Radio mit Sendernamenanzeige muss künftig auch digital könne

Yaesu FT857D
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Re: Radio mit Sendernamenanzeige muss künftig auch digital k

#31

Beitrag von Yaesu FT857D » Fr 16. Jun 2017, 02:18

hf-doktor hat geschrieben: Welch trauriges Bild: In Deutschland sind gerade mal 2% !!! der Haushalte mit Glasfaser versorgt.... in Südkorea ist JEDER 2. !!! Haushalt am Glasfasernetz.... Hi Speed Glasfaser bis direkt ins Haus.
Ist schon ein trauriges Bild.
Das hat jemand zu verantworten, der die Firma seiner Frau (Koaxialkabelherstellung) hofierte, als er Bundespostminister war.
Ja richtig gelesen. Das ist nun gut 30 Jahre her....
Der trieb nur den Ausbau der Kabelnetze und des Festnetzes in der damaligen BRD mit Koaxialkabel anstatt Glasfaserkabel voran....
Wir wären schon viel weiter im Bereich Telekommunikation, wenn auch im Funksektor mehr Freiheiten gelassen worden wären.
Der Postminister wusste das schön zu verhindern, um ja nicht den Reibach der grossen Hersteller z.B. von Handys zu schmälern.
hf-doktor hat geschrieben: Armes Deutschland!
Und ausgerechnet hier in einem Funk!! Forum wird über veraltete, fast 70 Jahre alte Technik diskutiert und "ach wie toll" dieser alte Schrott doch ist ???

:wall:
Ich hatte es in einem anderen Tread schon mal erwähnt, wie es mir mit meinem DAB+/UKW-Autoradio von Sony vor gut 3 Jahren erging,
als ich eine bestimmte Strecke im Wald zwischen einem Stadtteil gut 5 Km ausserhalb und der Innenstadt von Kaiserslautern gefahren bin.
Dabei war das Umschalten auf das gleiche Programm auf UKW abgeschaltet.
Auf dem Stück Landstrasse, wechselte das Radio im DAB-Betrieb urplötzlich vom bisher eingestellten SWR1, auf den weit entfernt stehenden Sender Feldberg/Ts mit HR1....,
obwohl der DAB-Sender mit SWR1 in 5 Km Entfernung auf einem Berg über der Stadt steht.... :wall:

Auf analogem UKW konnte und kann ich es verstehen, wenn ein guter Empfänger bei völligem Schwund des Signales, von dem einen Sender zum anderen (unhörbar) mit dem gleichen Programm wechselt.
Das konnten Autoradios schon Ende der 80er Jahre (damals bei mir eines von Kenwood) und nannte sich Frequenzdiversity.
Hier macht sich eben (noch) die Dichte der UKW-Sender der gleichen Programmkette bemerkbar.

Hier in D werden solche Digitalsysteme wie Tetra, DAB/DAB+ ect. in den letzten 2-3 Jahrzehnten in den Markt gedrückt.
Vorher wurden solche Systeme auf ihre Tauglichkeit in D geprüft. Heute ? :?:

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doeskopp
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Re: Radio mit Sendernamenanzeige muss künftig auch digital k

#32

Beitrag von doeskopp » Fr 16. Jun 2017, 08:48

hf-doktor hat geschrieben:Der Markt wird das schon regeln.
Sorry, aber das ist ein Standardsatz aus dem Politsprech Handbuch. Der "Markt" kennt nur eine Richtung, Abzocke. Wozu wird denn der Blödsinn veranstaltet? Man will Frequenzen frei kriegen die dann anderweitig monetarisiert werden. Ganz nebenbei werden noch zusätzliche Einnahmequellen angebohrt. Dieser Digitalkram ist in dem Bereich überflüssig wie ein Kropf. Nicht von ungefähr hat nie eine nennenswerte Anzahl der Radiohörer danach verlangt. Sie wollen nicht also werden sie gezwungen. Wachstum ohne Ende verlangt halt gelegentliche Opfer.
Nicht vergessen... neben dem reinen digi Rundfunk stehen auch umfangreiche Datendienste zur Verfügung.
Die nach einer "Einführungsphase" bestimmt verschlüsselt werden und für die man dann extra löhnen darf. Es ist aus anderen Bereichen(TV) hinlänglich bekannt wie das läuft. Der sog. Markt reguliert lediglich die Gewinne diverser Lobbyisten nach oben.

Grüße from Doeskopp

Nur analog ist Bomben und krisensicher.

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doeskopp
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Re: Radio mit Sendernamenanzeige muss künftig auch digital k

#33

Beitrag von doeskopp » Fr 16. Jun 2017, 09:02

hf-doktor hat geschrieben:
Die DAB+ Geräte, die in den letzten Jahren auf den Markt kamen, sind DAB abwärtskompatibel... Hier hat die Politik auch in den Markt eingegriffen. Andere Geräte ohne Abwärtskompatibilität durften ab Stichtag X auch nicht mehr "in Verkehr" gebracht werden.
DAB? Ist das nicht dieses tote Pferd das niemand reiten will?
Wenn neue Standards kommen, ist auch von Abwärtskompatibilität auszugehen. Sowas passiert aber auch nicht von einem Tag auf den anderen... und wenn nicht:
Dann haben die meissten alten Geräte eh schon die techn. "Halbwertszeit" hinsichtlich Lebensdauer überschritten.
Neben einem Makita Baustellenradio habe ich hier noch ein altes Kofferradio, das bestimmt schon vierzig Jahre alt ist und jeden Tag dudelt. Ich bin bestimmt nicht der Einzige Besitzer derart nachhaltiger Unterhaltungselektronik. Eine Abschaltung des analogen Rundfunks käme einer Enteignung gleich.

Grüße from Doeskopp

DLH03
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Re: Radio mit Sendernamenanzeige muss künftig auch digital k

#34

Beitrag von DLH03 » Fr 16. Jun 2017, 10:23

....... entsprechenden Schnittstelle ausgestattet sein, die es dem Nutzer ermöglicht, digital codierte Inhalte zu empfangen und wiederzugeben ......

Man könnte hier auch hineininterpretieren, das es um das Entschlüsseln digitaler Programme geht. Das Wort Schnittstelle sagt mir nur, das ein Anschluss da sein muß (für ein externes Gerät zum Beispiel. Sei es ein digitaler Tuner oder ein Kartenleser). Und "digital codiert" wäre in meinen Augen "digital übertragen und verschlüsselt".
Ich bin auch nicht der Ansicht, das niemand DAB haben möchte. Wenn ich mich umhöre, sind diejenigen, die DAB bereits in einem Auto haben, begeistert und wollen kein UKW mehr. Auf meinen Hinweis, das mit der Abschaltung von UKW auch neue Baustellenradios oder Küchenradios fällig werden, wurde lächelnd abgewunken. Man hört nur im Auto Radio. Und für die Baustelle kauft man halt für 20 EUR n neues. Das müsste man ja auch tun, wenn das UKW-Radio kaputt geht. Außerdem wäre der Klang von DAB ja um soviel besser..... ich hatte echt keine Argumente mehr. Auch der Empfang ist angeblich deutlich stabiler, als UKW und viel mehr Programme kann man damit empfangen.
Wo soll das ganze nur hinführen?

hf-doktor

Re: Radio mit Sendernamenanzeige muss künftig auch digital k

#35

Beitrag von hf-doktor » Fr 16. Jun 2017, 12:53

DLH03 hat geschrieben:....... entsprechenden Schnittstelle ausgestattet sein, die es dem Nutzer ermöglicht, digital codierte Inhalte zu empfangen und wiederzugeben ......

Man könnte hier auch hineininterpretieren, das es um das Entschlüsseln digitaler Programme geht. Das Wort Schnittstelle sagt mir nur, das ein Anschluss da sein muß (für ein externes Gerät zum Beispiel. Sei es ein digitaler Tuner oder ein Kartenleser). Und "digital codiert" wäre in meinen Augen "digital übertragen und verschlüsselt".
Der Begriff "Schnittstelle" hat in dem Zusammenhang nichts mit einem "Anschluss" zu tun > gebräuchlich im Zusammenhang mit "Schnittstellenbeschreibung". Also gewisse (Qualitäts-)Mindeststandards und Funktionen, die für das "in Verkehr bringen" (demnächst im neuen FuAG ersetzt durch "am Markt bereitstellen") erfüllt werden müssen und vorgeschrieben sind.

Und DAB Signale sind nun mal digital und somit verschlüsselt und müssen folgerichtig dekodiert werden (entschüsseln, D/A Wandlung), den unser Gehör funktioniert trotz Evolution eben immer noch nur analog ;)

Neuge

Re: Radio mit Sendernamenanzeige muss künftig auch digital k

#36

Beitrag von Neuge » Fr 16. Jun 2017, 13:04

Das wird wieder so ein Thread, in dem sich Gegner und Befürworter bekriegen.
Die Aussagen dass das digitale Radio besser ist, sind alle samt subjektiv. Messtechnisch gesehen bietet DAB+ dem Nutzer eigentlich nur Nachteile.
Ich weiß schon wer da jetzt gleich wieder aus seiner Versenkung gekrochen kommt und alles für Schwachsinn erklärt.
Achja, da isser ja schon....

Zu den Schnittstellen scheint es keine weitere Definition zu geben. Eine Schnittstelle ist nicht immer eine Buchse an die man etwas anschließen kann.
Es kann ein LCD, eine Bluetooth oder Wlan Schnittstelle sein, über die man den Datenstrom dann mit irgendetwas decodierendem verbinden kann.
Wobei die Decodierung von Dateninhalten beim LCD dann natürlich im Gerät selbst passieren muss. Wenn du eine Definition der "Schnittstelle" im Netz findest, poste bitte den Link!
Ich finde den Vorschlag ja gar nicht so schlecht. Dann sollten aber auch die Tuner nicht nur dem Standard entsprechen, sondern besser sein. Es gibt aber kaum noch einen Hersteller, der da etwas eigenes entwickelt.
Bei UKW war dies auch wesentlich einfacher. heute werden entweder fertige Module zugekauft oder alles in Software gegossen. Alles hat seine Vor- und seine Nachteile.
Für die Masse der Bastler ist natürlich bei DAB+ Schluss. Einen UKW Empfänger konnte man ja relativ einfach bauen, einen DAB+ Empfänger mit Decoder wird wohl hier niemand bauen können.
Weil es hier auch schon wieder diskutiert wurde. Die Empfindlichkeit des Empfängers ist nicht das einzigste Kriterium für guten Empfang. Dass ein DAB+ Signal viel mehr Feldstärke an der Antenne benötigt als ein UKW Signal, sollte allen klar sein die sich mit soetwas ernsthaft beschätigt haben. Bei DAB hat man bei lokalen Störungen viel schneller Probleme als im UKW Empfang. Ist der Datenstrom durch einen schmalbandigen Sender gestört, kann man bei UKW einfach auf den nächsten Sender wechseln. Das ist beim Digitalradio einfach nicht möglich. DAB+ ist aber zeitmäßig betrachtet sicher schon völlig veraltet. Die ersten Tests mit dieser Technik in Deutschland wurden vor über 20 Jahren beendet. Seither versucht man auch in Deutschland Digitalradio einzuführen. Bisher nur mit mäßigem Erfolg. Zuerst gab es nur Geräte aus den Pilotprojekten, später dann auch von anderen Herstellern als Blaupunkt und Grundig. Mit der Umstellung auf DAB+, gibt es fast nur noch Mist zu kaufen. Mir Erschließt sich der Vorteil eines DAB Radios leider immer noch nicht so richtig. Und um auf das digitale decodieren zurück zu kommen, ist RDS ja auch eine digitale Übertragung welche decodiert wird ;-)

hf-doktor

Re: Radio mit Sendernamenanzeige muss künftig auch digital k

#37

Beitrag von hf-doktor » Fr 16. Jun 2017, 13:23

Neuge hat geschrieben:...Mir Erschließt sich der Vorteil eines DAB Radios leider immer noch nicht so richtig...
.

... kommt vllt noch... ;) Davon ab ist deine Sichtweise sachlich/technisch so nicht ganz richtig und unvollständig
Und um auf das digitale decodieren zurück zu kommen, ist RDS ja auch eine digitale Übertragung welche decodiert wird ;-)
... aber die Übertragung erfolgt auf dem analogen Weg, hat nichts mit einer rein digitalen Aussendung zu tun. Das erforderliche Signal wird am analogen Demodulator entnommen und erst ab dort aufbereitet.

Wie damals bei analogen TV mit aufgepfropften Videotext auch.
Oder bei "unserer" analogen Funktechnik i.R. DCS, aufgebaut auf der techn. Basis bzw. techn. weiter entwickelten Subaudio-Rauschsperre...

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Re: Radio mit Sendernamenanzeige muss künftig auch digital k

#38

Beitrag von DocEmmettBrown » Fr 16. Jun 2017, 13:38

Neuge hat geschrieben:Dass ein DAB+ Signal viel mehr Feldstärke an der Antenne benötigt als ein UKW Signal, sollte allen klar sein die sich mit soetwas ernsthaft beschätigt haben. Bei DAB hat man bei lokalen Störungen viel schneller Probleme als im UKW Empfang.
Das kann gar nicht sein, die Politik hat uns doch vollmundig versprochen, daß DAB+ in Zeiten des Klimawandels energiesparender sei als UKW. :lol:

Du hast natürlich absolut Recht. DVB-T(2) braucht nämlich ebenfalls deutlich mehr Feldstärke als das analoge, terrestrische Fernsehen. Warum sollte es also bei DAB anders sein?
doeskopp hat geschrieben:Man will Frequenzen frei kriegen die dann anderweitig monetarisiert werden.
Das geht nicht so leicht, weil der Bereich zwischen 88-108 MHz für Rundfunkanwendungen international vorgesehen ist. Da kann kein Land einen Alleingang machen und das Band für PLC reservieren, dem das Band mit den heute üblichen Geschwindigkeiten ohnehin schon nicht mehr reichen wird.

73 de Daniel

hf-doktor

Re: Radio mit Sendernamenanzeige muss künftig auch digital k

#39

Beitrag von hf-doktor » Fr 16. Jun 2017, 15:02

DocEmmettBrown hat geschrieben:
Du hast natürlich absolut Recht. DVB-T(2) braucht nämlich ebenfalls deutlich mehr Feldstärke als das analoge, terrestrische Fernsehen. Warum sollte es also bei DAB anders sein?
Das kann man aber nicht mit DAB vergleichen. Bei DVBT-2 werden deutlich höhere Datenmengen pro Zeiteinheit (Datenraten) übertragen. Höhere Datenraten = höhere Bandbreiten und somit höhere Feldstärken erforderlich.

Die Netto-Bandbreite für die Übertragung der reinen Hörfunkprogramme von z.B. 4 digitalen Senderprogrammen ist fast genau so gross wie bei 4 analogen UKW-Sendern, auch wenn hier "Studierte" etwas anderes behaupten (Netto rund 1,2 Mhz). Die benötigte, vorgesehene Bruttobandbreite von rund 1,5 Mhz bzw Differenz werden für die zukünftigen Datendienste belegt.

Das "Monetarisieren" von bestimmten Datendiensten wird sich wohl auf die privaten Dienstanbietern beschränken, nicht auf die ÖR...
Und wenn jemand darauf keinen Wert legt oder es nicht will/braucht, muss solche zusätzlichen Dienstleistung nicht in Anspruch nehmen, sprich, dafür zu bezahlen

Erfahrungsgemäss dauert es immer eine gewisse Zeitspanne, bis "die ewig Gestrigen" und Skeptiker von neuen, besseren Technologien überzeugt werden können. Das war in der Vergangegheit schon seit Beginn des techn. Zeitalters so.

Hinsichtlich digitale Umstellung bzw. analoger Abschaltung bekomme ich gerade ein Déjà-vu.
Was gabs damals eine Riesendiskussion mit unbegründeter Skepsis und Ablehnung z.B. bei der vorangehenden Ankündigung der Abschaltung des analogen Sat-TV.

Ähnlich wie hier die eher lächerliche Diskussion in Bezug Umstellung DVB-T auf DVB-T2...

Würde man heute z.B. zurück auf Analog-TV gehen, wären es genau diese Leute, die als erstes auf die Barrikaden gehen würden...;)

Nach der Umstellung auf digitalen Rundfunk wird spätestens eine Gereration nach uns keiner mehr wissen, was analoger UKW Rundfunk überhaupt war... und niemand wird es missen oder schon gar nicht zurück haben wollen.

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Re: Radio mit Sendernamenanzeige muss künftig auch digital k

#40

Beitrag von DocEmmettBrown » Fr 16. Jun 2017, 16:48

hf-doktor hat geschrieben:Das "Monetarisieren" von bestimmten Datendiensten wird sich wohl auf die privaten Dienstanbietern beschränken, nicht auf die ÖR...
Ich bin sicher, daß Du schon ganz verzückt darauf bist, für Deine Privatsender endlich Geld bezahlen zu dürfen, wie das jetzt auch bei DVB-T2 Einzug erhält. Auch bei DVB-T2 und RTL/ProSiebenSat.1 habe ich nur überglückliche, strahlende Gesichter gesehen, die es gar nicht erwarten konnten, endlich Geld für deren "Oberschichten-TV" bezahlen zu dürfen.

Mein lieber Scholli, man kann sich, wenn man unbedingt will, auch die Pest am Ar... schönreden. :sdown:
hf-doktor hat geschrieben:Und wenn jemand darauf keinen Wert legt oder es nicht will/braucht, muss solche zusätzlichen Dienstleistung nicht in Anspruch nehmen, sprich, dafür zu bezahlen
Welche zusätzliche Dienstleistung soll das denn sein? Noch flachere Witze als die mit einem Ångström Dicke? Noch mehr Moderatoren-Gekreische? Hast Du mal Radiosendungen der 80er Jahre mit heute verglichen? Selbst bei den Verkehrsnachrichten legen sie heute eine HG-Musik drüber, damit man sie im Auto möglichst schlecht versteht. Bin ich ein ewig Gestriger? Ja, definitiv: Früher waren die Verkehrsnachrichten ohne HG-Gedudel und verständlich, heute sind sie unverständlich. Warum Dir alles, was modern ist, immer automatisch besser gefällt, erschließt sich mir nicht. Pardon, aber ich differenziere da mehr.
hf-doktor hat geschrieben:Erfahrungsgemäss dauert es immer eine gewisse Zeitspanne, bis "die ewig Gestrigen" und Skeptiker von neuen, besseren Technologien überzeugt werden können.
Ich lasse mich nicht von Technologien überzeugen, nur weil sie "neu" sind. Sie müssen schon definitiv "besser" sein. Beispiel: HD-Radio, das bügelt viele Schwächen von DAB(+) aus und würde von den meisten hier im Forum wahrscheinlich akzeptiert werden.
hf-doktor hat geschrieben:Ähnlich wie hier die eher lächerliche Diskussion in Bezug Umstellung DVB-T auf DVB-T2...
Da ärgert viele Kunden, daß die Umstellung auf DVB-T2 in der heutigen Zeit mit den heutigen Problemen ganz sicher keine Glanzleistung von Nachhaltigkeit war/ist.
hf-doktor hat geschrieben:Nach der Umstellung auf digitalen Rundfunk wird spätestens eine Gereration nach uns keiner mehr wissen, was analoger UKW Rundfunk überhaupt war... und niemand wird es missen oder schon gar nicht zurück haben wollen.
Eine Generation nach uns wird es kein DAB mehr geben, weil das alles IP-basiert laufen wird. DAB ist von einigen Schwächen einmal abgesehen technisch gesehen vielleicht moderner als Analog, im Prinzip aber, wenn man sieht, welche Alternativen es bereits gibt, schon wieder Technik von gestern. Das geplante Gesetz des Bundesregimes greift a) ohne Not in den freien Markt ein und setzt b) auf einen heute technisch bereits sterbenden Gaul.

Ein Gegenbeispiel, was nachhaltig wäre: Ein SDR-Breitbandempfänger, der über eine genormte und offene Softwareschnittstelle verfügt, deren Software man auch nach Jahren noch tauschen könnte, ohne die Hardware auf die wachsenden Müllberge abzuladen. Das wäre technisch, ökologisch und ökonomisch sinnvoll. Da könnte man probeweise sogar DAB laufen lassen, bis man merkt, daß es im Vergleich zu HD-Radio nichts taugt. Da fragt man sich dann schon, welche ewig Gestrigen solche sinnvollen Ideen immer blockieren, wenn ich meinen grimmigen Blick dabei nach Berlin richte. ;)

73 de Daniel

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Lattenzaun
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Re: Radio mit Sendernamenanzeige muss künftig auch digital k

#41

Beitrag von Lattenzaun » Sa 17. Jun 2017, 03:12

...Daniel, musst bei Deinem Nagelradio noch nen Ausgang für digitale Signale nachkloppen, damit Du das Teil überhaupt noch nutzen kannst demnächst :lol:

...melde Dich bloß an, sonst stürmt noch ein SEK Kommando Deine Bude wg. Schwarzempfang mit einem nicht handelsüblichen RX :)
Ich habe eine gespaltene Persönlichkeit, notfalls führe ich mit mir selbst ein QSO !!!

Yaesu FT857D
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Re: Radio mit Sendernamenanzeige muss künftig auch digital k

#42

Beitrag von Yaesu FT857D » Sa 17. Jun 2017, 11:17

Bernhard, deine Ironie in allen Ehren.... :roll: :lol: :mrgreen:
73, Helmut DO1TBP

noone
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Re: Radio mit Sendernamenanzeige muss künftig auch digital k

#43

Beitrag von noone » Sa 17. Jun 2017, 11:20

Yaesu FT857D hat geschrieben:
hf-doktor hat geschrieben: Welch trauriges Bild: In Deutschland sind gerade mal 2% !!! der Haushalte mit Glasfaser versorgt.... in Südkorea ist JEDER 2. !!! Haushalt am Glasfasernetz.... Hi Speed Glasfaser bis direkt ins Haus.
Ist schon ein trauriges Bild.
Das hat jemand zu verantworten, der die Firma seiner Frau (Koaxialkabelherstellung) hofierte, als er Bundespostminister war.
Ja richtig gelesen. Das ist nun gut 30 Jahre her....
Der trieb nur den Ausbau der Kabelnetze und des Festnetzes in der damaligen BRD mit Koaxialkabel anstatt Glasfaserkabel voran....
Wir wären schon viel weiter im Bereich Telekommunikation, wenn auch im Funksektor mehr Freiheiten gelassen worden wären.
Der Postminister wusste das schön zu verhindern, um ja nicht den Reibach der grossen Hersteller z.B. von Handys zu schmälern.
hf-doktor hat geschrieben: Armes Deutschland!
Und ausgerechnet hier in einem Funk!! Forum wird über veraltete, fast 70 Jahre alte Technik diskutiert und "ach wie toll" dieser alte Schrott doch ist ???

:wall:
Ich hatte es in einem anderen Tread schon mal erwähnt, wie es mir mit meinem DAB+/UKW-Autoradio von Sony vor gut 3 Jahren erging,
als ich eine bestimmte Strecke im Wald zwischen einem Stadtteil gut 5 Km ausserhalb und der Innenstadt von Kaiserslautern gefahren bin.
Dabei war das Umschalten auf das gleiche Programm auf UKW abgeschaltet.
Auf dem Stück Landstrasse, wechselte das Radio im DAB-Betrieb urplötzlich vom bisher eingestellten SWR1, auf den weit entfernt stehenden Sender Feldberg/Ts mit HR1....,
obwohl der DAB-Sender mit SWR1 in 5 Km Entfernung auf einem Berg über der Stadt steht.... :wall:

Auf analogem UKW konnte und kann ich es verstehen, wenn ein guter Empfänger bei völligem Schwund des Signales, von dem einen Sender zum anderen (unhörbar) mit dem gleichen Programm wechselt.
Das konnten Autoradios schon Ende der 80er Jahre (damals bei mir eines von Kenwood) und nannte sich Frequenzdiversity.
Hier macht sich eben (noch) die Dichte der UKW-Sender der gleichen Programmkette bemerkbar.

Hier in D werden solche Digitalsysteme wie Tetra, DAB/DAB+ ect. in den letzten 2-3 Jahrzehnten in den Markt gedrückt.
Vorher wurden solche Systeme auf ihre Tauglichkeit in D geprüft. Heute ? :?:
nein nicht Kabel sondern Batterien

Schwarzschillig und Varta/Sonnenschein

Yaesu FT857D
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Re: Radio mit Sendernamenanzeige muss künftig auch digital k

#44

Beitrag von Yaesu FT857D » Sa 17. Jun 2017, 18:00

Sorry für das leichte OT meinerseits:
noone hat geschrieben:
nein nicht Kabel sondern Batterien

Schwarzschillig und Varta/Sonnenschein
Doch er selbst und seine Frau....Mal in Wikipedia lesen:
"Um das Kabelprojekt zu beschleunigen, setzte Schwarz-Schilling darauf, Privatfirmen an der Kabelverlegung zu beteiligen. An dem Projekt war auch eine Kabelfirma beteiligt, in der er die Jahre zuvor als Geschäftsführer tätig war. Seine Anteile an der Projektgesellschaft für Kabel-Kommunikation mbH trat er erst wenige Stunden vor seiner Ernennung zum Postminister ab. Käufer dieser Anteile war der Nixdorf-Konzern."
Nachzulesen: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14354255.html
In dem Spiegelartikel heisst es u.a. weiter:
"Das Stammhaus der Accumulatorenfabrik Sonnenschein im hessischen Büdingen, wo die Firmen-Erbin Marie-Luise Schilling, die Ehefrau des Ministers, jetzt die Geschäfte führt, liefert für sechs Millionen Mark, unter anderem, Lithium-Batterien an die Post, die in die Komfort-Telephone eingebaut werden. Der unter Schwarz-Schillings SPD-Vorgängern abgeschlossene Liefer-Vertrag, der ohne Ausschreibung zustande kam, läuft weiter. Der Postminister Schwarz-Schilling wird nun darüber befinden müssen, ob die Fabrikantin Schwarz-Schilling mit einem Anschlußauftrag bedacht werden soll."

Also auch schon da Lobbyarbeit, Zuschanzen von Aufträgen usw. und das Ganze bezahlt wer? Wir Bürger! :angry:
Wären schon damals andere Firmen zum Zuge gekommen, die Glasfaser für Telefon, Kabel TV und späteres Internet gelegt hätten, wären wir in Deutschland im Bereich Telekommunikation weiter.
Sehe es doch hier im kleinen in Kaiserslautern.
73, Helmut DO1TBP

Jawa 01

Re: Radio mit Sendernamenanzeige muss künftig auch digital k

#45

Beitrag von Jawa 01 » So 18. Jun 2017, 02:38

Ach warum schaft man das Radio nicht ganz ab da Läuft doch ja so wie so meist nur Schrott, es sollen doch nur mehr DAB+ Radios Verkauft werden ich selbst habe ein Sony DAB + Radio der Empfang ist Beschießen meist geht da ohne Aussetzer nichts ins besondere Ärgert mich es beim Musik Aufnehmen dabei hat man doch Anrecht darauf einen Guten Empfang wir Bezahlen doch alle Unsere GEZ Gebühren, ach so wie es immer schon war wir bekommen doch alles nur Aufgezwungen so wie es auch beim DVB T der Fall war nur wegen den HD Käse müssen wir uns neue Receiver Kaufen und die alten wegwerfen alles Unnötiger Elektronik Schrott ,also ich selber halte von dem HD Kram überhaupt nichts erstens ist der Empfang Schlechter als bei SD Sendern und einen Unterschied gibt es auch kaum ,ach nach meiner Meinung alles nur Geld Macherei jetzt wurde auch Kürzlich das Analoge Kabel Abgeschaltet das hießt wir Müssen uns Kabel Receiver Kaufen Ende des Monats werden die Privatsender bei DVB T2 Dicht gemacht die muss man dann Bezahlen ,es ist so das alles auf einmal gemacht wird nur das wir wieder Bezahlen sollen gut es ist ja bald Bundestagswahl ich werde diese Kapitalistischen Parteien nicht mehr Wählen die uns doch nur Abzocken und uns alles Auf Drängen wollen was wir überhaupt nicht wollen ,wo ist da die Demokratie sie wird immer weniger ,es sollte Schluss sein mit dieser Wegwerfgesllschaft schade um die Schönen Rohstoffe schade um die Schönen Elektrogeräte die meist noch gut Funktionierten .

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