Ausbau der Kölner 70cm Relais DB0CGN mit Solarstrom

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antivirus
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Ausbau der Kölner 70cm Relais DB0CGN mit Solarstrom

#1

Beitrag von antivirus » Di 14. Mai 2013, 12:12

Ausbau der Kölner 70cm Relais DB0CGN mit Solarstrom als Autonomes System
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Das Kölner 70cm Relais DB0CGN war als Notfunkrelais konzipiert worden, und ist seit kurzem mit einem 246 Watt Solarpanel ausgestattet. Das Modul produziert 22 Volt – 246 watt max.
Dank dieser Technik sind wir von externen herkömmlichen Stromquellen autark.

Die Energie wird in Zukunft in Speziellen überaus lange haltbaren (4* 3.2 Volt Zellen sowie 100Amp BMS) LiFePo4 Akkumulatoren ( 20+ Jahre) gespeichert.
Die Kapazität der Akkumulatoren ist so bemessen, daß das Relais 14 Tage Dauerbetrieb 24Std/365 Tage unterbrechungsfrei durchführen kann (Gerechnet im Sendebetrieb), ohne das der Akkumulator aufgeladen werden müsste.

Selbst bei bedecktem Himmel liefert das besondere Solarmodul, was derzeit im normalen Handel nicht erhältlich ist, über 50% der Gesamtleistung.

Das besondere am eingesetzten Solarmodul ist, daß es aufgrund eines besonderen technischen Aufbaus ein sehr breites Licht bzw. Frequenzspektrum vom Infrarotbereich bis zum normalen Lichtbereich und Ultraviolett Bereich empfängt und somit viel besser und auch mehr Strom je Solarfläche erzeugt als herkömmliche Module.

Es handelt sich um einen 5 Schichten Solarzellentyp.
Einzelne Lichtempfindliche Schichten = Ultraviolett, Blau, Grün , Rot, Infrarot sowie eine Silber Schicht als Reflektor
Als Haltbarkeit wird vom Hersteller: 20 Jahre + angegeben, Danach hat das Panel 10-20% weniger Leistung.

Darüber hinaus haben die einzelnen Kristalle in den Solarzellen Schichten Pyramiden Form, um auf gleichem Platz mehr Leistung zu erzeugen !

Das Modul wurde uns freundlicherweise als Spende von einem Hersteller zur Verfügung gestellt, der aber noch nicht namentlich genannt werden möchte. An dieser Stelle herzlichen Dank an den Spender !

Weitere Tests werden nun von uns durchgeführt und hier an dieser Stelle berichtet.

73

Auch nachzulesen in der Zeitschrift "Funkamateur" Ausgabe Mai 2013
Dateianhänge
solarErtrag.jpg
Leistungs Kurve des Solarmoduls
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Re: Ausbau der Kölner 70cm Relais DB0CGN mit Solarstrom

#2

Beitrag von 13CN146 » Di 14. Mai 2013, 20:45

Wäre es nicht sinnvoller gewesen, sich mit den Betreibern von DB0KOE und/oder DB0SK zusammenzutun, als nunmehr ein drittes 70cm Relais in Köln "hinzuklatschen"?
DB0CGN ist hier bei mir nur im Rauschen zu erahnen, währenddessen zB DB0SK mit S9+ hier steht....
Und wenn ich mir dabei noch den Betrieb auf 70cm anschaue... Da kann man eigentlich nicht von Betrieb sprechen....

Sowas -und auch anderes- bereitet mir nur Kopfschütteln.......

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DO9BM
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Re: Ausbau der Kölner 70cm Relais DB0CGN mit Solarstrom

#3

Beitrag von DO9BM » Di 14. Mai 2013, 21:02

Wäre es nicht sinnvoller gewesen....

Der erste antwortet gleich mit so einem Müll.

Toll wenn überhaupt was gebaut wird. Und dann mit autaker Stromversorgung. Respekt!!!!

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Re: Ausbau der Kölner 70cm Relais DB0CGN mit Solarstrom

#4

Beitrag von 13CN146 » Di 14. Mai 2013, 21:34

Hmmm...

Gegen das Projekt als solches wurde doch nichts geschrieben, ich habe nur mal kritisch hinterfragt, warum man sich nicht mit anderen zusammentut.... Gemeinschaft macht halt stark, wenn alle an einem Strang ziehen

Aber wenn Du sowas als "Müll" bezeichnest, zeugt das von Deiner Kompetenz.....

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antivirus
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Re: Ausbau der Kölner 70cm Relais DB0CGN mit Solarstrom

#5

Beitrag von antivirus » Di 14. Mai 2013, 21:39

Not und Katastrophenfunk

Wir funken rund um die Welt, quer durch Europa oder auch nur mal gerade um die Ecke.
Wir morsen, wir übertragen Texte, stehende und bewegte Bilder oder nutzen verschiedene Sprechfunkvarianten.
Wir sind auf Frequenzen ab dem Kilohertzbereich bis in den Terahertzbereich aktiv.
Unsere Anlagen benutzen wir zu Hause, unterwegs im Auto, Flugzeug oder Boot, sowie im Freien.
Fast alle Geräte lassen sich mit Batterien betreiben, somit sind wir unabhängig von Stromnetzen.
All das haben in Deutschland ca. 75 000, weltweit sogar mehrere Millionen Menschen zu ihrem Hobby gemacht. Aber wir betreiben auch Notfunk.
Bei jedem großen Erdbeben ermöglichen Funkamateure, die nach Ausfall aller Kommunikationsmittel die Verbindung zur Außenwelt herstellen, Hilfe zu organisieren.
In vielen Fällen waren Funkamateure die letzte Rettung für in Not geratene Wanderer oder Bergsteiger. Sogar bei Seenot konnten manche Schiffe nur per Amateurfunk gerettet werden.
Bei Großveranstaltungen, wie z. B. Papstbesuchen, stehen oft Funkamateure bereit, um die in solchen Fällen nicht immer ausreichenden Kommunikationskanäle der Hilfsorganisationen zu ergänzen.
Bei großflächigen Stromausfällen, wenn Telefonnetze nach kurzer Zeit nicht mehr funktionieren, können Funkamateure die Verbindung zwischen Hilfesuchenden und der Feuerwehr herstellen.
Wir können das, weil wir personell, fachlich und technisch dazu in der Lage sind und weil wir uns mit unseren Möglichkeiten für die Gesellschaft engagieren.
Der Amateurfunk Club Deutschland e.V. beschäftigt sich sehr intensiv mit Notfunk.
So haben wir unlängst in Köln unter dem Rufzeichen DB0CGN ein Funkrelais aufgebaut, welches vollkommen netzunabhängig arbeitet.
Der Verein beabsichtigt bundesweit weitere Relaisfunkstellen zu betreiben oder den Betrieb von bestehenden Relaisfunkstellen zu übernehmen und diese Notfunktauglich und netzunabhängig zu machen.

Wir betreiben das Relais DB0CGN in Köln auf 70cm momentan im Testbetrieb.
Die QRG lautet 438,7875 MHz Ausgabe und 431,1875 MHz Eingabe. CTCSS Ton 74,4 Hz (Senden), CTCSS 254,1 Hz (Empfang - kann auch weggelassen werden).
Anbei eine errechnete Reichweitenübersicht dieser Relaisfunkstelle. (Minumumreichweite 39km Radius)
Portable Station mit 1,80m Antennenhöhe und Sender(Relais) in ca. 70m Höhe über Grund.
Die technische Reichweite beträgt laut Angaben der Bundesnetzagentur ca. 70km Luftlinie,
bei einer Leistung von 10W EIRP.

Ein Schwerpunkt ist die Unterstützung der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Polizei) im Katastrophenfall. Dies geschieht z. B. durch von Funkamateuren aufgebaute und betriebene Funkstrecken zwischen Krankenhäusern und Leitstellen der Feuerwehr. Nötig wird das vor allem bei großflächigen Stromausfällen, da dann die normalen Kommunikationswege wie Telefon und Internet oft sofort nicht mehr, manchmal nur noch wenige Stunden zur Verfügung stehen. Hier können Funkamateure helfen, da deren Ausrüstung grundsätzlich netzunabhängig zu betreiben ist.

“Funkamateure stellen Zeit, Kenntnisse und ihre oft umfangreiche Ausrüstung gerade in Katastrophenfällen gerne zur Verfügung, und bringen so ihr gesellschaftliches Engagement zum Ausdruck”, so der Erste Vorsitzende Volker Schmidt.

Notfunkkonzept Köln

Der AFCD hat bereits mit der Stadt Köln ein Notfunkkonzept erarbeitet, welches eine mögliche Unterstützung bei großflächigen Stromausfällen vorsieht. Ferner bestehen Kooperationen mit Hilfsorganisationen, um bei Großereignissen funktechnische Hilfe zu leisten und so z. B. bewegte Bilder vom Einsatzort per Funk zur Einsatzleitung zu übertragen oder bei großräumigen Veranstaltungen die Funkreichweiten zu erhöhen. Dafür steht in Köln bereits ein neues Funkrelais zur Verfügung, welches es ermöglicht, mit einem einfachen Handfunkgerät den gesamten Kölner Raum abzudecken. Dieses Relais ist in der Lage, 14 Tage ohne Netzversorgung ( Update: nun völlig autark) zu arbeiten Es wurde auf dem Dach eines Studierendenwohnheims des Kölner Studentenwerks in 60 Meter Höhe montiert. .

Dr. Peter Schink, Geschäftsführer des Kölner Studentenwerks: „Wir freuen uns, dass wir damit einen Beitrag im Katastrophenfall leisten und uns so in sozialen Projekten einbringen können.“

Internationale Zusammenarbeit

Katastrophen machen nicht vor Grenzen halt. Daher ist eine internationale Zusammenarbeit nötig. Viele Staaten besitzen bereits entsprechende Verbände. Der AFCD hat Kontakt zu internationalen Notfunkorganisationen aufgenommen und Vorgespräche für Kooperationen geführt.

Ausbildung

Ein wichtiger Teil der Arbeit des AFCD ist die Ausbildung. Wer Interesse am Amateurfunk in all seinen Facetten hat, wer lokal oder weltweit kommunizieren möchte, Sprache, Texte oder Bilder drahtlos übertragen möchte, wer sich für Selbstbau von Funkgeräten oder Antennen begeistern kann, wer mit Direktverbindungen, über Relais oder Satelliten Verbindungen aufbauen möchte, wer mit Längstwelle über Kurzwelle, Ultrakurzwelle bis hin zu Höchstfrequenzen im Terahertzbereich funken mag – jede Interessentin und jeder Interessent ist unabhängig von den Vorkenntnissen willkommen.

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SergioGreene
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Re: Ausbau der Kölner 70cm Relais DB0CGN mit Solarstrom

#6

Beitrag von SergioGreene » Mo 23. Dez 2013, 06:46

antivirus hat geschrieben:Ausbau der Kölner 70cm Relais DB0CGN mit Solarstrom als Autonomes System
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Das Kölner 70cm Relais DB0CGN war als Notfunkrelais konzipiert worden, und ist seit kurzem mit einem 246 Watt Solarpanel ausgestattet. Das Modul produziert 22 Volt – 246 watt max.
Dank dieser Technik sind wir von externen herkömmlichen Stromquellen autark.

Die Energie wird in Zukunft in Speziellen überaus lange haltbaren (4* 3.2 Volt Zellen sowie 100Amp BMS) LiFePo4 Akkumulatoren ( 20+ Jahre) gespeichert.
Die Kapazität der Akkumulatoren ist so bemessen, daß das Relais 14 Tage Dauerbetrieb 24Std/365 Tage unterbrechungsfrei durchführen kann (Gerechnet im Sendebetrieb), ohne das der Akkumulator aufgeladen werden müsste.

Selbst bei bedecktem Himmel liefert das besondere Solarmodul, was derzeit im normalen Handel nicht erhältlich ist, über 50% der Gesamtleistung.

Das besondere am eingesetzten Solarmodul ist, daß es aufgrund eines besonderen technischen Aufbaus ein sehr breites Licht bzw. Frequenzspektrum vom Infrarotbereich bis zum normalen Lichtbereich und Ultraviolett Bereich empfängt und somit viel besser und auch mehr Strom je Solarfläche erzeugt als herkömmliche Module.

Es handelt sich um einen 5 Schichten Solarzellentyp.
Einzelne Lichtempfindliche Schichten = Ultraviolett, Blau, Grün , Rot, Infrarot sowie eine Silber Schicht als Reflektor
Als Haltbarkeit wird vom Hersteller: 20 Jahre + angegeben, Danach hat das Panel 10-20% weniger Leistung.

Darüber hinaus haben die einzelnen Kristalle in den Solarzellen Schichten Pyramiden Form, um auf gleichem Platz mehr Leistung zu erzeugen !

Das Modul wurde uns freundlicherweise als Spende von einem Hersteller zur Verfügung gestellt, der aber noch nicht namentlich genannt werden möchte. An dieser Stelle herzlichen Dank an den Spender !

Weitere Tests werden nun von uns durchgeführt und hier an dieser Stelle berichtet.

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Ich denke, es ist sehr effektives System jetzt. Ich werde versuchen, detaillierte praktische Informationen zu sammeln und wird es sehr bald zu teilen.

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Re: Ausbau der Kölner 70cm Relais DB0CGN mit Solarstrom

#7

Beitrag von der_Kölner » Di 24. Dez 2013, 06:33

Wann startet denn der Betrieb?
Mit dem Scanner hab ich auf dem Relais noch nie was gehört.

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Re: Ausbau der Kölner 70cm Relais DB0CGN mit Solarstrom

#8

Beitrag von antivirus » Sa 28. Dez 2013, 10:44

Das Relais ist Betriebsbereit..

Natürlich ein wenig "Traffic"....

Hör einfach mal rein tagsüber..


gruss

Landpirat
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Re: Ausbau der Kölner 70cm Relais DB0CGN mit Solarstrom

#9

Beitrag von Landpirat » Do 8. Feb 2018, 08:52

Was ist aus diesem technisch interessanten Projekt geworden ?
Gibt es die autarke Stromversorgung noch ?

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der_Kölner
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Re: Ausbau der Kölner 70cm Relais DB0CGN mit Solarstrom

#10

Beitrag von der_Kölner » Do 8. Feb 2018, 13:09

Also das Relais als solches gibt es noch.
Was aus der Solaranlage geworden ist: Keine Ahnung.
Die letzten Infos (Webseite, Facebook, YouTube) sind alle von 2013 und wurden nicht weiter aktualisiert.
Der Repeater DB0CGN selbst wird hier in Köln eigentlich von niemandem genutzt, eher DB0KOE, DB0SK oder DB0VK.
Liegt u.A. daran, das DB0CGN keine große Reichweite hat, schon im Osten Kölns portabel oder mobil kaum zu arbeiten.
Und auch daran, daß CGN mit CTCSS verrammelt ist. Weiterhin sendet der Repeater keine Kennung, so daß gerade ortsunkundige von der Existenz des Repeaters nichts mitbekommen.

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Re: Ausbau der Kölner 70cm Relais DB0CGN mit Solarstrom

#11

Beitrag von Kid_Antrim » So 11. Mär 2018, 20:47

Gar nix ist draus geworden. Ausser heisser Luft.

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