Ende der Hoffnung

Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon ax73 » Di 12. Dez 2017, 23:53

Das sieht sowieso so aus daß, wenn da nicht bald ein paar Leute aufwachen, das Thema Amateurfunk in D
auf ganz schlanke Füße gestellt wird.
Rufen im Wald mit ein paar neuen Krawattenlizenzen pro Jahr kann nicht über die Rückständigkeitsprobleme
und das Missmanagement des DARC hinwegtäuschen. Da ist Felle retten angesagt, sonst nix.
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Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon doctorhu » Mi 13. Dez 2017, 08:15

Schade, das die K Lizenz nicht kommen wird, naja...
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Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon 13DS29 » Mi 13. Dez 2017, 09:02

Nein, gut so. Ich hab als völlig branchenfremder in etwas über 2 Monaten (allerdings mehr als 4h pro Tag) von Null auf A gelernt, und zwar nicht nur auswendig.

Ahnung hab ich trotzdem viel zu wenig und wenn sich die Demenz-Selbsthilfegruppen auf 80m nicht nur über ihre Krankheiten oder vergangene Zeiten unterhalten, sondern technische Finessen bequatschen, hab ich Sendepause.

Wer noch dümmer ist als ich, hat auf Afu nix verloren. :P

Etwas wird nicht gerettet, indem man das Niveau senkt, sondern die Attraktivität erhöht. Funken muss wieder cooler und v.a. jünger werden. Fielddays, SOTA, COTA, etc. sind meiner Meinung nach die richtige Richtung. COTA und SOTA kann jeder machen, IOTA kostet Geld. Und die Scheiß contesterei muss eingeschränkt werden. "Normale" Funker sollten Anspruch auf einen contestfreien Tag am WE haben. Diese 5/9-73-Funkerei schreckt viele sehr ab.

Was passiert, wenn man das Niveau senkt, sieht man in den letzten 30-40 Jahren mit den Schulabschlüssen. Die meisten Abiturienten kriegen heute weniger fehlerfreie Sätze hin, als ein damaliger Hauptschüler. Mit sogenannten "Mittelschülern" kann man heut gar nix mehr anfangen. Der Großteil ist nicht ausbildungsfähig. Aber ich schweife ab.

Ich weiß auch nicht, warum mit aller Gewalt die Bänder voll sein müssen. Immer wenn ich einschalte, ist was los. Die Bedingungen auf 20m und höher sind halt grad schlecht. Aber tagsüber ist auf 40m fast immer irgendwer und jeden Abend auf 80m ist keine freie Frequenz zu finden. Was wollt Ihr denn noch? Wenn Ihr nix hört, baut gescheite Antennen. Oder macht was auf DV. DMR boomt. Da findet man immer jemanden.

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Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon Yaesu FT857D » Mi 13. Dez 2017, 12:11

13DS29 hat geschrieben:Nein, gut so. Ich hab als völlig branchenfremder in etwas über 2 Monaten (allerdings mehr als 4h pro Tag) von Null auf A gelernt, und zwar nicht nur auswendig.

Ahnung hab ich trotzdem viel zu wenig und wenn sich die Demenz-Selbsthilfegruppen auf 80m nicht nur über ihre Krankheiten oder vergangene Zeiten unterhalten, sondern technische Finessen bequatschen, hab ich Sendepause.

Wer noch dümmer ist als ich, hat auf Afu nix verloren. :P

Etwas wird nicht gerettet, indem man das Niveau senkt, sondern die Attraktivität erhöht. Funken muss wieder cooler und v.a. jünger werden. Fielddays, SOTA, COTA, etc. sind meiner Meinung nach die richtige Richtung. COTA und SOTA kann jeder machen, IOTA kostet Geld. Und die Scheiß contesterei muss eingeschränkt werden. "Normale" Funker sollten Anspruch auf einen contestfreien Tag am WE haben. Diese 5/9-73-Funkerei schreckt viele sehr ab.

Was passiert, wenn man das Niveau senkt, sieht man in den letzten 30-40 Jahren mit den Schulabschlüssen. Die meisten Abiturienten kriegen heute weniger fehlerfreie Sätze hin, als ein damaliger Hauptschüler. Mit sogenannten "Mittelschülern" kann man heut gar nix mehr anfangen. Der Großteil ist nicht ausbildungsfähig. Aber ich schweife ab.

Ich weiß auch nicht, warum mit aller Gewalt die Bänder voll sein müssen. Immer wenn ich einschalte, ist was los. Die Bedingungen auf 20m und höher sind halt grad schlecht. Aber tagsüber ist auf 40m fast immer irgendwer und jeden Abend auf 80m ist keine freie Frequenz zu finden. Was wollt Ihr denn noch? Wenn Ihr nix hört, baut gescheite Antennen. Oder macht was auf DV. DMR boomt. Da findet man immer jemanden.

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Genau Michael! :thup: Hier muss ich dir vollkommen Recht geben! :wink:
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Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon DLH03 » Mi 13. Dez 2017, 13:50

13DS29 hat geschrieben:Funken muss wieder cooler und v.a. jünger werden.


Genau das ist der Punkt. Aber wie kann man das bei Kindern/ Jugendlichen erreichen, wo heute jeder so ein Smart-Phone mit sich rumschleppt?
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Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon Wolf » Mi 13. Dez 2017, 14:09

13DS29 hat geschrieben:(...) Ich hab als völlig branchenfremder in etwas über 2 Monaten (allerdings mehr als 4h pro Tag) von Null auf A gelernt, und zwar nicht nur auswendig.
(...)
Wer noch dümmer ist als ich, hat auf Afu nix verloren. :P

Maßstäbe, die jemand an sich selbst anlegt, sind nicht maßgebend für den Rest der Welt. :-) Oft findet man in der Diskussion die moralinsaure Forderung, Kritiker sollten sich, statt Kritik zu üben, gefälligst "auf den Hosenboden setzen" und lernen. Das habe man ja schließlich selbst auch machen müssen. Da fehlt dann nur noch der mit erhobenem Zeigefinger ausgesprochene Satz: "Wir machen das ja nicht aus Spaß!"

DOCH! Wir machen Funk als Freizeitbeschäftigung, aus Spaß an der Freude! Wenn der Funkspaß auch gesellschaftliche Anerkennung erfährt, ist das lediglich ein willkommener Nebeneffekt und hilft vielleicht auch nützlich bei der Durchsetzung politischer Forderungen.

Rumgejammere bei zeitgemäßen Anpassungen der Amateurfunk-Zugangsbestimmungen ist ja nicht neu. Ich erinnere nur an die die Einführung der alten AFu-Klasse C (UKW-Lizenz), an die Einführung der Klasse 3 (später E), an den Wegfall der CW-Prüfung als Voraussetzung für den Zugang zu den Kurzwellenbändern). Immer haben Panikmacher vorher den Untergang des Amateurfunks prophezeit, NIE sind diese Prophezeiungen eingetroffen.

13DS29 hat geschrieben:Etwas wird nicht gerettet, indem man das Niveau senkt, sondern die Attraktivität erhöht.(...)

Das "Niveau" (hier des Amateurfunks) ist nicht zwangsläufig abhängig von den Anforderungen der Prüfung, sondern vom Verhalten der Teilnehmer. Eine Prüfung der Sozialkompetenz zum Bestandteil vom Amteurfunkprüfungen zu machen, dürfte allerdings etwas schwierig werden. :shock:

Groß
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Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon Wolf » Mi 13. Dez 2017, 14:16

DLH03 hat geschrieben:
13DS29 hat geschrieben:Funken muss wieder cooler und v.a. jünger werden.

Genau das ist der Punkt. Aber wie kann man das bei Kindern/ Jugendlichen erreichen, wo heute jeder so ein Smart-Phone mit sich rumschleppt?

Vielleicht dadurch, dass der Staat Prüfungsinhalte auf das beschränkt, was für den Betrieb einer Amateurfunkanlage zwingend erforderlich ist?

Gruß
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Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon hl77 » Mi 13. Dez 2017, 14:17

Du hast es auf den Punkt gebracht! So ist es. :tup: :tup:
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Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon 13CT011 » Mi 13. Dez 2017, 15:07

13DS29 hat geschrieben:Nein, gut so. Ich hab als völlig branchenfremder in etwas über 2 Monaten (allerdings mehr als 4h pro Tag) von Null auf A gelernt, und zwar nicht nur auswendig.


:thup: Das ist definitiv in dem Zeitrahmen machbar. Ich weiß auch nicht warum sich alle über eine (relativ leichte) Prüfung aufregen. Bei anderen Hobby´s z.Bsp.: Jagen, (Segel, Ballon ect.)fliegen, Boot, Motorad, Angeln ect. jammert niemand darüber das er eine Prüfung ablegen muss... und die sind zum Großteil sehr viel Kosten und Zeit intensiver (vielleicht bis auf die Fischereiprüfung zum Angeln)!

Der Amateurfunk ist ein experimenteller Funkdienst. Das Niveau sollte entsprechend so hoch bleiben, wir möchten ja auch möglichst international anerkannte Lizenzen haben um beispielsweise Gastlizenzen zu bekommen und wollen ganz sicher keinen CE-Zwang für unsere Geräte. Ohne Selbstbau wäre der Amateurfunk nur noch CB-Funk. Und den gibt es schon- und das ganz ohne Prüfung für diejenigen die ihre Geräte aus dem Karton verwenden wollen :holy:

doeskopp hat geschrieben:Wenn die Leute etwas nicht annehmen wollen, dann muss man es verschenken damit Interesse entsteht.

Auch das würde nur denen helfen die bisher den Hintern nicht hoch bekommen haben zum lernen. Neue Interessenten bringt so etwas nicht. Zur Erinnerung: CB-Funk ist quasi geschenkt (seit 2003 Anmelde und Gebührenfrei). Geholfen hat´s nicht. Um´s mit den Worten vom roten-baron zu sagen: Der (CB)Funk ist tot.

13DS29 hat geschrieben:Etwas wird nicht gerettet, indem man das Niveau senkt, sondern die Attraktivität erhöht. Funken muss wieder cooler und v.a. jünger werden. Fielddays, SOTA, COTA, etc...

...Ich weiß auch nicht, warum mit aller Gewalt die Bänder voll sein müssen. Immer wenn ich einschalte, ist was los...


Das kann ich so unterschreiben. Funkbetrieb von unterwegs (FD, SOTA, COTA,FF) ist toll und sollte mehr gefördert werden. Zum Thema Bandbelegung: Es ist immer irgendwo irgendwer erreichbar. Immer. Amateurfunk ist auch kein nationales Hobby. International gibt es so viele Funkamateure wie noch nie. Wenn weiterhin so wie bisher ausgebildet wird gibt es auch kein Nachwuchsproblem per se- allerdings sehr wohl für den nationalen Club (der inzwischen nur noch ca. die Hälfte der deutschen FA vertritt - Tendenz abnehmend), das ist aber ein anderes Problem und gehört nicht hier her.

Wolf hat geschrieben:dass der Staat Prüfungsinhalte auf das beschränkt, was für den Betrieb einer Amateurfunkanlage zwingend erforderlich ist?

Das die Prüfungen dadurch aber eher schwerer werden müssten ist dir klar? :D Es gibt so viele frische FA (beider Lizenzklassen) die weder die Bandbreite ihrer Aussendung im Griff haben, noch ihre PA ohne zu splattern betreiben können, offensichtlich müsste dann der technische Teil anspruchsvoller werden. Betriebstechnik und Vorschriften wird ja eh nur das nötigste geprüft.

Ich bin sehr froh das das Thema ELL (hoffentlich) endlich vom Tisch ist. Wir haben eine Einsteiger Lizenz- diese ist ausreichend dimensioniert (Kinderleichte Fragen- und 7 Bänder) und wer den Mini-Aufwand scheut eine Prüfung abzulegen die 10jährige Mädchen schaffen... der sollte vielleicht lieber Briefmarken sammeln :holy: Und wer ernsthaft interessiert ist schafft auch die CEPT-Lizenz ohne Probleme.

Wir brauchen nicht mehr- sondern besser ausgebildete Funkamateure :king:

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Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon Yaesu FT857D » Mi 13. Dez 2017, 18:03

DLH03 hat geschrieben:
13DS29 hat geschrieben:Funken muss wieder cooler und v.a. jünger werden.


Genau das ist der Punkt. Aber wie kann man das bei Kindern/ Jugendlichen erreichen, wo heute jeder so ein Smart-Phone mit sich rumschleppt?

Die Verbindung von Smartphone zu Amateurfunk ist schon teilweise durch Apps gegeben.
Ich denke da z.B. an die App "Repeater Book" für die Funkgeräte von Yaesu (FT817/857/897) und Icom.
Oder andere Apps, die eine Verbindung zu AFU geben/eingehen.

An Tagen wo der Unicampus oder die Fachhochschule vor Ort offen für jedermann ist, Amateurfunk vorführen/integrieren, wäre mal ein Anfang.
Das hatte zuletzt hier an der Fachhochschule mit dem (missglückten) Ballonstart schon einigermassen geklappt....
Der vor kurzem begonnene Kurs zur Erlangung der Klasse E, besteht überwiegend aus solchen jungen Leuten, die mit den Anfängen von Smartphones gross geworden sind.
Einer am Kursinfoabend, interessierte sich für mein mitgebrachtes TYT MD380 mit der Betriebsart DMR.
Aber auch analoge Betriebsarten inkl. SSB und CW, weckten das Interesse fernab vom Smartphone, für viele Teilnehmer dieses Kurses.

Noch ein Spruch dazu:
"Ohne Fleiss keinen Preis."
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Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon Cosmo » Mi 13. Dez 2017, 18:05

13CT011 hat geschrieben:Funkbetrieb von unterwegs (FD, SOTA, COTA, WWFF) ist toll und sollte mehr gefördert werden. International gibt es so viele Funkamateure wie noch nie. Wenn weiterhin so wie bisher ausgebildet wird, gibt es auch kein Nachwuchsproblem per se, allerdings sehr wohl für den nationalen Club, das ist aber ein anderes Problem und gehört nicht hier her.

Da kann ich mich nur anschließen, allerdings setzt der Umgang mit dem Medium Kurzwelle einen gewissen Pioniergeist voraus, den eben nicht jeder mitbringt. Das mitunter recht aufwändige Hobby Amateurfunk wird so auch nur dann zu einem Abenteuer, wenn man sich vom sonst allgegenwärtig anzutreffenden Plug & Play-Denken befreit und sich auf dieses Experiment entsprechend einläßt. Die Trends in den USA zeigen seit 2012 eine drastische Zunahme in den meisten Lizenzklassen. Dabei haben sich ganz besonders 5 Staaten als die Speerspitze dieser Entwicklung gezeigt.

  1. Kalifornien: 105.051 Lizenzen
  2. Texas: 52.264 Lizenzen
  3. Florida: 41.577 Lizenzen
  4. Washington: 32.635 Lizenzen
  5. Ohio: 27.999 Lizenzen
Die höchste Anzahl landesweit wurde allerdings schon 2003 mit 737.938 Lizenzen registriert, sie liegt heute (Nov. 2017) mit einem neuen Rekordhoch bei 747.994 Lizenzen. Und dieser Trend setzt sich offenbar fort! :D Es kommt also immer darauf an, was man daraus macht. Weniger Bürokratie und bessere Ausbildungsmöglichkeiten mit einer grundlegenden Modernisierung des gesamten Funkwesens wären hier der geeignete Schlüssel und nicht die Regulierungswut der zuständigen Behörden.
Peter Martinez (G3PLX), Moe Wheatley (AE4JY), Howard Teller (KH6TY), Nino Porcino (IZ8BLY), Pawel Jalocha (SP9VRC) und José Alberto Nieto Ros (EA5HVK) sind alles hervorragende Entwickler, nur Stan Gibilisco (W1GV) ist noch besser!
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Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon Wolf » Mi 13. Dez 2017, 22:56

Cosmo hat geschrieben:(...) Die Trends in den USA zeigen seit 2012 eine drastische Zunahme in den meisten Lizenzklassen. Dabei haben sich ganz besonders 5 Staaten als die Speerspitze dieser Entwicklung gezeigt.
(...)

Schön, dass Du als als positives Beispiel die USA nennst, die über jenes dreiklassige Lizenzmodell mit niedrigschwelligem Einstieg verfügen, dessen Einführung in Deutschland von DARC-Vorstandsmitglied Entsfellner "oberste Priorität" eingeräumt wurde. :D :D

Gruß
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Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon Cosmo » Do 14. Dez 2017, 07:02

Wolf hat geschrieben:Schön, dass Du als als positives Beispiel die USA nennst, die über jenes dreiklassige Lizenzmodell mit niedrigschwelligem Einstieg verfügen, dessen Einführung in Deutschland von DARC-Vorstandsmitglied Entsfellner "oberste Priorität" eingeräumt wurde.

Na klar, und woran liegt das nun? Wahrscheinlich viel mehr an der Tatsache, daß man in Deutschland schon seit 1945 so ziemlich alles nachmacht was die USA vorexerziert! Aber Deutschland ist nicht die USA, hier gehen die Uhren etwas langsamer und auch die Gesellschaft reagiert um einiges anders, als die der Amerikaner. Kritische Stimmen gibt es sicher auch in den USA, der kommerzielle Faktor spielt hier aber eine wichtigere Rolle! Schuld an dieser Entwicklung sind aber die Amateurfunker selbst, die seit gut hundert Jahren in ihren verkrusteten Traditionen feststecken und keinen Finger rühren das zu ändern. Jetzt wurden sie eben von der Zeit eingeholt, - wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. :D

Hier ist auch noch festzustellen, daß dieses Lizenzmodell nicht unbedingt so bleiben muß, es kann jederzeit nach Bedarf auch wieder geändert werden. Entscheidend sind dabei aber seine Auswirkungen auf den Altersdurchschnitt bei den Neuzugängen, dann wird man sehen was es gebracht hat.
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Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon guglielmo » Do 14. Dez 2017, 07:39

Ja die Zeiten haben sich gewandelt. Tatsächlich müsste sich der Amateurfunk wieder neu definieren. Einen experimentellen Funkdienst, aus wissenschaftlicher Sicht, brauchen wir nicht mehr. Die Physik der Funkwellen ist hinlänglich beschrieben und die Sende- und Empfangstechnik fest in den Händen von Großunternehmen und ihren Entwicklungsabteilungen. Selbst mit der Digitalisierung ist objektiv kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Auch die Theorie der Signalabtastung und der digitalen Kodierung ist vollendet. Es lassen sich noch jede Menge "Spielereien" mit Signalisierung und Vermittlung durchführen jedoch auch ohne dabei neue fundamentale Erkenntniss zu gewinnen. Vermutlich wird es noch Fortschritte im Bereich der Bauelemente für Verstärker sowie der Steuerungs- und Regeltechnik geben. Hier würde der geneigte experimentelle Funkamateur eine solide Basisausbildung benötigen und müsste über ein einigermaßen komplettes Labor verfügen. Jedenfalls ist dies meine Analyse. Wie könnten man der Politik und der Öffentlichkeit dennoch den Sinn des Amateurfunks verkaufen?

Vielleicht der Ausbildungs- und Erziehungseffekt für Jugendliche. Heranführen an Technik und Ingenieurwissenschaften
oder
Internationale Kontakte und Völkerverständigung. Das ist nützlich in einer Zeit zunehmender Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit
oder
Kommunikationsmedium einer zunehmend alternden Gesellschaft mit Vereinzelungstendenzen
oder
Hobbymäßiges basteln um hierdurch Geschicklichkeit und technische Kompetenzen zu trainieren

Grob ließen sich diese Punkte in den Schlagworten Ausbildung, Völkerverständigung und soziales Miteinander aufteilen.
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Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon Zonk666 » Do 14. Dez 2017, 08:15

funkfan hat geschrieben:.....wer richtig funken will muß halt sich mal disziplinieren....


Ah ja :-|

Zwei Fragen noch.
Wer definiert "richtig" funken, du?
Du hörst aber ab und an schon den lizenzierten Funkkollegen auf KW/VHF/UHF zu, oder?

Nix für Ungut, aber für mich sind solche Aussagen an Arroganz nicht zu übertreffen und nähren diesen ewigen "Kindergarten" zw. Afu und CBler immer wieder.

Alpine hat geschrieben:Wir haben alle das gleiche Hobby.
Die neue K Lizenz hätte den Funk beleben können. Aus K wird vielleicht E oder die große Lizenz. Wenn die Frequenzen leer sind brauchen wir nicht mehr über die K Lizenz zu sprechen, dann ist es zu spät. Ich wollte keinem zu nahe treten, und hoffe das man sich weiter Gedanken macht wie es weiter geht.

In diesem Sinne Happy Funk
Hermann Alpine 73

Kollege "Alpine" hat es mit auf den Punkt gebracht und genau deswegen sollten wir uns gegenseitig unterstützen und nicht ständig die ein oder andere Fraktion dissen.
Es gibt unter CB Funker welche die durchaus ein großes Quantum technisches Wissen und Geschick aufweisen, genau wie es Afus gibt die gerade mal ein schallendes "Prost" fertig bekommen wenn die PTT gedrückt wird oder die VOX greift.

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