Gipsy Dipole

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Nordic
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Gipsy Dipole

#1

Beitrag von Nordic » Fr 5. Apr 2019, 06:22

:? Guten Morgen,

Wer kennt unten aufgeführte Antenne oder hat bereits mit ihr gearbeitet???
"WINDCAMP Gipsy 7-30MHz HF Horizontal Dipole Antenna"
Man findet sie für Euro 89.-- im großen Versandfluss.

Eigendlich wäre das eine interessante Eigenbauantenne, die ich gerne mal testen würde. Nicht jedoch zu diesem Preis.

Was denkt Ihr denn über diese Antenne... :?:
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Re: Gipsy Dipole

#2

Beitrag von 13TM003 » Fr 5. Apr 2019, 06:30

Hi,
Ist ein normaler Dipol und eben durch ab-/Aufwickeln zu tunen ...
Ist Event. Etwas blöd auf zu hängen da du die prinzipiell die Spindeln abhängen musst.

1:1 Balun bzw Strombalun bauen und 2 Drähte dran ^^ Dürfte genauso gut/schlecht funktionieren wie jeder andere unverkürzte Dipol.

Viele Grüße,
Axel
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Maulwurf
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Re: Gipsy Dipole

#3

Beitrag von Maulwurf » Fr 5. Apr 2019, 17:11

Hallo,

könnte man nicht einfach einen Dipol mit Steckverbindern bauen und dann eben nur die benötigten schließen?

Findet man wohl unter "Multi-Monoband-Dipol" und kostet im Selbstbau quasi nichts. Aber bei Bandwechsel immer die Antenne ablassen? Naja.
73 Stefan

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Re: Gipsy Dipole

#4

Beitrag von 13STW » Fr 5. Apr 2019, 22:04

Was soll die Antenne denn können?
Nur 11m? Dann macht so eine Konstruktion keinen Sinn.
Für Mehrbandbetrieb muss man eben die jeweils richtige Länge durch auf oder abwickeln einstellen.
Unterm Strich wird das Ding genau so gut funktionieren wie ein X beliebiger Dipol mit dem Vorteil, die Länge innerhalb des Wickelmaßes einzustellen.

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Re: Gipsy Dipole

#5

Beitrag von Nasa » Fr 5. Apr 2019, 22:09

Haut mich auch nicht vom Hocker das Ding. Der Preis schon :dlol:

Das teuerste daran ist der Strombalun. Den kann man auch billiger haben:

https://www.pmr-funkgeraete.de/Funkgera ... 10794.html

Dann noch bisschen Draht anschließen und man hat das gleiche. Nur viel billiger.

Gruß,
Lothar
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Re: Gipsy Dipole

#6

Beitrag von Nordic » Fr 5. Apr 2019, 23:04

Ich denke, es wird der Balun aus deinem Link und der Draht von meiner Spule :tup:

€89.-- ist schon ein fetter Knochen.
Und davon Euro 50.-- nur für Draht.
Da ist noch viel Luft für zwei ordentliche Aufwickler aus dem Kite Shop... :banane:
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Re: Gipsy Dipole

#7

Beitrag von Krampfader » Sa 6. Apr 2019, 08:24

Nasa hat geschrieben:
Fr 5. Apr 2019, 22:09
Das teuerste daran ist der Strombalun. Den kann man auch billiger haben:
Guten Morgen!

Vielleicht ginge es ja noch billiger. Was spricht gegen eine Luftspule? (für 11m: 5 Windungen RG-58 auf d=110mm), siehe Bild bzw. Diagramm:

Bild
Quelle: https://www.qsl.net/ta1dx/amator/broadband_baluns.htm

Bild
Quelle: http://www.karinya.net/g3txq/chokes/

Bild

Grüße

Andreas
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Re: Gipsy Dipole

#8

Beitrag von Nordic » Sa 6. Apr 2019, 08:48

Guten Morgen Andreas,

Besten Dank für deinen sympathischen Tipp :tup:

Gerade wollte ich den Balun bestellen und dachte, komm schau noch mal in den Thread.... :holy:
Das ist doch die selbe Sache, wie bei der T2LT, oder? Diese hatte ich mir vor wenigen Wochen gebaut und teste sie derzeit mit sehr zufriedenstellenden Ergebnissen.
Hast du diese Variante schon mal mit einem Horizontaldipol getestet?
Wenn die Ergebnisse so gut sind wie die an der T2LT, dann werde ich gleich mal loslegen und eine reine Spule mit den Abgriffen für die beiden Dipoldrähte machen.
Ich fand diese Antenne nicht unsympathisch, da sie ja auf nahezu allen Bändern bespielbar ist und erstmal für geringen finanziellen Einsatz einen großen Raum für Experimente und "Spielfreude" bietet.

Jetzt erst einmal ein spätes Frühstück und dann geht es schon los :mrgreen:

Ich werde hier berichten.....

Beste Grüße und ebensolche Zahlen....

Stefan
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Re: Gipsy Dipole

#9

Beitrag von Krampfader » Sa 6. Apr 2019, 10:02

Hallo Stefan

Ja genau, das ist der simple RF-Choke von der T2LT. Dort arbeitet diese Spule als Mantelwellensperre ja offensichtlich recht gut. Mit horizontalen Dipolen habe ich als CB-Funker keine Erfahrung. Oh doch, einmal, unfreiwillig. Ein Windstoß hat uns mal eine Eigenbau-Gain-Master-5/8 nahezu waagrecht umgelegt. Augenblicklich hatten wir eine "DX-Verbindung", an die deutsche Nordsee-Küste, mitten im lokalen Ortsgespräch ;)

Für diese "Spule" benötigt man gerade mal 2m günstiges RG58. Und zum Wickeln eine alte Lackdose mit 11cm Durchmesser. Ich habe die Lackdose mit einigen Lagen breitem Klebeband umwickelt (damit der Falz am Dosenboden nicht hervorsteht). Ansonsten kann man die fertig gewickelte und eng anliegende Spule dann nur schwer über den Falz abziehen. Verklebt habe ich die Spule mittels dünnflüssigem Sekundenkleber welcher tröpfchenweise in den Kabel-Spalt geträufelt wird. Durch die Kapillarwirkung verläuft der Kleber im Spalt entlang der eng aneinander liegenden Windungen. Nicht zu viel Kleber verwenden damit sich die Spule nicht mit dem Untergrund (sprich der Dose) verklebt. Nachdem der Kleber ausgehärtet ist wird die Spule vorsichtig von der Lackdose abgezogen. An die Stelle wo das Kabel dann ein- bzw. ausläuft kommt dann noch ein Kabelbinder darüber (damit sich die Spule nicht aufschält). Und fertig ist die selbsttragende Luftspule!

Bild

Gutes Gelingen beim Bau. Ich muss mir endlich auch mal Zeit nehmen, hab ja Ähnliches vor wie Du, nur eben vertikal, siehe: viewtopic.php?f=15&t=47183

Schönes Wochenende!

Andreas

PS: @Stefan: Von Deiner T2LT ist es dann auch nicht mehr weit bis zur "Wimpel-Beam". Zwei günstige Askari-Ruten, ein wenig Draht, fertig! ;)
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Re: Gipsy Dipole

#10

Beitrag von 13STW » Sa 6. Apr 2019, 19:06

Im Prinzip braucht ein Dipol nicht unbedingt eine Mantelwellensperre.
Bei vertikalen Dipolen ist die Unsymetrie, bzw. sind die Mantelwellen, die dadurch entstehen, prinzipbedingt größer, bei einem horizontalen Dipol ist das Alles eher durch den Aufbau und die Umgebung bedingt, beispielsweise durch Bäume in der Nähe.
Die Mantelwellen sind erst mal nicht schlimm für die Aussendung, sie erzeugen halt u.U. Störungen. Bei hohen Sendeleistungen mehr als bei kleinen.
Beim Portabelbetrieb tolerierbar.
Im Grunde braucht man nur eine Antennenbuchse der Wahl auf ein kleines Isolierstück aus Kunststoff schrauben und an der anderen Seite die Diopldrähte anklemmen. Fertig ist der Minimaldipol.
So eine Anschlussmöglichkeit bräuchte man ja bei der Koax-MWS auch.

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Re: Gipsy Dipole

#11

Beitrag von Nasa » Sa 6. Apr 2019, 21:31

Krampfader hat geschrieben:
Sa 6. Apr 2019, 08:24
Was spricht gegen eine Luftspule?
Ganz einfach: Eine Luftspule ist kein sonderlich guter Strombalun. Vor allem wenn das ganze noch breitbandig sein soll.

Der Strombalun soll das unsymmetrische Koaxialkabel an den symmetrischen Dipol anpassen und dafür sorgen, das die Ströme in beiden Dipolarmen gleich sind. Gleichzeitig werden dadurch Mantelwellen vermieden.

Als Alternative könnte man den Strombalun z.B. nach W1JR mit einem RIngkern selber bauen:
121Choke.JPG
121Choke.JPG (48.93 KiB) 423 mal betrachtet
Quelle: http://w5dxp.com/notuner/121Choke.JPG

Gruß,
Lothar
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Re: Gipsy Dipole

#12

Beitrag von Nordic » Sa 6. Apr 2019, 23:09

Hallo zusammen,

Ich habe die Spule bereits gewickelt und startklar gemacht.
Da es mir nicht nur um das 11m Band geht, werde ich aus purer Neugier mal mit der RG58 Spule beginnen. Das ganze ist ja ohnehin modular aufgebaut. Somit bleibt auch noch die Möglichkeit, diverse Änderungen einfließen zu lassen.

Dazu gehört auch auch das Wickeln eines Baluns.

Dafür fehlen mir allerdings noch einige Teile.

Den Unterschied beider Varianten werde ich aber eher subjektiv beurteilen müssen, da mir die erforderlichen Messmittel fehlen.

Es bleibt nach wie vor ein spannender Versuch....

Beste Grüße

Stefan
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Re: Gipsy Dipole

#13

Beitrag von Krampfader » Sa 6. Apr 2019, 23:16

Nasa hat geschrieben:
Sa 6. Apr 2019, 21:31
Krampfader hat geschrieben:
Sa 6. Apr 2019, 08:24
Was spricht gegen eine Luftspule?
Ganz einfach: Eine Luftspule ist kein sonderlich guter Strombalun. Vor allem wenn das ganze noch breitbandig sein soll.
Hallo Lothar

Danke für den Bauvorschlag des 1:1 Strom-Baluns, realisiert mittels Ferrit-Ring. Für Breitband-Antennen bestimmt die 1. Wahl ... aber wie sieht es aus wenn ich nur das 11m-Band betrachte? ... wenn man die Messwerte vergleicht dann besitzt die simple Luftspule bei 27MHz mit 8k die doppelte Impedanz wie der Ferrit-Balun nach W1JR mit seinen 4k ... vorausgesetzt die jeweiligen Messwerte stimmen.

Was wäre also besser/wirkungsvoller/einfacher/günstiger wenn ich nur das 11m-Band betrachte?

Danke und Grüße

Andreas
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Re: Gipsy Dipole

#14

Beitrag von Krampfader » So 7. Apr 2019, 12:58

Nachtrag zur Dimensionierung eines simplen Coax-RF-Chokes (Luftspule):

Hier eine Tabelle eines englischen Antennen-Herstellers, Empfehlung Durchmesser + Wicklungsanzahl, optimiert für das jeweilige Band, siehe Bild:

Bild
Quelle: http://wireantennas.co.uk/rf-choke.html

Wenn man das Ganze modular (also auswechselbar) gestaltet kommt man im Prinzip mit drei Luftspulen aus welche das gesamte Band abdecken (10m bis 160m) ...

Dieser Hersteller bietet aber auch eine Anleitung zum Bau eines "Ferrit-Baluns" nach der Methode "W1JR", siehe: http://wireantennas.co.uk/baluns.html

Und zu gu­ter Letzt findet man dort auch fertige Antennen, siehe: http://www.wireantennas.co.uk

Grüße

Andreas

PS: Der Bereich 11m wird wieder mal (bewusst) übergangen, wie so oft ...
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Re: Gipsy Dipole

#15

Beitrag von Nordic » So 7. Apr 2019, 13:38

Der übergangene 11m Bereich macht mir nichts aus.

Das liegt an der "Hoheit" der Afu geprüften. :clue:

Ausserdem ist das ja alles nachvollziehbar.
Die Literatur gibt ja schließlich genug Anhaltspunkte, das benötigte herauszurechnen :mrgreen:
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