Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

Krampfader
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Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#1

Beitrag von Krampfader » Mo 28. Jan 2019, 23:34

So Jungs!

Wie versprochen mache ich nun nach dem erfolgreichem Eigenbau der "Gain-Master", "T2LT" und meiner "Wimpel-Beam" nun ein neues Thema auf, und zwar zum Thema Eigenbau "In den Mast integrierte Drahtantenne", nämlich die "Askari-Antenne".

Als Basis (sprich als Mast) soll mir eine recht günstige GFK-Angelrute dienen. Die 9m-Version von Askari kostet gerade mal EUR 20,-- (und ist trotzdem von guter Qualität) ... siehe: https://www.askari.at/silverman-stigma- ... 74975.html

Als schlanke "Inline-Antenne" fasziniert mich mir derzeit eine J-Pole, und zwar nach folgendem Bauplan, siehe Bild:

Bild
Volle Auflösung: https://www.fingers-welt.de/wiki/images ... MHz_CB.JPG
Quelle: https://www.fingers-welt.de/wiki/index. ... J-Antennen

Ich werde mich vorerst an die Version mit der Hühnerleiter heranwagen. Diese erscheint mir im Bau mittels Lüsterklemmen einfacher und flexibler. Weiters soll sie verlustärmer sein als die reine Coax-Variante. Material dafür ist bereits unterwegs.

Den Bau selbst stelle ich mir nicht allzu schwierig vor, wie gesagt, ich plane den Bau einer lötfreien Version (Lüsterklemmen). Dadurch lassen sich dann sämtliche Komponenten (falls notwendig) austauschen und ggf. anpassen. Des Weiteren hat nicht jeder eine Lötstation daheim. Und wie von mir vermutet schadet auch bei dieser Antenne eine Mantelwellensperre nicht, siehe folgendes Zitat:

"Eine Mantelwellensperre ist obligatorisch, mittels Ferrit oder 5Wgd. Koax auf 11cm Durchmesser für 10/11m."
Quelle: https://www.fingers-welt.de/wiki/index. ... J-Antennen

Wie ich nun die Mantelwellensperre ausführe weiß ich noch nicht, entweder mittels meiner 30 Ferrite und/oder aber mit Hilfe obiger Luftspule, mal sehen ...

Vielleicht hat ja der eine oder andere von Euch schon mal so einen endgespeisten Halbwellendipol gebaut und kann mir Tipps geben auf was ich dabei unbedingt achten soll ...

Schon mal Besten Dank und Grüße

Andreas
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#2

Beitrag von VictorPapa » Di 29. Jan 2019, 01:24

Hallo Andreas,

tolles neues Projekt! :thup:

Das ist eine gute und sehr flexible Antenne in vielen Bauformen. Vorteilhaft ist eben auch wieder, das die 3/4 Lambda oder J-Antenne keine Radials benötigt. Du kannst die Antenne auch unten "offen" einspeisen. Das SWR lässt sich gut einstellen. Meine alte Sirtel S-2000 5/8 habe ich in solch eine Antenne verwandelt. MWS habe ich auch verwendet. Funktioniert insgesamt gut, benötigt aber schon genügend Aufbauhöhe um eine flache Abstrahlung zu haben.

73 Victor. :-)

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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#3

Beitrag von Krampfader » Di 29. Jan 2019, 11:15

VictorPapa hat geschrieben:
Di 29. Jan 2019, 01:24
tolles neues Projekt! :thup:

Das ist eine gute und sehr flexible Antenne in vielen Bauformen. Vorteilhaft ist eben auch wieder, das die 3/4 Lambda oder J-Antenne keine Radials benötigt. Du kannst die Antenne auch unten "offen" einspeisen. Das SWR lässt sich gut einstellen. Meine alte Sirtel S-2000 5/8 habe ich in solch eine Antenne verwandelt. MWS habe ich auch verwendet. Funktioniert insgesamt gut, benötigt aber schon genügend Aufbauhöhe um eine flache Abstrahlung zu haben.
Besten Dank Victor! :)

Hmmm, dachte die J-Pole wäre ein Halbwellen-Dipol ?? ... und keine Lambda 3/4 ?? ... oder ??, was nun ?? ;) ... und was meinst Du mit "unten offen" einspeisen ?? ... MWS werde ich auch verwenden ... schadet bestimmt nicht ... und zur Aufbauhöhe: viel mehr als 8,6m Antennen-Spitzenhöhe sind mit der 9m-Askari-Rute nicht drinnen, zumindest nicht in der "Inline-Version" ...

Wie auch immer: Ich hab mal eine Simulation erstellt, laut obigem Plan, J-Pole für 11m (27 MHz) , 8,6m über realem Grund, siehe Bild:

Bild
Volle Auflösung: https://www.photo-album.at/images/2019/ ... J-Pole.png

Sieht ja gar nicht mal sooo schlecht aus. Wenn ich diese Werte auch in der Praxis hinbekomme bin ich schon zufrieden. Strahlt zwar nicht so flach ab wie meine Gain-Master am 12,5m Mast, das muss jetzt aber nicht unbedingt ein Nachteil sein ...

Danke und Grüße

Andreas

PS: die Input-Daten für 4nec2 gibts hier zum Downloaden: https://www.dropbox.com/sh/a5wa0z7buv07 ... nOyMa?dl=0
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#4

Beitrag von Pegasus » Di 29. Jan 2019, 16:25

Servus Andreas,

6/8 wohl deshalb: 4/8 Draht als Strahler und 2/8 Anpassung aus der Hühnerleiter.

Unsere, nach Ralf "Donnervogel" benannte Donnerwelle ist genau so aufgebaut. Funktioniert prima :tup:

Noch ein kleiner Tipp:
wir haben damals ein Stück Alufolie, knapp Handbreit, um die Zweidrahtleitung gewickelt um das SWR noch geringfügig anpassen zu können im Betrieb.

73 Jürgen :wave:
Pegasus ** Jürgen ** Oberschwaben ** 13TH2052

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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#5

Beitrag von Nasa » Di 29. Jan 2019, 19:58

Einen endgespeisten Halbwellenstrahler hatte ich letztes Jahr mal gebaut, aber aus RG58:

27MHz HWS.jpg
(Klicken zum vergrößern!)

Ich hatte ein SO239 T-Stück verwendet, um Notfalls einen zu kurz abgeschnittenen Stub einfacher auszutauschen.
Hat man die Längen, kann man natürlich auch alles ohne T-Stück zusammenlöten.

Nach meiner Erfahrung und laut meiner EZNEC/SimSmith-Simulation ist die Antenne allerdings relativ schmalbandig.
Aber für 40 CB-Kanäle in Österreich langt es.
HWS SWR.png


Gruß,
Lothar

Und ja .. der Aufkleber liegt absichtlich da :mrgreen:
QTH Crailsheim - Locator JN59BD

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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#6

Beitrag von Krampfader » Di 29. Jan 2019, 20:20

Danke Lothar, sieht gut aus! :thup: :)

Wenns mit der "Hühnerleiter" nicht klappt dann baue ich Deine Coax-Variante :)

Sooo! ... So ganz war/bin ich mit den Abmessungen laut https://www.fingers-welt.de/wiki/index. ... J-Antennen nicht ganz glücklich, liegt doch das SWR-Minimum mit diesen Abmessungen bei für CB-Funk ungünstigen 29,7 MHz ... hingegen bei CB-Bandmitte (27.205 MHz) liegt das SWR sogar bei Werten jenseits von Gut und Böse :( ... zumindest laut Simulation ...

Ich hab daher diese J-Pole-Antenne kurzerhand "redesigned" und neue Abmessungen verpasst, herausgekommen ist folgendes, vergleiche folgende Bilder:

Bild

Bild

Die Wahrheit wird vermutlich irgendwo in der Mitte liegen, bin schon gespannt was mir dann mein Analyzer erzählt ...

Grüße

Andreas
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#7

Beitrag von Krampfader » Di 29. Jan 2019, 22:45

Nachtrag: Passend zu obigem Diagram hier die korrigierten Abmessungen (in rot) bei denen das SWR-Minimum zumindest laut Simulation bei 27,2 MHz liegt, siehe Bild:

Bild
Quelle bzw. ursprüngliche Skizze: https://www.fingers-welt.de/wiki/index. ... J-Antennen

Bin gespannt wie die Abmessungen dann wirklich ausfallen werden. Die Antenne wird im Inneren der Angelrute durch das umgebende GFK bestimmt etwas "verstimmt". Außerdem sind Theorie und Praxis oft zwei verschiedene Paar Schuhe. Aber ich erwarte mir durch die Bauweise mittels Lüsterklemmen eine gewisse Flexibilität was die Länge der einzelnen Abschnitte beträgt. Mal sehen ...

Grüße

Andreas
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#8

Beitrag von ultra1 » Mi 30. Jan 2019, 00:47

Hallo Andreas-

Diese Art J-Pole Antenne eignet sich gut, um in einen Mast eingefädelt zu sein.

Zum einen wegen der Größe und weil sie so trocken bleibt !
Denn ist die Bandleitung naß, ist das SWR futsch.
So meine Erfahrung mit dieser Antenne .



55/73, Ingo.

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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#9

Beitrag von ax73 » Mi 30. Jan 2019, 01:06

Wenn das mit der Feuchtigkeit bei der J-Pole so ist dann eignet sie sich nicht für die Verwendung in
der GFK-Rute. Schwitzwasser ist omnipräsent da drin.
Ansonsten gute Lösung, ich habe seit einigen Jahren solche Antennen im Einsatz. Die älteste steht nun
das siebte Jahr stationär :tup:

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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#10

Beitrag von pömmf » Mi 30. Jan 2019, 13:16

Moin!

In die Angelrute einziehen? Da kommt kein wasser hin, das stimmt.
Aber mal ebm portabel aufbauen? Ich denke das ist eine ganz schöne Fummelei das da knitterfrei reinzutüddeln.

Aber auf jedenfall einen Versuch wert damit das SWR Rumgezikke bei Nässe zu elemenieren.
Wer dazu eine gescheite praktikabele Lösung findet der hat damit eine gute belastbare Drahtantenne (Hühnerleiter Version).

Koax J-Pole waren allesamt schlechter als SFGP, Koaxdipol (5/8,1/2) etc.
Bei QRO-O gab es am heissen Ende der Koax Anpassleitung Durchschläge und/oder Hotspots am Kurzschluss Stub.

Berichtet bitte weiter von der Inline Version.

73!

pömmf
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#11

Beitrag von Krampfader » Mi 30. Jan 2019, 13:33

Hallo Jungs :)

Ihr habt schon recht. Speziell an herrlichen Sommerabenden besteht die Gefahr (wenn die Sonne gerade eben untergegangen ist) von Taubildung. Die dunkle Angelrute ist noch warm, die Luft geschwängert mit Feuchtigkeit. Sinken nun bei wolkenlosen Himmel die Temperaturen rasch (durch Abstrahlung in den Weltraum) fällt Tau, sprich Wasser aus, auch im inneren der Angelrute.

Da hilft es dann nur die Angelrute von innen ordentlich zu „beheizen“, mit 500W ;)

Spaß beiseite. Dies könnte wahrlich zum Problem werden welches es zu lösen gilt. Zumindest kurzfristig, bis sich die Temperaturdifferenzen wieder ausgeglichen haben.

So idyllisch so ein Sonnenuntergang auch sein mag. Für uns Funker macht er u.U. Probleme ...

Grüße

Andreas

PS: heute kommt angeblich das Material ...
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Re: OT Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#12

Beitrag von Skipper 330 » Mi 30. Jan 2019, 14:31

Krampfader hat geschrieben:
Mi 30. Jan 2019, 13:33
So idyllisch so ein Sonnenuntergang auch sein mag. Für uns Funker macht er u.U. Probleme ...
Aber ganz im Gegenteil :)
Ich sage nur greyline - :think:
https://www.darc.de/fileadmin/_migrated ... ayline.pdf

73 Ahoj
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#13

Beitrag von 13STW » Mi 30. Jan 2019, 19:04

Auf 11m ? :lol:

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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#14

Beitrag von Toni » Mi 30. Jan 2019, 20:24

"Ironie an"
Natürlich auf 11m, in der heutigen Zeit ist doch alles Möglich.
Noch nie etwas von alternativen Fakten gehört, die sind doch voll im Thrend. 8)
"Ironie aus"

:dlol:

73
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Re: Eigenbau "Inline Askari-Antenne"

#15

Beitrag von ultra1 » Mi 30. Jan 2019, 21:56

So so .


In der Praxis:
Habe genau dieses Antennen-Konzept seit einem halben Jahr, auf einem Berg in Büschen gebunkert.
Trotz eines Masten in schwarzer Farbe,funktioniert das seither zuverlässig!
Ist aber nicht die stärkste Antenne.

Für portabel mit auf und ab bauen, ist mir das einfädeln auch zu fummelig.
Wenn dann wie bei der LambdaHalbe, durch ein Metall-Schieber auf der Zweidraht-Leitung das SWR noch eingestellt werden soll,
ist auch dabei ein erschwerter Aufwand.

Mit Hilfswekzeug (eine Fahrradspeiche mit Schnur dran) kann es je nach Bereitschaft, auch akzeptabel sein.



Das SWR Problem bei Feuchtigkeit beziehe ich auf die Zweidraht-Leitung mit geringen Abstand.
So gering das durch das Wasser eine Kapazität ensteht, Die die Antenne verstimmt.



55/73, Ingo.

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