DMR – echter Amateurfunk oder doch nur VoIP?

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AiNuK
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Re: DMR – echter Amateurfunk oder doch nur VoIP?

Beitrag von AiNuK »

13HN465 hat geschrieben: Mi 5. Aug 2026, 09:57 Auch das ist ECHTER Amateurfunk, auch wenn man nur daneben sitzt %)
Genau, dass ist zwar automatisiert, aber eben nicht unbesetzt und deshalb KEINE automatisch arbeitende Amateurfunkstelle.

Mit DMR hat das aber alles nichts zu tun, DMR ist weder automatisiert noch unbesetzt. Alles keine Quantenphysik, um sich solche Fragen herzuleiten und selbst zu beantworten. Dazu haben FA doch "Rechtskunde" gelernt, oder?
vy 73 de Jürgen (WARC IG)
DG1UDO
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Re: DMR – echter Amateurfunk oder doch nur VoIP?

Beitrag von DG1UDO »

Lutz hat geschrieben: Mo 3. Aug 2026, 08:11 Eigentlich ist das kein "richtiger" Amateurfunk, denn man funkt ja bloß bis zum nächsten Relais
Meine Meinung: sobald es eine Strecke gibt, an deren beider Ende sich jeweils eine Antenne befindet, ist das für mich (Amateur-)Funk. Dabei lasse ich die Betriebsart völlig außer acht. Den Begriff "richtiger Funk" mag ich dabei nicht. Warum? Was ist "richtig?"

Zum Vergleich / Verständnis:

Mein Hobby-Schwerpunkt im Amateurfunk sind Verbindungen auf Frequenzen ab 10 GHz aufwärts, gefühlt ist für mich alles darunter eher Gleichstrom.

In diesen Frequenzbereichen geht es mir tatsächlich nur um die technischen Möglichkeiten von Frequenzaufbereitung, Filtern, Antennen usw.
Mir geht es nicht um Reichweitenrekorde. Im Gegenteil, meistens befinden sich dabei Sender und Empfänger im gleichen Raum, Entfernung unter 5 Meter.
Und ich bin mir auch absolut der Tatsache bewusst, dass ich in diesem Aufbauszenario nie eine Antwort von irgend einem anderen Funkamateur bekommen werde.

Trotzdem ist das für mich echter Amateurfunk im Sinne der Definition als Experimentierfunk: ich führe technische Untersuchungen durch und bilde mich dadurch selbst fort.

Insofern: seid bitte tolerant, auch gegenüber neuen Betriebsarten.
13HN465
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Re: DMR – echter Amateurfunk oder doch nur VoIP?

Beitrag von 13HN465 »

DG1UDO hat geschrieben: Mi 5. Aug 2026, 12:50
Meine Meinung: sobald es eine Strecke gibt, an deren beider Ende sich jeweils eine Antenne befindet, ist das für mich (Amateur-)Funk. Dabei lasse ich die Betriebsart völlig außer acht.
...also wie schon in Post #5 beschrieben 8)
Mein Hobby-Schwerpunkt im Amateurfunk sind Verbindungen auf Frequenzen ab 10 GHz aufwärts, gefühlt ist für mich alles darunter eher Gleichstrom.
Ich bewege mich gelegentlich genau am anderen Ende.
Im Gegensatz zu KW-Geräten von Yaesu oder Kenwood, die nach dem öffnen erst ab 1,6 oder 1,7Mhz aufwärts senden können, gibt es bei vielen älteren Icom-Geräten nach unten keine Grenze.
So habe ich schon mit einem IC-7000 oder IC-7100 "vorsichtige" Sendeversuche auf 475khz gemacht und dabei die Regenrinne, oder lange Drähte in den Weinbergen als Antenne benutzt :lol:
Und auch auf 137khz schwingt oft noch der Oszi ;-)
Im Gegenteil, meistens befinden sich dabei Sender und Empfänger im gleichen Raum, Entfernung unter 5 Meter.
Genauso waren auch meine ersten Experimente mit DMR vor fast 15 Jahren, oder mit Tetra.
Zwei Geräte gekauft und lokale Tests im Labor gemacht.
Trotzdem ist das für mich echter Amateurfunk im Sinne der Definition als Experimentierfunk: ich führe technische Untersuchungen durch und bilde mich dadurch selbst fort.
Exakt so sehe ich das auch, Danke ;-)

Um wieder auf die Überschrift zu kommen:

Ist DMR ein echter Amateurfunk?
DMR ist zunächst ein europäischer Übertragungsstandard für digitalen Sprechfunk von 2006.
Sobald eine Amateurfunkfrequenz beteiligt ist, ist es auch ein "echter" Amateurfunk.

Ist DMR VoiceOverIP?
Nein, denn die Endstellen haben keine IP-Adresse und können auch ohne Relaisstelle oder Internet miteinander funken.
...früher hatten wir keine Influencer, wir hatten Onkels die uns umsonst schlechte Ratschläge gaben....
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Re: DMR – echter Amateurfunk oder doch nur VoIP?

Beitrag von dmbf »

13HN465 hat geschrieben: Mi 5. Aug 2026, 14:03
Ist DMR ein echter Amateurfunk?
DMR ist zunächst ein europäischer Übertragungsstandard für digitalen Sprechfunk von 2006.
Sobald eine Amateurfunkfrequenz beteiligt ist, ist es auch ein "echter" Amateurfunk.

Ist DMR VoiceOverIP?
Nein, denn die Endstellen haben keine IP-Adresse und können auch ohne Relaisstelle oder Internet miteinander funken.
Hallo,

wo bleibt Alfred ?! (OE5AKM) mit ARoIP ?


dmb
Lutz
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Re: DMR – echter Amateurfunk oder doch nur VoIP?

Beitrag von Lutz »

Vielen Dank für die unterschiedlichen Beiträge, die die ganze Bandbreite an Meinungen und Überzeugungen widerspiegeln.
Dass dieser Faden hier (bislang) nicht aus dem Ruder gelaufen ist, kann man durchaus als Erfolg werten.
Besonders interessant sind doch gerade die Fragen, die sich nicht eindeutig beantworten lassen.
Übrigens habe ich letzten Freitag die Amateurfunkprüfung der Klasse N bestanden. Offen gestanden war sie nicht besonders schwer. Jetzt warte ich auf die Zulassung zum Amateurfunkdienst und die Zuteilung meines Rufzeichens.
Vielleicht steige ich später noch auf die Klasse E oder A auf, aber zunächst möchte ich erst einmal klein anfangen, wozu auch DMR gehört.
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Comco C22
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Re: DMR – echter Amateurfunk oder doch nur VoIP?

Beitrag von Comco C22 »

dann herzlichen Glückwunsch zur Lizenz Lutz...Vielleicht hört man sich mal auf 10 Meter

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Tom
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13HN465
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Re: DMR – echter Amateurfunk oder doch nur VoIP?

Beitrag von 13HN465 »

@Lutz
Concratulation zum Lappen (wie sieht der heute eigentlich aus?), dann kanns ja jetzt endlich los gehen ;-)

Im Gegensatz zur früheren Klasse-3, die nur 2m und 70cm mit maximal 10W durfte, hast du noch die Spielwiese 10m,
wo man günstig mit Exportgeräten einsteigen kann.
DMR ist auch eine interessante Spielerei, gegenüber den beiden anderen digital-voice D-Star und C4FM muss man sich Anfangs n bissl in die Programmierung der Geräte einarbeiten, was aber kein Hexenwerk ist, und hier gibts ja auch viel Hilfe dazu.
Du hast mit DB0PBS und DB0UG auch reichlich Auswahl, die auf verschiedenen Frequenzen FM,DMR und D-Star anbieten.

Ich hoffe das dich dein Spaß bald zur nächsten Lizenzklasse mit noch mehr Möglichkeiten führt.
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Lutz
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Re: DMR – echter Amateurfunk oder doch nur VoIP?

Beitrag von Lutz »

Vielen Dank für die guten Wünsche.
Auf meine Zulassung zum Amateurfunkdienst und das Rufzeichen warte ich noch.
Schade, dass man dies nicht zusammen mit der Anmeldung zur Prüfung beantragen kann.
Sollten die Informationen, die die KI liefert, korrekt sein (was bekanntlich nicht immer der Fall ist), war dies bis 2024 möglich, inzwischen handelt es sich jedoch um zwei unterschiedliche Verwaltungsakte, d.h. am Tag der Prüfung bekommt man das Amateurfunkzeugnis ausgehändigt und kann erst dann die Zulassung und das Rufzeichen beantragen.

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