Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#181

Beitrag von Krampfader » Fr 22. Mär 2019, 19:33

Ist mir ja jetzt fast schon peinlich ;) ... Komme gerade wieder vom Funken, anstatt daheim an den Antennen zu arbeiten ;) ... Dabei hab ich ja mittlerweile sooo viel Material dafür herumliegen ... na ja, soll ja ein Hobby bleiben und nicht zur Verpflichtung ausarten ;)

Bild Bild Bild Bild

Meine "Inline-J-Pole-450" spielt im 10m Mast von Wimo perfekt, heute eine tolle Verbindung bis nach Vösendorf gehabt, mit super Werten und perfekter Modulation, beidseitig. Der nette Kollege (Funkamateur) hatte seine Antenne (Alu Halbwelle) ebenfalls in einem Baum aufgestellt, allerdings wegen den Nachbarn komplett darin versteckt (großer Nadelbaum). War also heute quasi "Baum zu Baum" funken, beidseitig aus der Ebene heraus, auf 12km, und beide mit Halbwelle :)

Morgen gehts weiter! ... ab 14 Uhr findet ja bei uns das “SPRING BREAKEN“ statt, siehe: https://www.cb-funk.at/events/index.php ... 177264#msg

Wird bestimmt ein Spaß :)

Grüße

Andreas

PS: am letzten Foto kann man Null QRM erkennen, so sollte das auch innerhalb der Stadt sein, sollte ...
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#182

Beitrag von Krampfader » Sa 30. Mär 2019, 20:52

Heute war wieder mal perfektes Funkwetter :) , meteorologisch als auch funktechnisch, warm, sonnig, windstill und Null QRM, herrlich. Der "Äther" war heute subjektiv auch gut "offen" für Bodenwelle. Habe dazu meine Eigenbau "Inline-J-Pole-450" (im 10m Mast von Wimo) wieder mal in meinen Lieblingsbaum gesteckt, in rund 2m Höhe. Die Antennenspitze ragt dadurch knapp 12m über den Boden hinweg. Ziemlich bald nach dem Einschalten konnte ich aus dem flachen Wien heraus einen netten "Bergfunker" aufnehmen welcher sich in 74km Entfernung auf 1.300m Meter befand, lediglich mit einem alten Handfunkgerät ausgerüstet (Alan 95 Plus mit 1m langer Teleskop?-Antenne). Der nette Kollege war bei mir zwar nur mit einer halben S-Stufe vertreten dafür aber mit exzellenter Modulation (FM). Aufgrund des nicht vorhandenen QRM´s war die Verständigung problemlos möglich ohne dass ich mich beim Zuhören anstrengen musste :)

Bild
Quelle: http://www.heywhatsthat.com


Bild

Hat Spaß gemacht, natürlich auch mit all den anderen netten Stationen! :)

Danke dafür und Grüße

Andreas
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#183

Beitrag von Krampfader » Fr 12. Apr 2019, 09:47

Nachtrag:

Bezugnehmend auf die geringe QRM-Anfälligkeit dieser extrem schmalbandigen Antenne könnte ich mit meiner Vermutung „Vorselektion“ vielleicht gar nicht mal so falsch liegen, siehe folgendes Zitat:

============================
Mit der Eigenbau- Hühnerleiter habe ich tatsächlich längere Zeit gearbeitet. Sie war auch bei Nässe zu gebrauchen und ich hatte das erste Mal eine Vorstellung, wie effektiv eine Monoband- Halbwellen- Vertikal- Antenne ist. Durch die abgestimmte Speiseleitung hat man eine Vorselektion auf den gewählten Bandbereich. Das reduziert das Rauschen. Die J- Pole Antenne strahlt sehr flach, was für DX ja erwünscht ist. Und vor allem: Das ist nicht nur Theorie! Ich hatte viele DX- Verbindungen, gefühlt mehr als je zuvor.
============================
Quelle: https://www.qsl.net/dl3gcb/index_Projekte.html

Was meint Ihr dazu?

Danke und Grüße

Andreas
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#184

Beitrag von neodym » Di 16. Apr 2019, 07:58

Hallo Andreas,

Hast du zufällig die engültigen Längenangaben von der 300er Version? Ich bin etwas verwöhnt von deinen schönen Zeichnungen, habe aber nur eine von der 450er gefunden. :P

PS: Ja, die die Längenangaben in Textform vom Robi habe ich gefunden. Wenn die so passen, baue ich die auch so erst einmal nach. :)
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#185

Beitrag von Krampfader » Di 16. Apr 2019, 10:08

neodym hat geschrieben:
Di 16. Apr 2019, 07:58
Hallo Andreas,

Hast du zufällig die engültigen Längenangaben von der 300er Version? Ich bin etwas verwöhnt von deinen schönen Zeichnungen, habe aber nur eine von der 450er gefunden. :P

PS: Ja, die die Längenangaben in Textform vom Robi habe ich gefunden. Wenn die so passen, baue ich die auch so erst einmal nach. :)
Guten Morgen Neodym

Nein, gibt keinen Plan. Ich hab die Abmessungen einfach von Robi 1:1 übernommen und damit erfolgreich eine "Inline-300er" gebaut. Robi hat das ja wie folgt perfekt dokumentiert, siehe:
Robi111 hat geschrieben:
Fr 22. Feb 2019, 17:11
Du planst ne J-pole mit 300 Ohm Flachband.
Die Maße: Kupferlitze 0,2 526cm-530cm
Flachband 300 Ohm 1cm breit 223,5 cm
Kurzschlusspunkt bei 13cm mit H155 (Schirmung) 15cm Länge.
Allerdings habe ich das H155 gleich ein paar Meter länger belassen, quasi als Zuleitungskabel. Und knapp nach dem unteren Ende der 8m-Rute hab ich dann noch eine selbsttragende MWS gewickelt (5 Windungen auf d=11cm), siehe Fotos:

Bild Bild Bild

Bild Bild Bild

Zusätzlich hab ich noch ein auf der Hühnerleiter verschiebbares "Abstimmelement" hinzugefügt, ähnlich wie das lambdahalbe tut. Dieses Abstimmelement hab ich ganz einfach aus einem Reststück des H155 angefertigt, siehe oben erstes Bild und viewtopic.php?p=525798#p525798

Damit lässt sich das SWR-Minimum schön auf die Wunschfrequenz (z.B. Hauskanal) abstimmen. Nachteil: Dieses Abstimmelement befindet sich dann innerhalb der Rute und ist daher nicht mehr zugänglich. Ist dann oft etwas mühsam, Rute rauf, messen, Rute wieder runter, Rute zusammenschieben (bis der SWR-Schieber zugänglich ist), nachjustieren (sprich verschieben), Rute wieder auseinanderziehen, Rute wieder aufstellen, messen, usw. ... mühsam einfach ...

Ich werde deshalb bei meinen nächsten 300 Ohm-Inline-Antennen dieses Abstimmelement von außen verstellbar machen. Dazu werde ich einige Meter Allzweckschnur mit dem (auf rund 6cm zusammengestauchten) Schirmgeflecht mit einschrumpfen. Der Abstimmvorgang wir damit dann wie folgt aussehen: SWR-Schieber auf dem 300 Ohm Flachbandkabel ganz nach oben bis Anschlag schieben. Antenne in die Rute einfädeln. Rute auseinanderziehen und montieren (z.B. auf Baumstamm). SWR-Meter (oder Analyzer) am Antennenfuß anschließen, messen und dabei nach unten weg behutsam an der Schnur ziehen. Der SWR-Schieber wird dabei ebenfalls nach unten gleiten, und zwar so lange bis das SWR-Minimum dort liegt wo man es haben möchte (z.B. Bandmitte). Fertig!

Gutes Gelingen! :)

Andreas

PS: Sobald die 50 Ferrite (für die Inline-MWS) im Postkasten liegen werde ich mich an die Arbeit machen ... weiters bekommt die Antenne dann auch noch einen "Masseabgriff" knapp nach dem unteren Rutenende, in Form einer PL-PL-Kupplung, so wie auf diesem Foto hier:

Bild

Dadurch ist es dann auch möglich diese prinzipiell "DC-geerdete" Antenne dann auch wirklich zu "erden" (Thema statische Aufladung)
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#186

Beitrag von neodym » Di 16. Apr 2019, 12:43

Danke für die Zusammenfassung und Bilder. Ich werde erst zu Ostern dazu kommen an den Antennen weiter zu machen. Die 450er werde ich noch ausführlicher mit dem VNA vermessen und versuchen, Bilder online zu stellen. Dann kommt die 300er dranne. Zwei Ruten sind auch bestellt und auf dem Weg. Die müssten mit etwas Glück bis Ostern da sein. :banane:
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#187

Beitrag von Krampfader » Mo 22. Apr 2019, 17:39

Guten Tag allerseits! :)

War heute wieder am Antennentestgelände und hab meine "8m-Askari-Inline-J-Pole_300er" wieder mal in meinen "Lieblingsbaum" geschnallt, der Baum steht mittlerweile voll im Saft, unglaublich wie schnell der plötzlich Blätter hat, innerhalb weniger Tage ...

Die Antenne hatte ich ja nach den Angaben von Robi111 gebaut und mit einem verschiebbaren SWR-Abstimmelement versehen. Leider ist dieses Abstimmelement innerhalb der Rute dann nicht mehr zugänglich (das Abstimmen ist dann mühsam). Aber ich habe Euch ja versprochen eine simple Lösung zu finden wo man dann den SWR-Schieber von außen verstellen kann, voilà, hier ist sie:

Bild Bild Bild

Bild Bild Bild

Mit der nach unten herausgeführten Schnur kann man nun durch sanftes Ziehen den SWR-Schieber entlang der Hühnerleiter stufenlos nach unten gleiten lassen, und zwar so lange bis das SWR-Minimum genau auf der Wunschfrequenz liegt (z.B. Hauskanal 27.085MHz, Bandmitte 27.205MHz, usw.) ... klappt wunderbar, siehe Bilder :)

Bild Bild Bild Bild

Durch den "Saft" im Baum stieg das SWR zwar dann ein wenig an, liegt allerdings noch immer im grünen Bereich:
Kanal_01: ... 1,67
Kanal_20: ... 1,13
Kanal_40: ... 1,51

Die Bandbreite der Antenne beträgt 670kHz und liegt dabei im Bereich von 26,875MHz bis 27,545MHz, also ideal für uns CB-Funker (40 Kanäle), siehe Bilder:

Bild Bild

Hatte dann noch einige nette Gespräche. Konnte sogar einen mobilen Funkfreund quasi unterbrechungsfrei durch halb Wien begleiten, und das obwohl er nur eine 60cm-Antenne (mit Mittelspule) an seinem KFZ hatte (allerdings gespeist mittels CRT 9900 ;) )

Grüße

Andreas
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#188

Beitrag von DMA284 » Mo 22. Apr 2019, 18:25

Hallo Andreas,

vielen Dank für deinen Bericht. Ich als "fauler" Funker und noch ohne Analyzer möchte jetzt mal Butter bei die Fische. Ich mag Antennen die ich nicht nach jedem Auf- und Abbau neu abgleichen muss. Ich hätte jetzt gerne mal den direkten Vergleich an deinem "Antennen Baum" zwischen der Inline Askari und einer auf gleicher weise montierten T2LT und deiner Eigenbau Gain-Master wie nah, oder wie weit sie voneinander entfernt sind was die Signalstärke zu Gegenstationen betrifft. Falls du den Vergleich schon gemacht hast, bitte mal auf das Posting verweisen. Danke!

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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#189

Beitrag von neodym » Mo 22. Apr 2019, 19:43

Ich möchte mal meine Erfahrungen und Meinung kunde tun, was die 5/8GainMaster und die Askari-Inline (L1/2-JPole) betrifft.
Ich verfolge schon länger die beiden Threads von Andreas, und habe beide Antennen nach gebaut, und auch einige Male mit auf dem Feld/Anhöhe (wohne leider im Flachland) gehabt. Beide funktionieren ausgezeichnet. Nur haben beide Antennen, aufgrund ihrer Eigenschaften, unterschiedlich prädestinierte Vorzüge/Nachteile. Die blose Beurteilung nach den S-Werten wird den Antennen nicht gerecht.
Für mich hat sich die Inline-Askari als die bessere Antenne für meinen Verwendungszweck herraus kristallisiert.
Vorrangig interessiert mich nur die Verwendung zur SSB-Runde Berlin/Brandenburg auf 26.986Mhz. Genau darauf ist sie abgestimmt und macht einen guten Job (schmalbandig und sehr ruhig). Für eine "Kanalreise" würde ich wiederum die 5/8GM verwenden, da sie sehr breitbandig ist.
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#190

Beitrag von DMA284 » Mo 22. Apr 2019, 21:28

Hallo Michael,

danke für deine Ausführungen. Produzierte Signalstärke bei der Gegenstation ist für mich, der nur postalisch funkt, das wichtigste. Deswegen ist es mir so wichtig zu wissen wie ein Gain-Master Nachbau, eine T2LT und diese J-Pole im Vergleich zueinander abschneiden. Schmalbandigkeit ist auch keine Option für mich. Da ich sie nicht im Großstadt Jungle betreibe ist es mir herzlich egal ob sie auch Müll empfängt. Und das Nachstimmen, nur weil ich QSY mache, ist für mich auch hinderlich. Ich will Standmobil mit nem SWR maximal checken ob es in Ordnung und auf Minimum ist und mehr nicht. Wenn die J-Pole aber signifikant bessere S-Werte bei den Gegenstationen produziert, dann wäre für mich, trotz ihrer anderen Nachteile ein Nachbau erstrebenswert. Deswegen bitte Butter bei die Fische. Ist sie S Wert mäßig stärker bei den Gegenstationen als die vorher genannten?

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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#191

Beitrag von Nordic » Mo 22. Apr 2019, 21:40

Deiner Frage schließe ich mich sofort an, wenn auch aus anderen Beweggründen.

Ich bin seltener unterwegs und wenn, dann im Ausland und hoch im Gebirge.

Aber generell ist das eine Frage, die für alle Selbstbauinteressierten sehr aufschlussreich sein dürfte :holy:
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#192

Beitrag von neodym » Mo 22. Apr 2019, 22:38

Nunja, über die T2LT kann ich nichts sagen. Ebenso kann ich nicht behaupten, das "HF-Müll" ausschließlich den Großstätten zugeschrieben werden kann. :sdown: Ich habe auch schon "Müll" auf freiem Feld in der Nähe von Hochspannungsleitungen erlebt. Ebenso sind Windparks auch leicht "verstört".
Überreichweiten machen auch keine Ausnahmen. Wenn ihr also vergleichen wollt, dann müßt ihr halt alle Antennen selber bauen, testen, die für euch am besten geeignete dann behalten und den Rest veräussern, oder als Ersatz in die Kiste tun.
Es wird schon sein Grund haben, warum der Andreas noch keinen S-Wert Vergleich gemacht hat. :wink:
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#193

Beitrag von Krampfader » Di 23. Apr 2019, 09:03

neodym hat geschrieben:
Mo 22. Apr 2019, 19:43
Ich möchte mal meine Erfahrungen und Meinung kunde tun, was die 5/8GainMaster und die Askari-Inline (L1/2-JPole) betrifft.
Ich verfolge schon länger die beiden Threads von Andreas, und habe beide Antennen nach gebaut, und auch einige Male mit auf dem Feld/Anhöhe (wohne leider im Flachland) gehabt. Beide funktionieren ausgezeichnet. Nur haben beide Antennen, aufgrund ihrer Eigenschaften, unterschiedlich prädestinierte Vorzüge/Nachteile. Die blose Beurteilung nach den S-Werten wird den Antennen nicht gerecht.
Für mich hat sich die Inline-Askari als die bessere Antenne für meinen Verwendungszweck herraus kristallisiert.
Vorrangig interessiert mich nur die Verwendung zur SSB-Runde Berlin/Brandenburg auf 26.986Mhz. Genau darauf ist sie abgestimmt und macht einen guten Job (schmalbandig und sehr ruhig). Für eine "Kanalreise" würde ich wiederum die 5/8GM verwenden, da sie sehr breitbandig ist.
Freut mich Michael (neodym) dass Du mit dem Nachbau erfolgreich warst und die passende Antenne gefunden hast. Ich gebe Dir da recht. Die Antennen sind nicht 1:1 vergleichbar, wenn es rein um den S-Wert ginge dann präferiere ich ganz klar meine "Wimpel-Beam" (2 S-Stufen Gewinn). Jede Antennenbauart hat so ihre Vor- und Nachteile. So ist die Askari-Inline mit ihren 600 kHz extrem schmalbandig, liefert dafür aber wenig QRM. Für den reinen "Hauskanal-Funker" bestimmt eine gute Wahl. Hingegen bietet der Gain-Master-Nachbau eine Bandbreite von bis zu 5,6 MHz, daher auch interessant für den Funkamateur. Die T2LT liegt da irgendwo dazwischen und ist äußerst einfach (und sehr günstig) zu bauen ...

Bild

Ich habe schon mal einen derartigen Vergleichstest durchgeführt, T2LT gegen Gain-Master gegen lambdahable.de (quasi Askari-Inline) ... auf meinem Testgelände (also mitten in der Stadt und in der Ebene). Alle drei Antennen am selben GFK-Mast (12,5m), hintereinander. Die meisten (teilweise weit entfernten oberkünftig positionierten) Gegenstationen konnten keinen Unterschied feststellen, lediglich eine Station meldete ganz leichte Vorteile der T2LT (vielleicht weil die keine verlustbehafteten Bauteile wie Stub oder Hühnerleiter besitzt?). Wie gesagt, dieser nicht wissenschaftlich durchgeführte "Test" fand aus der Ebene heraus statt, oben am Berg kann es wieder ganz anders aussehen ... vielleicht mach ich das auch noch irgendwann ...

Schönen Wochenbeginn wünsch!

Andreas
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#194

Beitrag von Nordic » Di 23. Apr 2019, 09:13

Vielen Dank, Andreas,


Meine Neugier ist jetzt ausreichend gestillt... :tup:

55/73

Stefan
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#195

Beitrag von Krampfader » Sa 27. Apr 2019, 22:19

Guten Abend!

Angeregt durch Michaels (neodyms) Idee die Angelrute mittels Mast noch höher zu setzen (siehe: viewtopic.php?f=11&t=34719&start=645#p529686 ) habe ich heute versuchsweise mal meine "8m-Inline-Askari-300er" auf die ersten vier Elemente meines 12,5m-GFK-Mastes von dx-wire geschnallt und damit die Antennenspitzenhöhe auf rund 13m gesteigert. Hier das Ergebnis:

Bild Bild Bild

Durch das mittels Schnur verschiebbare SWR-Abstimmelement konnte ich das SWR-Minimum dann genau auf unseren Hauskanal abstimmen und einige nette Gespräche führen :)

Also im Prinzip reicht ein 6m-Mast (Alu oder GFK) um dann zusammen mit der 8m-Angelrute auf insgesamt 14m zu kommen ... und der mittels Schnur von unten verstellbare SWR-Schieber vereinfacht das Abstimmen der Antenne ungemein ...

Grüße

Andreas

PS: Es ist trotzdem ein Jammer. Bedingt durch Null QRM kann ich mit dieser Antenne auf diesem Standort oft auch sehr schwache Stationen aufnehmen, problemlos und gut verständlich, manchmal sogar nur mit einer halben S-Stufe. Das Problem ist dann nur meist dass diese Gegenstationen mich nur schwer verstehen können da sie nicht selten in QRM-verseuchten Gegenden stationiert sind :(
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