T2LT vs. Lambdahalbe

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Re: T2LT vs. Lambdahalbe

#31

Beitrag von Krampfader » Fr 23. Nov 2018, 09:54

Hinweis für alle "T2LT"-Bastler:

Wer sich einen derartigen Halbwellendipol (sprich T2LT) erfolgreich angefertigt hat kann seiner Antenne bei Bedarf auch noch zusätzlich einen "Wimpel" umhängen. Dadurch wird aus dem simplen T2LT-Rundstrahler eine vollwertige, vertikale und ultraleichte 3-Elemente-Beam (Richtfunkantenne) für 11m (welche in der Herstellung auch noch recht einfach und günstig ist).

Erste Tests damit haben mich überzeugt, weitere Tests werden noch folgen

Bild

Bauplan siehe: viewtopic.php?f=15&t=10047&start=60#p518090

Nachteil: Nur bei keinem (bis schwachem) Wind einsetzbar, tja, man kann halt nicht alles haben ...

Grüße

Andreas
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Re: T2LT vs. Lambdahalbe

#32

Beitrag von DX-Eddy » Fr 23. Nov 2018, 12:55

Geht es hier nicht um die T2LT und eine "Lambdahalbe" Antenne klassisch vom hiesigen Hersteller?
Die T2LT ist im Sinne (Rothammel & ARRL Antenna Book) nämlich eine Halbwelle wie die andere auch.

Beide Antenne haben ihre Vor- und Nachteile und bei reellen Test- bzw. Vergleichsaufbauten kann man diese auch gut verifizieren.
73

PS: Dennoch ne interessante Idee den vertikalen endgespeisten Dipol reaktiv zu verwenden :thup:

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Re: T2LT vs. Lambdahalbe

#33

Beitrag von Krampfader » Fr 23. Nov 2018, 18:55

DX-Eddy hat geschrieben:
Fr 23. Nov 2018, 12:55
Die T2LT ist im Sinne (Rothammel & ARRL Antenna Book) nämlich eine Halbwelle wie die andere auch.
Hallo Eddy

Die "T2LT"-Coax-Antenne entspricht doch ziemlich genau der "Gain-Master HW" (Halbwelle). Und Sirio bezeichnet diese Antenne als "1/2 λ center feed", siehe: http://www.sirioantenne.it/en/products/ ... -master-hw . Also auf gut deutsch übersetzt "1/2 λ mitten gespeist" ... hmmm, "mitten gespeist" impliziert für mich aber dass es sich hierbei um einen Dipol handelt, also in Summe handelt es sich bei dieser "T2LT" offensichtlich doch um einen mittengespeisten Halbwellen-Dipol ... oder sehe ich das falsch?
DX-Eddy hat geschrieben:
Fr 23. Nov 2018, 12:55
PS: Dennoch ne interessante Idee den vertikalen endgespeisten Dipol reaktiv zu verwenden :thup:
Ja, eigentlich ganz trivial, trotzdem aber wirkungsvoll. Ich frage mich nur warum da nicht schon einer früher diese Idee hatte. Ich als ungeprüfter CB-Funker kann doch nicht die ganze Vorarbeit geleistet haben, sprich Idee, Berechnung, Realisierung, Vermessung, Test ... oder vielleicht doch? ;)

Danke und Grüße

Andreas
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Re: T2LT vs. Lambdahalbe

#34

Beitrag von DX-Eddy » Sa 24. Nov 2018, 19:47

Hi Andy,
ich habe schon einiges gesehen aber das was du als "Extension" zur Antenne umgesetzt hast ist ne super Nummer.
Das werde ich mal im kommenden Neujahr nachbauen. Macht sicher Spaß bei gutem Wetter vor der Hütte;)

Zur T2LT, wie man es dreht und wendet, bezeichnet Ober betitelt.. entstanden ist die Antenne in den 50ern und seither publiziert.
Rein elektrisch gesehen ist sie in der Mitte gespeist und im Allgemeinen nennt man es umgänglich endgespeist auf Grund der Kabelführung.

Es ist ein Dipol bei dem durch die RFC "resonant frequency choke" einem Sperrkreis der eine Schenkel unterbrochen wird.
Das Ganze dann noch mit einem T-Match "Stich" zu Resonieren und dabei die Impedanz zu optimieren ist und war ein ganz schlauer Schritt.

Letzen Endes ist aber diese Art der Anpassung auch recht verlustbehaftet und das versucht man durch gutes Kabel zu reduzieren.
Der Stich und der Kondensator verbrennt die meiste Energie, als muß man als großes R im gesamten Kreis betrachten.

Du weist wie es in der Praxis ist, ohne Stich ist die Antenne sehr Umgebungsabhängig aber in der Güte bezogen auf die mechanische Länge effektiver, wenn man sie ideal angepasst hat und das ist leider nur meist an einem Standort möglich. Mit Stich hingegen stabil den Umflüssen entgegen und wie im idealen Falle auch als zweite Resonanz ausgelegt um die Bandbreite zu erhöhen, aber es geht Energie verloren = Verlust.

Wenn man nu mal ganz objektiv ist haben beide Varianten ihr dasein und bringen dem Anwender je nach Situation viel Spaß.
Daher.. lohnt sich ein Bau und deine Umsetzung ist auch gut gelungen. Es werden sicher viele einen Versuch zum Bau wagen und so QRV kommen.. daher ein sehr erfolgreiches Projekt, prima :wave:

FunkerR

Re: T2LT vs. Lambdahalbe

#35

Beitrag von FunkerR » Mo 25. Feb 2019, 10:32

Krampfader hat geschrieben:
So 18. Nov 2018, 18:53
Hier der Bauplan der "T2LT"-Antenne für 27 MHz:

Bild
Volle Auflösung: https://s15.directupload.net/images/181118/36vtdh4j.png

Grüße
Ich hätte hier noch etwas H155 Kabel übrig. Was denkt ihr, könnte ich damit noch etwas mehr Power in die T2LT stecken?
Der Verkürzungsfaktor ändert sich damit ja von RG58(Verkürzungsfaktor 0,66) H155(Verkürzungsfaktor 0,80).
Oder lohnt sich nicht der Aufwand?

Krampfader
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Re: T2LT vs. Lambdahalbe

#36

Beitrag von Krampfader » Mo 25. Feb 2019, 13:47

FunkerR hat geschrieben:
Mo 25. Feb 2019, 10:32
Ich hätte hier noch etwas H155 Kabel übrig. Was denkt ihr, könnte ich damit noch etwas mehr Power in die T2LT stecken?
Der Verkürzungsfaktor ändert sich damit ja von RG58(Verkürzungsfaktor 0,66) H155(Verkürzungsfaktor 0,80).
Oder lohnt sich nicht der Aufwand?
Hallo FunkerR

Probieren geht über studieren ;) ... mach einfach mal, würd mich ebenfalls interessieren. Ich denke die beiden unterschiedlichen Verkürzungsfaktoren spielen hier nur eine untergeordnete Rolle. Den oberen Dipol-Schenkel (sprich die 270cm) darf man ja (nach dem Entfernen des Abschirmgeflechtes) als einen ganz normalen Draht betrachten bei dem es (fast) egal ist ob er nun ursprünglich aus einem RG-58 stammt oder eben aus einem H155.

Und beim unteren Dipol-Schenkel (sprich den 260cm) dürfte es ebenfalls nahezu unerheblich sein ob das Abschirmgeflecht von einem RG-58 stammt oder eben vom H155, beim unteren Dipol-Schenkel wirkt ja nur das Abschirmgeflecht als Strahler, quasi als "hohler Draht" durch den der Dipol hindurch gespeist wird (deswegen auch mittengespeister Dipol).

Und selbst bei der Spule (dem HF-Choke) welche die Länge des unteren Dipol-Schenkels hf-technisch begrenzt sollte es keinen allzu großen Unterschied machen ob RG-58 oder H155, der zu sperrende Strom fließt ja wieder nur außen am Abschirmgeflecht, egal ob dieses Abschirmgeflecht nun vom RG-58 oder eben H155 stammt ...

Aber wie bereits gesagt, Versuch macht klug: baue, teste und berichte! :)

Danke und Grüße

Andreas
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FunkerR

Re: T2LT vs. Lambdahalbe

#37

Beitrag von FunkerR » Mo 25. Feb 2019, 14:32

Mach ich gerne mach mich gleich dran. Bin gespannt ...

PS: Die T2LT mit RG58 hängt immernoch am Baum herunter und spielt 1a!

FunkerR

Re: T2LT vs. Lambdahalbe

#38

Beitrag von FunkerR » Mo 25. Feb 2019, 15:25

Gesagt getan.
Hängt nun mit H155 Kabel in der selben Länge am Baum 10m herunter.
Stehwelle hat sich ein wenig verbessert auf:
K41: 1:1,4
K80: 1:1,2
K40: 1:1,1

Aktuell sind hier keine Stationen aktiv, die mir einen Rapport geben könnten. Am Abend komm ich nochmal durch und Berichte.

UPDATE: Der Empfang kommt stärker rein und ich komme ein wenig klarer und stärker raus. Leider kann ich keinen Antennenanalysator anschließen.

73!
Zuletzt geändert von FunkerR am Mo 25. Feb 2019, 15:35, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: T2LT vs. Lambdahalbe

#39

Beitrag von Krampfader » Mo 25. Feb 2019, 15:30

Wow!, echt super FunkerR, Du bist ja schneller als die Deutsche Bahn ;) ... einer der wenigen hier welcher nicht nur redet sondern auch handelt! :thup:

Welche Abmessungen hast Du nun verwendet ??

Berichte uns weiter, sobald Du neue Erkenntnisse hast!

Danke und Grüße

Andreas
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Re: T2LT vs. Lambdahalbe

#40

Beitrag von FunkerR » Mo 25. Feb 2019, 16:22

Jo liefere gleich heute Abend die Daten inkl Rapport.

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Re: T2LT vs. Lambdahalbe

#41

Beitrag von 13HN822 » Mo 25. Feb 2019, 17:41

Die Antenne ist der Burner schlechthin, hast du ja gelesen im Bonanza Tread.

Allerdings hab ich komplett andere Maße genommen, entweder hier aus dem Forum, oder aus dem AT Forum... :clue:
Keine Ahnung...

Ich habe 262cm Strahler, dann 270cm RG58 bis zur Luftspule und dann 6 Windungen mit 107mm Durchmesser.

SWR zeigt fast keinen Ausschlag von 1-80 erst richtung "555" gehts auf 1:1,8... die läuft so gut, ich knipse da nichts weg :sup:

Wie im anderen Tread schon geschrieben, die Aufbauhöhe ist sehr wichtig. Sonntag Nachmittag bei 14,5m ca Antennenspitze, von 600m über Null und flachem Gelände die 180km mit S2R3 waren gestern der Knaller schlechthin :banane:

Die Antenne find ich genial, sowas von schnell gebaut, und vorallem störunanfälliger als die Lambdahalbe
55 & 73 der Giftpilz > Patrick :king:

FunkerR

Re: T2LT vs. Lambdahalbe

#42

Beitrag von FunkerR » Mo 25. Feb 2019, 17:49

Krampfader hat geschrieben:
Mo 25. Feb 2019, 15:30
Welche Abmessungen hast Du nun verwendet ??
Ich hab mich komplett an die 260/270 und 5 Windungen gehalten nur halt mit dem H155 Kabel und ich hab das Gefühl, dass ich dadurch sogar schwachere Stationen etwas Stärker rein bekomme.

Bilder liefer ich auch gleich noch, muss erstmal zurechtschneiden :-)

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Re: T2LT vs. Lambdahalbe

#43

Beitrag von Krampfader » Mo 25. Feb 2019, 19:28

FunkerR hat geschrieben:
Mo 25. Feb 2019, 17:49
Ich hab mich komplett an die 260/270 und 5 Windungen gehalten nur halt mit dem H155 Kabel und ich hab das Gefühl, dass ich dadurch sogar schwachere Stationen etwas Stärker rein bekomme.
Es könnte rein theoretisch vielleicht unter Umständen schon so sein dass der untere Dipol-Schenkel aus H155 gefertigt eine Nuance effektiver arbeitet als ein vergleichbarer aus RG-58. Nämlich aufgrund der deutlich besseren Schirmung des H155 ... vielleicht könntest Du ja beide Antennen mal im Vergleich gegeneinander austesten, sprich gleicher Montageort, gleiche Montagehöhe ...

Besten Dank FunkerR :)

Andreas
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Re: T2LT vs. Lambdahalbe

#44

Beitrag von 13HN822 » Mo 25. Feb 2019, 19:57

was mich extrem interessieren würde:

Hat jetzt schon mal jemand die Antenne aus RG174 oder qualitativ besserem Kabel gebaut?

Der Sinn der Frage liegt darin, möglichst leicht für den Portablen Betrieb zu bleiben.
Aufgebaut ganz simpel: Antenne und dann gleich ohne zusätzliche Verbindungen 10m Zuleitung mit dran lassen, BNC stecker ankrimpen und gut.
Kleines Packmaß und in ne kleine Dose für den Transport gewickelt z.B.
55 & 73 der Giftpilz > Patrick :king:

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Re: T2LT vs. Lambdahalbe

#45

Beitrag von 13HN822 » Di 26. Feb 2019, 10:24

Hallo FunkerR :wave:

ich habe jetzt mal nach dem H155 gegoogelt, kannst du das so bestätigen?
Ist es wirklich weniger anfällig für Störungen?

https://www.bonito.net/newsroom/warum-s ... -brauchen/
55 & 73 der Giftpilz > Patrick :king:

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