Einfache 40m Antenne für den FT817

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ultra1
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Re: Einfache 40m Antenne für den FT817

#16

Beitrag von ultra1 » Mo 2. Dez 2019, 20:41

Hallo Alexander !

O.K., das war von mir nicht richtig verstanden .

In dem Fall möchtest Du so etwas wie ein Manpack mit Antenne dran .
Da das leicht, flexibel und bei 40 nicht zu kurz seien sollte, wäre mein Vorschlag eine Angelroute (2-3m) mit Draht, der evt. von einem Automatik-Tuner angepasst wird .
Den Draht unbedingt in die Angelrute, sonst bleibt man überall hängen .
Um wenigstens etwas Masse zu bekommen, könnte ich mir Alu-Tragegestell mit einem zusätzlichen Alublech vorstellen .

Als Akku ist für den 817 ein LiPo-Akku mit 4-Zellen sehr leicht und stark .
Laden tue ich meinen LiPo als Li-Ion (Kann am Ladegerät eingestellt werden) .
Das mindert die Ladeschlußspannung um 0,4V und ergibt dann 16,4V .
Damit ist der Akku trotzdem zu 89% geladen und erhöht es die Lebensdauer !
Mache ich seit vielen Jahren mit Ein und den Selben Gerät und geht sehr gut :tup: .

Der käufliche LiPo-Variante für das Batteriefach ist eine kompakte Alternative .



Drücke Dir die Daumen, das Du was brauchbares findest für das 40m-Walkie-Talkie-Projekt .

73, Ingo

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Alexander
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Re: Einfache 40m Antenne für den FT817

#17

Beitrag von Alexander » Mo 2. Dez 2019, 20:52

Hallo Ingo...

... so in der Form mit den Akkus habe ich es vor, nur die Angelrute ist mir beim Spazierengehen zu lang. Dafür habe ich ja die Antenne aus Thailand.

vy73 de Alexander
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Re: Einfache 40m Antenne für den FT817

#18

Beitrag von BlaBlaBlubb » Mo 2. Dez 2019, 21:19

Hallo Alexander,

leider konnte ich per Händlersuche Deinen genannten Händler weder auf eBay.de noch auf eBay.com finden.

Beim Betrachten Deiner Fotos (vielen Dank auch!) habe ich allerdings eine, sicherlich nicht unbegründete, Vermutung.
Denn ich hatte 2011 eine identisch aussehende Teleskopantenne aus Thailand gekauft. Eine für 11m, 15m und 20m.
40m hatte er leider nicht im Angebot. Und das mit GUTEM Grund wie sich später herausstellte.

Denn die bei Dir vermeintlich nach Fußpunktspule unter dem Schrumpfschlauch aussehende Spule ist ein reiner Federstahl.
Und dessen Windungen reichen nicht annähernd aus, die Teleskopantenne selbst nur im 10m Band in Resonanz zu bringen.

Der Trick ist ein L/C-Schwingkreis, bestehend aus einem keramischen Kondensator (50V - und viel zu Schwachbrüstig, selbst bei nur rd. 5W HF) und der großen Federstahlspule nach Masse. Somit ein stinknormaler Schwingkreis, der mit dem Kondensator an passendem Federstahl-"Spulenabgriff" auf Resonanz gebracht wurde.

Oben am Ende der dann noch verbleibenden Restwindungen sitzt dann die Teleskopantenne. Die Einkopplung erfolgt vom Mittelpin des BNC-Steckers auf eine der 50 Ohm nahen Spulenanzapfung.

Dieses Prinzip ist dann für ALLE der angebotenen Antennen gleich, die Federstahlspule und die Abmessungen sind identisch.
Lediglich der Schwingkreis wird mittels anderer Anzapfung sowie einem anderen Kondensatorwert wieder auf die Zielfrequenz getrimmt.

SWR super mit schönem Minimum!
Bleibt aber auch so, selbst wenn man KEINERLEI Gegengewicht hat. Und selbst wenn man die Teleskopantenne mit der Hand anfasst.

Hey, eine SOLCHE Wunderantenne wollten wir doch schon immer, oder!? :lol:
Voll manpack- und outdoortauglich. Und scheissegal was die Umgebung drumherum hf-technisch sagt.... :dlol:

Was bei 10m gerade noch mehr schlecht als recht ging (und das auch nur durch das Verhältnis Schwingkreis-zu-Teleskopantenne), war auf 20m ein ziemliches Dummyload. Ebenfalls knallte der 50V-Kerko bei 5W FM aus einem FT-817ND schnell durch. Und auf Nachfragen beim thailändischen Händler = Konstrukteur stellte sich dann heraus, dass er Schwierigkeiten hatte, mit dieser Technik eine 40m-Band Antenne zu entwickeln.

Ist klar, hier liegt die Hauptlast bei der Spannungsfestigkeit des Kondensators. Die (viel zu kurze und mit keinerlei ausreichender Verlängerungsspule versehende) Teleskopantenne ist hier eher störend als hilfreich.

Und bei Deinen Fotos entdecke ich leider besagte Federstahlfeder nun auch unter dem Schrumpfschlauch.

Das Üble ist - für Empfang reicht das aus bzw. die Empfangssignale dürften sogar vermutlich fast schon akzeptabel sein (für Portabelverhältnisse eben), aber sendeseitig verbleibt die komplette Leistung im Schwingkreis. Die wenigen (vermutlich 1-stelligen) Milliwatt, die dann doch noch abgestrahlt werden, reichen garantiert nicht für ein 40m-SSB-QSO. Zwischen all den ansonsten "dicken" 3-stelligen (vor-dem-Komma) Wattsignalen dort.

Mit einer AT-40 oder MFJ-1840 machst Du hingegen nicht viel falsch, denn das sind klassische mit Fußpunktspule verkürzte 1/4-Lambda-Teleskopantennen. Die dann auch ein adäquates Gegengewicht benötigen um zu funktionieren bzw. um ein akzeptables SWR zu erzielen.

vy 73,
Jochen
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Re: Einfache 40m Antenne für den FT817

#19

Beitrag von BlaBlaBlubb » Mo 2. Dez 2019, 21:29

Nebenbei bemerkt waren die Lötstellen an den Spulenabgriffen eher schlecht als recht.
Meist hatte nur der Anpressdruck vom Schrumpfschlauch überhaupt für Kontakt gesorgt!

So geht's jedenfalls nicht.

Ich hatte dann (da nix mehr zu verlieren...hi) den 50V Kerko gegen einen 1kV Hochvolt-C getauscht.
Dann war alles bis 10W FM stabil und wurde auch nicht warm.

Und an den endsprechenden Stellen die Federstahlspule mit der Feile etwas angeraut, dann ließ sich das auch sauber anlöten.

Der äuuuuußerst üblen Strahlungseffizienz brachte das natürlich auch nichts. :sup:
Nur der Schwingkreis war eben stabil.

Seitdem habe ich für Monoband besagte MFJ-1810 und MFJ-1820 mit je einem abgestimmten Drahtradial (elevated aufgehängt).

Oder eben meine variable DIAMOND RHM10 (10m-40m). Mit einem mit Trennstellen versehenen Multiband-Drahtradial (elevated aufgehängt).

Alles andere ist Murks. Leider merkt man das bei der Thailand-Antenne nicht gleich am Empfangspegel, sonst läge das gleich auf der Hand.

vy 73,
Jochen

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Re: Einfache 40m Antenne für den FT817

#20

Beitrag von Alexander » Di 3. Dez 2019, 09:41

Hallo Jochen...

... Dankeschön für Deine ausführliche Beschreibung. Vermutlich, ne wahrscheinlich sehr sicher, hast Du mit Deinen Feststellungen recht. Allerdings habe ich die Antenne nicht gekauft weil ich sie für besonders leistungsstark halte, sondern, weil ich sie dazu nutzen will, um aus dem 817 ne Handfunke zu machen. Das ich damit keine Bäume ausreißen werde, war mir immer klar.
Um richtig gut aktiv zu werden, habe ich ne ganze Armada von Dipolen, FD4`s usw. Ich muss nur ne Möglichkeit finden, die irgendwann /p einzusetzen.Leider hindert mich mein körperlicher Zustand sehr oft daran.
Das ist nicht immer so, aber halt relativ oft..

So am Wochenende werde ich mal Die kleine Antenne testen.

vy73 de Alexander
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Re: Einfache 40m Antenne für den FT817

#21

Beitrag von ultra1 » Di 3. Dez 2019, 16:38

Hallo Alexander !

Erst mal viel Spaß beim testen .
Bitte berichte doch mal .

Ist halt sehr kurz die Antenne, im Verhältnis zur Wellenlänge .

Da QRP schon schwer genug ist (zum Glück nicht in Bezug auf Gewicht), kann ich für den 817 unbedingt den HF-Clipper von Joachim Münch und so eine Antenne :tup: :
2016-01-05 17.00.12.jpg
-Das geht so gut, das es niemand glaubt . :banane:


Nur so eine Idee .
55/73, Ingo

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