Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

VictorPapa
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

#946

Beitrag von VictorPapa » Mi 9. Jan 2019, 13:16

Andreas,

es ist eben ein verlagerter Einspeisepunkt bei der T2LT - da wo der PL-Stecker in deiner Zeichnung ist.

73 Victor.

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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

#947

Beitrag von Krampfader » Mi 9. Jan 2019, 13:25

VictorPapa hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 13:16
es ist eben ein verlagerter Einspeisepunkt bei der T2LT - da wo der PL-Stecker in deiner Zeichnung ist.
Hallo Victor

Sirio sieht das etwas anders. Für Sirio ist die Gain-Master-HW (entspricht der T2LT) ein mittengespeister Halbwellen-Dipol (1/2 λ center feed), siehe: http://www.sirioantenne.it/en/products/ ... -master-hw

Also was jetzt ?? ... unten Endgespeist ?? ... verlagerter Einspeisepunk ?? ... oder vielleicht doch mittengespeist ?? ... wie soll sich da ein ungeprüfter CB-Funker wie ich dann noch auskennen ?? ;)

Danke und Grüße

Andreas

PS: Der Autor hier sieht das genauso wie ich, Stichwort "mittengespeister Ärmeldipol", siehe: https://www.fingers-welt.de/wiki/index. ... alantennen
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

#948

Beitrag von VictorPapa » Mi 9. Jan 2019, 13:45

Krampfader hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 13:25
VictorPapa hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 13:16
es ist eben ein verlagerter Einspeisepunkt bei der T2LT - da wo der PL-Stecker in deiner Zeichnung ist.
Hallo Victor

Sirio sieht das etwas anders. Für Sirio ist die Gain-Master-HW (entspricht der T2LT) ein mittengespeister Halbwellen-Dipol (1/2 λ center feed), siehe: http://www.sirioantenne.it/en/products/ ... -master-hw

Also was jetzt ?? ... unten Endgespeist ?? ... verlagerter Einspeisepunk ?? ... oder vielleicht doch mittengespeist ?? ... wie soll sich da ein ungeprüfter CB-Funker wie ich dann noch auskennen ?? ;)

Danke und Grüße

Andreas

PS: Der Autor hier sieht das genauso wie ich, Stichwort "mittengespeister Ärmeldipol", siehe: https://www.fingers-welt.de/wiki/index. ... alantennen
Andreas,

elektrisch mitte, Hardware technisch unten. Mitte funktioniert nur wenn Mantelsperre unten. Unterer Schenkel gehört zur Antenne. Aber das kennst du doch inzwischen nach fast 1000 Posts in diesen Thread.

73 Victor.

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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

#949

Beitrag von Krampfader » Mi 9. Jan 2019, 14:32

hl77 hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 11:42
Ich bin der Meinung die Mws.gehört direkt unter die Einspeisung,aber Versuch macht klug.
Hallo Harry

Welche "Einspeisung" hast Du nun damit gemeint ??, die "elektrische" ?? (Mitte) oder die "mechanische" ?? (unten).

Ich finde auch dass die Ferrite "unten" hin gehören, "mittig" würde es ja keinen Sinn ergeben. Die Mantelwellensperre (egal ob nun Luftspule oder Ringmagnete) sollen ja den unteren Dipol-Schenkel (welcher ja aus der Schirmung des Zuleitungskabels besteht) hf-technisch in der Länge begrenzen, drosseln, kappen. Ansonsten wäre der untere Dipol-Schenkel ja viel zu lang, nämlich so lange wie die komplette Kabellänge beträgt, bis zum Funkgerät hin. Dadurch könnte dieser (stark asymmetrische) Dipol niemals ordentlich arbeiten, niemals richtig in Resonanz geraten. Das Geniale an diesem simplen Antennen-Konzept ist nämlich dass die mittige Speisung dieses Dipols quasi durch den unteren (durch den RF-Choke begrenzen) Dipol-Schenkel hindurch erfolgt ...

Ich glaube wir reden sowieso alle vom gleichen?, oder heißt es richtigerweise vom selben? ;)

Wie auch immer: ich werde den RF-Choke (sprich die Ferrite) dort platzieren wo es dem Analyzer am besten gefällt. Das wird vermutlich irgendwo "unten" sein ...

Grüße

Andreas
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

#950

Beitrag von VictorPapa » Mi 9. Jan 2019, 15:57

Andreas,

hier findest du das Patent für die Sirio Gain Master 1/2 Welle. Das steht alles erklärt.

https://patentimages.storage.googleapis ... 7372A1.pdf

73 Victor.

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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

#951

Beitrag von hl77 » Mi 9. Jan 2019, 16:09

Die " mechanische"
73 Harry :wave:
Spitfire ,DX call: 13 HL77 OP-Name:Harry.

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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

#952

Beitrag von Krampfader » Mi 9. Jan 2019, 17:11

Danke Victor für das Patent-Dokument. Ich werde mir das in Ruhe mal reinziehen. Ich frage mich allerdings warum erwähnt Sirio dieses Patent bei der „Gain-Master-HW“ nirgendwo auch nur mit einem einzigen Wort ??, z.B. nicht mal hier, siehe: http://www.sirioantenne.it/en/products/ ... -master-hw

Das wundert mich jetzt schon ein wenig, so ein Patent kostet doch immerhin ne Menge Geld ...

@Harry

Jetzt sind wir uns einig! :wave:

Grüße

Andreas
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

#953

Beitrag von VictorPapa » Mi 9. Jan 2019, 19:16

Krampfader hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 17:11
Danke Victor für das Patent-Dokument. Ich werde mir das in Ruhe mal reinziehen. Ich frage mich allerdings warum erwähnt Sirio dieses Patent bei der „Gain-Master-HW“ nirgendwo auch nur mit einem einzigen Wort ??, z.B. nicht mal hier, siehe: http://www.sirioantenne.it/en/products/ ... -master-hw

Das wundert mich jetzt schon ein wenig, so ein Patent kostet doch immerhin ne Menge Geld ...

@Harry

Jetzt sind wir uns einig! :wave:

Grüße

Andreas
Das wundert mich auch. Interessant ist, es wird die 5/8 Variante quasi schon erwähnt und die Eigenschaften beider Antennen (1/2 und 5/8) mit der Mantelwellensperre geschützt.

73 Victor.

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#954

Beitrag von Krampfader » Mi 9. Jan 2019, 20:04

VictorPapa hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 19:16
Das wundert mich auch. Interessant ist, es wird die 5/8 Variante quasi schon erwähnt und die Eigenschaften beider Antennen (1/2 und 5/8) mit der Mantelwellensperre geschützt.
Stimmt Victor, seltsam. Die "5/8" wird ja im Gegensatz zur "HW" mit dem Zusatz "Patent Pending" (also zum Patent angemeldet, aber noch nicht erteilt) beworben, siehe: http://www.gain-master.it . Leider wird hier in Deutschland "Patent Pending" nicht so gerne gesehen, angeblich wettbewerbsrechtswidrig, siehe: https://www.noerr.com/de/newsroom/News/ ... nding.aspx

Erwähnt sei auch noch dass diese Art der Antenne bereits auf das Jahr 1944 zurück geht (USA, Potter, Bell), siehe Rothammel, "Koaxialantenne nach Harper", Seite 453, rechts unten.

Wie auch immer, Sirio wird schon seine Gründe haben das Patent nicht auf die große Glocke zu hängen. Sirio baut auch ohne Patente großartige Antennen!

So, nun weiter nun zu meiner "Inline-T2LT". Der Postbote war mir gnädig und hat mir heute Nachmittag folgendes geliefert :)

Bild

Morgen gehts also los mit dem "Bauen", obwohl viel zum Bauen gibts da ja nicht ;)

Grüße

Andreas

PS: Die Ferrite passen "saugend" auf das RG-58, lassen sich aber leicht verschieben ...
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

#955

Beitrag von Haflinger73 » Do 10. Jan 2019, 00:58

@Krampfader: Interessantes Projekt :tup: bin wirklich auf deine Erkenntnisse gespannt. Einen grossen Dank für dein Engagment schon mal im Voraus.
Interessant währe ein Vergleich der Antenne mit dem Aufbau Innerhalb/Ausserhalb des GFK Mastes. Dürfte zwar (da es sich um Dielektrisches Material handelt), keinen grossen Unterschied ergeben. Bei Positivem Bescheid, wird es sicherlich einen Helvetischen Nachbau geben :D

73/55 Haflinger 73

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Inline-T2LT

#956

Beitrag von Krampfader » Do 10. Jan 2019, 14:37

Haflinger73 hat geschrieben:
Do 10. Jan 2019, 00:58
Einen grossen Dank für dein Engagment schon mal im Voraus.
Vielen Dank Haflinger, man tut was man kann, im Interesse der Allgemeinheit. Das ist ja auch Sinn und Zweck eines derartigen Forums, labern tun viele, machen nur wenige ... ;)

Hab heute Vormittag ein wenig "gebastelt", wenn man es so nennen will. Und das ist dabei herausgekommen:

Bild Bild Bild Bild Bild

Die Antenne ist somit testbereit. Sobald es das Wetter erlaubt werde ich damit raus auf mein "Antennen-Testgelände". Das Schwierigste war eigentlich die Ferrite auf das Kabel zu fädeln. Das RG-58 von https://www.dx-wire.de/kabeldraehtelitz ... el-50.html ist zwar butterweich, flexibel und günstig jedoch gerade das wird beim Auffädeln der Ringferrite ein bisschen zum Problem. Die Ferrite passen nämlich schon fast zu saugend auf das Kabel. Und wenn man nicht aufpasst dann "schoppt" sich der Kunstoffmantel zusammen, wird dadurch dicker und der Ringkern lässt sich nicht mehr verschieben, bleibt stecken. Wenn man jedoch vorsichtig vorgeht und nach jedem Ferrit das Kabel mit der Hand wieder glattstreift dann geht das schon. Seltsamerweise tritt dieses Problem nicht mehr auf sobald je 10 davon zusammen zu einem Paket eingeschrumpft wurden. Vermutlich fluchten die 10 Ferrite dann sauberer und verkanten nicht so leicht wie ein einzelnes Element ...

Wie auch immer. Die drei Ferrit-Pakete lassen sich jetzt sauber verschieben ohne zu klemmen, aber auch ohne durchs Eigengewicht hinunter zu rutschen. Dies erfordert etwas "Gefühl" beim Einschrumpfen. Nicht zu fest, aber auch nicht zu leicht ... Natürlich sollte der Schrumpfschlauch keinen Kleber besitzen, klar, oder? ;)

Ein erster "Test" mit meinem Analyzer (nur für Spaß, nur für Spaß) am Wohnzimmer-Boden liegend zeigte ein SWR von 1,13 ... und zwar bei 22 MHz ... dies zeigt mir dass die Antenne funktionieren könnte (ich überprüfe nämlich auch meine jungfräulichen Gain-Master-Nachbauten kurz mal so bevor ich damit raus aufs Feld fahre, die GM zeigen dabei ein ähnliches Verhalten, allerdings meist bei 23 MHz). Dieser "Wohnzimmertest" ist schon mal ein gutes Indiz dafür dass die Antenne draussen am Feld funktionieren könnte (und zwar dann wie die GM hoffentlich auch bei 27 MHz) :)

Werde berichten, bin gespannt!

Grüße

Andreas

PS: obwohl das Kabel herrlich geschmeidig ist so dehnt es sich unter Last so gut wie nicht, eine parallele Zugentlastung in Form einer Schnur ist daher nicht notwendig ...
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Erster Test "Inline-T2LT"

#957

Beitrag von Krampfader » Do 10. Jan 2019, 21:01

Soooo!!!

Natürlich hab Ichs bis "demnächst" nicht ausgehalten und bin noch heute Abend raus auf mein Testgelände, bei 1,5 Grad und leichtem Nieselregen, ansonsten hätte ich heute ja nicht schlafen können ;) , eines vorweg: die Inline-Antenne funktioniert ( :) ), allerdings nur "suboptimal" ( :cry: ), siehe Fotos:

Bild Bild Bild Bild
Bild Bild Bild

Egal was ich mache ich komme nicht unter ein SWR von 2,2 :( ... dafür hab ich dieses SWR von 2,2 konstant auf Kanal_01, Kanal_20 und Kanal_40 :) . Die Antenne dürfe also für CB relativ "breitbandig" sein. Ein SWR von 2,2 lässt sich natürlich keinem CB-Funker "verkaufen", obwohl bei einem SWR von 2,2 "nur" knapp 14% der Sendeleistung verloren geht, siehe: http://cbaktiv.cbantik.de/bilder/SWR-Verluste.gif

Ich hab die Antenne dann vorerst mal so belassen und hab mit der "Wiener Runde" dann recht lange und nett geplaudert. Die Gegenstationen bescheinigten mir durchaus gute, kräftige Werte. Seltsamerweise wurde der Kühlkörper meiner "Grant II Premium" kaum warm, obwohl immerhin 14% der Leistung in die Endstufe reflektiert wurde ...

Fazit: die Antenne (sprich der Halbwellen-Dipol) funktioniert. Allerdings möchte ich das SWR von 2,2 noch ein wenig senken, zumindest in den Bereich von 1,5. Wo sollte ich da nun ansetzen? ... Höhe über Grund?? (sprich also noch höher rauf damit). Oder arbeitet die Mantelwellensperre aus 30 Ferriten etwa doch nicht so effektiv wie eine simple Luftspule mit 5 Windungen (auf d=11cm). Was könnte ich sonst noch probieren ??

Bin über Tipps dankbar!

Grüße

Andreas

PS: falls es interessiert stelle ich die aktuellen Abmessungen hier rein ...
PPS: Materialkosten dieses Vertikal-Dipols insgesamt EUR 39,-- (inkl. "Mast")
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

#958

Beitrag von Nasa » Do 10. Jan 2019, 21:55

Hallo Andreas,

die aktuellen Abmessungen zu den jeweiligen Messwerten wären schon interessant, um eine Beurteilung zu ermöglichen.

Zum einen denke ich, die Ferrit-Pakete sollten alle möglichst nah beieinander sein.
Es macht ja schon einen Unterschied, ob man die Spule aufgewickelt auf einem einzelnen Kern hat (wo sich die Antennenimpedanz über die Länge betrachtet sehr schnell ändert), oder ob sich die Antennenimpedanz nur relativ langsam über mehrere Einzelkerne aufgeteilt Stückweise ändert. Durch diesen "weichen" Übergang vielleicht die hohe Bandbreite?
(Je höher die Frequenz desto höher die Sperrdämpfung desto kürzer die Antenne .. sozusagen eine selbst nachregelnde Antenne) **PATENT PENDING** :crazy:

Du hast ja den Vertikaldipol jetzt "im" Mast, sehe ich das richtig?
Ist vielleicht doch nicht so optimal :clue:
Müsstest Du vielleicht einmal gegen die klassische Aufbaumethode gegentesten.

Gruß,
Lothar
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

#959

Beitrag von ompaul » Do 10. Jan 2019, 22:24

..allerdings nur "suboptimal".. dieses SWR von 2,2 konstant ..relativ "breitbandig" sein..
Eigentlich ist das Ergebnis nicht überraschend, mit deiner Drossel von 30x66Ω erreichst du eine Impedanz von ca. 2kΩ.
Das ist natürlich für eine klassische Mantelwellendrossel an einer 50Ω-Impedanz eine ganze Menge, in diesem Fall ist das aber im Bereich der Impedanz des Dipolendes.

Deine Messung zeigt einen kaum ausgeprägten Resonanzdip bei sehr großer Bandbreite, das lässt auf hohe Verluste schließen.

Die 2kΩ der Drossel am Ende des Dipolschenkels sind einfach zu wenig und die Entkopplung der Antenne von der Speiseleitung damit zu klein.

Von der Idee mit aufgefädelten Ferrithülsen würde ich abgehen und einen Ring mit hoher Permeabilität und mehreren Windungen einsetzen.

Die Induktivität (und damit XL) steigt mit dem Quadrat der Windungszahl, z.B. mit einem Kern FT-240-77 und 6 Windungen erreicht du bei 27MHz schon ein XL von ca. 7kΩ.

In der Richtung würde ich weiterforschen.

- 55+73 -

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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

#960

Beitrag von Krampfader » Do 10. Jan 2019, 22:55

Krampfader hat geschrieben:
Do 10. Jan 2019, 21:01
Soooo!!!

Natürlich hab Ichs bis "demnächst" nicht ausgehalten und bin noch heute Abend raus auf mein Testgelände, bei 1,5 Grad und leichtem Nieselregen, ansonsten hätte ich heute ja nicht schlafen können ;) , eines vorweg: die Inline-Antenne funktioniert ( :) ), allerdings nur "suboptimal" ( :cry: ), siehe Fotos:

Bild Bild Bild Bild
Bild Bild Bild

Egal was ich mache ich komme nicht unter ein SWR von 2,2 :( ... dafür hab ich dieses SWR von 2,2 konstant auf Kanal_01, Kanal_20 und Kanal_40 :) . Die Antenne dürfe also für CB relativ "breitbandig" sein. Ein SWR von 2,2 lässt sich natürlich keinem CB-Funker "verkaufen", obwohl bei einem SWR von 2,2 "nur" knapp 14% der Sendeleistung verloren geht, siehe: http://cbaktiv.cbantik.de/bilder/SWR-Verluste.gif

Ich hab die Antenne dann vorerst mal so belassen und hab mit der "Wiener Runde" dann recht lange und nett geplaudert. Die Gegenstationen bescheinigten mir durchaus gute, kräftige Werte. Seltsamerweise wurde der Kühlkörper meiner "Grant II Premium" kaum warm, obwohl immerhin 14% der Leistung in die Endstufe reflektiert wurde ...

Fazit: die Antenne (sprich der Halbwellen-Dipol) funktioniert. Allerdings möchte ich das SWR von 2,2 noch ein wenig senken, zumindest in den Bereich von 1,5. Wo sollte ich da nun ansetzen? ... Höhe über Grund?? (sprich also noch höher rauf damit). Oder arbeitet die Mantelwellensperre aus 30 Ferriten etwa doch nicht so effektiv wie eine simple Luftspule mit 5 Windungen (auf d=11cm). Was könnte ich sonst noch probieren ??

Bin über Tipps dankbar!

Grüße

Andreas

PS: falls es interessiert stelle ich die aktuellen Abmessungen hier rein ...
PPS: Materialkosten dieses Vertikal-Dipols insgesamt EUR 39,-- (inkl. "Mast")
Besten Dank Lothar!

Ja, der Dipol befindet sich vollständig im Inneren der GFK-Angelrute, das war ja mein vorrangiges Ziel. Draht-Antennen mit außenliegender "Spule" habe ich ja schon zur Genüge gebaut ...

Hier die Abmessungen:

- Oberer Dipol-Schenkel: 260cm
- Unterer Dipol-Schenkel (bis zum ersten Ferrit): 240cm
- Länge der 30 Ferrite: 46cm

Bild

Vielen Dank ompaul!

Also ist die "Dämpfung" der 30 Ferrite zu gering, hab ich schon befürchtet. Vermutlich aber auch zu "fließend" und zu unscharf abgegrenzt (so wie Lothar das ebenfalls vermutet). Ringkern (FT-240-77 mit 6 Windungen) ist bestimmt wirkungsvoller, offensichtlich aber auch eine simple Luftspule mit 5 Windungen (auf d=11cm). Das alles widerspricht aber meinem Konzept einer schlanken "Inline-Antenne", das wäre ja eben das Neue, Innovative. Eine Chance gebe ich diesem Konzept noch: wo gibts Ferrite mit deutlich stärkerer Dämpfung ??, vom Durchmesser her hätte ich noch einiges an Platz ...

Danke und Grüße

Andreas
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