Endgespeiste Lambdahalbe

Nordic
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Endgespeiste Lambdahalbe

#1

Beitrag von Nordic » So 28. Apr 2019, 09:07

Guten Morgen Freunde der strahlenden Drähte,

auf meinen unendlich anmutenden Leseabenden habe ich unter folgendem Link eine endgespeiste HalbLambda Antenne gefunden, welche ich mir mal gerne nachbauen würde.

http://pa-11019.blogspot.com/2011/06/20 ... tenna.html

Sie soll je nach Auslegung für 20m, 11m und 10m funktionieren.

Besonders interessieren würde mich das Abstrahldiagram und wie sie sich im Vergleich zu einer InlineAskari bzw. Lambdahalbe schlagen dürfte :holy:

Hat jemand unter Euch sich schon einmal mit dieser Art Antenne aktiv befaßt, d.h. selbst eine gebaut und könnte hier seine Erfahrungen mit uns teilen ?

Einen schönen Sonntag und 73 / Stefan

PS: Folgender Satz läßt zumindest einmal fürs Erste nur "Gutes" erhoffen:

"The vertical end fed half wave antenna is my choice for it’s easy to employ and it's a perfect DX antenna . This antenna is grounded thus giving les static noise to your receiver."
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Re: Endgespeiste Lambdahalbe

#2

Beitrag von Joha » So 28. Apr 2019, 09:39

Moin

auf Hyendfed.nl findest Du unzählige Varianten dieser Antenne mit allen Diagrammen.

Viele haben diese Antenne nachgebaut, die Performance des „Originals“ nie erreicht. Im Regefall passt man 1:49 an, Ron benutzt ein 1:64 Verhältnis. Ich betreibe zzt die 40-10 m mit 3 KW Belastbarkeit. Ist ein Sonderbau.

Portabel habe ich die 12 m Version in Betrieb. Bis auf 15/17 m ohne Tuner verwendbar. Der Wahn, ein SWR von 1 zu erreichen, ist eh nicht nachvollziehbar.

Monoband Antennen sind immer die bessere Wahl, für Hopper, wie mich, sind Mehrband dagegen top.

Preislich liegen die Hyendfeds im oberen Bereich, halten outdoor aber eine Ewigkeit. Die Performance ist aber ufb.

Edit: der Satz mit Counterpoise ist Quatsch. Ggfs. im stationären Betrieb eine MWS.

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Re: Endgespeiste Lambdahalbe

#3

Beitrag von Nordic » So 28. Apr 2019, 10:17

Vielen Dank für deine erste Einschätzung. :king:

Ich werde mich heute mit dem Studium der HyFeds beschäftigen.
Vielleicht finde ich ja auch dort mal eine Antenne, welche mich mit meinen Anwendungsfällen zufrieden stellt.

Einerseits ist der Wunsch nach "der" Antenne, andererseits kommt der Spaß am Eigenbau.
Vielleicht sollte ich mir mal eine passende von HyEndFeds kaufen und die gleiche auch mal nachbauen.
Macht ohne Analyzer nicht wirklich einen Sinn aber Spaß. Da blieben mir ja nur S/R Vergleiche und mein SWR Meter.

Euch allen 73 und einen "bandoffenen" Sonntag :wave:
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Re: Endgespeiste Lambdahalbe

#4

Beitrag von Kid_Antrim » So 28. Apr 2019, 10:30

Moin Nordic

Ich habe eine HyEndFed mk3 in Betrieb, also die 5 Band Version.
Bis auf das Bandende 80m betreibe ich die ohne Tuner. SWR auf den anderen Bändern unter 1 zu 1,5.
Auf 40m sogar ohne Ausschlag des Instrumentes :)
Spanien auf 10 Meter, Deutschland und Lettland auf 80 m waren kein Problem. Auf 80 m bundesweit zwischen 58 und 59 Plus mit knapp 100 Watt SSB.
Ich habe den Kasten einfach im 1. Stock an das Fallrohr gestrapst (Kabelbinder liegen bei) und das Ende in gleicher Höhe, so ca 6 Meter mit einem Baum verbunden.
QRM auf 80 m abends / nachts bei S6, auf 40 und 20 tagsüber bei s1 bis S3. 10 m bei s1, allerdings auf dem Dorf.
Das sind so meine Erfahrungen, ich finde die Antenne sehr gut.



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Re: Endgespeiste Lambdahalbe

#5

Beitrag von BlaBlaBlubb » So 28. Apr 2019, 10:47

Hallo Stefan,

also Dein Projekt wird nur sinnvoll funktionieren, wenn wir über eine Portabelversion sprechen.
Denn Du willst ja eine flachstrahlende DX-Antenne, somit muss die EFHW vertikal betrieben werden.

Dann stößt Du bei Deiner 3-Band-(oder allgemein Multiband-)Variante aber auf zwei Probleme:
  1. 11m und 10m sind zu nahe beieinander, die Antenne kann nicht durchgängig 3 MHz Bandbreite abdecken. Die Bänder liegen aber auch gleichzeitig wieder so NAHE beeinander, dass Du dort nicht mit der (von der 40m-Band abdeckenden HyEndfeed bekannten) Verlängerungsspule als Trennung arbeiten kannst.
  2. Unbeachtet bleibt bei der Multibandvariante leider oft die Tatsache, dass bei allen HyEndfeed die mechanische Stahlerlänge immer mindestens 10m oder mehr beträgt. Im 10m-Band arbeitet man somit IMMER mit Oberwellenbetrieb und hat somit eine 1 Lambda (oder 2 Lambda) Antenne und keine 1/2 Lambda-Antenne mehr. Seitens der Anpassung geht das. Aber sobald man sich mal die Mühe machen würde, das Strahlungsdiagramm zu simulieren, stellt sich sofort die Ernüchterung ein. Denn im Oberwellenbetrieb gibt es mehr Steilstrahlungsanteile und die flache DX-Strahlung ist erst mal futsch. Nur - keiner merkt's. :wink:
Wenn man den Strahler nicht verändert will, gibt es inzwischen schon Lösungen im Netz, bei denen mit Traps im Strahler zur Bandtrennung gearbeitet wird, damit die Antenne in jedem Band immer im 1/2-Lambda Mode betrieben wird. Diese schränken aber die Bandbreite ein.

Im Portabelbetrieb ist das aber kein Problem:
Füge einfach im Strahler Trennstellen bei einer Länge ab Einspeisepunkt von ca. 5,15m (10m), bei ca. 5,50m (11m) ein und nach der dritten noch ein Kabelstück, um auf 10,10m (20m) Gesamtlänge zu kommen.

Damit hast Du drei wahlweise 1/2 Lambda-Strahler und die Flachstrahlung bleibt erhalten. Ebenso hast Du keine durch Traps einschränkende Bandbreitenprobleme.

vy 73,
Jochen
Dateianhänge
EFHW 20m-Band 0,5 Lambda Betrieb.jpg
EFHW 10m-Band Oberwellenbetrieb.jpg

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Re: Endgespeiste Lambdahalbe

#6

Beitrag von Joha » So 28. Apr 2019, 10:53

Nordic hat geschrieben:
So 28. Apr 2019, 10:17
Vielen Dank für deine erste Einschätzung. :king:

Ich werde mich heute mit dem Studium der HyFeds beschäftigen.
Vielleicht finde ich ja auch dort mal eine Antenne, welche mich mit meinen Anwendungsfällen zufrieden stellt.

Einerseits ist der Wunsch nach "der" Antenne, andererseits kommt der Spaß am Eigenbau.
Vielleicht sollte ich mir mal eine passende von HyEndFeds kaufen und die gleiche auch mal nachbauen.
Macht ohne Analyzer nicht wirklich einen Sinn aber Spaß. Da blieben mir ja nur S/R Vergleiche und mein SWR Meter.

Euch allen 73 und einen "bandoffenen" Sonntag :wave:
Na, Messungen: Leih Dir einen von einem Antennenbauer. Ich habe noch eine kurze mit Spule hier, um 5,5 m. Die ist für 15-10 m. Mir fehlt zum Ausmessen die Lust. Vllt bekomme ich aber ein Messprotokoll. Auch hier: ich würde für 11 m nicht die volle Performance annehmen wollen. Insofern fraglich, ob das Sinn macht, da Du nicht liz. bist.

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Re: Endgespeiste Lambdahalbe

#7

Beitrag von Joha » So 28. Apr 2019, 11:03

Kid_Antrim hat geschrieben:
So 28. Apr 2019, 10:30
Moin Nordic

Ich habe eine HyEndFed mk3 in Betrieb, also die 5 Band Version.
Bis auf das Bandende 80m betreibe ich die ohne Tuner. SWR auf den anderen Bändern unter 1 zu 1,5.
Auf 40m sogar ohne Ausschlag des Instrumentes :)
Spanien auf 10 Meter, Deutschland und Lettland auf 80 m waren kein Problem. Auf 80 m bundesweit zwischen 58 und 59 Plus mit knapp 100 Watt SSB.
Ich habe den Kasten einfach im 1. Stock an das Fallrohr gestrapst (Kabelbinder liegen bei) und das Ende in gleicher Höhe, so ca 6 Meter mit einem Baum verbunden.
QRM auf 80 m abends / nachts bei S6, auf 40 und 20 tagsüber bei s1 bis S3. 10 m bei s1, allerdings auf dem Dorf.
Das sind so meine Erfahrungen, ich finde die Antenne sehr gut.
Aha. 13HNxx auf 80 m. Du warst das. Jetzt ist alles klar:)

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Re: Endgespeiste Lambdahalbe

#8

Beitrag von Kid_Antrim » So 28. Apr 2019, 11:12

Hehe genau, ich hatte ganz viele qso mit dem Callsign :)

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Re: Endgespeiste Lambdahalbe

#9

Beitrag von Joha » So 28. Apr 2019, 11:12

http://dk5ew.com/2015/11/15/hyendfed-antenna/

Etwas aus der Praxis(englisch)

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Re: Endgespeiste Lambdahalbe

#10

Beitrag von Joha » So 28. Apr 2019, 11:14

Kid_Antrim hat geschrieben:
So 28. Apr 2019, 11:12
Hehe genau, ich hatte ganz viele qso mit dem Callsign :)
PN, Du Schwarzfunker. :lol:

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Re: Endgespeiste Lambdahalbe

#11

Beitrag von Krampfader » So 28. Apr 2019, 12:22

Nordic hat geschrieben:
So 28. Apr 2019, 09:07
Besonders interessieren würde mich das Abstrahldiagram und wie sie sich im Vergleich zu einer InlineAskari bzw. Lambdahalbe schlagen dürfte
Hallo Stefan

Das Strahlungsdiagramm meiner auf 40 CB-Kanäle hin optimierten und endgespeisten "Askari-Inline" kann ich Dir liefern, siehe Bild:

Bild

Wie man sehen kann strahlt die Antenne relativ flach, und das sogar bei einer Antennenspitzenhöhe von gerade mal 7,6m über Grund. Ich behaupte das Strahlungsdiagramm der hyendfed.nl für 11m sieht bei gleicher Aufbauhöhe in etwa genauso aus. Warum sollte sich dies unterscheiden? ... sind ja beides endgespeiste Halbwellen ...

Die Frage ist nur was Du möchtest. Die hyendfed für 11m bietet eine größere Bandbreite von 1,4 MHz . Schon mal nicht schlecht. Da kann meine schmalbandige Askari mit ihren 600 kHz nicht mithalten, die Frage ist halt nur wozu?. Dafür hat die Askari keinerlei verlustbehaftete Bauteile wie Spule + Kondensator. Weiters kannst Du meine schmalbandige 300er-Askari mittels SWR-Schieber + Schnürchen exakt auf Wunschfrequenz abstimmen (z.B. Bandmitte, Hauskanal, usw.), das wird mit der hyendfed schon schwieriger ...
Joha hat geschrieben:
So 28. Apr 2019, 10:53
ich würde für 11 m nicht die volle Performance annehmen wollen. Insofern fraglich, ob das Sinn macht, da Du nicht liz. bist.
Ich gebe Joha da recht. Als "nicht Lizenzierter" hat man ja auf den anderen Bändern nichts zu suchen ... und für den reinen Empfang reichen ja einige Meter simpler Draht ...

So oder so, viel Spaß beim Basteln. Hier gibts das passende Teil dafür, siehe: https://www.ebay.com/itm/Balun-Unun-1-4 ... 3096767858 ... dann noch Gehäuse + einige Meter Lautsprecherkabel, fertig ist die endfed-Antenne ... oder eben komplett selber bauen ... einfach mal anfangen, der Spaß + Erfolg stellt sich dann von selbst ein ;)

Grüße

Andreas
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Re: Endgespeiste Lambdahalbe

#12

Beitrag von Nordic » So 28. Apr 2019, 14:29

Ich gebe Joha da recht. Als "nicht Lizenzierter" hat man ja auf den anderen Bändern nichts zu suchen ...
Bedingt.....

Ich bin als ein für die kleine Klasse lernender, ein recht fleißiger Zuhörer.

Klar, man könnte sich einen reinen Reciever kaufen. Dies sehe ich für den Anfang jedoch nicht als unbedingtes Muß.

Seinen Kindskopf schon viele Jahre hinter sich gelassen, betrachte ich das ganze Geschehen als reiner Zuhörer aus dem Hintergrund und belese mich halt noch nebenbei....

Schwarzfunken ist nicht jedermanns Stärke.... :clue:
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Re: Endgespeiste Lambdahalbe

#13

Beitrag von Joha » So 28. Apr 2019, 15:32

Na ja. Manche „leihen“ sich ein RZ. Egal. Jeder, wie er mag. Meins würde auch schon in CW „gesichtet“.

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Re: Endgespeiste Lambdahalbe

#14

Beitrag von Krampfader » So 28. Apr 2019, 16:04

Nordic hat geschrieben:
So 28. Apr 2019, 14:29
Schwarzfunken ist nicht jedermanns Stärke.... :clue:
Stimmt. Bin auch kein Schwarzfunker. Mir reicht es schon wenn sie mich beim Schwarzfahren und/oder Schwarzfischen erwischen, ist ja jedes mal mega peinlich ... :|

Da bleibe ich lieber im 11m Band, da hab nichts zu befürchten. Außerdem hab ich mit meinem RSP2pro bemerkt dass es auf manchen AFU-Bändern ärger zugeht wie auf 11m ... Ich muss nicht alles haben ... ;)

Aber zurück zum Thema: Im Netz gibt es eine Menge Bauanleitungen für diverse "1:49 Transformatoren", wie z.B. diese hier:

Bild
Quelle: https://elginradio.wordpress.com/2017/1 ... -antennas/

So ein Transformator (Balun bzw. Unun) bietet ein weites Experimentierfeld für diverse Bänder, obiges Beispiel aus Ebay gibt einen Bereich von 3,5 – 50 MHz an (sprich von 86m bis runter auf 6m). Und die Transformationsverluste halten sich auch in Grenzen (lediglich 1,5 dB) siehe: https://www.amateurfunk-westpfalz.de/me ... -antennen/

Viel Spaß beim Basteln!

Grüße

Andreas
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Re: Endgespeiste Lambdahalbe

#15

Beitrag von Nordic » So 28. Apr 2019, 16:22

Joha hat geschrieben:
So 28. Apr 2019, 15:32
Na ja. Manche „leihen“ sich ein RZ. Egal. Jeder, wie er mag. Meins würde auch schon in CW „gesichtet“.
Uiuiuiiiiiii...... Was gibt es denn für Matschhirne auf diesem Planeten :clue: :think:

Geht's noch ? :wall:
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