2er Antennenstockung mit lambda/2 Drahtantenne

13STW
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Re: 2er Antennenstockung mit lambda/2 Drahtantenne

#16

Beitrag von 13STW » Sa 3. Feb 2018, 08:15

Man kann ja in einem nachgestellten Beitrag seine Aussagen revidieren und somit zu seinen Fehlern stehen, statt sie
aus der Welt schaffen zu wollen.
Übrigens schade, das Du nicht auf PN reagiertest, Deine Sache :wave:

Das Grundprinzip der horizontalen Stockung ist doch das gleiche wie bei anderen Mehrelement-Antennen.
Beide Antennen werden mit dem gleichen Strom, aber phasenverschoben gespeist.Die abgestrahlten Wellen überlagern sich.
Wenn die Phasenverschiebung und der Abstand der Antennen stimmen, sorgt die Überlagerung dafür, das sich die Wellen in der gewünschten Richtung verstärken. So funktioniert ja auch jede andere Mehrelement-Richtantenne, die halt meistens für horizontale Polarisation gebaut werden. Yagis mit parasitärer Speisung, die HB9CV mit direkter Speisung beider Elemente,natürlich auch wieder phasenverschoben. Ist immer das gleiche Grundprinzip.

Der Rothammel gibt für die horizontale Stockung bei einem Abstand von Lambda/8 und 135* Phasenverschiebung einen Gewinn von 4,2dBd an.
Bei der Vertikal polarisierten HB9RU, die aus Viertelwellenstrahlern auf einem gemeinsamen Boomrohr von unter 3m Länge besteht, ist das Konzept ebenfalls umgesetzt, parasitär gespeist.
http://www.qsl.net/hb9mtn/hb9mtn-ru-original.html

Was mir noch ganz allgemein zu den Versuchen einfällt, über die Bodenwelle große Reichweiten erzielen zu wollen:
Hier sind einfach physikalische Grenzen gesetzt. Es ist ja schön, mit ein paar hundert Watt von exponierten Punkten
Reichweiten von ein paar hundert Kilometern zu erreichen. Ich finde es aber spannender, über die Raumwelle zu arbeiten,
das geht auch im 11m Band bei entsprechenden Bedingungen mit viel weniger „Dampf“. Entsprechende Bedingungen sind gar nicht so selten. 3000km nach Südeuropa haben auch ihren Reiz und es kommt viel weniger auf einen optimalen Standort an.

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Re: 2er Antennenstockung mit lambda/2 Drahtantenne

#17

Beitrag von Charly Whisky » So 4. Feb 2018, 22:35

Hier noch etwas Literatur für den geneigten Leser: https://www.kathrein.de/fileadmin/media ... echnik.pdf
Insbesondere Seite 28 und 29
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Re: 2er Antennenstockung mit lambda/2 Drahtantenne

#18

Beitrag von 13STW » Do 8. Feb 2018, 06:03

Morgen,
Ich hab´s kapiert!
Eigentlich logisch, wird bei WLAN Antennen auch praktiziert.

http://download.prgm.org/ham/ant/wiesbe ... skript.pdf

Seite 76 ff.

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Re: 2er Antennenstockung mit lambda/2 Drahtantenne

#19

Beitrag von Charly Whisky » Do 8. Feb 2018, 10:46

Hallo :wave:

danke für die Quelle!
Mein Nachrichtentechnik- Studium liegt schon ein paar Jahrzehnte zurück, da gab es solch schöne Skripten nicht. Ich erinnere mich an: "Rotation, Divergenz und das Drumherum" (Buchtitel), das von ca. 2 % der Studenten verstanden worden ist :dlol:
wobei der Lieblingsspruch von Strassacker war: "Ach damit haben Sie Probleme? Machen Sie sich nichts daraus, meine 5 jährige Tochter auch". :dlol: :think: :banane: :seufz:

Ja manchmal muss man erst woanders lesen, um das vorgebetete zu verifizieren :book:

Im Übrigen sehe ich im Aufstellen von 2 gleichen Antennen (oder angepassten) eine hervorragende Möglichkeit (wenn nicht die einzige), an städtischen Standorten den oftmals vorhandenen Störpegel anderer Frequenzen (auch PLC) zu eliminieren.
In Kauf nehmen muss man dann eben, dass man in der Richtung des Störers fast "taub" ist, aber die anderen Richtungen sind dafür "sauber".

Quelle: http://download.prgm.org/ham/ant/wiesbe ... skript.pdf

VG
Christian
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Re: 2er Antennenstockung mit lambda/2 Drahtantenne

#20

Beitrag von Charly Whisky » Mo 2. Apr 2018, 22:30

Bei angenehmen Wetter habe ich heute mit den Drahtantennen experiementiert und verschiedene Anordnungen getestet.

Eine Variante war, 2 Drahtantenne gemeinsam auf einen GFK-Mast zu befestigen.

Mit der entsprechenden Anpassung per Koaxkabel waren die Ergebnisse überragend.

In der Literatur habe ich zu dieser Art der Antennenconfiguration nichts verbunden.

Hat jemand dazu schon Erfahrungen gemacht?

Viele Grüsse
Christian
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Re: 2er Antennenstockung mit lambda/2 Drahtantenne

#21

Beitrag von KLC » Mo 2. Apr 2018, 22:45

Charly Whisky hat geschrieben:Eine Variante war, 2 Drahtantenne gemeinsam auf einen GFK-Mast zu befestigen.

Mit der entsprechenden Anpassung per Koaxkabel waren die Ergebnisse überragend.

In der Literatur habe ich zu dieser Art der Antennenconfiguration nichts verbunden.
Hier in dem Thread finde ich auch nix .... :sup:
Kannst du da mal ne kleine Skizze für die interessierten Funkkolegen (und mich !) anfertigen ? :tup:

:wave: Grüße
Rolf :wave:
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Re: 2er Antennenstockung mit lambda/2 Drahtantenne

#22

Beitrag von Charly Whisky » Di 3. Apr 2018, 02:17

Ja nun :dlol:

also zunächst sollte es eher heissen: „Überraschend“ und nicht überragend - war etwas übermüdet :zzz:

Gemeint sind etwa 3 dB an Gewinn.

Es ist ganz einfach:

Man nehme 2 Stück Lambda/2 Drahtantennen und wickle diese zusammen auf einen GFK- Masten. Mit „wickeln“ sind etwa 10 Windungen über die gesamte Drahtlönge gemeint, damit die beiden Drähte keinen Bewegungsspielraum (bei Wind) haben und sich so vielleicht unerwartete Nebeneffekte einstellen.

Die beiden Antennen werden elektrisch parallel geschaltet, was ich über die Transformation per Koaxkabel gemacht habe ( 2 x 100 Ohm parallel durch jeweils ein 75 Ohm Kabel mit 5.53 m Länge).

Das Ergebnis (ca. 3 dB) wurde an 2 Funkgeräten am S-Meter abgeschätzt.

Wichtig war dabei, dass die beiden Kabelsegmente mit den Hühnerleitern (Wingman 300 Ohm) im Winkel von 180° heruntergeführt werden und dies über einen Abstandshalter von mindestens 10 cm geschieht. Man könnte auch sagen: Die Hühnerleitern befinden sich auf der gegenüberliegenden Seite des Mastes.

Das Ergebnis entspricht übrigens dem getrennten Aufstellen der beiden Antennen mit eigenem GFK Mast bei gleicher elektrischer Verkabelung.
Beim Wickeln auf einen Mast genügt also 1 Mast :dlol: und es fehlt die Richtwirkung, die bei der 2-Mastvariante gegeben ist.
Wobei die 2-Mast- Variante etwas mehr Gewinn generieren kann, wenn man die Antenne entsprechend ausrichtet.

Nein, weitere Dokumente habe ich nicht, werde auch zunächst keine liefern können, da abgebaut.
Vielleicht verwende ich am Samstag diese „neue“ Antenne im Rahmen der Funkstaffel und hoffe bis dahin, den 18 m GFK- Mast zu haben.
73
Christian
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Re: 2er Antennenstockung mit lambda/2 Drahtantenne

#23

Beitrag von KLC » Di 3. Apr 2018, 02:27

Danke Christian ! :tup:
:wave: Rolf
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