Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

Krampfader
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#181

Beitrag von Krampfader »

neodym hat geschrieben:
Mo 22. Apr 2019, 19:43
Ich möchte mal meine Erfahrungen und Meinung kunde tun, was die 5/8GainMaster und die Askari-Inline (L1/2-JPole) betrifft.
Ich verfolge schon länger die beiden Threads von Andreas, und habe beide Antennen nach gebaut, und auch einige Male mit auf dem Feld/Anhöhe (wohne leider im Flachland) gehabt. Beide funktionieren ausgezeichnet. Nur haben beide Antennen, aufgrund ihrer Eigenschaften, unterschiedlich prädestinierte Vorzüge/Nachteile. Die blose Beurteilung nach den S-Werten wird den Antennen nicht gerecht.
Für mich hat sich die Inline-Askari als die bessere Antenne für meinen Verwendungszweck herraus kristallisiert.
Vorrangig interessiert mich nur die Verwendung zur SSB-Runde Berlin/Brandenburg auf 26.986Mhz. Genau darauf ist sie abgestimmt und macht einen guten Job (schmalbandig und sehr ruhig). Für eine "Kanalreise" würde ich wiederum die 5/8GM verwenden, da sie sehr breitbandig ist.
Freut mich Michael (neodym) dass Du mit dem Nachbau erfolgreich warst und die passende Antenne gefunden hast. Ich gebe Dir da recht. Die Antennen sind nicht 1:1 vergleichbar, wenn es rein um den S-Wert ginge dann präferiere ich ganz klar meine "Wimpel-Beam" (2 S-Stufen Gewinn). Jede Antennenbauart hat so ihre Vor- und Nachteile. So ist die Askari-Inline mit ihren 600 kHz extrem schmalbandig, liefert dafür aber wenig QRM. Für den reinen "Hauskanal-Funker" bestimmt eine gute Wahl. Hingegen bietet der Gain-Master-Nachbau eine Bandbreite von bis zu 5,6 MHz, daher auch interessant für den Funkamateur. Die T2LT liegt da irgendwo dazwischen und ist äußerst einfach (und sehr günstig) zu bauen ...

Bild

Ich habe schon mal einen derartigen Vergleichstest durchgeführt, T2LT gegen Gain-Master gegen lambdahable.de (quasi Askari-Inline) ... auf meinem Testgelände (also mitten in der Stadt und in der Ebene). Alle drei Antennen am selben GFK-Mast (12,5m), hintereinander. Die meisten (teilweise weit entfernten oberkünftig positionierten) Gegenstationen konnten keinen Unterschied feststellen, lediglich eine Station meldete ganz leichte Vorteile der T2LT (vielleicht weil die keine verlustbehafteten Bauteile wie Stub oder Hühnerleiter besitzt?). Wie gesagt, dieser nicht wissenschaftlich durchgeführte "Test" fand aus der Ebene heraus statt, oben am Berg kann es wieder ganz anders aussehen ... vielleicht mach ich das auch noch irgendwann ...

Schönen Wochenbeginn wünsch!

Andreas
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Krampfader
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#182

Beitrag von Krampfader »

Guten Abend!

Angeregt durch Michaels (neodyms) Idee die Angelrute mittels Mast noch höher zu setzen (siehe: viewtopic.php?f=11&t=34719&start=645#p529686 ) habe ich heute versuchsweise mal meine "8m-Inline-Askari-300er" auf die ersten vier Elemente meines 12,5m-GFK-Mastes von dx-wire geschnallt und damit die Antennenspitzenhöhe auf rund 13m gesteigert. Hier das Ergebnis:

Bild Bild Bild

Durch das mittels Schnur verschiebbare SWR-Abstimmelement konnte ich das SWR-Minimum dann genau auf unseren Hauskanal abstimmen und einige nette Gespräche führen :)

Also im Prinzip reicht ein 6m-Mast (Alu oder GFK) um dann zusammen mit der 8m-Angelrute auf insgesamt 14m zu kommen ... und der mittels Schnur von unten verstellbare SWR-Schieber vereinfacht das Abstimmen der Antenne ungemein ...

Grüße

Andreas

PS: Es ist trotzdem ein Jammer. Bedingt durch Null QRM kann ich mit dieser Antenne auf diesem Standort oft auch sehr schwache Stationen aufnehmen, problemlos und gut verständlich, manchmal sogar nur mit einer halben S-Stufe. Das Problem ist dann nur meist dass diese Gegenstationen mich nur schwer verstehen können da sie nicht selten in QRM-verseuchten Gegenden stationiert sind :(
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#183

Beitrag von neodym »

Hallo Andreas,

Das ist ganz großes Kino. :tup: Sieht total geschmeidig aus.
Ich bin leider noch nicht zu 300er gekommen. Momentan bin ich dabei einen alten "Funkerkollegen", welcher auch lange nicht QRV war, wieder zu infizieren. Ich hab ihm gestern mein "Mobilgerödel" mal vorgeführt, und haben auch prompt alte Kollegen von ihm auf der QRG wieder gefunden. Du glaubst gar nicht wie happy der war. :banane:
Skip: "Bonsai" Name: Michael 13OT169

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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#184

Beitrag von Krampfader »

.
Voilà

Nach nicht mal 3 Wochen lagen die am 14. April direkt in China bestellten 50 Ferrite heute im Postkasten :)

Bild Bild

Bestens verpackt in Schaumstoff und Luftpolsterfolie kamen die Dinger unbeschädigt an. Die NiZn-Ferrite wirken qualitativ recht gut und nicht allzu zerbrechlich. Die elektrischen Eigenschaften dürften ebenfalls brauchbar sein. Die Chinesen waren noch so freundlich und legten mir noch 2 Stk. zusätzlich als "Gruß aus der Küche" bei ;)

Und das alles um EUR 7,95 (inkl. Porto) ... unglaublich! (Bezug siehe: viewtopic.php?f=15&t=45250&p=521233#p521233 )

Jetzt kann es losgehen mit der Bastelei, hab ja noch drei 8m-Askari-Ruten daheim und werde in diese jeweils die von unten mittels Schnürchen abstimmbare 300 Ohm-J-Pole integrieren :)

Grüße

Andreas
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#185

Beitrag von 13TM003 »

Hmmm , das mit dem inline ist nicht doof ...

Hab heute die t2lt für portabel Zwecke Mal aus rg174 gebaut ( nicht Mal 100g) ich werde Mal sehen - die sollte sich auch inline verwenden lassen wenn ich die mws auf einen kleineren Wickelkörper umrechne.

So gesehen Eigenbau GM-HW ^^

Viele Grüße,
Axel
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#186

Beitrag von Krampfader »

Hallo Axel

Wär echt super wenn Du es schaffst die T2LT vollständig inline in eine Angelrute zu integrieren. Ich bin bei dem Versuch gescheitert bzw. hab ich zu früh aufgegeben. Hatte eine schlanke Inline-Mantelwellensperre aus 30 Ferriten auf RG58 aufgefädelt. Die Antenne funktionierte zwar, jedoch nur suboptimal, hatte Mantelwellen auf dem Zuleitungskabel ... aber vielleicht schaffst Du es ja, mit dem dünnen RG174 einen schlanken wirkungsvollen RF-Choke zu wickeln ...

Viel Erfolg und Grüße

Andreas

PS: meinen „Misserfolg“ findest Du irgendwo in meinem Gain-Master Thread
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#187

Beitrag von 13TM003 »

Jo, hab grad mal getestet .... Ft140-43 10wd ... Sieht viel versprechnd aus. Ich werde mir Mal einen 114-61 kommen lassen und noch ein paar 50-61 da geht was denke ich ^^

Bild Bild Bild Bild

Viele Grüße,
Axel
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#188

Beitrag von Krampfader »

Nicht übel Axel, sprich Du möchtest damit die 4. Antenne von links bauen, siehe Skizze:

Bild
Quelle: https://www.fingers-welt.de/wiki/index. ... alantennen

Die Frage ist nur: Bekommst Du den Ferrit-Ring in die schlanke Angelrute rein ??

Hier meine "Inline-T2LT", siehe Fotos:

Bild Bild Bild Bild Bild
Weitere Fotos: viewtopic.php?f=15&t=45250&p=521149#p521105

Wie gesagt, funktioniert, war mir aber nicht "perfekt" genug ...

Danke und Grüße

Andreas
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#189

Beitrag von 13TM003 »

Der FT140 mit RG174 ist Stück zu groß,
der FT114 sollte mit RG174 passen und
falls nicht nehm ich 2 von den FT50 ^^

Evnt. Ende nächster Woche ... Ich melde mich :)

Am Ende sind die Antennen ja gleich , nur die mws ist anders ausgeführt - das wird schon :)

Viele Grüße,
Axel
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#190

Beitrag von Krampfader »

Schönen Guten Abend!

Hatte heute Nachmittag meine "300 Ohm Inline J-Pole" zur Abwechslung mal seitlich an meinen 12,5m GFK-Mast geschnallt, auch hier lässt sich die Antenne per Schnürchen angesteuertem SWR-Schieber problemlos auf Wunschfrequenz abstimmen (z.B. Bandmitte, 27.205 MHz). Die Mantelwellensperre (5 Windungen auf d=11cm) wirkte sich ebenfalls nicht negativ aus, siehe Fotos:

Bild Bild Bild Bild

Bild Bild Bild Bild

Wien und Umgebung war kein Problem, selbst nicht zu mobilen Stationen. Weiteste problemlose Verbindung (81km) heute nach Mönichkirchen, zu einem oberkünftigen KFZ mit "Wilson 1000" :)

Grüße

Andreas
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#191

Beitrag von 13GC76 »

Moin Andreas ;

tolle Bilder und ich hab e mir jetzt auch das Gerät AA-35 Zoom zugelegt. Gestern noch mit Wien Österreich gefunkt auch mit einem Andreas. ;-)

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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#192

Beitrag von Krampfader »

13GC76 hat geschrieben:
So 12. Mai 2019, 07:42
tolle Bilder und ich hab e mir jetzt auch das Gerät AA-35 Zoom zugelegt. Gestern noch mit Wien Österreich gefunkt auch mit einem Andreas. ;-)
Danke Christian (13GC76). Viel Spaß mit Deinem Analyzer, er ist jeden Euro wert :) ... Ja, ja, wir haben noch einen zweiten "Andreas" in der Runde, er ist eher der oberkünftige DX-Jäger, ich hingegen eher der lokale "Schluchtenfunker" ;) ... am Berg oben kanns ja jeder ;)

Grüße

Andreas

PS: Für den AA-35 ZOOM gibts eine neue Firmware, V1.10, hab schon aktualisiert ... siehe: https://rigexpert.com/products/antenna- ... downloads/
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#193

Beitrag von 13GC76 »

Moin Andreas,

ich stehe hier in Norddeutschland auch nicht auf dem Berg und bin DX-Jäger als "Flachlandfunker" und erfolgreich. Mit der Grant2

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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#194

Beitrag von Skipper 330 »

13GC76 hat geschrieben:
So 12. Mai 2019, 07:42
Moin Andreas ;

tolle Bilder und ich hab e mir jetzt auch das Gerät AA-35 Zoom zugelegt. Gestern noch mit Wien Österreich gefunkt auch mit einem Andreas. ;-)
Servus und Ahoj,
ich hatte da gestern ein DX nach Emden.Da dürften wir zwei wohl zusammen gekommen sein :). QTH Bratislava

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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#195

Beitrag von 13GC76 »

Servus und Grüzie,

jo Andreas hat super geklappt. Funke nur noch mobil und DX das weiteste bis jetzt Finnland 1900km oder Rumänien 1600Km. Da sollte Wien Österreich die Ecke öfters klappen Ps: vor 3Tagen noch mit einem Günther gesprochen, gestern mit einem Heinz noch und und mit Dir ;-). 906Km Bratislava, SVK
Grüße vom Pik As
73 Christian

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