Böse Falle: Mohnkuchen und Drogentests

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grinsekater
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Böse Falle: Mohnkuchen und Drogentests

#1

Beitrag von grinsekater »

Drogentest: Polizei verhaftet Kuchenesser

Das sollte man zumindest wissen, weil es JEDEM passieren kann!

73, Andy
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Waldwuzz
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Re: Böse Falle: Mohnkuchen und Drogentests

#2

Beitrag von Waldwuzz »

"Gebt Ihnen Kuchen zu essen" bekommt da doch gleich mal einen fundierten Hintergrund :wink:

Aber wenn Du erst mal den Zonk hast und unter Drogenverdacht stehst weil Tante Erna gesagt hat, daß der Mohnkuchen wegmuß, ist der Spaß erstmal richtig vorbei

kleine Anmerkung:
DIE Überschrift und der Inhalt passen im besten Bildzeitungsstil ja mal wieder voll zusammen :wall:
fairerweise wird in dem Artikel wenigstens gleich erklärt, daß keine ungewollten Rauschzustände zu verspüren waren, das liest sich so trocken.. :dlol:
Zuletzt geändert von Waldwuzz am Do 18. Jul 2013, 00:35, insgesamt 1-mal geändert.
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grinsekater
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Re: Böse Falle: Mohnkuchen und Drogentests

#3

Beitrag von grinsekater »

Das Problem ist, dass polizeiliche Drogenvortests (Drugwipe usw.) auf Mohn reagieren.

Unbedarfte, harmlose Leute, die keine Drogen konsumieren, stimmen ja (freiwilligen) polizeilichen Tests bei Verkehrskontrollen häufig zu, weil sie sicher sind, dass diese Tests auch keinen Drogenkonsum anzeigen.

Aber wehe, sie haben Mohnkuchen gegessen..., dann kann der Schein erst mal weg sein. Verdacht(!) auf Fahren unter BtM.

Ganz übel. :x

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Waldwuzz
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Re: Böse Falle: Mohnkuchen und Drogentests

#4

Beitrag von Waldwuzz »

ich bevorzuge übrigens die Variante Mohn-Marzipan-Torte.
Beim "richtigen" Geburtstag ist dann gleich die ganze Familie verdächtig...
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LuckyLuke

Re: Böse Falle: Mohnkuchen und Drogentests

#5

Beitrag von LuckyLuke »

Das ist aber auch schon 9 Jahre her...
Inzwischen schlagen die Tests nicht mehr an, man müsste schon eine Menge des doppelten Körpergewichts an Mohn essen damit ein Test was anzeigt...

MisterEd
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Re: Böse Falle: Mohnkuchen und Drogentests

#6

Beitrag von MisterEd »

Die Abklatschtests der Mehlmützen schlagen im Übrigen auch gerne mal auf gewisse Hautcremes/-lotionen an.

Da kütt man dann auch nicht mehr um eine Blutentnahme drum herum. Und wehe man wehrt sich gegen diese... :angry:

noone
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Re: Böse Falle: Mohnkuchen und Drogentests

#7

Beitrag von noone »

Bluttest bloß nicht dann finden die ja auch den Alkohol !

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grinsekater
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Re: Böse Falle: Mohnkuchen und Drogentests

#8

Beitrag von grinsekater »

MisterEd hat geschrieben:Die Abklatschtests der Mehlmützen schlagen im Übrigen auch gerne mal auf gewisse Hautcremes/-lotionen an.
Darum sollte man die grundsätzlich verweigern. Diese (Vor-)Test sind nämlich freiwillig (und dienen der Polizei nur zur Verdachtsgewinnung!), allerdings "vergessen" die Beamten gern auch mal, darauf hinzuweisen. :clue:

@ LuckyLuke:

9 Jahre her? Ok, mir persönlich ist die Problematik auch schon länger bekannt, bin da nur gerade mal wieder drüber gestolpert. Darum dachte ich mir, es kann ja nicht schaden, auch hier mal darüber zu informieren. Wer sich mit solchen Themen nicht beschäftigt, weiss das ja in der Regel auch nicht, höchstens durch Zufall.

Anscheinend ist das Thema "falsch-positive Schnelltests" aber immer noch relativ aktuell: http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/p ... -1.1414347
oder auch hier:
http://www.anwalt.de/rechtstipps/drogen ... 25481.html

73, Andy
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Re: Böse Falle: Mohnkuchen und Drogentests

#9

Beitrag von ROMEO 1 »

Mohn-Esser gleichen Heroin-Konsumenten Drogentest: Polizei verhaftet Kuchenesser
zuletzt aktualisiert: 03.10.2004 - 13:17

Mohn-Esser gleichen Heroin-Konsumenten: Drogentest: Polizei verhaftet Kuchenesser - Lesen Sie mehr auf:
http://www.rp-online.de/wissen/drogente ... #288439587
Sind wir denn schon im "Sommerloch"?
Der Bericht ist scheinbar doch aus 2004, ich denke, dass die Drogentests in der Zwischenzeit bestimmt schon verfeinert worden sind.

73, Horst

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grinsekater
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Re: Böse Falle: Mohnkuchen und Drogentests

#10

Beitrag von grinsekater »

@ ROMEO 1: Von wegen "verfeinert", meine beiden Links im Beitrag über Deinem sind von 2012... :clue:

Kannst es ja mal selbst ausprobieren... :lol:

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Re: Böse Falle: Mohnkuchen und Drogentests

#11

Beitrag von MisterEd »

grinsekater hat geschrieben:
MisterEd hat geschrieben:Die Abklatschtests der Mehlmützen schlagen im Übrigen auch gerne mal auf gewisse Hautcremes/-lotionen an.
Darum sollte man die grundsätzlich verweigern. Diese (Vor-)Test sind nämlich freiwillig (und dienen der Polizei nur zur Verdachtsgewinnung!), allerdings "vergessen" die Beamten gern auch mal, darauf hinzuweisen. :clue:
[...]
Das ist wohl grundsätzlich richtig.

Verweigerst Du allerdings einen solchen "freiwilligen" Vororttest, sitzt Du sofort in der Wanne auf dem Weg zur Blutprobe.

Man hat da nicht wirklich die Wahl.

Beste Grüße

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grinsekater
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Re: Böse Falle: Mohnkuchen und Drogentests

#12

Beitrag von grinsekater »

MisterEd hat geschrieben:
Verweigerst Du allerdings einen solchen "freiwilligen" Vororttest, sitzt Du sofort in der Wanne auf dem Weg zur Blutprobe.

Man hat da nicht wirklich die Wahl.
Der Bluttest muss inzwischen richterlich angeordnet werden, wenn man nicht einwilligt, und nur auf eine vage Vermutung hin geht das nicht mehr so einfach. Zumal dann ja auch die Möglichkeit besteht, dass der Proband komplett clean ist. Und dann hat der Michel, der das angeordnet hat, ein grosses Problem, wenn man da einen Anwalt drauf ansetzt.

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ursuppe
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Re: Böse Falle: Mohnkuchen und Drogentests

#13

Beitrag von ursuppe »

:opa: 2004....

Jeglicher Mohn, der in die EU importiert, bzw. dort verwendet oder veräußert wird, muss seit ca. 2006 gewaschen werden!

Diese Verordnung hat schon so manchen passionierten "Kuchenesser" in der Vergangenheit ganz schön auf die Palme gebracht. Da schlägt nix mehr an, egal ob die Test "verfeinert" wurden, oder nicht (wurden sie meines Wissens nicht).
Man müsste schon einige Pfund fressen (nur den Mohn - ohne Kuchen!!), um ein positiven Morphin-Test zu forcieren. Breit wird davon auch keiner mehr.

Die Blöd-Zeitung titelte übrigens damals: "Mohnkugeln: Neuer Renner in der Drogenszene".

Danach haben sie dann den Discounter-Junkies den Hahn abgedreht und viele von ihnen sind mangels Alternativen auf das "gute, saubere Zeugs" vom Bahnhof umgestiegen (und meistens daran gescheitert).

Also: Guten Appetit beim Mohnkuchenessen. Absolut unbedenklich! :tup:

73

p.s.:
für wen's interessiert: http://www.bfr.bund.de/cm/343/morphin_in_mohnsamen.pdf

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grinsekater
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Re: Böse Falle: Mohnkuchen und Drogentests

#14

Beitrag von grinsekater »

Ok, wenn sich da wirklich was geändert hat, wäre das ja erfreulich. :)

Aber warum schreibt dann z. B. die Süddeutsche (siehe Link oben), noch 2012 über diese Problematik?

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ursuppe
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Re: Böse Falle: Mohnkuchen und Drogentests

#15

Beitrag von ursuppe »

Ich würde das mal unter "gefährliches Halbwissen einer übereifrigen SZ-Journalistin" verbuchen.

Die Sache mit der Waschlotion, um die es in erster Linie im Artikel geht, scheint ja relativ aktuell zu sein. Die Mohnschnitten hatte sie wohl noch irgendwo im Hinterstübchen und ohne gründlichen Rechercheaufwand (Zeit ist ja Geld...) einfach mal als Füllmaterial verwendet. Klingt ja so schön reißerisch. Immerhin schreibt sie "unter Umständen..."

Miserabel recherchierte Artikel sind kein alleiniges Problem der Boulevard-Medien mehr. Auch bei SZ, Spiegel, Zeit usw. wird immer mehr nicht-hinterfragter Käse geschrieben. Von Rechtschreibung und Stil mal ganz abgesehen... In dieser Hinsicht ist der Artikel aber gar nicht so schlecht. Schön vor allem das kreative Kompositum "Neugeborenenstuhl" :mrgreen:.

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