Eigenbau "klassischer" vertikaler Halbwellen-Dipol für 11m

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Krampfader
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Eigenbau "klassischer" vertikaler Halbwellen-Dipol für 11m

#1

Beitrag von Krampfader » Mo 11. Mär 2019, 14:47

Hallo Jungs, wo sind eigentlich die Mädels? ;)

Folgendes: Hier ein Entwurf für einen "klassischen" vertikalen Halbwellen-Dipol, natürlich aus Draht ;) ... Das "Problem" mit der waagrechten mittigen Anspeisung habe ich mittels eines leichten Auslegers gelöst (welcher das Kabel in einer Länge von ungefähr Lambda/4 horizontal wegführt). Das Auslegerohr kann/werde ich z.B. aus zwei, drei leichten Elementen meiner Askari-Angeruten realisieren ... die Elemente dieser Rute lassen sich ja einzeln nach unten hin entnehmen, siehe Bild:

Bild
Volle Auflösung: https://i.ibb.co/k1qFWDF/Vertikaler-Hal ... -r-11m.png

Damit ließe sich ein simpler klassischer Dipol für 11m realisieren, SWR-Einstellung erfolgt dann durch schrittweisses Kürzen beider (anfangs etwas längeren) Dipol-Schenkeln. Die Daten für das kostenlose Simulationsprogramm https://www.qsl.net/4nec2/ sind ebenfalls ersichtlich, es bleibt also genügend Raum für eigene Experimente, und seien es nur "virtuelle" ;)

Grüße

Andreas
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Re: Eigenbau "klassischer" vertikaler Halbwellen-Dipol für 11m

#2

Beitrag von Haflinger73 » Mo 11. Mär 2019, 16:49

Ist einen Versuch wert, klasse Idee.
Würde die Abspannung auf der Aussenseite des "Einspeishalters, aber auch bis zum Boden ziehen, evtl. gleich das RG58 so zu Boden führen.
Hast du mal Simuliert, was passiert, wenn du das RG58 vom Speisepunkt gleich im 45Grad Winkel weg führst?

Lg aus der Schweiz

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Re: Eigenbau "klassischer" vertikaler Halbwellen-Dipol für 11m

#3

Beitrag von Krampfader » Di 12. Mär 2019, 09:13

Haflinger73 hat geschrieben:
Mo 11. Mär 2019, 16:49
Hast du mal Simuliert, was passiert, wenn du das RG58 vom Speisepunkt gleich im 45Grad Winkel weg führst?
Servus Haflinger73 :)

Leider weiß ich nicht wie man die Zuleitung in die Simulation integriert, und ob das überhaupt möglich ist ?? ... die klassische Antennen-Literatur empfiehlt halt beim einfachen Dipol das Zuleitungskabel im 90 Grad Winkel wegzuführen, auf einer Strecke von mind. Lambda/4 ... und eben genau das habe ich mit dem Ausleger getan ;)

Die linke Abspannung in der Skizze soll lediglich das Gewicht von Ausleger + hängendem Kabel ausgleichen, damit sich der GFK-Mast nicht zur Seite neigt (bzw. biegt) und schön senkrecht seht ... es wäre also von Vorteil leichtes Material für Ausleger und Kabel zu verwenden ... für den Ausleger bieten sich eben zwei, drei Elemente einer Askari-Rute an welche man sich dafür kurzfristig "ausleiht" (wird ja nichts kaputt gemacht). Und beim Kabel denke ich da an H155 welches gewichtsmäßig relativ leicht ist, im Vergleich zu seinen guten elektrischen Werten (Dämpfung, usw.) ...

Und für die beiden Dipol-Schenkel würde ich flexibles "Antennen-Kabel" verwenden, so wie es z.B. http://www.kabel-kusch.de/Litze-usw/antennenlitze.htm anbietet. Ich hätte noch einige Meter vom 2,5er daheim ...

Wäre mal einen Versuch wert. Ist ja recht schnell gebaut das Ganze ...

Grüße

Andreas
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Re: Eigenbau "klassischer" vertikaler Halbwellen-Dipol für 11m

#4

Beitrag von DK5VQ » Di 12. Mär 2019, 17:16

Ich würde eine Querstrebe aus Angelruten einziehen, quasi als Kreuz, und eine Quadloop daran aufhängen. Durch die Wahl des Speisepunktes kann man dann sogar die Polarisation umschalten. Und das Quadelement hat etwa 2 db Gewinn gegenüber Dipol. Einspeisung über L/4 75Ohm. Fertig Nur so als Idee für die Draht- und Angelrutenfetischisten... Für 11m ist das ja sehr gut handlebar

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Re: Eigenbau "klassischer" vertikaler Halbwellen-Dipol für 11m

#5

Beitrag von Krampfader » Di 12. Mär 2019, 17:26

Vielen Dank Mario! :)

Hmmm, meinst Du in etwa so ??, siehe Skizze:

Bild
Quelle: http://www.dj0ip.de/spiderbeam/mono-loop-quad/

Was hätte eine derartige "Quadloop" denn für einen Vorteil gegenüber meiner "Wimpel-Beam" (für uns CB-Funker meine ich).

Bild

Danke und Grüße

Andreas
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Re: Eigenbau "klassischer" vertikaler Halbwellen-Dipol für 11m

#6

Beitrag von DK5VQ » Di 12. Mär 2019, 20:16

Die Skizze oben ist doppelt so groß, ist wohl eine 20m Schleife.
Ich denke es ist mechanisch stabiler.
Vor-/Nachteil:
Großer Öffnungswinkel
Verschieben des Speisepunktes um Horizontal/Vertikal arbeiten zu können
Gewinn und FB natürlich geringer als beim 3 Element.
Bandbreite größer als beim Dipol/Yagi
Im allgemeinen ist die Schleife sehr ruhig gegenüber Dipol/Yagi...
Versuch macht klug

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Re: Eigenbau "klassischer" vertikaler Halbwellen-Dipol für 11m

#7

Beitrag von Krampfader » Sa 16. Mär 2019, 12:56

Besten Dank Mario für Deine Ausführungen! :)

Ich werde mir diese Antennen-Bauart mal genauer angucken, für 11m dimensionieren, simulieren und ggf. auch bauen und testen, mal sehen. Neues Material wäre ja dafür gestern angekommen :)

Bild

Nochmals Danke und schönes Wochenende!

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