferngehalten werden. Diese Abdeckungen wurden nach Instandhaltungsarbeiten nicht wieder montiert. Also leider ein recht eindeutiger Fall von Mißachtung einer Betriebsanweisung.

Die Story dient Mobilfunkgegnern gern als angeblicher Beweis für die Schädlichkeit von Hochfrequenz. Mann hofft das Lieschen Müller und Hermann Schulze nicht den Unterschied zwischen Funkwellen und Röntgenstrahlung kennen.
Das stimmt!
Ich wollte nur nicht so in die Einzelheiten einsteigen, jetzt kommen sicherlich die Fragen "wieso Röntgenstrahlung" ???
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DeltaFox

Re: Gemeinde gegen Amateurfunker

#85

Beitrag von DeltaFox »

DF7WA hat geschrieben:Genau dies ist die biologische Wirksamkeit ... da ist es gleich ob ionisierend oder nicht ionisierend.
Das ist nicht gleich! Wenn dem so wäre, dann hätten Radiologen auf der ganzen Welt ein Problem, denn sie würden keine Knochenbrüche erkennen!

Ionisierende Strahlung durchdringt Materie schon bei kleineren Leistungen, auch den menschlichen Körper. Die SAR-Werte gelten hier nicht im Geringsten.

Zudem und aufgrund dessen, liegt hier der Unterschied zwischen Schädigungen am Erbgut und (nur) Verbrennungen in oberflächlichen Gewebeschichten.
Ionisierende Strahlung, hat die Fähigkeit negative Elektronen aus Atomen zu reißen. Bedeutet: Aus dem Atom, wird ein positives Ion.
Dies führt zu chemischen Reaktionen und zu einer Vermehrung freier Radikale, was wiederum zu DNA-Schädigungen führt und somit Mutationen hervorruft.
Weil nichtionisierende Strahlung diese Eigenschaften nicht besitzt, ist es höchst unwahrscheinlich, dass ein Handy ein Tumor im Kopf verursacht. Auch wenn es ominöse Studien darüber gibt.

Während Menschen in der Umgebung eines 500kW KW Senders Jahrzehntelang überleben, kann eine 30 minütige Röntgenbestrahlung mit max. 4kW einen Menschen töten. Ionisierende Strahlung hat ein völlig anderes Gefahrenpotential als nichtionisierende. Dementsprechend, sind auch die Sicherheitsvorkehrungen wesentlich spezifischer und schärfer.
Ich meinte mit meinem Beitrag, das niemand sagen kann ab welcher Frequenz und welcher Leistung eine Gefährdung für Mensch und Tier gegeben ist.
Das weiß ich, deswegen meinte ich ja auch, dass du mit dieser Aussage falsch liegst. Das wissen wir durchaus!

DE6PET

Re: Gemeinde gegen Amateurfunker

#86

Beitrag von DE6PET »

Selbst im Rothammel als "Antennenbibel der Funkamateure" sind eher gemäßigte Worte zu
lesen und ich zitiere auszugsweise aus Seite 1326 der neuesten Ausgabe 2013 Punkt 40.1.6:

Die Ängste der Bürger sind angesichts der wider-
sprüchlichen Meldungen verständlich und sollten
ernst genommen werden.
[...]
Die Angst vor Mobilfunkantennen ist nach Exper-
tenansicht gesundheitsschädlicher als die tatsäch-
liche Strahlung.
[...]
Sicher ist, dass elektromagnetische Felder Wir-
kungen auf den Organismus haben können, und
zwar Hochfrequenzfelder viel stärkere als Nieder-
frequenz- und Gleichfelder.
[...]
Es erscheint denkbar, dass für athermische Wir-
kungen die Grenzwerte künftig niedriger und die
Sicherheitsabstände höher angesetzt werden
müssen.
[...]
Im Alltag werden die aktuellen Grenzwerte für
HF-Strahlung in der Regel eingehalten, oft sogar
unterschritten. Ängste diesbezüglich sind meist
unbegründet. Aus Gründen der Vorsorge ist es
aber dennoch zu begrüßen, wenn unmittelbare
starke Feldeinwirkungen so weit wie möglich und
wirtschaftlich vertretbar herabgesetzt werden.
Insbesondere gilt das für die Neuentwicklung von
Geräten.


Zitat Ende ...

Gruß
DE6PET

Noisefloor

Re: Gemeinde gegen Amateurfunker

#87

Beitrag von Noisefloor »

...wie in den Sümpfen der Südstaaten..da reiten bestimmt auch noch so Typen mit weißen Zipfelmützchen auf dem Schädel durch die Gegend... :dlol:

Zumindest ist dies keine positive Werbung für dies Bayrische Kaff, Hauptsache man verfährt sich da mal nicht aus versehen hin... :ghost:

Wie hieß doch gleich dieser Horrorfilm aus den USA.... ???



55 Noisy

P.S.: Diese Funkstaffel oder ein Funkertreffen genau dort...einen bekannten Motorradclub auch gleich mit einladen... :dlol: :dlol: :dlol:
Aber Kreuze und Knoblauch verteilen!

noone
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Re: Gemeinde gegen Amateurfunker

#88

Beitrag von noone »

http://www.infranken.de/regional/artike ... 303,884840

Ganz durchlesen weiter unten sieht man wer in der Ecke das Sagen hat, .....Trassse direkt am Schloss vorbei -- abgelehnt .....!

Da kann der normale deutsche Michel nicht mithalten!

Die haben bestimmt ihre Kinder schon Holz sammeln geschickt, wenn jemand vor einem Ding mit ner Schnur dran sitzt die in einen seltsamen Kasten geht und komische Beschwörungsformeln in fremder Zunge murmelt um dann dann mit jemandem in Australien oder Neuseeland zu sprechen dann muss das Hexerei sein!

DF7WA
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Re: Gemeinde gegen Amateurfunker

#89

Beitrag von DF7WA »

DeltaFox hat geschrieben:
DF7WA hat geschrieben:Genau dies ist die biologische Wirksamkeit ... da ist es gleich ob ionisierend oder nicht ionisierend.
Das ist nicht gleich! Wenn dem so wäre, dann hätten Radiologen auf der ganzen Welt ein Problem, denn sie würden keine Knochenbrüche erkennen!

Ionisierende Strahlung durchdringt Materie schon bei kleineren Leistungen, auch den menschlichen Körper. Die SAR-Werte gelten hier nicht im Geringsten.
Grumpfel ... ionisierend oder nicht ionisierend ... das ist so was von völlig gleich .. :roll:
Es geht um die biologische Wirksamkeit und nicht um die Strahlenphysik als solches.
Die verschiedenen Frequenzen und Modulationsarten der HF-Strahlung kann man ebenso wenig in einen Topf werden wie Alpha- Beta- Gamma oder Neutronenstrahlung.
Jedoch wird genau dieses von der "Ich bin gegen Alles" Fraktion propagiert.
Jedes Ding hat seine eigene Wirkung ... und das wars jetzt auch von mir.

Ich hatte über 30Jahre mit der Materie zu tun, ionisierend und nicht ionisierend und diese Diskussion hier läuft ziemlich aus dem Ruder.

Allein schon "4Kw Röntgenstrahlung über 30Min" sagt alles. Um eine Wirkung auf den Menschlichen Körper zu erzielen ist die Entfernung und die Art der Röntgenstrahlung wichtig.
Und niemand misst ionisierende Strahlung in Kilowatt ..
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Re: Gemeinde gegen Amateurfunker

#90

Beitrag von noone »

Ich würde einen Croudfoundingaufruf zur Ausstattung der umgebenden Haupt-, Real- Gemeinschaftsschulen und Gymnasien mit Elektronikwerkstatt und Amateurfunkstation vorschlagen.

Zeitlofs hat so wie es aussieht nur Kindergarten und Grundschule.

Wer kennt sich damit aus?

Vielleicht könnte man Materialsponsoren aus Handel und Wirtschaft gewinnen.

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