Magnetic Loop Eigenbau

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Heimdall
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Magnetic Loop Eigenbau

#1

Beitrag von Heimdall » Sa 16. Nov 2019, 16:18

Hallo zusammen!

Nachdem der Antennenbau mit der Schweissfuss GP seinen ersten erfolgreichen Start hatte und mich Michael (Sputnik01) immer wieder dazu ermunterte, doch mal einen Funkversuch von meiner Wohnung aus zu wagen, war es letztens soweit. Viel erhofft hatte ich mir nicht, bin ich doch zwischen vielen Häusern im Hochparterre zu Hause. Zunächst, um eine Referenz zu erhalten mit 12m GFK und Lambda/2, SWR 1:1,1. Ernüchterndes Ergebnis: QRM bei mindestens S9. Auf CH 35FM wenigstens nicht stärker als S9 und auf dem Kanal auch die Station Sandmann, die gerade beruflich am Bodensee verweilte erreicht, ich verstand Ihn mit R3-4.
Kurz um ich wurde sehr gut gehört, hörte jedoch selber kaum etwas.
Mein plan eine Magnetic Loop zu bauen, stand schon länger, so bin ich heute damit fertig geworden. Bei Inbetriebnahme musste ich jedoch feststellen, dass das Einstellen des SWR nicht möglich war. Ich verwendete meine CRT ONE N, dazu eine einfaches SWR Meter von Team mit Zeiger. Doch wie gesagt scheiterte es bereits ganz am Anfang, nämlich beim einpendeln auf SET. Ich kann am Knopf noch so weit nach rechts drehen, ich erreiche die SET - Marke nicht auf der Anzeige des SWR Meter, egal welche Stellung ich beim Kondensator wähle.

Kann mir ein Antennenbauer mit mehr Erfahrung einen Tipp geben woran es liegen könnte?
Hier noch die Daten meiner Antenne, bzw. wie ich Sie aufgebaut habe:
- Antennenkabel von Albrecht, PL-PL, einen Stecker abgezwackt, Schirmung und Draht jeweils in eine Lüsterklemme
- an der anderen Seite eine Ader (keine Litze) aus einem Stromkabel jeweils mit einem Ende in die beiden Klemmen, Durchmesser 17,5cm
- das ganze an ein Verlegerohr
- an dem Verlegerohr einen großen Kreis aus Kupferrohr, Durchmesser 87cm, bzw 2,75m (Lambda/4)
- an den Enden einen Eigenbau-Kondensator (ich kam einfach nicht vernünftig an einen ran) aus 2mm Aluplatten

Maße der Antenne hier entnommen: http://www.hobby-funk.net/technik/magne ... -11m-band/
Anleitung für den Kondensator: http://www.fucimin.altervista.org/en/loop.html

Wenn ich etwas vergessen haben sollte, liefere ich das natürlich gerne noch nach!

73 und Danke im Voraus
Christian

Und hier die Antenne:
Magnetic_loop1.jpg
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Re: Magnetic Loop Eigenbau

#2

Beitrag von 13STW » Sa 16. Nov 2019, 17:28

Kannst Du die Antenne nach Empfangsrauschen abstimmen?
Wenn Du vorsichtig! den Kondensator verstellst, sollte sich eine Spitze ergeben, bei der das Rauschen deutlich lauter wird.

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Re: Magnetic Loop Eigenbau

#3

Beitrag von 64Digger295 » Sa 16. Nov 2019, 17:45

Wie speist du den Loop?
73
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Re: Magnetic Loop Eigenbau

#4

Beitrag von Heimdall » Sa 16. Nov 2019, 18:37

@13STW
Das mit der Spitze im rauschen war sogar mein erster Versuch (das hatte ich tatsächlich vergessen zu schreiben). Leider konnte ich absolut keine Spitze raushören.

@64Digger295
CRT ONE N, 10m Antennenkabel (als Verlängerung), verbunden mit Antennenkabel der Loop, das in den Lüsterklemmen endet

Danke für eure Hilfe!
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Re: Magnetic Loop Eigenbau

#5

Beitrag von Derby Station » Sa 16. Nov 2019, 19:41

Hallo Heimdall.

Ich weiß es nicht. Aber:

Packe die Kupferschleife mal weiter weg vom Metallgitter des Balkons.
Bist Du sicher, dass Dein DIY Kondensator die richtige Kapazität aufbringt?
Lege mal die Koppelschleife auf die andere Seite des Plasterohrs.

Und fasse beim Abstimmen/Trägerdrücken bloß nicht an die Spule, den Kondensator, sonstwohin. Sonst †.

Wenn ich meine Loop einstelle, drehe ich im µm Bereich am Kondensator. Irgendwann habe ich 1:1,0-1:1,1.
Dσɳ Jυαɳ ᗪE ᗰᗩᖇᑕO ᗩKᗩ ᗪEᖇᗷY ᔕTᗩTIOᑎ / 13ᗰᔕᕼ / 13ᕼᑎ1999
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Re: Magnetic Loop Eigenbau

#6

Beitrag von 13STW » Sa 16. Nov 2019, 20:54

Die Nähe zum Metallgeländer könne auch eine Ursache sein.
Hohe Spannungen entstehen bei einer ML am Kondensator, sonst nirgends.

odo
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Re: Magnetic Loop Eigenbau

#7

Beitrag von odo » Sa 16. Nov 2019, 23:28

Heimdall hat geschrieben:
Sa 16. Nov 2019, 16:18

- an dem Verlegerohr einen großen Kreis aus Kupferrohr, Durchmesser 87cm, bzw 2,75m (Lambda/4)
- an den Enden einen Eigenbau-Kondensator (ich kam einfach nicht vernünftig an einen ran) aus 2mm Aluplatten
Der Durchmesser/ die Rohrlänge ist deutlich zu viel.

Mit Glück bekommst du ganz ohne Kondensator und nur mit der "Endkapaztät des Rohres ein passables SWR mit ca 50khz Bandbreite hin, welches in den CB-Bereich fällt.
Hatte sowas selber mal gebaut.
Tipp: Vermindere den Durchmesser der Loop auf maximal 80, besser 75cm.
Dann kommst du auch mit dem Kondensator in einen konstruktiv vernünftigen Bereich.
Denn alleine die Endkapazität des Rohres beträgt schon ein paar pF.
:wave: :wave:
odo

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Re: Magnetic Loop Eigenbau

#8

Beitrag von Newcomer » So 17. Nov 2019, 07:42

Zu allererst Glückwunsch das sieht gut aus.

Die 87 cm Durchmesser erscheinen mir auch zu viel. :!:
Es sind 82cm bis 80cm meistens genannt und gebaut. :idea:

Man kann mit dem Drehkondensator noch einiges rauskitzeln. Der auf deinem Loop erscheint mir rein optisch
und da kann ich den Plattenabstand schlecht einschätzen, er erscheint mir zu klein. :idea:

Lieber großen Plattenabstand und viel Kapazität. HAbe ich da 80-400 pF mal gelesen ? weis nicht mehr.

Je mehr Plattenabstand umso mehr kannst du beim Senden nachlegen.
Und ja an den Kondensator mit gehörig Sicherheitsabstand und 20 KV Isolator ran gehen beim drehen. :!:

Deine Koppel schleife ist nicht wirklich gut beim ein/auskoppeln schein mir.
Sie wirkt mir zu klein aber das habe ich schon auf vielen Loops so gesehen.

Ich bin mehr der Anhänger des Kleiderbügel Modells und der 1/5 Regelung.
1/5 des Rohrumfangs sollte die Koppelschleife doch haben und doch nahe am Rohr ohne zu berühren.
Das muss auch kein Kupfer sein da reicht tatsächlich der Kleiderbügeldraht. Das Gütegedöns kann man dann
später untersuchen wo doch so viele Spulen am Werk sind :?

Zu guter letzt gibt es auch eine Abhandlung zur Ortsfixierung der Koppelschleife im Netz.

Zu dem Problem das du hast? Der Kondensator scheint mir das Problem zu sein denn zu klein.
Und wenn es keine Loopantenne währe dann würde ich auch diese Leuchtkette und das was da in den Rohren an der Decke vorbei läuft mal stromlos schalten HI.

Berichte uns was es war. :?:

Die besten Zahlen und gute Verbindungen ohne QRM 73
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Re: Magnetic Loop Eigenbau

#9

Beitrag von Heimdall » So 17. Nov 2019, 07:55

Vielen Dank schon mal für die vielen Ideen!
Habe gestern Abend in der Ortsrunde auch das Thema angesprochen und auch hier wurde der Kondensator angesprochen. Werde hier also als erstes versuchen zu optimieren.
Sobald sich da was getan hat werde ich wieder berichten!
Mal sehen ob ich das heute hinkriege. Bis dahin danke nochmal und einen schönen Sonntag!

Lg
Chris
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Re: Magnetic Loop Eigenbau

#10

Beitrag von 13TM003 » So 17. Nov 2019, 08:33

Hi Heimdall :)
odo hat geschrieben:
Sa 16. Nov 2019, 23:28
Heimdall hat geschrieben:
Sa 16. Nov 2019, 16:18

- an dem Verlegerohr einen großen Kreis aus Kupferrohr, Durchmesser 87cm, bzw 2,75m (Lambda/4)
- an den Enden einen Eigenbau-Kondensator (ich kam einfach nicht vernünftig an einen ran) aus 2mm Aluplatten
Der Durchmesser/ die Rohrlänge ist deutlich zu viel.

Mit Glück bekommst du ganz ohne Kondensator und nur mit der "Endkapaztät des Rohres ein passables SWR mit ca 50khz Bandbreite hin, welches in den CB-Bereich fällt.
Hatte sowas selber mal gebaut.
Tipp: Vermindere den Durchmesser der Loop auf maximal 80, besser 75cm.
Dann kommst du auch mit dem Kondensator in einen konstruktiv vernünftigen Bereich.
Denn alleine die Endkapazität des Rohres beträgt schon ein paar pF.
Odo hat da ganz Recht ... Um so näher du an Lamda/4 kommst desto weniger Kapazität brauchst Du um die Loop ab zu stimmen. Da das Rohr eine Eigenkapazität hat und auch der Kondensator in "Nullstellung" nochmal Kapazität mit bringt bist zu sehr sehr sicher schon ein gutes Stück unter deiner Zielfrequenz ... Kürze das Rohr! 2,2 - 2,5m sind brauchbare Werte wenn dein Kondensator eine niedrige Anfangskapazität hat.

Bei einer 2,5m Loop aus 1,5cm Rohr brauchst du nur ca 23pF
Um auf Resonanz bei 27,205MHz zu kommen ... Das ist nicht viel

Viele Grüße und gutes Gelingen,
Axel
-= DO2AK - Raven - 13HN105 Dresden =-

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Re: Magnetic Loop Eigenbau

#11

Beitrag von BlaBlaBlubb » So 17. Nov 2019, 10:52

@Heimdall

Hallo Christian,

eine Magnetloop-Antenne kann eine sehr gute Antenne sein, allerdings entschuldigt sie aufgrund ihres SEHR niedrigen Strahlungswiderstandes sowie der sehr hohen Antennenströme UND -Spannungen auch keinerlei Bauschwächen. :wink:

Leider kann man auf Deinem Foto nicht allzu viel erkennen, zumindest keine Details.

Aber ein paar Schwachstellen wurden Dir ja bereits genannt (Einkoppelloop ist versetzt und auch zu weit vom großen Ring entfernt, Loopumfang zu lang, Drehko (???)…).

Vielleicht kannst Du oben vom Drehko bzw. dessen Anflanschung an das Looprohr noch ein paar Detailfotos nachlegen. Das wäre sehr hilfreich.

Meiner Meinung nach kommst Du derzeit mit folgender Methode am schnellsten zur funktionierenden Lösung:

Du hast hoffentlich einen Funkfreund, der einen grafischen Antennenanalyzer besitzt, im direkten Umfeld!?
  • Mit einem grafischen Antennenanalyzer (z.B. RigExpert) kann man bequem erst einmal die derzeitige Resonanzfrequenz erkennen, die sich aufgrund des zu großen Loopumfangs garantiert unter oder sogar WEIT unter dem 27 MHz Band befinden wird. Zunächst einmal egal, bei welchem derzeit erzielbaren Minimum-SWR. Nur die Resonanz interessiert im ersten Schritt.
  • Der Drehko darf NIEMALS direkt angelangt werden. Selbst bei einem Split-Stator- oder Butterfly-Drehko MUSS die Drehko-Achse mit einem KUNSTSTOFFSTAB um mind. 10cm verlängert werden, damit man durch die (kapazitiv wirkende) Handannäherung nicht bereits den Abstimmbereich verstellt. Auch ein gerne gemachter Fehler, sofern man auf die Drehko-Achse direkt schon einen Kunststoffdrehknopf packt. Das ist viel zu nah!!
  • Sofern der Drehko nun keine Bauschwächen mehr hat und auch eine niedrige Anfangskapazität, wäre nun das Looprohr so lange zu kürzen, bis Du bei Minimum-Kapazität am Drehko deutlich ÜBER dem 27 MHz-Band mit der Resonanzfrequenz liegst. Dann passt das Looprohr.
  • Kurzer Gegencheck: Wird der Drehko auf Maximum gedreht, muss die Resonanzfrequenz deutlich UNTER dem 27 MHz Band liegen. Damit deckst Du nun mit dem verfügbaren Drehko-Bereich den gewünschten CB-Funk-Frequenzbereich ab.
  • Die spätere Kanal-Abstimmung erfolgt dann feinfühlig und LANGSAM, da der Resonanzdip sehr scharf und kurz ist. Drehst Du zu schnell, dann springst Du selbst im RX-Betrieb ruck-zuck über den Resonanzdip (= Empfängerpegelmaximum) drüber weg und merkst es noch nicht mal.
  • Jetzt erst geht es an die Einkopplung. Mit dieser wird das erzielbare Minimum-SWR maßgeblich bestimmt.
  • Welche Art der Einkopplung Du wählst, bleibt Dir überlassen. Ich bin ein Freund der galvanischen Gamma-Einkopplung (also Bügel von der PL-Buchse am Looprohr in wenigen cm parallel verlaufend und am abgewinkelten Ende direkt an das Looprohr gelötet. Das brachte bei mir immer die besten Ergebnisse und auch beste Abstimm-Bandbreite.
  • Ist Dein derzeitiger Einkoppel-Loopring zu weit vom großen Loopring entfernt, wirst Du kein gutes Minimum-SWR erzielen. Ist Dein Loopring zu kurz oder zu lang, ebenfalls nicht.
  • Für erste Gehversuche nimmst Du am besten einen einfachen Draht, sodass der kleine Einkoppel-Loopring ungefähr 1/5 des (nun festgestellten) großen Loopringdurchmessers hat. Der unabgeschirmte Loopring wird einfach vom Innen- auf den Außenleiter Deiner PL-Buchse oder Deines Koaxkabels gelötet. Hier kann man nicht viel falsch machen und sieht erst mal, wie die Loop funktioniert.
  • Später kannst Du dann immer noch den primitiven Loopring durch z.B. einen geschlossenen Koaxloopring, einen hälftig unterbrochenen Koaxlooopring, die hier schon angesprochene "Kleiderbügel"-Einkopplung o.ä. ersetzen, um damit das lokale RX-QRM ggf. noch etwas zu reduzieren.
Aber stelle bitte erst mal ein paar Detail-Fotos hier ein, bevor wir weiter mutmaßen müssen. Sonst wird das nichts.

vy 73 + viel Erfolg!!!!
Jochen

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Alexander
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Re: Magnetic Loop Eigenbau

#12

Beitrag von Alexander » So 17. Nov 2019, 11:15

Hallo Jochen...

... nur mal so (und weil es sonst einer macht): Du hast ganz phantastisch erklärt worauf es bei Mag-Loops ankommt. Das war bei beispielhaft?

.........


Christian: Noch ein Hinweis, der zwar schon gesagt, aber zu kurz kam: Bitte stelle Deine Mag-Loop so auf, dass sie auf keinen Fall - also auch nicht zufällig - berührt werden kann! Personen werden u.U. mit sehr hässlichen und sehr schwer heilenden Wunden ziemlich arg verletzt! Katzen und andere Haustiere können sogar tot vom Balkon fallen, auch bei Sendeleistungen um die zehn Watt. Ich halte diesen Hinweis für wichtig.
Name: Alexander QTH: JO31IJ QRV: z.Zt von daheim nicht auf AFU aktiv. Sende seit 4.8.2017 alle 8 Minuten auf 13,56 MHZ in ASK. DARC: OV L-20
CB-Funk ist die ursprünglichste Sinngebung von Entropie!

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Re: Magnetic Loop Eigenbau

#13

Beitrag von BlaBlaBlubb » So 17. Nov 2019, 12:43

Hallo Alexander,

danke für die Blumen. :tup:

vy 73 + schönen Sonntag,
Jochen

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Re: Magnetic Loop Eigenbau

#14

Beitrag von Krampfader » So 17. Nov 2019, 13:07

Mahlzeit! :)

Da kommen ja schon ne Menge an tollen Informationen + schön gestalteten Beiträgen zusammen! :tup:

Hier zwei meiner Eigenbau-Loop´s, lassen sich simpel und um wenige EURO´s realisieren (wenn man einige Dinge beachtet):

1.) Der Durchmesser sollte für 27 MHz max. 80cm betragen, ansonsten kommt zur rein magnetischen Komponente auch eine elektrische Komponente hinzu (im Nahfeld).

2.) Bei Verwendung von (eloxiertem) Alu (aber auch Kupfer) ist an den Kontaktstellen die Oxidschicht zu entfernen (durch Abschleifen). Hier muss man flott arbeiten (bevor sich eine neuerliche Oxidschicht bildet). Durch Verwendung von Zahnscheiben (welche sich dann tief ins Alu bzw. Cu eingraben) und dicken Schrauben gelingt dann eine niedrigstohmige Verbindung (wichtig).

3. Als Kondensator reicht ein Stück Koaxialkabel-Kabel welches am Ende einige cm freigelegtes, verschiebbares Schirmgeflecht besitzt (zum Abstimmen der Loop). ACHTUNG: Nicht anfassen während man die PTT-Taste drückt! ... genauso aber reichen z.B. zwei kleine Alu-Winkel als Kondensator (bei denen man den Plattenabstand variiert, z.B. mittels eines Kabelbinders rundherum den man dann zähnchenweise enger zieht. Aber auch hier gilt: Nicht anfassen!)

4. Wie bereits empfohlen: Der Einsatz eines grafischen Analyzers erleichtert den Abstimmvorgang ungemein. So eine Loop ist extrem schmalbandig, zickig und mimosenhaft. Wenn sie aber mal spielt dann spielt sie super. Folgende Werte sind erreichbar, siehe Fotos:

Bild Bild Bild Bild

Bild Bild Bild Bild

Abgestimmt auf unseren Hauskanal durchdringen beide Eigenbau-Loop´s unseren Stahlbeton-Bau offensichtlich problemlos. Bisher meine besten Balkon-Antennen. Brauchen sich auch nicht vor Kaufversionen zu verstecken, siehe dazu meine vierfach modrifizierte Schubert-Loop: https://www.funkbasis.de/viewtopic.php? ... 80#p518273

Viel Erfolg! :wave:

Andreas

PS: Obige graue Kunstoff-Box ist leer und dient lediglich als Standfuß ...
Mein Motto: Hauptsache es vergeht die Zeit

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Re: Magnetic Loop Eigenba

#15

Beitrag von 13STW » So 17. Nov 2019, 13:13

Das klingt ja alles wunderschön und mag für eine aufˋs Letzte optimierte Antenne gelten.
Bevor sich die Analyser bezahlbar wurden, hat man schon erfolgreich Antennen gebaut, nach Anleitung, durch ausprobieren und mit einfachen Messmitteln.
Die Analyser eine Art Gameboy Ersatz geworden.

Würde man beim vernünftigen Betrieb einer ML mit 5 oder 10 W tot umfallen, die Menschheit hätte es bemerkt.
Keine der kommerziellen QRP Loops haben eine 10cm lange Kunststoffache, viele davon, beispielsweise die erfolgreiche Alexloop, sind dafür gebaut, beim Betrieb in der Hand gehalten zu werden und auch mit der Hand abgestimmt zu werden.
Das Schlimmste, was beim Abstimmen passiert, ist ein spürbarer Einfluss der Hand auf die Abstimmung, das ist anstrengend, aber nicht gefährlich.
Ich würde Sorge tragen das man den Kondensator nicht unmittelbar berühren kann, fertig. Man muss eine Antenne beim senden nicht anfassen und Abstimmen mit geringerer Leistung tut auch dem Funkgerät gut.
Meine W4OP Lopp hatte einen Druchmesser von über einem Meter und ließ sich auf 10/11m Abstimmen. Mag nicht optimal sein, hat aber entgegen meiner Erwartung funktioniert.
Selbst so ein Gerät
https://www.wimo.com/en/antennas/hf-ant ... wonderloop
funktioniert irgendwie,
ich würde also für den Anfang die hohe Schule des Antennenbaus außen vorlassen und klein anfangen.
Ich habe noch nie eine ML sinnvoll abstimmen können, wenn sie direkt auf einem Metalgeländer aufgesetzt war.
Die Resonanzfrequenz suchen ist sicherlich ein guter Weg, wenn das Funkgerät das kann auch durch Empfangsrauschen. Langsam drehen macht Sinn, der Dip kann schmal sein.

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