Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

Krampfader
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

#1036

Beitrag von Krampfader »

FunkerR hat geschrieben:
Do 17. Jan 2019, 20:04
Meinen Glückwunsch Andreas!
Tolle Antenne. Weiter so... gute Arbeit.
:tup:

Ich bin ein großer Fan der T2LT.
Danke FunkerR, freut mich dass Du mit dieser simplen Antenne zufrieden bist! :)

Aufgrund der guten Ergebnisse von gestern hier eine weitere denkbare Variante ("Antennen-Stockung" mittels parasitärer Elemente). Benötigt werden dazu 3 Stück der günstigen 9m-Stippruten von Askari, siehe: https://www.askari.at/silverman-stigma- ... 74976.html

Weiters 3 dicke Erdschrauben, siehe: https://www.bauhaus.at/bodenhuelsen/kri ... p/16228666 . Mittels entsprechendem "Adapter" aus Rundholz lassen sich die Bodendübel dann bestimmt auch mit den Stippruten verbinden.

Bild

Falls man einen (großen) Garten besitzt wäre eine fixe, stationäre Aufstellung denkbar. Zum Beispiel in Vorzugsrichtung seiner "Hausrunde" (die werden Augen machen ;) ). Zusätzlich könnte man eventuell vorhandene Störungen (wie z.B. PLC) schwächen (oder gar ausblenden), sofern sie von hinten kommen. Aber auch eine standmobile Verwendung wäre vorstellbar, z.B. an einem "Field-Day" oder Bergfunkwochende. Natürlich ist das Ganze nicht "sturmfest", oder vielleicht doch? ... die einzelnen Elemente der Stipprute könnte man mit dünnflüssigem Sekundenkleber dauerhaft verkleben. Und die schlanke Bauform der elastischen Angelrute setzt dem Wind wenig Widerstand entgegen. Auf der anderen Seite sind die drei Ruten ja über Nacht auch schnell wieder umgelegt, manuell, wiegen ja kaum was ...

Ein weiterer Vorteil dieser Anordnung: Man könnte relativ komfortabel Mast-Abstand und/oder "Höhe der Drähte zueinander" und/oder Länge der passiven Drähte verändern und hätte damit ein weites Experimentierfeld ...

Nachteil: relativ Aufwendig beim Aufstellen bzw. Abbauen, in Summe nicht ganz billig und vermutlich auch schwankende Werte bei stärkerem Wind.

Grüße

Andreas

PS: die beiden passiven äußeren Elemente (sprich Reflektor und Direktor) könnte man auch elegant und unsichtbar im Inneren der beiden Ruten führen ...

PPS: Abmessungen "Wimpel-Beam", siehe: viewtopic.php?f=15&t=45250&p=519518#p519518
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Krampfader
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

#1037

Beitrag von Krampfader »

Nachtrag, ist mir gerade eingefallen:

Ein weiterer Vorteil: durch simples Umlegen der beiden äußeren Masten macht man aus der gerichteten "Askari-Beam" im Nu wieder einen "isotropen" Rundstrahler, sprich man knüpft (z.B. vom Berg aus) neue Kontakte und richtet ggf. die Erdschrauben danach neu aus. Den korrekten Abstand der Erddübel könnte man mit einer Schnur auf Position halten. Damit wäre man äußerst flexibel, einfach durch Rausheben der beiden äußeren Stangen und flachlegen auf den Erdboden.

"Wimpel-Beam": mit 1W auf 6km quer durch die Stadt, Ergebnis: S9/R5
Bild
Quelle: http://www.heywhatsthat.com

Ich glaub ich muss mir so eine "Askari-Yagi" ebenfalls "basteln" ;)

Schönes Wochenende allerseits!

Andreas

PS: hier noch was zum Thema "Gewinn" meiner "Wimpel-Beam", siehe: viewtopic.php?f=15&t=46939&start=15#p521872
PPS: wer mag kann meine errechneten Abmessungen gerne als Basis heranziehen und mittels https://www.qsl.net/4nec2/ weiterhin optimieren bzw. auf seine Bedürfnisse anpassen
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

#1038

Beitrag von Krampfader »

Schönen Guten Abend, bzw. besser gesagt schönen Guten Morgen ;)

Komme gerade von unserem Aktivitätsabend. Bei leichten Minusgraden fanden wir uns diesmal am Barbarakreuz in Prottes, Niederösterreich ein. Aufgrund des schwachen Windes beschloss ich meine Wimpel-Beam das 3. mal hochzuziehen. Mit klammen Fingern gelang es mir dann mit Hilfe meines Funkfreundes "Niva" das "Geraffel" zu entwirren und hochzuziehen. Besten Dank Niva!

Nachdem wir dann die Antenne auf das 40km entfernte Wien ausgerichtet hatten erfolgte eine erste Kontaktaufnahme in diese Richtung. Die Verständigung mit der Wiener Runde war überhaupt kein Problem, S9+40 ... ja selbst mit nur 1W(!) kam ich über das QRM welches in Wien üblich ist, zwar gerade noch, aber immerhin. Mit 4W (und ein wenig mehr) ging es wie gesagt hammermäßig. Danach erfolgte dann gleich der Erste "Härtetest" zur Station "Skipper", ebenfalls nur rund 40km entfernt, dafür aber "hinterm Berg", Ergebnis: Skipper konnte mich aufgrund seines starken QRM-Pegels (S9 und mehr) nur mit Mühe aufnehmen, und das auch nur zeitweise. Ich hingegen hatte Skipper mit S6 bei mir klar, laut und deutlich auf der Anzeige. Danach richtete ich die Antenne um 180 Grad weg von Skipper mit dem Ergebnis dass mich Skipper gar nicht mehr hören konnte, bei mir hingegen kratzte Skipper gerade mal an S1, sprich ganze 5 S-Stufen weniger :shock: . Glaubt es mir, oder glaubt es mir nicht. Ich habe einen Zeugen der es gesehen und gehört hat, Hallo Niva ;)

Bild Bild Bild Bild

Bild Bild Bild Bild

Danach dann der zweite Test, mit der Station Outlander, knapp 90km entfernt. Und ebenfalls "hinterm Berg", siehe Geländeprofil. Diesmal fiel der Unterschied jedoch nicht so krass aus, lediglich 2-3 S-Sufen Unterschied, aber immerhin. Auch dafür besten Dank!

Bild Bild
Quelle: http://www.heywhatsthat.com

Fazit: Die Wimpel-Beam funktioniert, und das gar nicht mal so schlecht, zumindest besser als erwartet. Zwei bis drei S-Sufen Unterschied können es ausmachen ob man gehört wird oder eben nicht ... die 5 S-Sufen Differenz kann ich mir nur so erklären dass das riesige Eisenkreuz fluchtend in einer Linie wenige Meter hinter der Antenne Stand und dadurch vermutlich auch als parasitäres Element wirkte ... beim Test mit Outlander hingegen stand das riesige Eisenkreuz nämlich seitlich der Vorzugsrichtung der Beam. Wie auch immer, es war wieder einmal ein netter Abend im Kreise meiner Funkfreunde :)

Gute Nacht!

Andreas

PS: Besten Dank Niva auch für die Verpflegung. Die heiße Burenwurst schmeckte in der der Kälte gleich doppelt so gut :)
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

#1039

Beitrag von 13DK22 »

Damit z.B.:

http://www.dl1glh.de/attenuator/attenuator.html

(soll es z.B auch fertig von MFJ geben..)
in Deiner Antennenleitung (nur für RX!), einem grossen Drehspulinstrument als S-Meter (auf gleichen Wert mit dem Att einzustellen) und einem stabilen Sendesignal der Gegenstation gelingen diese Vergleiche etwas genauer.

Krampfader
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

#1040

Beitrag von Krampfader »

Krampfader hat geschrieben:
So 20. Jan 2019, 01:28
Schönen Guten Abend, bzw. besser gesagt schönen Guten Morgen ;)

Komme gerade von unserem Aktivitätsabend. Bei leichten Minusgraden fanden wir uns diesmal am Barbarakreuz in Prottes, Niederösterreich ein. Aufgrund des schwachen Windes beschloss ich meine Wimpel-Beam das 3. mal hochzuziehen. Mit klammen Fingern gelang es mir dann mit Hilfe meines Funkfreundes "Niva" das "Geraffel" zu entwirren und hochzuziehen. Besten Dank Niva!

Nachdem wir dann die Antenne auf das 40km entfernte Wien ausgerichtet hatten erfolgte eine erste Kontaktaufnahme in diese Richtung. Die Verständigung mit der Wiener Runde war überhaupt kein Problem, S9+40 ... ja selbst mit nur 1W(!) kam ich über das QRM welches in Wien üblich ist, zwar gerade noch, aber immerhin. Mit 4W (und ein wenig mehr) ging es wie gesagt hammermäßig. Danach erfolgte dann gleich der Erste "Härtetest" zur Station "Skipper", ebenfalls nur rund 40km entfernt, dafür aber "hinterm Berg", Ergebnis: Skipper konnte mich aufgrund seines starken QRM-Pegels (S9 und mehr) nur mit Mühe aufnehmen, und das auch nur zeitweise. Ich hingegen hatte Skipper mit S6 bei mir klar, laut und deutlich auf der Anzeige. Danach richtete ich die Antenne um 180 Grad weg von Skipper mit dem Ergebnis dass mich Skipper gar nicht mehr hören konnte, bei mir hingegen kratzte Skipper gerade mal an S1, sprich ganze 5 S-Stufen weniger :shock: . Glaubt es mir, oder glaubt es mir nicht. Ich habe einen Zeugen der es gesehen und gehört hat, Hallo Niva ;)

Bild Bild Bild Bild

Bild Bild Bild Bild

Danach dann der zweite Test, mit der Station Outlander, knapp 90km entfernt. Und ebenfalls "hinterm Berg", siehe Geländeprofil. Diesmal fiel der Unterschied jedoch nicht so krass aus, lediglich 2-3 S-Sufen Unterschied, aber immerhin. Auch dafür besten Dank!

Bild Bild
Quelle: http://www.heywhatsthat.com

Fazit: Die Wimpel-Beam funktioniert, und das gar nicht mal so schlecht, zumindest besser als erwartet. Zwei bis drei S-Sufen Unterschied können es ausmachen ob man gehört wird oder eben nicht ... die 5 S-Sufen Differenz kann ich mir nur so erklären dass das riesige Eisenkreuz fluchtend in einer Linie wenige Meter hinter der Antenne Stand und dadurch vermutlich auch als parasitäres Element wirkte ... beim Test mit Outlander hingegen stand das riesige Eisenkreuz nämlich seitlich der Vorzugsrichtung der Beam. Wie auch immer, es war wieder einmal ein netter Abend im Kreise meiner Funkfreunde :)

Gute Nacht!

Andreas

PS: Besten Dank Niva auch für die Verpflegung. Die heiße Burenwurst schmeckte in der der Kälte gleich doppelt so gut :)

13DK22 hat geschrieben:
So 20. Jan 2019, 02:37
Damit z.B.:

http://www.dl1glh.de/attenuator/attenuator.html

(soll es z.B auch fertig von MFJ geben..)
in Deiner Antennenleitung (nur für RX!), einem grossen Drehspulinstrument als S-Meter (auf gleichen Wert mit dem Att einzustellen) und einem stabilen Sendesignal der Gegenstation gelingen diese Vergleiche etwas genauer.
Guten Morgen 13DK22

Vielen Dank für dem Hinweis, interessante Sache!

Folgendes: Die Test´s (auch der gestrige) erfolgten mit meiner überarbeiteten "Grant II Premium, Spezialedition", siehe Video: https://youtu.be/x30GRDJWb1U . Dies bedeutet neben stufenloser Leistungsregelung auch eine Korrektur der S-Meter-Anzeige, sprich der Anzeigekurve. Weiters den Einbau einer zusätzlichen Buchse für ein externes S-Meter. Ich sollte mir daher vielleicht mal ein gutes externes S-Meter zulegen, welches wäre denn da empfehlenswert?

Unabhängig davon werde ich nächstes Mal mit einem anderen Gerät testen, hab ja noch zwei, drei weitere.

Auch wenn die S-Werte vielleicht jetzt nicht absolut stimmen mögen, sie zeigen jedoch eine eindeutige Tendenz: diese Antenne besitzt eine ausgeprägte, jedoch trotzdem "sanfte" Richtwirkung, auf einen Verdreh-Winkel von je 60 Grad links und rechts (also in Summe schätzomativ 120 Grad). Erst außerhalb dieses horizontalen Öffungswinkels beginnt das S-Meter beim Empfang langsam zu fallen. Man braucht also keinesfalls zu befürchten dass durch geringfügiges Verdrehen des Mastes die Gegenstation dann plötzlich weg ist. Diesen sanften Verlauf über einen großen Winkel zeigt auch die "Strahlungskeule" in der Simulation, siehe Bild:

Bild

Ich werde weitere Test´s durchführen und die Antenne zumindest mechanisch weiter verbessern. Sprich ich werde die derzeit fix montieren Schnüre und Kabel demontierbar machen, mittels kleiner Karabiner. Die derzeit fixe Montage der Kabel+Leinen ergibt jedes mal beim Aufbau ein ineinander Verwickeln der Schnüre, Stangen und Kabel (welche es dann erst mühsam zu entwirren gilt) ...

Aber ok, das Ganze war (bzw. ist ja immer) noch im Entwicklungsstadium. Für einen ersten Prototypen (welcher in Summe nicht mal EUR 50,-- kostete) aber schon mal nicht schlecht ...

Schönen Sonntag noch!

Andreas
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Charly Whisky
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

#1041

Beitrag von Charly Whisky »

Super Sache Andreas :tup:

FunkerR

Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

#1042

Beitrag von FunkerR »

Gut gemacht Andreas.
Ich muss bei meinem Aufbau auch mal ein paar Bilder mit der T2LT machen.

Du lebst ja richtig das Hobby. Einfach toll :thup: ... lese immer wieder gerne über Deine Versuche.

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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

#1043

Beitrag von Nasa »

Eben folgende Bauanleitung auf YouTube entdeckt:



Wie ich sehe liest "Der Filmer" hier im Forum fleißig mit. :wave:

Das sind die von mir geposteten Abmessungen aus diesem Thread:

viewtopic.php?f=15&t=45250&sid=fac7c476 ... &start=630

Somit bin schon auf das nächste Video gespannt, wenn er die Antenne in Betrieb nimmt.
Falls Fragen oder Probleme auftauchen, gerne hier im Forum oder per PN.

Gruß,
Lothar
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Krampfader
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

#1044

Beitrag von Krampfader »

FunkerR hat geschrieben:
So 20. Jan 2019, 10:43
Du lebst ja richtig das Hobby. Einfach toll :thup:
Ja klar, ansonsten wärs ja gar kein "richtiges" Hobby, oder? ;)

Aber Danke Jungs!

Hab jetzt mal meine "Wimpel-Beam" auf einen 80m-Mast gesetzt, nur mal so für Spaß, nur für Spaß. Natürlich nicht real sondern in der Simulation, heraus kam dabei folgendes, siehe Bild:

Bild
Volle Auflösung: https://s15.directupload.net/images/190120/p56ccyfa.png
Quelle: https://www.qsl.net/4nec2/

Extrem flache Abstrahlung bei einem Gewinn von 12 dBic, laut Simulation. Der Hügel gestern fällt nach den angepeilten Richtungen flach ab, siehe Fotos. Könnte es nicht sein dass sich diese Überhöhung bezüglich Abstrahlwinkel und/oder Gewinn gegenüber dem deutlich darunterlegenden Gelände positiv bemerkbar macht(e) ??

Anbei noch einige Impressionen vom gestrigen Abend

Bild Bild Bild

Bild Bild Bild

Danke und Grüße

Andreas
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

#1045

Beitrag von VictorPapa »

Andreas, das sieht mal wieder super aus! Sehr interessant der Aufbau.
Die Wurscht war bestimmt auch lecker.

73 Victor. :-)

Krampfader
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

#1046

Beitrag von Krampfader »

Besten Dank Victor, ja etwas Warmes in den Magen tat bei der Kälte schon gut ... hatte neben langen Unterhosen auch noch eine Thermosflasche mit dabei, Zitronen-Tee mit einem kräftigen Schuss Rum ;)


Aber nun wieder zurück zu den Antennen. Hab ja versprochen dass ich bei der "Inline-T2LT" nicht locker lasse. Möchte aber zuerst ergründen warum die T2LT mit Luftspule problemlos arbeitet ;) , hingehen meine "Inline-T2LT" mit 30 Ferrite eben nicht :(

Habe dazu beschlossen zuerst mal die Luftspule der T2LT zu analysieren, sprich die Induktivität zu ermitteln, mit meinem Analyzer. Da ich mir bezüglich des Messvorganges aber nicht ganz sicher war (und die Bedienungsanleitung auch nur sehr dünn ist) habe ich gestern kurzerhand den Support von RigExpert kontaktiert, nach einer kurzen Empfangsbestätigung kam dann heute folgendes zurück, Auszug Email:

============================================

Dear Andreas,

As I promised yesterday, I want to show you an algorithm for measuring the inductance of coils using the RigExpert analyzer.
For the test, I made a test copy a single-row inductance coil with the number of turns = 6, with a diameter of 110 and a length of 24.

Bild


The coil must be connected to the analyzer with braids from different sides of the cable.

Bild


Next, in the R X measurement mode (key 5), it is necessary to select a frequency at which the active resistance will be approximately 50 ohms.

Bild


In the mode of displaying all the parameters (key 8) we see the value of the inductance of the coil.

Bild


This value coincides with the value calculated by the formulas:

Bild


The reactance of a coil with an inductance of 6 microhenry at a frequency of 27.5 megahertz is approximately 1 kOhm.

Sincerely, Alex

Quelle: Support https://rigexpert.com

===========================================

Das nenne ich doch mal einen Spitzen-Kundenservice von https://rigexpert.com , oder ?? ... da bauen die doch extra die Versuchsanordnung nach, machen Fotos und erklären Schritt für Schritt wie das durchzuführen ist. Vorbildhaft, da können sich andere Kundenservice-Stellen eine Scheibe davon abschneiden ... :thup: :)

Nun gut. Hab den Versuch die Spule (mit 5 Windungen RG-58 auf 110mm) zu vermessen natürlich sofort nachgemacht, herausgekommen ist bei mir folgende Induktivität, siehe Bild:

Bild
Volle Auflösung: https://s15.directupload.net/images/190122/7raqfbpu.jpg

Mein RF-Choke liefert demnach eine Induktivität von 6,7 μH. Daraus lässt sich mit der Formel Xl=2*π*f*L die Reaktanz der Spule errechnen. In meinem Fall sind das dann 1,14 kOhm. Diese Spule besitzt also einen Blindwiderstand (geschwollener: Induktanz) von knapp mehr als 1 kOhm, ich hätte allerdings deutlich mehr erwartet.

Nun gut, soll so sein. Daraus ergeben sich mir nun aber zwei Fragen:

- Warum klappt das dann nicht mit den 30 Ferriten (diese liefern in Summe 2 kOhm) ??
- Stimmt folgende Tabelle dann überhaupt ??, siehe "5T RG58 on 4.25 air cored" unter: http://www.karinya.net/g3txq/chokes/ ... diese Spule liefert laut dieser Tabelle bei 27 MHz angeblich mehr als 8 kOhm :rolleyes:

Ja, was stimmt denn nun ?? ... :wall:

Danke und Grüße

Andreas
Mein Motto: Hauptsache es vergeht die Zeit

Stargate
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

#1047

Beitrag von Stargate »

Hallo
Bitte die Frequenzanzeige beachten.

Das scheint bei 11MHZ so zu sein

Ich messe bei 27 MHZ 1.96 yH und 335 OHM

Mantelsperre mit Amidon 140/43 6 Windungen

1.7 yH und 304 OHM

Bitte korrigieren wenn ich falsch liege

Krampfader
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

#1048

Beitrag von Krampfader »

Stargate hat geschrieben:
Di 22. Jan 2019, 15:59
Bitte die Frequenzanzeige beachten.
Bitte korrigieren wenn ich falsch liege
Hallo Stargate

Alex von RigExpert hat sich Deinen Einwand angeguckt und meint seine/unsere Messung ist schon so ok ... hier seine Antwort bezüglich Deiner Messung, Zitat Alex (RigExpert):

====================================================
In the previous letter, I described an algorithm for measuring the inductance of a coil using analyzer. The important point is to find on the graph the frequency in the active resistance is 50 ohms. In this and only in this case, the measurement will occur correctly.

The person who wrote on the forum that he did not get the right result ignored (or did not know) this item.
====================================================
.
.
.
13STW hat geschrieben:
Di 22. Jan 2019, 18:18
@Andreas,
Auf die Schnelle, ohne genau nachgedacht zu haben:
Spule hat auch eine Kapazität.
Die sollte parallel zur Induktivität liegen, das ganze ist wohl auch so eine Art Sperrkreis. Müsste man ausrechnen...
Hallo Stephan

Du liegst damit schon richtig. Ich habe weitere Informationen von Alex (RigExpert) zu dieser Luftspule erhalten. Siehe folgenden Text+Schaubild, Zitat Alex (RigExpert):

====================================================
I also wanted to give you more information. Again, using the example of a coil made by me.
We are dealing with high frequencies. Miracles are possible here. Please look at this screenshot:

Bild

Pay attention to the graph at a frequency of 21496 kilohertz. At this frequency, the coil turns into a parallel oscillating circuit! Why is this happening? There is a parasitic capacitance between the turns of the coil. At low frequencies, this capacity does not manifest itself. But the higher the frequency, the greater the effect of capacity.
And now another trick. At a frequency of 27476 kilohertz, this coil works as a capacitor!

So in the make of the choke make sure that you got the some coil.
====================================================

Was sagt Dir/Euch diese Aussage ?? ... bzw. wie interpretierst Du das ?? ... welcher Parameter (sprich welche Kurve) müsste sich wo befinden sodass diese Luftspule als perfekter RF-Choke dient ?? (bei 27,2 MHz).

Danke und Grüße

Andreas

PS: obiges Diagramm kann auch mein Analyzer liefern, zusammen mit einem PC und https://rigexpert.com/products/software/antscope2/
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VictorPapa
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Standort in der Userkarte: .

Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

#1049

Beitrag von VictorPapa »

Andreas,
er meint damit das die Mantelwellensperre mehr induktiv sein muss, als kapazitiv!

73 Victor.
Zuletzt geändert von VictorPapa am Di 22. Jan 2019, 20:40, insgesamt 1-mal geändert.

Krampfader
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

#1050

Beitrag von Krampfader »

13STW hat geschrieben:
Di 22. Jan 2019, 20:29
Eine Spule hat immer auch eine Kapazität, im Grunde eine unerwünschte Eigenschaft, aber unvermeidbar.

Ich denke, er meint, dass das Gebilde ab einer gewissen Frequenz einen Paralellschwingkreis bildet.
Parallelschwingkreise können bestimmte Frequenzen sperren.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sperrkreis.
Kann man ausrechnen, Sperrkreisrechner finden sich im Internet zu Häuf.

Wenn Du die „richtige“ T2LT anschaust, dann sitzt da eine Spule und ein verstellbarer Kondensator, die einen Parallelsperrkreis bilden.
Die Luftspule macht wohl etwas Ähnliches, ist also mehr als nur eine reine Induktivität als MWS.
Danke Stephan

Wenn ich Euch (Alex, Stephan und das Diagram) richtig verstehe dann bildet diese Luftspule einen resonanten Sperr-Schwingkreis, nämlich auf 21,5 MHz. Ich müsste nun versuchen diese Sperr-Resonanzfrequenz auf 27,2 MHz zu verschieben, durch Ändern des Durchmessers und/oder der Windungsanzahl. Die Frage ist nur ob sich diese Resonanzfrequenz dann nicht etwa verschiebt sobald der Rest der Antenne dann "mitschwingt".

Sehe ich das so in etwa richtig?

Danke und Grüße

Andreas
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