Maroder belgisches Atomkraftwerk Tihange

Maroder belgisches Atomkraftwerk Tihange

Beitragvon Charly Alfa » Fr 1. Sep 2017, 14:46

Zweite Tschernobyl Katastrophe ist im Anmarsch aus Belgien !!!!!!!!!!!!!!

Wir in Grenznähe haben Angst, aber auch 500 km weiter sollte man es ernst nehmen !!!!!!


https://www.tagesschau.de/inland/aachen-jodtabletten-akw-101.html

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Re: Maroder belgisches Atomkraftwerk Tihange

Beitragvon df2tb » Fr 1. Sep 2017, 15:43

Dann zieh halt weg. Ich wohne 10km von Fessenheim entfernt, Angst habe ich deshalb keine auch wenn das Ding eines der ältesten AKWs ist.
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Re: Maroder belgisches Atomkraftwerk Tihange

Beitragvon DD1GG » Fr 1. Sep 2017, 16:25

Nä. Bei den Kommentaren ist das AKW schon platt.
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Re: Maroder belgisches Atomkraftwerk Tihange

Beitragvon der_Jeff » Fr 1. Sep 2017, 23:27

Ein Grund mehr (neben vielen anderen) die AfD bei der nächsten Wahl nicht zu wählen.
Die wollen nämlich NICHT die Abschaltung von Kernkraftwerken sondern den Ausbau von erneuerbaren Energien stoppen.
Die wollen (wie die USA) das Pariser Klimaabkommen kündigen.
Für jeden mit ein bißchen Verstand ist sowas ein NO GO und daher die AfD unwählbar.

Sorry für die Politik, aber der Einwand musste sein da viele (wie die Briten bei der Umfrage zum Brexit) nur die Zuwanderung auf dem Schirm hatten und plötzlich aus allen Wolken fallen weil die anderen Punkte garnicht beachtet bzw. zur Kenntnis genommen wurden.
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Re: Maroder belgisches Atomkraftwerk Tihange

Beitragvon Rhöner Dröhner » Sa 2. Sep 2017, 07:08

Ich verstehe zwar nicht, was das Thema hier zu suchen hat, aber kann mir meinen Kommentar jetzt auch nicht verkneifen. :wink:

Was hat uns die Energiewende bisher gebracht?

- Teureren Strom;
- Umweltzerstörung in den Wäldern und Meeren;
- Monotonie im landwirtschaftlichen Anbau wg. Biomasse und alle ihre Folgen;
- Strafzahlungen an Energieversorger;
- und und und...

Und was hat es wirklich gebracht?
Haben wir nun mehr Sicherheit in Deutschland? Nein!
Denn wenn irgendwo im Ausland was hoch geht, dann bekommen wir es auch ab. Aber Hauptsache wir fahren unser eigenes Land gegen die Wand.
Klar - wenn ein AKW hoch geht, dann macht es einmal "rumms" und der Schaden ist da. Aber die Schäden durch die Energiewende sind auf die Zukunft
gesehen - schleichend - mindestens genau so hoch. Wir retten damit nicht wirklich unsere Umwelt. Wir retten nur die Lobby und unser Gewissen.

Wünsche ein schönes Wochenende. :wave:
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Re: Maroder belgisches Atomkraftwerk Tihange

Beitragvon KLC » Sa 2. Sep 2017, 12:20

der_Jeff hat geschrieben:... die AfD bei der nächsten Wahl nicht zu wählen. .... :shock: ... :sdown: ... :paper: ...

In dem letzten "AfD ist Scheiße"- Artikel den ich zur Wahl im, "Forum" oder so gelesen habe, stand daß die AfD eine der wenigen Parteien ist , die dem Wahlvolk mehr Bürgerbstimmung bishin zu Volksabstimmungen in Aussicht stellen wollen. Die sogenannten demokratischen unpopulistischen Volksparteien jedoch nicht , wie wir alle wissen. Und das Schlimmste: Diese populistische AfD will Bestechung überhaupt und Vetternwirtschaft strenger bestrafen.
:ballon:
Die AfD rechnet laut einem ihrer Spitzenkandidaten nicht , bei dieser Wahl Regierungs(mit)verantwortung übernehmen zu können/müssen, dieser will ABER GENUG ABGEORDNTE in den Bundestag bringen , um diese an das "Politgeschäft" zu gewöhnen" (hoffentlich werden die dann nicht genau so , wie die anderen dort).
:clue:
Das ist jetzt also ein zweischneidiges Schwert mit der AfD, schlimmer als beim (russisch) Roulette ...: mit der AfD die Volksabstimmung und Bürgerbegehren in Deutschland einführen, dann gegen die AfD sich zu den Klima-Abkommen zu bekennen und eine wirkliche umweltfreundliche zukunftsweisende Energie-Politik zu verankern.
:rolleyes:


Rhöner Dröhner hat geschrieben:... was das Thema hier zu suchen hat, aber kann mir meinen Kommentar jetzt auch nicht verkneifen. :wink:

ICH JETZT AUCH NICHT , Markus, aber da will ich dir nicht die Schuld geben.
Rhöner Dröhner hat geschrieben:Was hat uns die Energiewende bisher gebracht? [...] Und was hat es wirklich gebracht?

Ich denke die sogenannte "Energie-Wende" wie die tollen "Wende" und die "Wende-Wende" und all das andere Gehabe bringt dem Volk nix.
Ich hoffe , daß keiner von euch so zugedröhnt ist, und glaubt , daß "Mutti-Merkel" nach der "Nuklear-Katastrophe in Fukushima" im März 2011 , unmittelbar zum 25-jährigen Jübiläum von Tschernobyl (26. April 1986) nicht erstmal mit den Energie-Oligopolen in Deutschland erstmal die "Schäfchen ins Trockene gebracht" hat. Ein Unmut war absehbar , und sowas wie die Grünen haben einen Ministerpräsi gestellt.
Oder meinst du, daß die "Strafzahlungen" der BRD an das Atomkraft-Oligopol nicht von langer Hand vorbereitet ist , sowie der "Rückkauf" des Atommülls durch die BRD ?. Sowas muß man schon rechtlich in trockene Tücher legen.
:grrr: Daß die Energie-Politik die wir heute haben , nur das Ergebnis von unwissenden/unfähigen lobbyhörigen oder gar bestochenen Volksver(t)retern ist , liegt m.E. auf der Hand, die Technik ist da (NEIN nicht der YILDIZ-Motor) und die freie Energie,(NEIN , nicht die Eso-Psyco-Kraft) die von der Sonne oder dem Wind genutzt werden kann , und auf der anderen die Möglichkeiten Energie zu sparen (Wärmedämmung, LED-Licht).
:thdown: Die heutige Energiepolitik , die zu bemängeln ist, sichert den Monopolisten bzw Oligopolisten ihren gewinnbringenden Status.
Ein Auswuchs davon ist die Versenkung von Windparks in der Nordsee und die Monster-Mega-Trassen durch die Republik. Denn eine dezentrale Energiegewinnung würde auch eine dezentrale Gewinnstreuung begünstigen. Mit der jetzigen alternativlosen Struktur kann man solche Möglickeiten besser ausschließen.

:seufz: Und so weiter ...und so fort ... Man könnte dieses Forum mit diesem Thema überfüllen... obwohl es nicht gleich direkt mit Funk zu tun hat ....
Wir brauchen nur die Macht , die vom Volk ausgeht !!
Nicht irgendein rechts-links-mitte Parteigeplänkel, dafür gibts ziemlich zuverlässige moderne autarke Navigationssysteme, die sich heute jeder leisten kann.
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Re: Maroder belgisches Atomkraftwerk Tihange

Beitragvon MKB1 » Sa 2. Sep 2017, 12:42

@KLC:

https://youtu.be/ASro81p_j7g

Aber das ist ja auch nichts Neues.
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Re: Maroder belgisches Atomkraftwerk Tihange

Beitragvon KLC » Sa 2. Sep 2017, 12:45

MKB1 hat geschrieben:@KLC:
https://youtu.be/ASro81p_j7g
Aber das ist ja auch nichts Neues.

:shock: :sdown: Das kommt noch erschwerend hinzu !!
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Re: Maroder belgisches Atomkraftwerk Tihange

Beitragvon Yaesu FT857D » Sa 2. Sep 2017, 13:42

Charly Alfa hat geschrieben:Zweite Tschernobyl Katastrophe ist im Anmarsch aus Belgien !!!!!!!!!!!!!!

Wir in Grenznähe haben Angst, aber auch 500 km weiter sollte man es ernst nehmen !!!!!!


https://www.tagesschau.de/inland/aachen-jodtabletten-akw-101.html

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Haaa...wir hier in der Pfalz können auch "jaulen" was das angeht:
Cattenom/F, Biblis A+B/Deutschl., Phillipsburg/Deutschl....
Cattenom ist eines der ältesten in F, die letztgenannten, sind die ältesten AKWs Deutschlands und zumindest Biblis A sollte schon längst vom Netz und entfernt sein! :wall:
Nach Tschernobyl hätten die verantwortlichen Politiker (allen voran auch die Frau Merkel als Physikerin in der damaligen DDR) schon längst von Atomkraft, auf alternative Energien umsteigen können.
Aber nein, die Oligarchen, die Atomlobby wollten das nicht! Zuviel geld steht da auf dem Spiel, wenn jeder Bürger autark wird, was die Strom bzw. Energieversorgung angeht.
Habe es doch selbst vor vielen Jahren gesehen, als ich unsere Wasserversorgung für mein Elternhaus, über den Brunnen vor dem Haus (Trinkwasserqualität!), laufen lassen wollte....
Es gibt in Deutschland einen "Anschlusszwang". Das gilt für Wasser ebenso wie für elektrischen Strom.
Wenn du abseits jeglicher Strasse wohnst (da wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen),
musst du eine Versorgungsleitung für Strom, Wasser, Gas/Fernwärme und eine Leitung für die Abwasserentsorgung, grösstenteils selbst bezahlen.
In gewissen Fällen, bekommt man noch eine Zuschuss der Gemeinde, auf denen dein Haus steht. Aber das war es schon....
Autark leben? Geht und gibt es in Deutschland nicht. :wall:
Da sind andere Länder weiter, die kaum bis gar keine AKWs haben z.B. Schweden/Norwegen (von denen wir häufig Ökostrom in Form von Wasserkraft beziehen).... :tup:
Übrigens sind die Länder meistens auch weiter, was die E-Mobilität angeht.
Gerade in einem "Report" in der ARD gesehen, wie deutsche Städte und Gemeinden inkl. Haus und Wohnungseigentümer, die "Tankstellen" für E-Autos verhindern. In Norwegen gibt und wird schon bei der Planung von öffentlichen wie privaten Tiefgaragen, eine gewisse Anzahl an Stellplätzen nur für Autos mit Stromanschluss gedacht....
und kommt mir keiner, es gäbe nicht genügend (Öko)Strom für alle späteren E-Autos, man braucht dazu die AKWs und Kohlekraftwerke als Übergangslösung oder dergleichen!
Das ist genauso ein Märchen, wie Hänsel und Gretel und die Hexe im Wald.... :rolleyes:
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Re: Maroder belgisches Atomkraftwerk Tihange

Beitragvon Wolf » Sa 2. Sep 2017, 14:35

Sorry, der AFD-Quatsch gehört nun wirklich nicht hier rein.

Der Begriff der "Bestechung "kommt im AFD-Wahlprogramm überhaupt nicht vor - mal abgesehen davon, dass Bestechung, Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung schon seit Jahrzehnten im Strafgesetzbuch verankert sind.

Was die Arbeit der Abgeordneten angeht: Die AFD ist in 13 Landesparlamenten vertreten. Der geneigte Bürger möge selbst feststellen, was diese Abgeordneten bisher an konstruktiver Arbeit geleistet haben.

Wer die AFD einfach nur aus Protest oder Jux wählen will, um es den "Großen mal zu zeigen", dem empfehle ich, doch lieber gleich das Original zu wählen:
http://www.huffingtonpost.de/2017/08/30 ... 66206.html


Zum eigentlichen Thema Tihange:

Es gibt einen großen Unterschied zwischen Risikowahrnehmung und tatsächlichem Risiko.

Mal unabhängig von der Frage, ob Kernenergie langfristig (angesichts des ungeklärten Problems der Endlagerung der radioaktiven Abfälle) eine sinnvolle Energiequelle darstellt: Was wissen wir tatsächlich über den Zustand der belgischen AKW? Klar, wenn in Presseberichten von "Haarrissen" im Reaktordruckbehälter die Rede ist, sträuben sich dem besorgten Bürger die Haare. Aber wir wissen nicht, welcher Art sie sind (ein Großteil solch ja schon in Form von Einschlüssen bei der Herstellung der Reaktordruckbehälter entstanden sein) und vor allem nicht, welche tatsächlichen Auswirkungen sie konkret auf die Sicherheit haben.

Das heißt nicht, dass man einfach die Augen zumachen soll. Aber ich habe Zweifel, dass die Risikowahrnehmung immer dem tatsächlich vorhandenen Risiko entspricht.

Beispiele gibts ja genug: Ich denke nur mal an die aufgeregten Reaktionen wegen der Fibronil-Eier. Tatsächlich gabs aber allein im August weit über 50 EU-weite Lebensmittelwarnungen, von denen kaum jemand Notiz genommen hat (http://t1p.de/vh96). Oder an die Jammerei über die angebliche Zwangsumstellung von Glühbirnen auf vermeintlich gefährliche (weil Quecksilber enthaltende) Energiesparlampen - angefacht von dem unsäglichen Propagandastreifen "Bulb Fiction". Heute spricht kein Mensch mehr davon.

Von den angeblichen Risiken und Gefahren, die von Funkanlagen und damit auch unserem Hobby ausgehen, ganz zu schweigen...

Gruß
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Re: Maroder belgisches Atomkraftwerk Tihange

Beitragvon DocEmmettBrown » Sa 2. Sep 2017, 21:46

Helmut, Du mußt zwischen Grund- und Spitzenlast unterscheiden. Atomkraft deckt die Grundlast ab, Wasserkraft ist für die Spitzenlast da. Warum? Weil das Hoch- und Runterfahren eines Atommeilers viel Zeit braucht und man bei kurzfristigen Bedarf im Netz nicht mal eben irgendwelche Atommeiler anwerfen kann. Genau dafür nimmt man Wasserkraft und läßt dann bei Bedarf das Stauseewasser durch die Turbinen gluckern.

E-Autos:
Völliger Unsinn! Wer E-Autos unbedingt haben will, sollte vorher beantworten können, wieviel Li auf der Erde vorhanden ist, um damit Millionen und Abermillionen von dicken Autobatterien bestücken zu können. Da braucht man "etwas" mehr Li als bei einem SmartPhone.

Um die E-Autos zu laden, soll der Strom in die ganzen Häuser transportiert werden. Dazu sollte man sich einmal überlegen, wie dick die Cu-Leitungen in der Erde sein müssen, damit die ganzen Ampères sich auch da durchzwängen können. Der geneigte Leser wird sich als nächstes natürlich fragen, was das ganze Cu, was man plötzlich in jeder Wohnstraße (und davon gibt es in ganz Europa doch ein paar) verbauen will, kostet. Der Gedanke ist verstörend, aber Cu kostet Geld, sehr viel Geld. An die ganzen Millionen von Straßenbaustellen will ich gar nicht erst denken. Und dann noch die Frage, wieviel Cu als Erz auf der Erdkartoffel, auf der wir leben, überhaupt vorhanden ist.

Es ist ganz leicht, irgendwelche Schnapsideen zu fordern, aber man sollte sich auch überlegen, ob diese Ideen mit den vorhandenen Rohstoffen, Geldern und Infrastruktur überhaupt verwirklichbar sind. Dann lieber den Veggie-Day, denn den könnte man zumindest theoretisch noch leichter umsetzen. Ich halte eine Partei, die solchen Blödsinn fordert, für weit populistischer als irgendeine AfD.

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Re: Maroder belgisches Atomkraftwerk Tihange

Beitragvon Wolf » So 3. Sep 2017, 12:16

DocEmmettBrown hat geschrieben:(...)
Ich halte eine Partei, die solchen Blödsinn fordert, für weit populistischer als irgendeine AfD.

Auto-Mobilität ist in DL eine heilige Kuh. Kritik daran kommt einem Sakrileg gleich.

Unter Populismus verstehe ich, dem "Volk" (oder dem, was die jeweiligen Populisten darunter verstehen) nach dem Munde zu reden.

Einer Partei (gemeint sind hier wohl die "Grünen"), die in Aussicht stellt, die heilige Kuh "Auto mit Verbrennungsmotor" bis 2030 schlachten zu wollen, deswegen Populismus vorzuwerfen, ist da schon reichlich abwegig.

Gruß
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Re: Maroder belgisches Atomkraftwerk Tihange

Beitragvon Yaesu FT857D » So 3. Sep 2017, 12:42

DocEmmettBrown hat geschrieben:Helmut, Du mußt zwischen Grund- und Spitzenlast unterscheiden. Atomkraft deckt die Grundlast ab, Wasserkraft ist für die Spitzenlast da. Warum? Weil das Hoch- und Runterfahren eines Atommeilers viel Zeit braucht und man bei kurzfristigen Bedarf im Netz nicht mal eben irgendwelche Atommeiler anwerfen kann. Genau dafür nimmt man Wasserkraft und läßt dann bei Bedarf das Stauseewasser durch die Turbinen gluckern.

Daniel, ich habe als Beispiel Norwegen genannt, weil
a.so gut wie keinen Atomstrom erzeugt/benutzt
b.grösstenteils Wasserkraft nimmt
c.in der E-Mobilität eine Vorreiterrolle haben, Ladesäulen innerstädtisch und ausserhalb vorhalten, damit genug E-Autos laden können

DocEmmettBrown hat geschrieben:E-Autos:
Völliger Unsinn! Wer E-Autos unbedingt haben will, sollte vorher beantworten können, wieviel Li auf der Erde vorhanden ist, um damit Millionen und Abermillionen von dicken Autobatterien bestücken zu können. Da braucht man "etwas" mehr Li als bei einem SmartPhone.

Daniel, bist du auch einer der Theoretiker, die mit dem Argument gegen die E-Mobilität sind?
Dann fahre an unsere Uni Gebäude Nr. 14 (Paul-Ehrlicher-Str.) und sehe dir mal die Forschung und Entwicklung in Sachen E-Mobilität an....
Auf dem Tag der offenen Tür anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Opel-Werkes Kaiserslautern, wurde ein E-Auto von dieser Forschungsgruppe vorgestellt,
die eine ganz anderen Typ von Akku benutzt und der muss nicht aus "Seltenen Erden" gebaut werden, hält länger, hat mehr Kapazität usw....
DocEmmettBrown hat geschrieben:Um die E-Autos zu laden, soll der Strom in die ganzen Häuser transportiert werden.

Wieder einem Irrtum der Gegner der E-Mobilität aufgesessen!
Wie in Norwegen, muss der Strom nur an Ladestationen (Mindestzahl wird vorgegeben) in bestimmten Parkhäusern und Parkzonen angeliefert werden.
In bestimmten Ländern sind dazu übrigens auch Solarpanels auf dem Dach installiert, um unabhängig vom lokalen Stromnetz zu sein.
Der letzte Satz von mir, konterkariert das folgende von dir:
DocEmmettBrown hat geschrieben:Der geneigte Leser wird sich als nächstes natürlich fragen, was das ganze Cu, was man plötzlich in jeder Wohnstraße (und davon gibt es in ganz Europa doch ein paar) verbauen will, kostet. Der Gedanke ist verstörend, aber Cu kostet Geld, sehr viel Geld. An die ganzen Millionen von Straßenbaustellen will ich gar nicht erst denken.


DocEmmettBrown hat geschrieben:Und dann noch die Frage, wieviel Cu als Erz auf der Erdkartoffel, auf der wir leben, überhaupt vorhanden ist.

Darüber gibt es Forschungen am Supraleiter... :wink:
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Re: Maroder belgisches Atomkraftwerk Tihange

Beitragvon DocEmmettBrown » So 3. Sep 2017, 13:56

Yaesu FT857D hat geschrieben:Darüber gibt es Forschungen am Supraleiter... :wink:
Und Du findest es seriös, den Zeitrahmen für eine Technologie vorzugeben, die noch gar nicht verfügbar ist?

Im übrigen ist Deine Antwort zwar interessant, aber wie die Norweger, die Niederländer und noch einige andere Staaten schon bis 2025 ein flächendeckendes und vor allem brauchbares Netz aufbauen wollen, damit Neuzulassungen ausschließlich elektrisch und nicht einmal mehr hybrid fahren können, beantwortet Dein Artikel leider nicht. Nach dem Stand von heute benötigen wir da weiterhin (und z.T. ein ordentlichen Mengen):

- Cu
- Li
- Geld
- Zeit für Umbauten an der Infrastruktur
- für Unterwegs eine wirklich schlaue Strategie, wie das Laden eines Autos in Minutenschnelle vergleichbar dem Tanken eines Benzinautos bewerkstelligt werden kann.

Falls Du Dir mal die Dimensionen vor Augen führst, was da kommen soll, welchen Rohstoffbedarf es hat und wie es überhaupt aufgebaut werden soll, und Dir dann überlegst, wie lange BER, die Elbphilharmonie, S21 und andere Großobjekte brauchen, könnten, zumindest hoffe ich das, Dir Zweifel kommen, ob der ganze Unsinn nach derzeitiger Planung in funktionierender Weise bis 2025 tatsächlich fix und fertig stehen soll. Ich jedenfalls habe da ganz massive Zweifel.

Ich bin nicht gegen die E-Mobilität, aber ich bin gegen Phantasien, die unter den gegebenen Voraussetzungen einfach nicht machbar sind.

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Re: Maroder belgisches Atomkraftwerk Tihange

Beitragvon artlandxy » Mo 4. Sep 2017, 21:06

Zum Lithium in E-Autos kann man im Internet reichlich seriöse Quellen finden, wenn man möchte.
Die benötigte Menge an Lithium in einem PKW-Akku ist um einige Prozentpunkte geringer als die Menge an Blei in den in allen Autos vorhandenen Blei-Starterakkus. Blei ist allerdings seltener auf der Erde zu finden als Lithium. Nur fragt sich kein Mensch mit Blick auf die Millionenfach in allen PKW's vorhandenen Bleiakkus, wo das ganze Blei herkommt.
Einer englischen Studie zufolge benötigt eine Raffinerie in etwas 1,7 kw an elektrischer Energie zur Erzeugung eines Liters Benzin oder Diesel. Dieser Stromverbrauch wird bei E-Mobilen wegfallen. In einer deutschen Studie hat man errechnet, das der Mehrverbrauch an Strom für E-Mobilität sich in der Grössenordnung von rund 5-7% bewegt. Das ist in etwas die Menge an Strom, die die privaten Haushalte in den letzten Jahren weniger verbrauchen indem sie energiesparendere Technik (LED,Flachbildschirme, bessere Isolierung etc) verwenden. Da dieser Strom irgendwann mal benötigt wurde, sind die Leitungsnetze in Deutschland dafür ausgelegt und könnten das leisten. Auch das ist im Internet zu finden.
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