In 37 Jahren gibts keine organisierten Funkamateure mehr

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Lupus Alpha
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In 37 Jahren gibts keine organisierten Funkamateure mehr

#1

Beitrag von Lupus Alpha » Mo 11. Apr 2016, 21:28

Moin,
Bericht aus meiner Region vom heutigen Tage. Die Anzahl der organisierten Funkamateure bundesweit hätte ich wesentlich höher eingeschätzt. Und wenn die jedes Jahr 1000 verlieren, dann ...
Wird Zeit, daß ich da mal gegenhalte. Bücher liegen schon hier. :sup:

Interessant auch:
Golf 21 betreibt für seine 28 Mitglieder fünf Relais-Stationen.


28 Mitglieder und 5 Relais-Stationen? :shock:

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/dor ... -1.5893223

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Eigentlich bin ich ein ganz netter Kerl. Und wenn ich Freunde hätte, könnten die das auch bestätigen.

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Re: In 37 Jahren gibts keine organisierten Funkamateure mehr

#2

Beitrag von 13CVH015 » Mo 11. Apr 2016, 21:54

Wen wundert es?
Viele organisieren sich inzwischen selbst.

Gruß Dennis
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doeskopp
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Re: In 37 Jahren gibts keine organisierten Funkamateure mehr

#3

Beitrag von doeskopp » Mo 11. Apr 2016, 22:10

So lange die Mehrheit der Bevölkerung den Amateurfunk lediglich mit Morsen in Verbindung bringt wird sich nichts ändern.

Wenn heutzutage eine Sache die Jugend ansprechen soll, muss sie sexy und möglichst unverbindlich sein. Prüfungen und Vereinsmeierei sind da nur hinderlich.

Grüße from Doeskopp

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Re: In 37 Jahren gibts keine organisierten Funkamateure mehr

#4

Beitrag von der_Kölner » Mo 11. Apr 2016, 23:20

Lupus Alpha hat geschrieben:Golf 21 betreibt für seine 28 Mitglieder fünf Relais-Stationen.
Naja, das sind aber verschiedene Repeater für unterschiedliche Anwendungen, und auch nur 4:
DB0RKD - D-Star-Relais
DB0SYS - DMR-Relais
DB0MTV - ATV-Relais
DB0DMO - Tetra-Relais

Quelle: http://www.darc.de/distrikte/g/21/

Schlimmer finde ich, daß im Kölner Stadtgebiet 4 reine FM-Relais sind:
DB0KOE, DB0SK, DB0VK und DB0CGN.
Und gähnende Leere bzw. Stille, weil die meisten über Remscheid (DB0GWG), Bergheim (DB0XO) oder Düsseldorf (DB0SJ) arbeiten, da die eine viel größere Abdeckung haben.
Allein DB0GWG hat pro Tag mehr QSOs und Teilnehmer als die 4 Kölner Relais zusammen pro Woche.

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Re: In 37 Jahren gibts keine organisierten Funkamateure mehr

#5

Beitrag von DO1SE » Di 12. Apr 2016, 01:08

Lupus Alpha hat geschrieben:Moin,
Bericht aus meiner Region vom heutigen Tage. Die Anzahl der organisierten Funkamateure bundesweit hätte ich wesentlich höher eingeschätzt. Und wenn die jedes Jahr 1000 verlieren, dann ...
Wird Zeit, daß ich da mal gegenhalte. Bücher liegen schon hier. :sup:
Moin,

das ist die richtige Einstellung, viel Erfolg! :thup:
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Re: In 37 Jahren gibts keine organisierten Funkamateure mehr

#6

Beitrag von Delta-Lima61 » Di 12. Apr 2016, 08:56

Ich glaube das wir solange nicht warten müssen. Was man auf der KW incl CB bezüglich zunehmender Störungen so mitbekommt, wird sich das Thema AfU/CB deutlich früher erledigt haben. Da scheinen wohl die kommerziellen Interessen der Industrie deutlich höher bewertet zu sein sein, als das im Verhältnis dazu kleine Grüppchen der Funkfreunde.

Vor kurzem habe ich gehört, das die Telekom in ihren Routern der neusten Generation mittlerweile Powerlan sozusagen serienmäßig eingebaut haben soll. Vielleicht kann das ja jemand bestätigen bzw eine Quelle nennen.


Uwe
"Mitarbeiterführung ist die Kunst, den Mitarbeiter so schnell über den Tisch zu ziehen, dass er die Reibungshitze als Nestwärme empfindet."

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Re: In 37 Jahren gibts keine organisierten Funkamateure mehr

#7

Beitrag von 13RF279 » Di 12. Apr 2016, 10:28

doeskopp hat geschrieben:So lange die Mehrheit der Bevölkerung den Amateurfunk lediglich mit Morsen in Verbindung bringt wird sich nichts ändern.

Wenn heutzutage eine Sache die Jugend ansprechen soll, muss sie sexy und möglichst unverbindlich sein. Prüfungen und Vereinsmeierei sind da nur hinderlich.

Grüße from Doeskopp
Richtig!!
1. wenn man nicht das Powerline problem in den Griff bekommt, wird es immer schwerer ein vernünftiges QSO auf KW zu führen.
2. Solange der Verknöcherte DARC, mit Arroganz seine Vereinsheimerei weiter betreibt sehe ich schwarz für den Afu.
3. Der Abrechnungs modus der BnetzA muss jährlich sein und nicht dann und wann mal, nach 2 oder 4 Jahren Rückwirkend.

Wetten das man die Jugend vom Jedermannsfunk eher überzeugen kann.
Wir CB-Funker sind doch heute schon Afu light, mit dem 11 Meter, 70cm PMR446 und 2 Meter Freenet Band. Wir haben auch viele Betriebsarten, die wir dank der immer vortschreitenden Liberalisierung machen dürfen, mit Null Gebühren.
Gut über PMR446 lässt es sich jetzt Streiten, ist zwar nicht der Beste Bereich, aber zum Erbroben und Austoben für Kinder reicht es, damit sie geschmack bekommen, für das richtige Funken auf 11 Meter und 2 Meter Freenet.
Jetzt kommt bestimmt das Agument "ja aber das selbst bauen."
Ganz ehrlich die meisten, sind doch heute Steckdosen FA.
Wenn Jugenliche Elektronik Basteln, Löten, Schaltungen aufbauen wollen, dazu brauchen sie keine Lizenz, das ist schon seit Jahrzenten Bestandteil, des Lehrplan in den Schulen.
Das leidige Thema 10 Watt Eirp, betrifft den FA genauso wie den CB Funker.
Der einzige unterschied ist die Selbsterklärung beim FA und die Standortbescheinigung beim CB-Funker.
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Zuletzt geändert von 13RF279 am Di 12. Apr 2016, 10:39, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: In 37 Jahren gibts keine organisierten Funkamateure mehr

#8

Beitrag von Lupus Alpha » Di 12. Apr 2016, 10:29

Moin zusammen,

@13CVH015
Wie sind "nicht organisierte" Funkamateure denn organisiert? Kann ich als Nichtmiltglied die Relais benutzen (die kosten ja was)? Wie organisieren die denn den QSL-Kartenversand?

@Doesi
Das geht ja noch weiter. Wenn Helikoptereltern wegen einem Induktionskochfeld schon eine Bürgerinitiative gründen :mrgreen: dann bekommen die Kinders schon mit, daß "Strahlen" egal welcher Art genau so schädlich sind wie Zigarette rauchen.

@der_Kölner
Danke für die Aufklärung (übrigens, DEG rulez :sup: )

@DO1SE
Drück mir mal die Daumen, daß ich das auch wirklich anfange. Ich bewunder ja die Leute, die nach Feierabend noch für irgend was (meist berufliches) lernen.

@Delta-Lima61
Habe ich auch "nur" gehört. Angeblich sogar "nicht abschaltbar". Wenn ich sowas vielleicht gar nicht brauche so läuft das trotzdem mit.
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Re: In 37 Jahren gibts keine organisierten Funkamateure mehr

#9

Beitrag von Lupus Alpha » Di 12. Apr 2016, 10:40

13RF279 hat geschrieben:2. Solange der Verknöcherte DARC, mit Arroganz seine Vereinsheimerei weiter betreibt sehe ich schwarz für den Afu.
In dem Artikel sind sogar zwei böse Wörter, wenn ich die Texte auf den DARC-Seiten richtig interpretiere:

Amateurfunker und Hobbyfunker. :mrgreen:
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Re: In 37 Jahren gibts keine organisierten Funkamateure mehr

#10

Beitrag von 13RF279 » Di 12. Apr 2016, 11:08

Lupus Alpha hat geschrieben:
13RF279 hat geschrieben:2. Solange der Verknöcherte DARC, mit Arroganz seine Vereinsheimerei weiter betreibt sehe ich schwarz für den Afu.
In dem Artikel sind sogar zwei böse Wörter, wenn ich die Texte auf den DARC-Seiten richtig interpretiere:

Amateurfunker und Hobbyfunker. :mrgreen:
Nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen den Amatuerfunk,
bin nur kein Freund des DARC
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Re: In 37 Jahren gibts keine organisierten Funkamateure mehr

#11

Beitrag von DK5VQ » Di 12. Apr 2016, 12:00

Ich kann das Genöhle über den DARC echt bald nicht mehr hören. Da wird sich immer schön zurück gelehnt und gejammert das andere nix tun. Es ist beim DARC wie in jedem anderen großen Verein oder Dachverband auch. Im übrigen wählen die Mitglieder ihre Vertreter selbst. Jeder hat die Chance sich einzubringen. Aber wenn Wahlen anstehen bleibt man ja lieber zuhause bevor man noch ein Amt aufgedrückt bekommt... Aber dann immer schön aus dem Hintergrund querschiessen. Ich kenne das zur Genüge...
Man wollte mir auch mal einen Maulkorb anlegen von allerhöchster Stelle... Ist aber nix draus geworden. Man braucht eben etwas Rückgrat und nen Arsch in der Hose. So, wotzefack

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Re: In 37 Jahren gibts keine organisierten Funkamateure mehr

#12

Beitrag von ax73 » Di 12. Apr 2016, 12:39

Organisieren - für was?
Ohne klares Ziel organisiert sich niemand und Organisationen verkommen zum Selbsterhaltungssystem.

Wenn der DARC überleben will sollte er tunlichst Visionen entwickeln und Ziele daraus formulieren.

HAMspirit ist keine Vereinsfrage. Aus dem Pioniergeist von Funkinteressierten entwickelt sich alles
Mögliche. Ständig.
Der DARC hat da ein Kontaktproblem wie mir scheint.

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Re: In 37 Jahren gibts keine organisierten Funkamateure mehr

#13

Beitrag von Darkshadow » Di 12. Apr 2016, 13:48

Das Problem beginnt schon an der Basis.
So lange OV`s darauf bestehen, daß das Maximum an Aktivität aus einmal im Monat Schnitzelessen (Schnitzel-OV) und 1 x jährlich Fieldday ist, werden Interessenten zuverlässig vergrault.
Wenn dann auch noch die Meinung vorherrscht, daß Jugendarbeit nur Geld- und Zeitverschwendung ist, ist das Ende vorprogrammiert. :think:
Hauptsache man kann mehrere Relais betreiben, die mittlerweile nicht mehr genutzt werden und an der Jahreshauptversammlung Ehrennadeln für langjährige Mitgliedschaft an "OV-Kartei-Leichen" verteilen.
:angry: :angry:

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Re: In 37 Jahren gibts keine organisierten Funkamateure mehr

#14

Beitrag von Microphones » Di 12. Apr 2016, 14:04

Totgesagtes lebt länger.
1974 hat Reinhard Mey das Sterben der Maikäfer prognostiziert.
Heute gibt es die possierlichen Tiere immernoch. :heart:
Unterwegs mit stilechten 4W und Murata™®© 8)
Die, die mich beim Probefunken hörten, wollten das Gerät SOFORT KAUFEN!!

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Re: In 37 Jahren gibts keine organisierten Funkamateure mehr

#15

Beitrag von doeskopp » Di 12. Apr 2016, 14:59

Microphones hat geschrieben: 1974 hat Reinhard Mey das Sterben der Maikäfer prognostiziert.
Heute gibt es die possierlichen Tiere immernoch.

Sogar teilweise in rauhen Mengen, weil sich die äusseren Bedingungen für die Tierchen verbessert haben.

Welche äusseren Bedingungen müssten sich verändern damit das Hobby Funk wieder populärer wird? Um die Kommunikationsbedürfnisse zu befriedigen gibt es, im Gegensatz zu früher, heute alternative Möglichkeiten ohne Ende. Als Clientel bleiben lediglich die technisch interessierten und diejenigen übrig die das als eine Art Sport betrachten.
Für die Gruppe der Laberköppe besteht heute nicht mehr die Notwendigkeit sich mit Funk zu beschäftigen. Das war schon immer die grösste Gruppe und die ist weg gebrochen.
Ich denke man kann die Leute eher fürs illegale Radio machen begeistern als fürs Funken. Das käme auch YouTube am nächsten...........

Grüße from Doeskopp

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