Verpolschutz als Eigenbau in CB-Geräte bauen... ??

Benutzeravatar
KLC
Santiago 9+30
Beiträge: 4028
Registriert: Mi 16. Aug 2006, 23:08
Standort in der Userkarte: Saarbrücken
Wohnort: Dehemm

Verpolschutz als Eigenbau in CB-Geräte bauen... ??

#1

Beitrag von KLC » So 1. Mai 2016, 23:19

So Leute
Mittelfristig muß ich hier HAndeln , und wollte hier mal ausloten , was ihr so in der Praxis gemacht hat oder favorisiren würdet.

Ich überlege mir , da ich eh in fast alle meine Geräte eingreifen werde, einen Verpolschutz einzubauen.
Dazu wollte ich mir im inneren was mit Dioden basteln.

Der Königsweg (?) zeigt sich mir nicht so schnell.

:king: Verpolschutz de Luxe wäre latürnich eine "Graetz-Brücke" hinter den Anschluß. Da müßte man "vornedran" aber hinpolen können, wie man wollte.
Dann würde nix passieren können.
Nobelausführung mit Dioden-Anzeige bei Verpolung.

:book: Einfach müßte auch eine Diode in Richtung im "Plus-Pfad" , wenn man da noch was mit "Knallpeng" haben möchte , eine weitere Diode zwischen Minus und Plus in dieser Richtung, die dann bei Verpolung öffnen würde und die vorgeschaltene Sicherung auslösen würde.

Dagegen spricht, mit meinen mittlerweile ungeübten Wurstfingern eine freihandverdrahtung in eine mitunter enge Mühle zu knoddeln.
:think: Nachteilig empfände ich es , bei den (Ent-)Koppelkondensatoren etwas zu verknaupen, das ich nachher bereue.
Oder mir gar irgendeinen kleinen "Stör-Empfänger" ins Gerät bastele.

:wave: Deshalb wollte ich mal fragen, ob ihr da schon was in der Richtung gemacht hat , oder was hier praktikabel ist ?

Ich frag mal so ...
Rolf :wave:
SAARLAND
Großes vergeht immer im Kleinen.

Benutzeravatar
DocEmmettBrown
Santiago 9+30
Beiträge: 4101
Registriert: Sa 3. Jan 2015, 02:37
Standort in der Userkarte: Kaiserslautern

Re: Verpolschutz als Eigenbau in CB-Geräte bauen... ??

#2

Beitrag von DocEmmettBrown » So 1. Mai 2016, 23:28

Die haben doch alle einen Verpolschutz und zwar einen farblichen: Rot kommt an rot und schwarz an schwarz, ganz leicht zu merken.

Übrigens: Beim Abklemmen ist das wesentlich schwieriger. Da stellt sich immer die Frage, ob man zuerst den roten oder den blauen Draht durchschneidet. Erwischt man den falschen, explodiert einem die Büchse. ;)

73 de Daniel

Benutzeravatar
KLC
Santiago 9+30
Beiträge: 4028
Registriert: Mi 16. Aug 2006, 23:08
Standort in der Userkarte: Saarbrücken
Wohnort: Dehemm

Re: Verpolschutz als Eigenbau in CB-Geräte bauen... ??

#3

Beitrag von KLC » So 1. Mai 2016, 23:38

Hallo Doc
Ja, ich schaue auch Fernsehen, auch wenn da viel Mist gesendet wird.
Deswegen kauf ich mir keine Ami-Karre. Die explodieren immer mit dem halben Häuserblock wenn sie gegen einen Hydrant rollen.

Aber ich habe meine Mühlen bisher immer abgeklemmt, nicht abgeschnitten.
So schlimm wars bei mitr noch nicht
SAARLAND
Großes vergeht immer im Kleinen.

Benutzeravatar
chasee60
Santiago 7
Beiträge: 528
Registriert: Do 16. Feb 2012, 14:51
Standort in der Userkarte: hinter dem Deich
Wohnort: im Norden

Re: Verpolschutz als Eigenbau in CB-Geräte bauen... ??

#4

Beitrag von chasee60 » So 1. Mai 2016, 23:39

Solch eine Sicherung mit kleiner Diode im Glasmantel hatten in den 90 gern doch schon die
kleinen Albrechts mit dem Doppelloch. 4200/4400 usw.
Wurden immer als kaputt verkauft für einen ganz kleinen Taler und waren in nullkommanix wieder repariert.
55/73 Flecki
H.O.N.K. (Hilfskraft ohne nennenswerte Kenntnisse)

Benutzeravatar
der_Kölner
Santiago 6
Beiträge: 467
Registriert: Fr 30. Aug 2013, 01:07
Standort in der Userkarte: Köln

Re: Verpolschutz als Eigenbau in CB-Geräte bauen... ??

#5

Beitrag von der_Kölner » Mo 2. Mai 2016, 00:19

So eine Graetz-Brücke wäre wohl am Idiotensichersten.
Aber daran denken daß pro Diode Spannung abfällt.
Also müsste man die Versorgungsspannung dann entsprechend erhöhen.
Ansonsten kommen nur statt 12V nur noch so 10,4V an...
Deshalb wird i.d.R. eine Diode parallel zur Buchse eingesetzt, dann schaltet daß Netzteil wegen Kurzschluss ab oder die Sicherung geht.
Man kann aber auch einfach einen verpolungssicheren Stecker montieren.
Zum Beispiel so einen runden Hohlstecker wo dann Plus in der Mitte ist.
Oder verschiedenfarbige Anschlusskabel wo Plus rot und Minus schwarz ist.
Mal ehrlich, eigentlich muss man schon ziemlich dämlich sein um sein Funkgerät verpolt anzuschließen.

Benutzeravatar
DocEmmettBrown
Santiago 9+30
Beiträge: 4101
Registriert: Sa 3. Jan 2015, 02:37
Standort in der Userkarte: Kaiserslautern

Re: Verpolschutz als Eigenbau in CB-Geräte bauen... ??

#6

Beitrag von DocEmmettBrown » Mo 2. Mai 2016, 01:54

der_Kölner hat geschrieben:Mal ehrlich, eigentlich muss man schon ziemlich dämlich sein um sein Funkgerät verpolt anzuschließen.
Hach, ist das schön. Ich habe es mir verkniffen, weil ich wußte, irgendeiner wird schon den bösen OM spielen und es schreiben. :lol:

Das mit dem roten und blauen Draht ist eine kleine Anspielung auf einen äußerst bekannten Spielfilm, bei dem diese eine Szene mit Sicherheit schon 100 mal in anderen Komödien verulkt wurde. ;)

Alternative: Einen kleinen Summer verkehrt herum gepolt (mit Diode abgesichert) in die Büchse einbauen. Schließt man dann die Kiste falsch an und hat sie hoffentlich noch ausgeschaltet, summt sie und zeigt akustisch ihre Unzufriedenheit mit der Polung an. Vorteil: Im Regelbetrieb nimmt das keine Spannung weg.

73 de Daniel

Benutzeravatar
DK5VQ
Santiago 9+15
Beiträge: 2394
Registriert: Mo 9. Mai 2005, 22:01
Standort in der Userkarte: Sankt Julian
Kontaktdaten:

Re: Verpolschutz als Eigenbau in CB-Geräte bauen... ??

#7

Beitrag von DK5VQ » Mo 2. Mai 2016, 07:26

DC Versorgung auf Systemstecker wie z.B PowerPoles umstellen. Fertig

Gesendet als UHF Fax
vy 73 de Mario - http://www.dk5vq.de - und amateurfunk-westpfalz.de

Hermes SDR & BLF188XR LDMOS PA & EA59+ & Fullsize Dipole

Benutzeravatar
KLC
Santiago 9+30
Beiträge: 4028
Registriert: Mi 16. Aug 2006, 23:08
Standort in der Userkarte: Saarbrücken
Wohnort: Dehemm

Re: Verpolschutz als Eigenbau in CB-Geräte bauen... ??

#8

Beitrag von KLC » Mo 2. Mai 2016, 07:41

So Jungs, trotzdem Danke

das mit dem Spannungsverlust bei der Graetz-Brücke hatte ich mir fast gedacht.
Deshalb wird die bei mir als Kleinleistungsfunker, der dann doch auf kein Milliwatt verzichten kann, entfallen.
Die Sicherung mit der Opfer-Diode für den Fehlerfall ist also der Königsweg.
der_Kölner hat geschrieben:eigentlich muss man schon ziemlich dämlich sein um sein Funkgerät verpolt anzuschließen.
Ist mir auch wahrscheinlich nur einmal im dunklen irgendwo im Auto im Berg passiert. Kann ich nicht sicher sagen.

Aber ich muß eh was an meinen Maschinen tun. Weshalb soll ich nicht ne Kurzschluß-Diode in den Anschluß basteln ?
Wenn alles klappt, werden wohl meine Funkgeräte in "Betreiber"-Händchen kommen, denen es nicht soooo weh tut, wenn ne Presi oder irgendein oller Klassiker aus meinem Gnadenhof in Rauch aufgeht.
"Opi, das funkt ja gar nicht richtig, und hat mehr geraucht , als die Omi ....?!??"
Dann bastel ich lieber ne Diode für ein paar Cent ein.
TS50 hat geschrieben:DC Versorgung auf Systemstecker wie z.B PowerPoles umstellen.
Ja Mario, das ist mitunter der Grund zur Panik. Wenn ich schon an den Kisten rummodelliere, grad' noch die Diode an die Sicherung gezaubert. Die soll auch ins Gerät.
Doppelt gemoppelt ! :tup:

So Jungs, schöne Schicht !! :tup:
Ich muß jetzt ... :wave:
SAARLAND
Großes vergeht immer im Kleinen.


Benutzeravatar
Eisbär
Santiago 6
Beiträge: 499
Registriert: Do 1. Jan 2015, 08:54
Standort in der Userkarte: 04552 Borna

Re: Verpolschutz als Eigenbau in CB-Geräte bauen... ??

#10

Beitrag von Eisbär » Mo 2. Mai 2016, 09:31

Also Freunde, es gilt nach wie vor der Satz: Rot ist Blau (Schwarz) und Plus ist Minus! :lol: Meine (CB) Geräte haben ALLE Tamya-Stecker,weil wie Rolf schon schrieb, in dunkler Nacht.... Halten locker 10A aus. (Praxisgetestet)
Power P. gab es als ich damit begann noch nicht. Schöne Woche allerseits, Wieland

noone
Santiago 9+15
Beiträge: 1505
Registriert: Mi 24. Mär 2010, 15:34
Wohnort: Oedheim

Re: Verpolschutz als Eigenbau in CB-Geräte bauen... ??

#11

Beitrag von noone » Mo 2. Mai 2016, 09:53

Verpolungssichere Steckverbinder!

Aber keine Diode verwenden, denn die haben ca 0,7 Volt Spannungsabfall was bei Accubetrieb schon mal zum Verfrühten Aussteigen des Funkgerätes führen kann!

Besser niederohmige Mos-Fets als Dioden missbrauchen, da gibt es welche mit wenigen Milliohm Widerstand!

Benutzeravatar
hl77
Santiago 8
Beiträge: 759
Registriert: Fr 5. Feb 2010, 11:43
Standort in der Userkarte: klein tietzow
Wohnort: 16727 Schwante

Re: Verpolschutz als Eigenbau in CB-Geräte bauen... ??

#12

Beitrag von hl77 » Mo 2. Mai 2016, 11:03

Verpolungssichere Stecker nützen gar nichts, wenn man am am Netzteil verpolt. :dlol: :seufz:
Spitfire ,DX call: 13 HL77 OP-Name:Harry.

gernstel
Santiago 6
Beiträge: 460
Registriert: Sa 24. Mai 2008, 10:47

Re: Verpolschutz als Eigenbau in CB-Geräte bauen... ??

#13

Beitrag von gernstel » Mo 2. Mai 2016, 11:34

Hier sind ein paar Schaltungsvorschläge:

http://www.lothar-miller.de/s9y/categor ... rpolschutz

Bei CB-Funkgeräten mit ihrer geringen Stromaufnahme könnten auch Schottky-Dioden mit vertretbaren ca. 0,4 V Spannungsabfall in Serie geschaltet werden, etwa die SB-340, die ganze 18 Cent kostet.
Gleichrichterbrücken würde ich nie-nie-nie einsetzen. Nicht nur wegen des Spannungsabfalls, sondern auch, weil sie der Verblödung Vorschub leisten, indem dann künftig sorglos rot mit schwarz und blau und grün kombiniert werden. Das geht dann solange gut, bis man das mit einem nicht umgebauten Gerät auch so handhabt. Oder bis sonstige Dreckeffekt oder Fehler dazukommen.

pom
Santiago 4
Beiträge: 252
Registriert: Fr 10. Apr 2015, 11:52
Standort in der Userkarte: Kyjkgfiayiojdsxsjghf

Re: Verpolschutz als Eigenbau in CB-Geräte bauen... ??

#14

Beitrag von pom » Mo 2. Mai 2016, 11:43

Seit Jahrzehnten werden Dioden antiparallel zum Verbraucher als Verpolungsschutz geschaltet. Das funktioniert sehr gut, wenn man eine passende Sicherung in Reihe schaltet. Warum sollte man heute ein neues Rad erfinden? Und wo kommt da ein Spannungsabfall zustande? Frägen über Frägen...

Ahoi!
Bitte den Ken Sie da ran, nach je dem ein Zell nen Wort ein Leer Zeichen ein zu fügen.

noone
Santiago 9+15
Beiträge: 1505
Registriert: Mi 24. Mär 2010, 15:34
Wohnort: Oedheim

Re: Verpolschutz als Eigenbau in CB-Geräte bauen... ??

#15

Beitrag von noone » Mo 2. Mai 2016, 11:51

pom hat geschrieben:Seit Jahrzehnten werden Dioden antiparallel zum Verbraucher als Verpolungsschutz geschaltet. Das funktioniert sehr gut, wenn man eine passende Sicherung in Reihe schaltet. Warum sollte man heute ein neues Rad erfinden? Und wo kommt da ein Spannungsabfall zustande? Frägen über Frägen...

Ahoi!
Ich habe schon erlebt, dass die Schmelzsicherung ein paar Millisekunden länger als die Diode gehalten hat!

Verpolungsschutz ab Netzteil

Löcher in Frontplatte oder Rückseite des Netzteils rein und Buchsen für verpolungssichere Steckverbindungen einbauen!

Dass noch keiner der Großhändler (Conrad, Pollin, Westfalia, und die CB-Labels und Händler) auf die Idee gekommen ist Netzteile mit verpolungssicheren Steckverbindungen anzubieten! Es gibt ja auch noch die Hirschmann Stecker und viele andere Normen!

Antworten

Zurück zu „Eigenbau“