Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

Haflinger73
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Re: Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#16

Beitrag von Haflinger73 » So 24. Mär 2019, 19:48

Heute habe ich mich auch an das "Abenteuer" Wimpel Beam gewagt :thup:
Nach den Dimensionen von Andreas, habe ich im Garten die Vertikalen Drähte (1,5qm T Litze) an 4 Elementen einer Asakri-Rutte befestigt (6m Rutte, ohne oberstes und unterstes Element).

Bild

Auf meinem Testgelände auf 557müM angekommen, habe ich die Konstruktion auf rund 14m Aufgebaut (es wehte doch ein teilweise Ordentlicher Wind)

Bild

Leider stellte ich mit dem Analyser fest, dass das SWR nicht ganz Optimal war :oops:

Bild

Die T2LT hatte ich schon länger nicht mehr in Betrieb, hatte sie "damals" in meinem Garten aber mit 1:1,3 ausgemessen und für gut befunden.
Was das SWR so beeinflusst hat, kann ich nicht sagen :clue: (Grüne Wisse > Kontra Steinige Jurahöhe?)
Auf den unteren Bändern, machte ich dennoch einige Verbindungen. Und ich kann die 2S-Stufen Gewinn bestätigen :tup: :king:
Beim drehen der Antenne während eines QSO`s auf 60km Distanz Variierte das Signal von Rauschen bis S8 :shock:
Beim Vergleichtstest mit der Schweissfuss GP, kam ich bei der Gegenstation (Untergünstig) bei der selben Aufbauhöhe nicht über S5-6 hinaus.
Die Beam ist ist wirklich einen Versuch Wert :tup:
Werde meine T2LT nochmal "Nackt" an den Analyser hängen und dahingehend das SWR Optimieren und den Versuch bestimmt nochmals wiederholen :wave:
Bei mehreren Stationen in einer Runde wird es relativ Mühsam sein, die Antenne immer dementsprechend "nachzurichten", aber für einen Contest für weit Entfernte Einzel QTH`s durchaus eine Option als 2. Antenne.

Habe diesbezüglich noch 2 Interessante Links gefunden:

Allgemeiner Aufbau 11m Beam (hoffe ihr könnt Tschechisch :D )

http://www.dab.pb.cz/cz/cb/bastl.html#3elyagi

Und hier noch ein Rechner für die Antenne (Werde auch diese Längen mal ausprobieren)

http://www.rfwireless-world.com/calcula ... lator.html

Liebe Grüsse aus der Schweiz Haflinger 73

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Re: Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#17

Beitrag von Krampfader » So 24. Mär 2019, 20:20

Servus Haflinger :)

Ich bin beeindruckt. Super Arbeit! :thup: ... schön dass Du auf Anhieb erfolgreich warst! :)

Das mit dem SWR bekommst Du auch noch in den Griff ... genau, guck Dir Deine T2LT nochmals "solo" an, also ohne Wimpel, vielleicht hat es da was ...

Ich freue mich dass Du aber trotzdem dann noch ein QSO führen konntest, die bestätigten 2 S-Stufen Gewinn freuen mich ebenfalls :) ... vor allem da die "Schweißfuß" ja wirklich ein starker "Gegner" ist ;)

Das mit dem Nachdrehen bei mehreren Stationen ist halb so wild, die Antenne fächert recht breit auf. Erst ab 120 Grad Verdrehwinkel ist auch eine Änderung merkbar. Wenn Du weit genug und erhöht positioniert bist überstreichst Du damit eine ganze Großstadt, ich musste beim letzten Funken den Wimpel kein einziges mal drehen, sprich ich überstrich damit ganz Wien ...

Aber Du hast schon recht, kein Vorteil ohne Nachteil ... alles kann man halt nicht haben ;)

Super, ein Mann der Taten, finde ich gut ... vielleicht können wir uns ja gegenseitig Tipps geben diese recht simple Antennenbauart noch weiter zu optimieren, würde mich freuen! :)

Nochmals Danke, weiterhin viel Spaß damit und halte uns am Laufenden!

Andreas

PS: Frage: welche Abmessungen hat Deine T2LT ?, die von meinem Plan?, Danke.
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Re: Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#18

Beitrag von Barfüßer » Mo 25. Mär 2019, 09:30

Hallo Andreas,

auch ich habe mich an den Bau der von der konzipierten Antenne gewagt. Ich will schon lange eine Vertikal-Beam, da kam Deine Bauanleitung gerade recht :D
Dazu auch noch von mir :thup: , es hat prima geklappt. Die Antenne hängt an einem 12,5m HD-Mast von Spiderbeam.

Der Test mit einigen Stationen im Nahbereich (bis 20km) verlief schonmal sehr positiv:
Beim Empfang ergibt sich reproduzierbar ein V/R-Verhältnis von 4-5 S-Stufen, beim Senden war das Bild interessanterweise nicht ganz einheitlich. Hier schwankt das V/R-Verhältnis zwischen 1...5 S-Stufen. Der Gewinn gegenüber meiner Blizzard-Hochantenne war dabei in Vorzugsrichtung 0,5...1 S-Stufe.
Beim Bodenwellen-DX (100...180km) ergab sich auch ein leichter Vorteil gegenüber der Blizzard.
Der größte Vorteil aber war ein deutlich reduzierter Störpegel! Besonders auf SSB sank der Störpegel von S4..5 auf S2...3. Dadurch waren Stationen viel besser lesbar, obwohl deren S-Wert kaum Anstieg.

Die Tests waren also sehr vielversprechend,Ich bin begeistert!
Was jetzt noch ansteht, ist die Verbesserung der Stabilität und der Windempfindlichkeit.
Ich denke über eine Art Kreuzverbinder zwischen GFK-Mast und den Askari-Ruten nach...
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Re: Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#19

Beitrag von Krampfader » Mo 25. Mär 2019, 11:06

Barfüßer hat geschrieben:
Mo 25. Mär 2019, 09:30
Beim Empfang ergibt sich reproduzierbar ein V/R-Verhältnis von 4-5 S-Stufen, beim Senden war das Bild interessanterweise nicht ganz einheitlich. Hier schwankt das V/R-Verhältnis zwischen 1...5 S-Stufen. Der Gewinn gegenüber meiner Blizzard-Hochantenne war dabei in Vorzugsrichtung 0,5...1 S-Stufe.
Beim Bodenwellen-DX (100...180km) ergab sich auch ein leichter Vorteil gegenüber der Blizzard.
Der größte Vorteil aber war ein deutlich reduzierter Störpegel! Besonders auf SSB sank der Störpegel von S4..5 auf S2...3. Dadurch waren Stationen viel besser lesbar, obwohl deren S-Wert kaum Anstieg.

Die Tests waren also sehr vielversprechend,Ich bin begeistert!
Servus Barfüßer :)

Wow. Ich bin sprachlos. Gleich noch ein weiterer erfolgreicher Nachbau, bin ebenfalls begeistert :) ... Perfekte Artbeit, gratuliere! :thup:

Vielen Dank für Deinen Bildbericht Barfüßer, das klingt ja alles schon mal sehr gut. Ich denke in dieser Antenne steckt noch viel Potential, zumindest was den mechanischen Aufbau betrifft. Meinen Prototyp hab ich möglichst einfach und günstig gestaltet, einfach mal um zu probieren ob mein Konzept in der Praxis überhaupt was taugt. Größtes Manko ist nach wie vor die Windempfindlichkeit, da kann man noch ansetzten. Also, einfach mal her mit Euren Ideen :)

"Elektrisch" gesehen lässt sich vielleicht auch noch was machen. Obwohl ich bin bei der Simulation (mittels 4nec2) recht lange gesessen, hab lange getüftelt um einen guten Kompromiss zwischen Leistung, Erhebungswinkel, SWR, baulichen und geometrischen Abmessungen zu finden. So bewirken z.B. bereits wenige Zentimeter Unterschied bei den Abmessungen eine merkbare Verschiebung der Eigenschaften. Für einen reinen Nachbau würde ich mich also möglichst genau nach Plan halten. Natürlich schließt das nicht aus selbst mit 4nec2 zu experimentieren, die Grunddaten dafür sind ja ebenfalls in meinem Plan ersichtlich ...

Echt super, freut mich :) ... Natürlich kann man diese Antenne nicht ganz mit einem reinen Rundstrahler (z.B. Blizzard) vergleichen, weist sie ja doch eine deutliche Richtwirkung auf, das muss man berücksichtigen. Dass aber derartige Halbwellen-Dipole (T2LT ist ein Dipol) etwas weniger QRM reinziehen ist mir schon aufgefallen, auch beim Gain-Master-Nachbau. Und mit dem "Wimpel" lassen sich ja dann noch zusätzlich potentielle Störquellen abschwächen, und zwar jene welche von hinten kommen ...

Die Wimpel-Beam ist bestimmt kein Ersatz für fixe Stationsantennen, für mobile Einsätze aber durchaus geeignet, da spielt sie ihre Stärken aus ...

Nochmals Danke, weiterhin viel Spaß und halte uns bitte ebenfalls am Laufenden.

Andreas
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Re: Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#20

Beitrag von Charly Whisky » Mo 25. Mär 2019, 11:28

Barfüßer hat geschrieben:
Mo 25. Mär 2019, 09:30
Hallo Andreas,

auch ich habe mich an den Bau der von der konzipierten Antenne gewagt. Ich will schon lange eine Vertikal-Beam, da kam Deine Bauanleitung gerade recht :D
Dazu auch noch von mir :thup: , es hat prima geklappt. Die Antenne hängt an einem 12,5m HD-Mast von Spiderbeam.

Der Test mit einigen Stationen im Nahbereich (bis 20km) verlief schonmal sehr positiv:
Beim Empfang ergibt sich reproduzierbar ein V/R-Verhältnis von 4-5 S-Stufen, beim Senden war das Bild interessanterweise nicht ganz einheitlich. Hier schwankt das V/R-Verhältnis zwischen 1...5 S-Stufen. Der Gewinn gegenüber meiner Blizzard-Hochantenne war dabei in Vorzugsrichtung 0,5...1 S-Stufe.
Beim Bodenwellen-DX (100...180km) ergab sich auch ein leichter Vorteil gegenüber der Blizzard.
Der größte Vorteil aber war ein deutlich reduzierter Störpegel! Besonders auf SSB sank der Störpegel von S4..5 auf S2...3. Dadurch waren Stationen viel besser lesbar, obwohl deren S-Wert kaum Anstieg.

Die Tests waren also sehr vielversprechend,Ich bin begeistert!
Was jetzt noch ansteht, ist die Verbesserung der Stabilität und der Windempfindlichkeit.
Ich denke über eine Art Kreuzverbinder zwischen GFK-Mast und den Askari-Ruten nach...

2019_03_22_10_06_33_ProShot.jpg

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Ulli
Barfüßer hat geschrieben:
Mo 25. Mär 2019, 09:30
Der Gewinn gegenüber meiner Blizzard-Hochantenne war dabei in Vorzugsrichtung 0,5...1 S-Stufe.
Beim Bodenwellen-DX (100...180km) ergab sich auch ein leichter Vorteil gegenüber der Blizzard.
Der größte Vorteil aber war ein deutlich reduzierter Störpegel! Besonders auf SSB sank der Störpegel von S4..5 auf S2...3.
Hallo,

ich habe eine Frage zur Referenzantenne (Blizzard):

Wie hoch war die Spitze und wie weit weg von der Wimpelantenne?

Die Beobachtung mit dem reduzierten Störpegel habe ich sowohl bei der Blizzard als auch bei der GM5/8 gemacht, allerdings verglichen mit der SchweissfussGP. Das sind dann schon mal 1-2 S-Stufen weniger Gemüll, wobei das eigentliche Signal nicht schwächer sein muss.

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Christian

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Re: Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#21

Beitrag von Krampfader » Mo 25. Mär 2019, 14:50

Charly Whisky hat geschrieben:
Mo 25. Mär 2019, 11:28
Die Beobachtung mit dem reduzierten Störpegel habe ich sowohl bei der Blizzard als auch bei der GM5/8 gemacht, allerdings verglichen mit der SchweissfussGP. Das sind dann schon mal 1-2 S-Stufen weniger Gemüll, wobei das eigentliche Signal nicht schwächer sein muss.
Ganz allgemein: Wie ist denn das bei einer 3-Elemente-Yagi ?? ... nimmt die nicht prinzipiell weniger Müll auf ?? ... im Vergleich zu einem nach allen Seiten offenen Rundstrahler, wie z.B. eben der Blizzard. Die arme Blizzard bekommt ja den HF-Müll homogen von allen Seiten ab, sprich 360 Grad rundherum. Hingegen bei der Yagi kann man ja davon ausgehen dass es diese Richtantenne eben nicht aus allen Richtungen voll abbekommt, zumindest der HF-Schrott welcher von hinten kommt wird ja entsprechend stark gedämpft, oder bin ich da jetzt im falschen Film ?? ;)

Wie auch immer, Hauptsache sie funktioniert ;) ... hier noch einige Impressionen vom letzten Funknachmittag damit. Das SWR-Minimum war schon mal besser. Hab dann aber nicht weiter nachgeforscht und es so belassen. Bei einem SWR von 1,2 wird ja gerade mal 1% der Sendeleistung nach Infrarot transformiert, sprich geht als Wärme verloren ;)

Bild Bild Bild

Bild Bild Bild

Bild Bild Bild


Barfüßer hat geschrieben:
Mo 25. Mär 2019, 09:30
Beim Empfang ergibt sich reproduzierbar ein V/R-Verhältnis von 4-5 S-Stufen, beim Senden war das Bild interessanterweise nicht ganz einheitlich. Hier schwankt das V/R-Verhältnis zwischen 1...5 S-Stufen.
Hallo Ulli

Dass die S-Werte beim Senden schwanken habe ich ebenfalls festgestellt, je nach Gegenstation. Zwei S-Stufen mehr waren/sind es aber so gut wie immer, manchmal sogar bis zu 5(!), stimmt. Warum auch immer. Ich erwähne das aber nur ungern, möchte ja nicht dass das hier als "Funkerlatein" abgetan wird. Zwei S-Stufen klingen einfach "seriöser", obwohl ja die Theorie besagt dass eine dreielemtige Yagi einen Antennengewinn von nur knapp über 1 S-Sufe liefern soll ...

Man müsste das einfach mal mit einem "amtlich geeichten" S-Meter nachprüfen, reproduzierbar. Hallo Lothar :wave: ;)

Grüße

Andreas
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Re: Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#22

Beitrag von Charly Whisky » Mo 25. Mär 2019, 20:31

Hinsichtlich der Störnebelaufnahme:

ich glaube nicht, dass das HF- Gemüll wegen der Richtwirkung weniger wird und wenn dann zufällig.

Wie gesagt, bei der SFGP hatte ich den beschriebenen Effekt und die hat keine ausgeprägte Richtwirkung.
Ebenso mit einer Drahthalbwelle.

Dennoch gibt es natürlich den Effekt, dass Antennen mit Richtwirkung Signale am besten aus einer Richtung aufnehmen :dlol:

Noch ein Exkurs zur Blizzard:

Ich hatte die Radiale aus lauter Experiementierfreude statt 1.4 m auf 2.75 m verlängert.

Das Ding wurde unglaublich „bodensensibel“ und wollte so viel Abstand wie möglich haben. Erst ab 6 m Radialenhöhe über Grund war das SWR okay.
Dafür hat die Antenne Zündstörungen meines Generators mit S3 eingefangen (25 m entfernt), die mit den originalen Radialen überhaupt nicht zu hören waren. :book:

Noch ein (wiederholter) Hinweis: Der von dir beschriebene Gewinn lässt sich auch durch das Verwenden von 2 Antennen realisieren....die dann weniger windempfindlich sind

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Re: Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#23

Beitrag von Krampfader » Mo 25. Mär 2019, 23:19

Charly Whisky hat geschrieben:
Mo 25. Mär 2019, 20:31
ich glaube nicht, dass das HF- Gemüll wegen der Richtwirkung weniger wird und wenn dann zufällig.
Hmmm. Also ich glaube das schon Christian, und auch nicht zufällig ;) ... Meine vertikale Yagi ist auf der Hinterseite ziemlich taub. Ankommende Nutz-Signale werden stark gedämpft, interferieren sich weg. Warum also nicht auch Stör-Signale?, die Antenne unterscheidet ja nicht nach Stör- und Nutzsignal ... so gesehen ist sie „taub“ für alles was da so auf 11m von hinten daher kommt ...

Mit der Bitte um Korrektur falls ich damit falsch liege.

Danke und Grüße

Andreas
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Re: Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#24

Beitrag von Charly Whisky » Di 26. Mär 2019, 04:33

Nö.

Die Antenne hat die Richtwirkung nur auf der ausgelegten Wellenlänge....der Müll strahlt breitbandig.

Schon mal in unmittelbarer Nähe eines Windgenerators gefunkt?

Mach mal: SSB oder fM oder AM...

Dann hört man ein Rauschen, das umso lauter ist, je näher das Rotorblatt zur Antenne steht. Das macht dann wuuuuusch...

Da so ein Rotorblatt keine elektromagnetische Strahlung emitieren kann, was tut es dann? Woher kommt das Rauschen?

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Re: Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#25

Beitrag von Kid_Antrim » Di 26. Mär 2019, 05:48

Moin Charly.

Ggfs emittiert das Rotorblatt statische Aufladung. Wäre doch ne Idee!

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Re: Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#26

Beitrag von 13STW » Di 26. Mär 2019, 06:23

Ich würde das nicht so verallgemeinern.
Wenn ich meinen Beam von der Ortschaft weg drehe, geht der Störpegel spürbar zurück bzw. kann ich die Richtung der stärksten Störquellen grob orten. Allerdings wohne ich am äußersten Rand der Bebauung und verwende keine vertikale Polarisation. Deshalb ziehe ich Antennen mit hohem Vor-Rückverhältnus hohem Gewinn vor. Wären die Störquellen im unmittelbaren Bereich oder direkt unter der Antenne, wäre das wohl anders.
Man kann den Störpegel ja auch messen, auch er ergibt einen Ausschlag des S-Meters. Das sollte die Frage eigentlich beantworten.
Die Rotorblötter einer WKA bestehen nicht ausschließlich aus GFK. Die Rotorspitze ist meist aus Metall, aus Gründen des Bltzschutzes. %)
Auch der Rotor selbst, zumindest in Teilen, besteht zunehmend aus Kohlefaser.
Da würde ich die Ursache für hörbare Effekte suchen. Möglicherweise istˋs auch was Feinstoffliches...

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Re: Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#27

Beitrag von Krampfader » Di 26. Mär 2019, 06:25

Guten Morgen Jungs

Bei uns wird angehenden Amateurfunkern erzählt dass eine Yagi Störungen ausblendet, siehe Lernbehelf auf Seite 20 unter: https://docplayer.org/14079349-Zettelka ... chnik.html

Wie auch immer, Hauptsache die Antenne ist QRM mäßig „ruhig“.

Was ich aber bei einem Windrad erst kürzlich erlebt hatte war dass die Gegenstation (welche eben unter einem Windrad stand) im Takt der rotierenden Windflügel geschwankt hatte, in der Signalstärke, um ganze 2 S-Stufen, auf- und abschwellend ...

Offenbar waren Reflexionen der drehenden Flügel dafür verantwortlich ...

Grüße

Andreas

PS: vielleicht baue ich ja auch mal so ein Teil, Angelruten hätte ich ja jetzt genug daheim, siehe: https://i.ibb.co/XXVW55R/Abmessungen-Askari-Yagi.png
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Re: Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#28

Beitrag von Barfüßer » Di 26. Mär 2019, 07:33

Guten Morgen Zusammen,

also zur Frage der Höhe der Antennenspitze im Vergleich Wimpel-Beam / Blizzard:
Die Antennen waren ungefähr gleich hoch und hatten einen Abstand von ca. 8-10m zueinander.
Es kann natürlich sein, das örtliche Gegebenheiten wie Häuser, Bäume, ... diesen Test beeinflusst haben, das war jetzt keine bis ins letzte durchdachte Testreihe.
Das mit dem geringeren Störpegel hab ich vor allem auf die Richtwirkung zurückgeführt, nicht auf die geringere Anfälligkeit des T2LT-Dipols. Ansonsten bin ich nämlich sehr zufrieden mit der Blizzard, aber es ist halt ein Rundstrahler.

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Re: Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#29

Beitrag von Haflinger73 » So 31. Mär 2019, 17:25

So heute nochmals einen Versuch gestartet. Im voraus, versuchte ich das SWR meiner T2LT zu optimieren (1:2,28 :roll: )
@Krampfader: Ja sie ist nach den gängigen Massen gebaut: 270/260/5 Windungen 11cm. Brachte das SWR mit einkürzen (umlegen des Stahlers, aber nicht unter 1:1,85)
Hatte aber leider gerade keine Lust/ Zeit eine neue zu bauen, da kam mit meine kleine Matchbox in den Sinn :king:
Zwar nicht Die Lösung, aber für heute Nachmittag musste es reichen.

Bild

Bild

Den Wimpel wieder auf ca. 14m am Spyderbeammast aufgebaut, diesmal nur die obere Askarirutte mit Schnur abgespannt. Funktioniert bei wenig Wind auch so :thup:

Sobald ich jeweils das QTH der Gegenstation übermittelt bekam, oder manchmal schon beim Empfangen, die Antenne über das S-Meter auf die Gegenstation "eingepeilt". Etliche Fragten mich, was ich verändert habe, da ich plötzlich mit weniger Rauschen, Lauter und auch bis 2S besser ankam. (1x sogar +S4, aber da Stand die Antenne auch 90Grad verdreht :D ) QSO`s waren über den ganzen Nachmittag zwischen 10km und 85km Distanz. Sogar auf 70km bekamm ich von einer Obergünstigen Station, mit Lambda Halbe Antenne ein S9+30/R5 bestättigt :mrgreen:

Bild

Bin begeistert und werde für den nächsten Durchgang die T2LT nochmals in Angriff nehmen :tup:
Um ganz auf die Abspannschnüre, zu verzichten, werde ich 2 Clickbrieden im Richtigen Winkel an den Hauptmast befestigen, mal schauen.

Nebenbei, habe ich noch eine Fuchskreis Antenne auf ca. 7m Höhe ausprobiert, auch ganz passabel für die kleine Antenne.

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Re: Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#30

Beitrag von Krampfader » Mo 1. Apr 2019, 09:13

Guten Morgen Haflinger :)

Vielen Dank für Deinen weiteren Bild- bzw. Erfahrungsbericht mit dieser Antenne, klingt ja alles super! :thup:

Das mit dem SWR der T2LT bekommst Du auch noch in den Griff. Vielleicht wäre es wirklich besser eine neue zu bauen und diese an Deine Gegebenheiten anzupassen (sprich an Dein Mastmaterial, Höhe über Grund, Dein verwendetes RG58, usw.) ... dazu würde ich die beiden Dipolschenkel (oben 270 / unten 260) etwas länger belassen (z.B. oben 280 / unten 270) und dann beide schrittweise einkürzen bis es eben passt ... alles unter einem SWR von <= 1,5 ist ok ... Die Lösung mit der Matchbox geht (wie man sieht) natürlich auch :)

Super Idee die untere Schnur einfach wegzulassen. Hast recht, ist ja eigentlich gar nicht notwendig :) ... wichtig ist nur dass die Geometrie erhalten bleibt, sprich die Längen, Abstände und Winkel. Ich habe beim Design dieser Antenne darauf geachtet dass folgende Anforderungen erfüllt werden:

- Die T2LT und die beiden parasitären Elemente (sprich die beiden Drähte) verlaufen alle im richtigen Abstand parallel.
- Die Endpunkte der beiden Drähte liegen zusammen mit den Endpunkten der T2LT genau auf einer Linie, sowohl oben als auch unten.
- Die Längen der beiden Drähte und deren Höhe über Grund (möglichst flache Abstrahlung bei möglichst hohem Gewinn)

Das Ganze unter einen Hut zu bringen hat mich schon einiges an Zeit, Tüftelei und Aufwand gekostet. Herausgekommen ist eben dieses Konstrukt. Ich glaube aber es ist mir ein guter Kompromiss aus Leistung, Aufwand und Kosten gelungen.

Wie bisher viel Spaß damit und berichte uns bitte weiterhin so toll

Danke und schönen Tag!

Andreas

PS:
Haflinger73 hat geschrieben:
So 31. Mär 2019, 17:25
(1x sogar +S4, aber da Stand die Antenne auch 90Grad verdreht :D )
Psssst, das ist theoretisch ja gar nicht möglich ;)
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