Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

Krampfader
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Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#1

Beitrag von Krampfader » Mo 11. Feb 2019, 11:34

So Jungs!

Auf mehrfachen Wunsch (und zwecks besserer Übersichtlichkeit) habe ich hier die wesentlichen Dinge über die von mir entwickelte Eigenbau-Yagi zusammengefasst. Diese vertikale Richtantenne für CB-Funk lässt sich aus wenigen und kostengünstigen Elementen recht einfach realisieren. Notwendig ist hierfür allerdings ein stabiler GFK-Mast, in meinem Fall die schwere 10m-Ausführung von https://www.dx-wire.de/gfk-masten/gfk-m ... -duty.html .

Basis dieser vertikalen Beam stellt ein sogenannter "T2LT"-Halbwellen-Dipol dar (welcher ebenfalls recht einfach anzufertigen ist). Weiters lässt sich diese simple T2LT-Antenne auch alleine verwenden, als durchaus sehr guter Rundstrahler (vergleichbar mit der Gain-Master-HW). Hängt man diesem Rundstrahler nun meinen "Wimpel" um so mutiert diese Antenne im Nu zu einem Drahtkonstrukt welches eine ausgeprägte Richtwirkung besitzt. Auch wenn es manche nicht glauben mögen, zwei S-Stufen "Gewinn" bzw. Unterschied sind möglich, je nach Ausrichtung des "Wimpels", sei es jetzt beim Empfang, aber auch beim Senden ...

Die beiden Querstreben habe ich mir aus 4 Stück der günstigen 4m-Stipprute von https://www.askari.at/silverman-stigma- ... 74974.html gefertigt, wobei jeweils immer nur die beiden inneren Elemente verwendet wurden. Nach dem Ablängen der Querstreben wurden diese dann mittels simpler "Adapter" (welche saugend passen) verbunden, siehe Fotos. Für die beiden parasitären Elemente (sprich Reflektor und Direktor) hab ich geschmeidigen Litzendraht verwendet (Cu, 1.5qmm). Die Schnur hingegen ist gewöhnliche Vielzweckschnur, aus dem Baumarkt. Die Leinen sollten jedoch nicht zu elastisch sein (um die Geometrie des Gebildes nicht zu verfälschen). Schnur und Kabeln wurde dann einfach mit Kabelbinder dauerhaft befestigt (ich empfehle jedoch sämtliche Kabel + Schnüre jeweils separat an den Aufhängepunkten zu befestigen, mittels kleiner lösbarer Karabiner aus dem Angelfachgeschäft. Ansonsten müssen die Schnüre+Stangen+Drähte vor dem Aufbau immer erst mühsam entwirrt werden).

Hier nun einige Fotos+Bauplan+Messwerte der von mir dimensionierten Antenne (mittels https://www.qsl.net/4nec2/ ):

Bild Bild Bild Bild

Bild Bild Bild Bild

Bild Bild Bild Bild

Bild Bild Bild Bild

Bild Bild Bild Bild

Typ: Rundstrahler (T2LT), bei Bedarf Richtwirkung (Wimpel)
Gewicht: 790g
Packmaß: 115cm
Gewinn in Vorzugsrichtung: 2 S-Stufen
Kosten: EUR 50,--

Die im Bauplan ersichtlichen Daten für 4nec2 stellen wie immer nur einen Kompromiss dar (aus Abmessungen, Leistung und Bauaufwand) und bieten daher genügend Raum für eigene Berechnungen, Simulationen, Versuche und Experimente.

Abschließend: Trotz der Vielseitigkeit dieser Antenne gibt es neben Licht natürlich auch Schatten. Es soll daher nicht verschwiegen werden dass diese ultraleichte Yagi nur für windstille (bzw. schwach windige) Tage geeignet ist. Meist aber schläft der Wind gegen Abend sowieso ein, einem gemütlichen erfolgreichen Funk-Abend bei lauen Sommertemperaturen und einem Gläschen Bier steht also nichts im Wege ;)

Viel Spaß beim Nachbau! :)

Andreas

PS: Falls Fragen, gerne
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Re: Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#2

Beitrag von Haflinger73 » Mo 11. Feb 2019, 14:54

Hallo Krampfader

Danke für die Zusammenfassung :thup:
Werde das Projekt mit meinem neuen 18m Mast in Angriff nehmen. (Wenn auch nur auf 13-14m Höhe)
Wurde anstelle der T2LT auch schon eine andere Antenne "ins Zentrum" gehängt? Sprich Schweissfuss GP, oder 5/8 GM ? Wobei die SFGP mit den Radialen wohl nicht so einfach umzusetzen währe :clue:

Halte euch auf dem laufenden :king:

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Re: Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#3

Beitrag von roter-baron » Mo 11. Feb 2019, 15:06

Ich würde die Fuchskreis Antenne verwenden ......geht sehr gut . ...und man hat keine Querstreben am Masten .....
Wie bei der Schweißfüße Antenne ......
Ist dann auch nicht so anfällig im Wind.
Auf DAUER hilft nur OM POWER und RG 214
Wieder QRV auf jeder Frequenz ohne Lizenz :mrgreen:
https://www.youtube.com/watch?v=1uBUbAM ... uBUbAMCwhQ
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Re: Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#4

Beitrag von Haflinger73 » Mo 11. Feb 2019, 15:26

Von Richthofen, du meinst die Fuchskreisantenne solo? Mich reizen Versuche zur "Richtwirkung" der Yagi-Variante.

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Re: Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#5

Beitrag von Krampfader » Mo 11. Feb 2019, 15:32

Haflinger73 hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 14:54
Werde das Projekt mit meinem neuen 18m Mast in Angriff nehmen. (Wenn auch nur auf 13-14m Höhe)
Hallo Haflinger

Die unteren stabileren 10-12m vom 18m-Mast genügen, vor allem am Berg. Das Teil bläst mit Wimpel offensichtlich sehr flach runter ins Tal. Hoffe Du kannst bei Deinem Mast die oberen dünneren Elemente nach unten herausnehmen, so wie bei meinen beiden Masten von DX-Wire ...
Haflinger73 hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 14:54
Wurde anstelle der T2LT auch schon eine andere Antenne "ins Zentrum" gehängt? Sprich Schweissfuss GP, oder 5/8 GM ?
Ich habe den "Wimpel" (sprich Reflektor und Direktor) genau auf diesen Halbwellen-Dipol (sprich T2LT) hin ausgelegt, berechnet, simuliert, vermessen und letztendlich erfolgreich in der Praxis getestet. (Abstand der Drähte, Länge der Drähte, Höhe über Grund der Drähte, usw.). Wenn Du jetzt in der Mitte eine andere Antenne verwendest (z.B. die wesentliche längere GM-5/8) kann ich für eine ordnungsgemäße Funktion nicht mehr garantieren. Direktor und Reflektor sind ja genau aufeinander abgestimmt, und zwar auf den cm genau (aber auch auf den mittigen Dipol), die beiden (bzw. alle drei) zusammen bewirken ja hinter der Antenne eine Abschwächung (destruktive Interferenz) und in Vorzugsrichtung eine Verstärkung (konstruktive Interferenz). Wenn Du da jetzt ohne Simulation großartig was daran änderst so sind die Ergebnisse nicht vorhersehbar ...

Ich würde die Antenne daher im ersten Schritt so bauen wie angeben ...

Viel Spaß beim Bau und Gutes Gelingen! :)

Andreas

PS: Bitte keine Bedenken wegen der simplen T2LT, diese Antenne kann es mit der GM-5/8 aufnehmen (ja teilweise lieferte sie sogar bessere Ergebnisse)
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Re: Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#6

Beitrag von Haflinger73 » Mo 11. Feb 2019, 15:50

Ja da habe ich auf deine Simulationskünste gehofft :wink:
Werde die ganze Installation mal mit der T2LT durchspielen, ist schon vorhanden.
Bei diversen Versuchen, habe ich festgestellt, das bei meinen QRP Standorten (leicht Bewaldeter Jurahügel, mit eher trockenem Boden) bei selber Aufbauhöhe (Antennenspitze +/- 10m über Boden). Die Schweissfuss GP (wurde noch nie am Analyser vermessen :oops: ) die 5/8 GM und die T2LT um 1-2S schlägt. Von mehreren Qso`s über 30-150km Distanz bestätigt.

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Re: Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#7

Beitrag von Krampfader » Mo 11. Feb 2019, 16:34

Haflinger73 hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 15:50
Bei diversen Versuchen, habe ich festgestellt, das bei meinen QRP Standorten (leicht Bewaldeter Jurahügel, mit eher trockenem Boden) bei selber Aufbauhöhe (Antennenspitze +/- 10m über Boden). Die Schweissfuss GP (wurde noch nie am Analyser vermessen :oops: ) die 5/8 GM und die T2LT um 1-2S schlägt. Von mehreren Qso`s über 30-150km Distanz bestätigt.
Ja, hab davon auch schon gehört Haflinger. Ich vermute dass die 5/8 GM mehr Verluste aufweist, speziell bei höheren Leistungen wenn Stub+Kondensator aus RG-58 gefertigt sind (und nicht aus hochwertigem Teflon-Kabel ... nicht umsonst verwendet Sirio hier das sündteure RG-303) ...

Die Schweissfuss GP hingegen hat ja keine verlustbehafteten Bauteile ... da kann man dann auch nicht viel falsch machen ;)

Wie auch immer, ich muss meine Schweissfuss GP erst noch optimieren, bin noch nicht ganz zufrieden damit, siehe Foto:

Bild
Volle Auflösung: https://s15.directupload.net/images/181125/vd6pcj6w.jpg
Mehr Fotos: viewtopic.php?f=15&t=45250&p=518330&hil ... uß#p518330

Grüße

Andreas

PS: Übrigens: die horizontale Stange meiner Schweissfuss GP besteht aus den über gebliebenen Askari-Resten der Wimpel-Beam ;)
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Re: Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#8

Beitrag von Leone51 » Di 12. Feb 2019, 14:18

Hallo Andreas,
Mein Thema hier passt eher in die Schw.Fuss.GP.
Da du hier schreibst du willst deine noch optimieren..kann ich folgendes vielleicht dazbeitragen.
Ich habe für die Querverstrebungen, die "ersatz Zeltstangen", benutz. (Es handelt sich hier um die Stangen die für die kleinen "Wind/sonnezelte,benutzt werden. Vorteil, sie haben einen innenliegenden Gummizug, der die Stangen zusammenzieht.

Ich habe sie am jeweiligen Ende mit den Kabellitze, die ich als B-Pol benutze, verknotet. Brauchte für Querverstrebungen 5 Stangen die ich etwas gekürzt habe, um den richtigen Winkel zu bekommen....
Vorteil beim Aufbau..."das untere Dreieck"..zieht sich fast automatisch zusammen, wenn du den GFK Mast hochziehst, und den Vertikalstrahler an den Mast festbindest.

Beim abbauen ähnlich wenig aufwand UND Strahler und B-Pol Litzen, sind immer zusammen. Brauchst nur ein Kabel anschliessen...zum Gerät...
Kann dir Foto machen wenn du willst. Ich habe immer, egal wo ich aufbaue 1,2 max 1,3 SWR auf fast allen Kanälen...
Vielleicht ist dir das eine kleine Hilfe.

P.S. Diese ersatz Zeltstangen, findest Du überall im Internet...z.b Camping outdoor bei Google eingeben. Ich hatte damals für 10 Stangen komplett, mit Gummi und allen drumherum und dran 12/15 Euro bezahlt.

Das war es auch...

Gianni
OW51






Ersatzszangen. Es handelt sich hier

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Schweißfuß-Antenne

#9

Beitrag von Krampfader » Di 12. Feb 2019, 16:35

Hallo Gianni (stimmt, gehört nicht ganz hierher, trotzdem folgendes):

Gute Idee das mit den Fiberglas-Zeltstangen, werde ich mir merken. Ich habe wie gesagt die vier dicksten Elemente der vier Angelruten ineinander gesteckt welche mir beim Bau der Wimpel-Beam über geblieben sind. An der mittels Pythagoras genau abgelängten Stange liegt es aber nicht warum meine Schweissfuss nur "suboptimal" auf der Wunschfrequenz von 27,205 MHz liegt, siehe SWR-Verlauf:

Bild
Volle Auflösung: https://s15.directupload.net/images/181125/mynro2q2.jpg

Bild

Ich denke ich muss den Strahler oben noch etwas verlängern um das SWR-Minimum um 500 KHz nach unten zu verschieben. Werde ich bei Gelegenheit mal machen ...

Grüße

Andreas
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Re: Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#10

Beitrag von Rossi » Di 12. Feb 2019, 17:30

Um noch mal wegen Optimierung der Schweißfuß GP wegen den Querstreben, geht mal in einen Baustoffhandel in die Elektroabteilung, wenn ihr Glück habt, haben die Installationsrohr.
Das sind dann meistens Stangen von 2m Kunststoffrohr in der Größe PG9 was M16 entspricht, die kann man dann ineinanderstecken.

So schaut das dann aus : https://www.screwfix.de/installationsro ... -grau.html :link:

Ich habe drei Stücke a´1m wobei die die Radiale an den beiden Außenstücken immer fest dran sind.
So kann ich die Antenne recht klein zerlegen und schnell aufbauen, Gewicht haben die drei Rohre ja nicht also auch sehr leicht das Ganze :wink:
Vorsitz der Jackson Dynasty 13JD 15/Rossi Rodgau locator JO40KA

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Re: Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#11

Beitrag von Charly Whisky » Di 12. Feb 2019, 21:25

Zur Optimierung der Stehwelle darauf achten, dass das untere Ende der Radiale mindestens auf L/4 vom Boden entfernt sind.

3 m sind nicht das optimale Mass für den Spreitzer sondern eher 3.6 m (oder so- zu faul zum Nachrechnen)

73

Krampfader
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Re: Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#12

Beitrag von Krampfader » Di 12. Feb 2019, 22:20

Charly Whisky hat geschrieben:
Di 12. Feb 2019, 21:25
3 m sind nicht das optimale Mass für den Spreitzer sondern eher 3.6 m (oder so- zu faul zum Nachrechnen)
Meine waagrechte Spreiz-Stange misst genau 3,68m. Damit stehen die 2,6m langen Draht-Radiale (jeweils links und rechts) genau 45 Grad nach unten. Der Strahler nach oben misst genau 2,4m ... sämtliche Abmessungen und Winkel eben genau nach Bauanleitung: http://www.sofafunker.de/drahtgp.htm

Bild
Volle Auflösung: https://s15.directupload.net/images/181125/6s5eh9ei.jpg

Beim Messvorgang befand sich die Querstange in etwa 3,5m Höhe über Grund ...

Habe mich aber zwischenzeitlich mit den Längen gespielt, und zwar in der kostenlosen Simulationssoftware 4nec2. Mit einer Strahlerlänge von 2,73m (statt den empfohlenen 2,4m) und gleichbleibender Länge der beiden Radiale (2,6m) gelang es mir das SWR-Minimum auf 27,2 MHz zu verschieben, so soll das sein, siehe Bild:

Bild
Volle Auflösung: https://s15.directupload.net/images/181125/xi29emye.png

Ich werde also das nächste mal den Strahler verlängern und schrittweise kürzen, bis es eben passt! :)

Danke und Grüße

Andreas
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Charly Whisky
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Re: Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#13

Beitrag von Charly Whisky » Di 12. Feb 2019, 23:17

Hallo Andreas,

mir ist nicht klar, warum du doch einen erheblich längeren Strahler benötigst.

Ich habe nachgemessen:

Mit der Aircell7 SFGP ist der Strahler 2.47 m lang (SWR ohne Ausschlag).
Mit dem Airborn 10 ist der Strahler 2.52 m lang (SWR ohne Ausschlag).

Es muss einen anderen Grund geben.

Ich sehe, du hast die Radiale am Schirm angelötet und dann gemeinsam ein Stück an das Koax- Kabel angelegt und dann gemeinsam mit einem Kabelbinder fixiert.

Nach meinen Beobachtungen wird das SWR schlecht, wenn die freien Radiale dem Koax-Kabel näher als 10 cm kommen.
An meinigen Antennen habe ich jeweils einen Ringkabelschuh pro Radial über das Geflecht geschoben und am Geflechtsende verlötet. Beide Ringkabelschuhe liegen aneinander verlötet an. Die Radiale selbst gehen also rechtwinklig vom Koaxkabel weg.

Weiterhin habe ich festgestellt- und das ist sehr bemerkenswert- dass man die Radiale auch einfach herunterhängen lassen kann, sofern man die Radiale mindestens 10 cm vom Koaxkabel entfernt hält.
In der Simulation bestätigt sich diese Beaobachtung (siehe auch beiliegendes Foto.

73
Christian
Dateianhänge
51C6EAD7-3FE4-4CEE-A3F3-D4FFC3F028DE.jpeg

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Re: Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#14

Beitrag von Krampfader » Mi 13. Feb 2019, 08:11

Guten Morgen Christian

Ja, Du hast recht. Ich habe die beiden Radiale (aus Antennen-Litze) an die Schirmung angelötet, ca. 1 cm zurück geschlagen und mit einem Kabelbinder fixiert. Gut zu sehen auf folgenden Foto:

Bild
Volle Auflösung: https://s15.directupload.net/images/181125/ohprmnt6.jpg

Danke für das Nachmessen. Ich werde der Sache mal nachgehen. Wäre doch gelacht dass ich so eine Schweißfuß-GP nicht hinbekomme.

Besten Dank auch für Dein Foto. Interessante Antennen-Form hast Du da entwickelt. Du hast also einfach die beiden Draht-Radiale senkrecht nach unten geführt, mittels Abstandshalter. Hast Du dieses Teil schon mal vermessen?, mit Analyzer? ... würde mich interessieren. Hmmm, meiner Vermutung nach arbeiten die beiden knapp nebeneinander parallel verlaufenden Drähte quasi als ein Draht, hf-technisch bzw. elektrisch gesehen. Du hast also aus der Schweißfuß-GP einen vertikalen Halbwellen-Dipol gemacht ;) ... was mich allerdings wundert ist dass die ebenfalls dazu parallel verlaufende Zuleitung sich nicht negativ auswirkt ... und vermutlich gibts auch Mantelwellen auf der Zuleitung ... alles aber egal, Hauptsache die Antenne funktioniert und Du bist zufrieden damit! :)

Wie auch immer, interessantes Konzept und bestimmt noch ausbaufähig! :thup:

Grüße

Andreas
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Re: Eigenbau "Wimpel-Beam" (ultraleichte vertikale 3-Elemente Yagi für 11m)

#15

Beitrag von Krampfader » Do 21. Mär 2019, 17:19

Ich kanns einfach nicht lassen :mrgreen: ... Bei angenehmen 12 Grad, leichtem Wind und Sonnenschein musste ich heute Mittag einfach raus. Diesmal war Handsprechfunk angesagt, hab also mein CB-Handgerät eingepackt und bin los. Die Frage war nur welche Antenne heute?, hab ja mittlerweile mehrere zur Auswahl, im Kofferraum ;) ... Aufgrund des nur leichten Windes beschloss ich wieder mal meinen "Wimpel" auszulüften, gedacht, getan, siehe Fotos:

Bild Bild Bild Bild

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Bei Null QRM (herrlich) ging es bombig nach Wien rein, mit S9+irgendetwas + Radio UKW, obwohl nur mit (durch Bensons-Funktechnik optimiertem) Handgerät und ehrlichen 4W (am Dummy gemessen). Mehrere Wiener Gegenstationen bestätigten mir wieder einmal bis zu 4 S-Stufen Differenz, je nachdem ob ich die Antenne auf unsere Hauptstadt ausrichtete oder eben in die entgegengesetzte Richtung, sprich um 180 Grad von der Großstadt weggedreht hatte. Die verblüffendste Verbindung hatte ich heute zu einer mobilen Gegenstation (Hallo Skipper ;) ) welche sich in rund 30km fahrend bewegte, und zwar nur mit der 45cm kurzen "President New York" Magnetfuß-Antene an einem "CRT-Mike" (ebenfalls lediglich 4W). Die Verbindung war zwar etwas leise (und durchs Fahren etwas schwankend) klappte aber durchaus stabil und gut verständlich, also quasi "Handgurke hält zu 45cm Antenne Verbindung aufrecht", auf 30km, quer durch/über die ganze Stadt, unglaublich ...

Ich denke ich werde meiner Eigenbau-T2LT (Kosten EUR 11,--) diesen "Wimpel" noch öfter umhängen ;) ... das zeigt wieder einmal dass ein ruhiger, guter Standort (zusammen mit einer guten Antenne) durch nichts zu ersetzen ist ...

Schönen Abend und ebenfalls viel Spaß am Funk! :)

Andreas
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